• Vom Staubfänger zum Karibik-Star

    October 29, 2025 in Venezuela ⋅ 🌬 29 °C

    Diese Woche war endlich mal Zeit für die kleinen Dinge – die, die sich sonst zwischen Sonne, Strand und Alltag verstecken. Gestern habe ich den Aufbau des alten Erlebetts fertig gemacht, das jahrelang zuhause im Keller Staub gefangen hatte und das jetzt hier in den neu renovierten Schlafzimmern seinem Platz gefunden hat,. Für 180 Euro durfte es per Schiff die wohl längste und letzte Reise seines Lebens antreten – wie ich finde hat es sich gelohnt. Auch die neuen Matratzen sind gut und günstig, relativ fest und dennoch so bequem, dass auch mal ein Mittagsschlaf eine Option ist.

    Ich frühstücke morgens ausgiebig und esse dann erst am späten Nachmittag wieder. Danach wird’s schnell dunkel – um 18 Uhr ist Schluss mit Sonne, und um 21 Uhr zieht mich das Bett magisch an. Neun Stunden Schlaf sind hier keine Seltenheit, sondern Standard. Um sechs Uhr weckt mich das erste Licht, ganz ohne Wecker, ganz ohne Stress. Dieser Rhythmus – zwölf Stunden Tag, zwölf Stunden Nacht – tut mir unglaublich gut. In Europa passte ich nie so recht in das 8-8-8-Schema aus Arbeit, Freizeit und Schlaf. Hier dagegen fühlt sich alles natürlicher an, fast so, als hätte mein Körper endlich seine richtige Geozone gefunden.

    Nebenbei läuft das mit dem Abnehmen erstaunlich gut: weniger essen, besser essen, mehr Bewegung. Kein Hexenwerk, nur ein bisschen Konsequenz und das Klima als natürlicher Katalysator. Bei 28 bis 32 Grad, jeden Tag Sonne, einer leichten Brise und für die Karibik relativ trockener Luft schwitzt man selten. Regen? Fehlanzeige. Seit Wochen tagsüber kein einziger Tropfen – die Karibik zeigt sich hier 365 Tage im Jahr von ihrer Sonnenseite.

    Fazit nach einem Monat Karibik; Es fühlt sich gut an! Manchmal braucht es im Leben den Mut für neue Wege, um sich nicht im Hamsterrad gefangen zu halten. Und selbst ein altes Bett kann in der Karibik noch mal jung werden – und ich irgendwie auch.
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