• Perth

    Jan 15–20 in Australia ⋅ ☀️ 33 °C

    Der Inlandsflug dauerte mehr als fünf Stunden. Was für uns schon fast als Langstrecke zählen würde, machen die Australier ohne Board Unterhaltung. Zum Glück haben wir genügend eigene Unterhaltung dabei und so verging die Zeit relativ schnell. In Perth angekommen konnten wir aber ohne berüchtigte Kontrolle aus dem Flughafen hinaus laufen.
    Mit der Metro ging’s in die Stadt und nachdem wir mehr als 15 Minuten an der pipsenden Barriere gewartet haben konnten wir dann auch den kurzen Weg zum Hostel zurück legen, in welches wir für die kommenden fünf Nächte eincheckten.
    Das Hostel war oke und der Blick an die Wand des Parking gegenüber auch nicht so tragisch, aber was ich nicht verstehe ist, das viele Hostels kaum Möglichkeiten haben irgendwas aufzuhängen oder sonst irgendwo hinzustellen. Die Sprungfedermatratze kann ich auch nicht empfehlen.
    Wirklich per Zufall gab es gleich um die Ecke ein Laden, welcher Pokémon Karte zum tauschen hatte, also sah ich Marc erst wieder bevor wir zum Essen los gingen.

    Randnotiz: Die Pokémon Karten von Sevi zu beginn der Reise haben in Marc Kindheitserinnerungen geweckt. So hat er sich das Ziel gesetzt von allen 151 Pokémon der ersten Generation (seine Kindheit) eine Karte zu sammeln(aktueller Zwischenstand 121/151) 🙃.

    Wir fanden einen leckeren Italiener.
    Mal nicht eine Free Walking Tour aber die Tour von Oh Hey WA war sehr gut. Im Schatten warteten wir auf die Tour und die Tourguide kam voller Elan. Auch wenn es für Marc vielleicht schon etwas viel war konnte sie ihn schnell abholen als sie uns weitere Tip für unseren Trip in den Norden gab, während wir auf alle Teilnehmer warteten. Sie führte uns durch die Stadt, die vor allem dank des Goldes ihren Aufschwung bekam und zeigte auch kleinere Winkel von Perth und Geschichten die sogar die Einheimischen in der Gruppe nicht kannten. Oft ging es um Arbeiten welche erledigt wurden wie, die Architektur von Gebäuden, da der Architekt dann aber nicht wie Abgemacht ausbezahlt wurde. Er passte das Wappen mit Emu und Känguru so an, dass beide in die falsche Richtung starrend und zwar in Richtung Haus der Auftraggeber. Bei der Kaffeepause in der Mitte der Tour hing eine SBB Uhr im Kaffee, wir konnten aber nicht herausfinden weshalb diese dort hing. (Kann mal jemand bei der SBB fragen ob sie eine vermissen?)
    Zum Schluss befanden wir uns auf einer Rooftopbar mit rundum Ausblick.
    Auch wenn die Tour uns nicht lange vorkam brauchten wir trotzdem eine Stärkung und da sind die Sushirollen wie immer ein Willkommener Snack. Wir schlenderten auch hier wieder durch die Läden, fanden Zuflucht in unserem kühlen Zimmer, assen Znacht und gingen danach nochmals zum Hostel um einen dickere Pullover zu holen den es ging noch auf eine Dachterasse. Wir hatten nämlich noch Tickes kaufen können für das Rooftop Cinema. Mit Popcorn und Bier in den grossen Sitzsack eingekuschelt schauten wir uns den Film Bee an.

    Der nächste Morggen startete schon früh, um 7:15 wurden wir von Bruno, Yvonne und Brunos Sohn abgeholt, welche sich schon fleissig dehnten. Es ging nämlich an einen Parkrun. Diesen Event gibt es Weltweit (äussert in der Schweiz). Jeden Samstag treffen sich die Leute im Park und rennen 5 km, es wird zwar die Zeit gestoppt aber es gibt keine Gewinner oder Verlierer, einfach nur gemütliches Joggen oder laufen.
    Bruno und Yvonne habe ich noch vor meiner Abreise durch meine Tante und Onkel in der Schweiz kennengelernt. Bruno hat vor Jahren mit meiner Tante zusammen gearbeitet und lebt seit ungefähr 15 Jahren in Australien, Yvonne ist in Perth aufgewachsen.
    Es war schon warm um 8:00 Uhr als der Run los ging, aber noch nicht zu heiss und obwohl das Training definitiv vernachlässigt wird, war ein gemütliches Tempo für 5 km gut machbar (auch wenn wir am nächsten Tag schon etwas Muskelkater hatten).
    Nach dem Run gab es Kaffee bei Brunos Haus in welchem jetzt nur noch seine beiden Kindern leben und so lernten wir auch seine Tochter kennen.
    Nach Kaffee und Dusche ging’s los mit dem Auto Richtung Haus von Yvonne, wir machten diverse Stops und lernten die Spezialitäten der Region kennen; Kaffeerösterei, Schockolade, Nougath, Honig und das grösste Business dem Winzer. Mittagessen gab es in einem kleinen Restaurant, da Samstag und Ferienzeit ein war, war viel los in den Restaurants. Sie zeigten uns auch den Ort, wo die Engländer zum ersten Mal Flussaufwärts an die Westküste kamen. Da am Ufer alles schön grün ist, beschlossen sie dort zu bleiben. Wie schon auf der Tour in Perth erfahren hat dieser Fluss nicht nur eine Strömungsrichtung, je nach Ebbe oder Flut fliesst der Fluss in die andere Richtung und so kommts das es im Swan River manchmal Bullenhaie hat, aber nicht bis dort wo Yvonne lebt.
    Bei Yvonnes Haus lernten wir ihre Horde Schafe kennen, welche auf Yvonnes Blöcken schnell bei den Haferschüsseln waren welche wir in useren Händen hatten.
    Sie wohnt sehr schön und auch relativ ruhig bis auf die Flugzeuge welche im Landeanflug über ihr Haus donnern😉 Wir konnten noch bei ihnen Znacht essen und sie brachten uns dann zur nahe gelegenen Zughaltestelle.
    Für Sonntag hatten wir geplant nach Freemantle zu gehen. Mit dem Zug eine halbe Stunde liegt dieser Stadteil am Meer und wie es der Zufall will findet an diesem Wochenende der Sail GP dort statt.
    Wir besuchten zuerst den Market, welche an die frühere Markthalle erinnerte, einfach voller und mehr mit Krimskrams Ständen drin. Der Wollenlade, welchen ich online gesehen habe hatte am Sonntag leider geschlossen.
    Danach wollten wir mal einen Blick auf die schnellen Segelboote werfen. Es wurde aber so gut es ging jeder Spot abgeschirmt von wo aus man hätte zusehen können ohne ein teures Ticket zu kaufen. Wie unsympathisch! Wir kümmerten uns aber auch nicht um Tickets, die Tribünen sahen ziemlich Sonnig aus und es war schon ein warmer Tag.
    In Fremantle gab es das erste Gefängnis von Perth und der Round Tower steht sogar noch, welchen wir uns anschauten.
    Wir nahmen den Zug zurück in die Stadt am späteren Nachmittag.
    Für den Montag hatten wir bereits die Fähre und ein Fahrrad gebucht um die nahegelegenen Insel Rottnest Island zu erkunden. Das Boot ging am 8:00 Uhr auch wieder ab Fremantle. Nach gut 25 Minuten kamen wir auf der Insel an und bekamen unsere Fahrräder inklusive Schloss und Helm ausgehändigt. Vor Ort kauften wir bei einer Bäckerei noch ein Sandwiche fürs Mittagessen und schon dort beim Hafen sahen wir die ersten Quokkas. Das kleine Kurzschwanzkängerus sind fast nur auf dieser Insel zu finden und sind berühmt dafür das sie aussehen als würden sie lachen. Allerdings sehen sie nur so aus wenn sie etwas Fressen, was wir von Yvonne gelernt hatten. Es ist allerdings verboten sie zu Füttern oder Anzufassen oder zu stören. Sie schienen sich aber nicht gross ab den Menschen zu stören.
    Unser Ziel, oder vor allem mein Ziel, war es die Insel zu umrunden. Um nicht all zu viel Gegenwind zu haben starteten wir die Umrundung im Uhrzeigersinn. Wir fuhren die ersten Kilometer und hielten an der Little Salmon Bay. Da die Insel auch für gute Schnorchelspots bekannt sind haben wir natürlich unsere gesamte Ausrüstung eingepackt und unsere Neoprenoberteile kamen das erste Mal zum Einsatz. Das Wasser war sehr klar und hatte schöne Pinke Korallen und viele Fische.
    Wir fuhren weiter der schönen Küste entlang und als Marc fragte wo eigentlich die Delfine blieben entdeckte ich wirklich welche zwischen den kleinen Wellen.
    Es ging auf und ab und war heiss, doch wir schafften es bis zur westlichsten Spitze und konnten einigen Seelöwen im Wasser zuschauen. Es war jedoch verboten dort zu schwimmen, nicht alle Seelöwen sind freundlich. Nach dem Mittagessen drehte der Wind schon mehr auf und an einem weiteren Strand wo wir uns im Meer abkühlten wurde man zusätzlich noch sandgestrahlt.
    Gute 22 km später waren wir wieder beim Hafen. Es gibt schon einige Hotels, einen Camping, Bungalows und einige Läden auf der Insel, jedoch viel ist es nicht.
    Die meisten Quokkas schienen sich in dem kleinen Dorf aufzuhalten und wir versuchten noch ein paar gute Fotos zu erhalten ohne die Tiere allzu sehr zu Stören. Da diese kleinen Dinger die absoluten Lieblingstiere einer Freundin von Marc sind, sie aber noch nie in Australien war , riefen wir sie über Videocall an, so das sie zumindest schon mal mit einem Quokkas FaceTime konnte.
    Nach einem Drink in einem der Restaurants ging es mit der 18:00 Uhr Fähre zurück nach Freemantle und zurück ins Hostel. Wir duschten kurz und machten uns auf die Suche nach einem Restaurant. Um 20:00 Uhr in Perth sollte man meinen kann nicht so schwer sein, falsch gedacht. Zum Glück erhielten wir auf unserer Walkingtour den Tipp für eine Bar, in welcher bis spät Abends noch Pizza serviert, was unsere Rettung war um nicht in den MC Donald zu müssen.
    Nun war der Tag gekommen an dem unser zweites Camperabenteuer beginnt. Wir packten unsere Sachen und fuhren mit dem Zug Richtung Flughafen und dort zum Verleih. Es dauerte recht lange, da wir nicht die einzigen waren, welche einen Camper abholten, aber im Office war es zum Glück kühl, sie meldeten heiss für diesen Tag und wir erlebten unser erstes Mal um die 40 Grad. Mit sieben Meter Campervan ging es dann los ins nächste Shoppingcenter um uns mit Lebensmittel einzudecken.
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