• Zwischen Sand und Sonnenstich

    19. oktober 2025, Venezuela ⋅ ☁️ 29 °C

    Playa El Agua, Sonntagnachmittag.
    Um zwei Uhr, wenn die meisten Vernünftigen in Margarita gerade im Schatten eine Siesta halten, machen Elias und ich uns auf den Weg – zu Fuß, vom nördlichen Ende des Playa El Agua bis hinüber zum Playa Parguito. Vier Kilometer Karibik; kommt mal mit!

    Die Sonne steht steil, der Sand glüht wie ein Backblech und die Luft riecht nach Salz, Sonnenöl und frittiertem Fisch. Die Promenade hat sich herausgeputzt – neue Pflastersteine, in Landesfarben frisch gestrichen und etliche Hotels sehen auch renoviert aus. Wo früher Schlaglöcher und improvisierte Verkaufsstände dominierten, flanieren jetzt Spaziergänger mit Bluetooth-Box zum Strand.

    Elias geht voran, leichtfüßig wie immer, während ich den Unterschied zwischen sportlichem Ehrgeiz und Übermut spüre. Nach zwei Kilometern beginne ich, jeden Schatten zu schätzen wie ein Geschenk des Himmels.

    An der Tortuga Verde angekommen, schmeckt der Fisch (wir gönnen uns beide das Pargo-Filet) superlecker und der kalte, frische Fruchtsaft erfrischend. Wir sitzen da, lassen die Beine im Sand und das Meer in unseren Köpfen rauschen. Der Rückweg treten wir um 17 Uhr an und der geht schneller – nicht, weil wir gestärkt sind, sondern weil wir nicht mehr ständig stehen bleiben, um den Moment auszukosten. Ab 18 Uhr ist’s dunkel. So ist das in der Karibik.
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