• Katsuō-ji 応頂山 勝尾寺

    May 28 in Japan ⋅ ☁️ 22 °C

    Es ist ein weiter Weg bis zu dem Tempel, mit U-Bahn und Bus dauert es je nach Start eine gute Stunde und ist teuer. Es ist sehr touristisch und ich möchte mir gar nicht ausmalen wie voll es da heute noch wird. Ich bin mit dem ersten Bus rauf gefahren und konnte so, ohne irgendwo anstehen zu müssen die Stempel sammeln (eine Postkarte, die mit 6 Stempeln vollständig wird).

    Der Ort für mein Goshuin habe ich verpasst, das lag daran, dass er noch gar nicht auf hatte. Ich frage am Eingang nach und darf netterweise noch mal rein um dahin zu gehen. Ich hatte Sorge, dass die lange Schlange am Souvenirstand auch für die Goshuin galt. Aber dem war nicht so. Und so musste ich nicht anstehen und konnte mir noch schnell den Goshuin holen, und so auch die Wartezeit für den Bus ideal überbrücken… dachte ich. Denn der Bus bringt einen zwar ab 9 rauf aber erst ab 11:20 wieder runter. Ich tue mich also kurzerhand mit anderen Touristen zusammen und teile mir ein Taxi. Rauf mit Bus 800 Yen, runter mit Taxi 1600. Das sind 4 Euro mehr und mir meine Zeit definitiv wert.

    Mehr zum Tempel:

    Der Katsuō-ji-Tempel, der weithin als der Daruma-Tempel bekannt ist, steht im Herzen des Mino-Waldes im Norden von Osaka. Aufgrund seines Rufs, Sieg und Glück zu bringen, pilgern viele Japaner jedes Jahr dorthin, z. B. vor einer wichtigen Prüfung.

    Der Tempel wurde ursprünglich 727 von zwei buddhistischen Mönchen, Zenchu und Zensan, gegründet. Angezogen von der spirituellen Ruhe des Ortes, bauten sie zunächst eine einfache Hütte. Später wurde auf Veranlassung eines Prinzen aus der kaiserlichen Familie, der dorthin ging, um Seelenfrieden zu suchen, offiziell ein Tempel eingerichtet.

    Es hat seinen heutigen Namen von Katsuō-ji nach der wundersamen Heilung von Kaiser Seiwa (850–881). Die Legende besagt, dass die Gebete der Priester den Monarchen heilten. Aus Dankbarkeit erlaubte er dem Tempel, den Namen "勝 王 寺 Katsuō-ji" zu verwenden, was "der Tempel, der zum Triumph beiträgt" bedeutet. Aus Respekt bevorzugen die Mönche ein Homonym 勝 尾 寺 und ersetzen das Zeichen für König 王 durch das für Schwanz 尾.

    Seitdem hat der Tempel seinen Ruf für Sieg und Erfolg bewahrt. So füllte sich der Ort im Laufe der Zeit mit Daruma-Puppen. Diese roten Figuren sind traditionelle japanische Glücksbringer.

    Sie repräsentieren den Bodhidharma, einen Mönch aus Indien, Begründer des japanischen Zen-Buddhismus. Die Etymologie stammt vom Namen dieses Mönchs: Das „Dharma“ wurde erhalten und als DARUMA „japonisiert“.
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