• Sensō-ji / Asakusa Schrein

    13. Mai in Japan ⋅ ☀️ 24 °C

    Tokios meistbesuchter Tempel beherbergt ein goldenes Bild von Kannon (der buddhistischen Göttin der Barmherzigkeit), die der Legende nach auf wundersame Weise von zwei Fischern im Jahr 628 n. Chr. aus dem nahe gelegenen Sumida-gawa gerissen wurde. Das Bild ist seitdem vor Ort geblieben, wird aber nie öffentlich gezeigt. Die vorliegende Struktur stammt aus dem Jahr 1958.

    Sensō-ji ist immer voll, besonders am Wochenende.

    Der Haupteingang zum Tempelkomplex führt über die rote Kaminari-mon und belebte Einkaufsstraße Nakamise-dōri. Vor dem Tor sieht man auf beiden Seiten die Statuen von Fūjin (dem Gott des Windes) und Raijin (dem Gott des Donners) und unter der riesigen roten Laterne (ca. 700kg schwer) ist ein geschnitzter Drachen zu sehen.

    Stände entlang von Nakamise-dōri verkaufen alles, von touristischen Schmuckstücken bis hin zu echtem Kunsthandwerk im Edo-Stil. Am Ende von Nakamise-dōri befindet sich der Tempel selbst und die 55 m hohe fünfstöckige Pagode. Der Wiederaufbau einer von Tokugawa Iemitsu gebauten Pagode im Jahr 1973 wurde 2017 renoviert.

    Es ist ein Rätsel, ob das alte Bild von Kannon tatsächlich existiert oder nicht, da es nicht öffentlich ausgestellt ist. Dies hält einen stetigen Strom von Gläubigen nicht davon ab, her zu kommen. Vor dem Tempel befindet sich ein großer Weihrauchkessel: Der Rauch soll Gesundheit verleihen. Für 200 yen kann man Rauchstäbchen erwerben.

    Für nur 100 yen kann man einen Metallbehälter schütteln, sodass ein Holzstock mit einer Zahl drauf herausfällt. Diese Zahl zeigt an, welche Schublade man öffnen darf, um sich eine Prophezeiung herauszuholen. Ist es eine Positive, so sollte man sie behalten. Ist es eine Negative, so sollte man sie an einen der Bänder anbinden, damit sie von den Mönchen verbrannt werden und somit nicht eintreten - ein schöner Brauch. Und ich hatte Glück 🍀
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