• Harzer-Hexen-Stieg #05

    February 27 in Germany ⋅ ☀️ 15 °C

    Gestern hatten wir noch die Schnappsidee bis nach Thale durchzuziehen, aber haben uns gesagt, dass wir das spontan entscheiden. Gute Idee von unseren Vergangenheits-Ichs.

    Nach einem sehr leckeren Frühstück in der Lodge ging es durch das verschlafene Dörfchen Neuwerk steil den Berg rauf und wieder runter zur Bode.

    Es dauerte nicht lange, bis wir an einer Bank den Abzweig verpassten und bei der Talsperre Wendefurth in einer Sackgasse landeten. Der Track in der Harz-App war bisschen irreführend und wir waren von einem Greifvogel abgelenkt. Also wieder zurück und steil den Berg rauf.

    Vermutlich schreckten wir ein paar Wildschweine auf den frische Spuren waren auf dem matschigen Untergrund auszumachen. An einer Weggablung hörten wir aus dem Unterholz ein aufgeregtes quieken. Die Gedanken fingen an zu kreisen und weil wir keiner Bache oder keinem Eber gegenüberstehen wollten, redeten wir die nächsten paar hundert Meter bisschen lauter als gewöhnlich. 🤪

    Bis zur Staumauer der Talsperre verlief der Weg nun im oberen Teim des Hanges. An der Stempelstelle #62 hatten wir eine schöne Aussicht und trafen auf eine knuffige Wandergruppe. Wir tippen auf einen Papa mit seinen drei Söhnen, die in ihrem 30er/40er waren. Sie baten uns um ein Foto und machten im Gegenzug selbstverständlich auch ein paar schöne Fotos von uns. Eine schöne Begegnung.

    Nach einem kurzen Plausch ging es runter zur Staumauer und rüber auf die andere Seite. Durchs schattige Bodetal schlängelten wir uns bis zum Abzweig zur Schöneburg (#63). Da oben hat man eine tolle Aussicht, aber man läuft schon ein paar Kiliometer mehr, da der Stempel eigentlich zur Südroute gehört, die man ab Königshütte (via Hasselfelde) gehen kann.

    Hier oben buchten wir uns dann ein Zimmer in Treseburg. Bis nach Thale wollten wir dann heute doch nicht mehr gehen. Danach führte der Weg wieder abwärts und an Altenbrak vorbei. Ein letzter Hügel wartete noch auf uns und schließlich ging es nur noch am Flussufer entlang bis wir endlich in Treseburg waren.

    Untergekommen sind wir im Hotel Zur Lubbbode, gegessen haben wir im Restsurant Rübenzahl. Hier trafen wir auch noch ein Pärchen, die wir schon auf dem Weg mehrmals gesehen haben. Wir tauschten uns noch kurz aus und brachen dann wieder auf in Richtung Hotel.

    Ein letzter Blick in den Nachthimmel, wo zahlreiche Sterne uns anfunkelten. Nun liegen wir müde und zufrieden in den Betten und freuen uns auf den letzten Tag bevor unser Urlaub auch schon wieder endet.
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