Kinkaku-ji 金閣寺
May 22 in Japan ⋅ ☁️ 22 °C
Ich mache einen kurzen Boxebstop im Hotel und fahre mit neuem Akku zum nächsten Spit. Kinkakuji (金閣寺, Goldener Pavillon) ist ein Zen-Tempel im Norden von Kyoto, dessen obere beiden Stockwerke vollständig mit Blattgold bedeckt sind. Der Tempel, der offiziell als Rokuonji bekannt war, war die Ruhestandsvilla des Shogun Ashikaga Yoshimitsu, und nach seinem Willen wurde er nach seinem Tod im Jahr 1408 zu einem Zen-Tempel der Rinzai-Sekte. Kinkakuji war die Inspiration für den ähnlich benannten Ginkakuji (Silberner Pavillon), der einige Jahrzehnte später von Yoshimitsus Enkel Ashikaga Yoshimasa auf der anderen Seite der Stadt gebaut wurde.
Kinkakuji ist ein beeindruckendes Bauwerk mit Blick auf einen großen Teich und das einzige Gebäude, das noch von Yoshimitsus ehemaligem Alterskomplex übrig ist. Es ist im Laufe seiner Geschichte zahlreiche Male abgebrannt, darunter zweimal während des Onin-Krieges, eines Bürgerkriegs, der einen Großteil von Kyoto zerstörte; und noch einmal zuletzt 1950, als es von einem fanatischen Mönch in Brand gesetzt wurde. Die aktuelle Struktur wurde 1955 wieder aufgebaut.
Kinkakuji wurde gebaut, um die extravagante Kitayama-Kultur widerzuspiegeln, die sich in den wohlhabenden aristokratischen Kreisen von Kyoto während der Zeit von Yoshimitsu entwickelte. Jede Etage repräsentiert einen anderen Architekturstil.
Der erste Stock ist im Shinden-Stil gebaut, der während der Heian-Zeit für Palastgebäude verwendet wurde, und mit seinen natürlichen Holzsäulen und weißen Putzwänden kontrastiert die vergoldeten oberen Stockwerke des Pavillons. Statuen des Shaka Buddha (historischer Buddha) und Yoshimitsu sind im ersten Stock gelagert.
Der zweite Stock ist im Bukke-Stil gebaut, der in Samurai-Residenzen verwendet wird, und hat seine Außenseite vollständig mit Blattgold bedeckt. Im Inneren befindet sich ein sitzender Kannon Bodhisattva, der von Statuen der vier himmlischen Könige umgeben ist; die Statuen werden jedoch nicht der Öffentlichkeit gezeigt. Schließlich ist die dritte und oberste Etage im Stil einer chinesischen Zen-Halle gebaut, innen und außen vergoldet und mit einem goldenen Phönix gekrönt.
Es geht ein Rundgang durch den Garten, der als Einbahnstraße eingerichtet wurde.
Fahrräder kann man übrigens so gut wie nirgends abstellen. Es gibt dedizierte Parkplätze, die man erst mal finden muss.Read more












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