Buongiorno Italia Toscana
September 16, 2025 in Italy ⋅ ☁️ 25 °C
Es geht endlich wieder los und wir starten ein neues Abenteuer mit Marvin.
Nach einer relativ entspannten Nachtfahrt über die Alpen mit etwas Regen und Nebelfeldern kommen wir müde aber happy gegen halb fünf Uhr morgens in der Toskana an, genauer an einem Parkplatz in dem Örtchen Tellaro und in der Nähe des Campingplatzes, den wir für heute ausgesucht hatten. Hier stehen bereits einige Camper und wir wollen ein paar Stunden wenigstens die Augen zu machen bis der Campingplatz aufmacht.
Als es langsam hell wird, wird auch der Verkehr mehr und wir können nicht mehr schlafen und wollen auch nicht all zu lange hier stehen. Wir machen noch einen ersten Schnappschuss von der hübschen Aussicht mit ersten Blick aufs Meer, bevor wir uns langsam auf den Weg machen. Leider ist der Platz schon voll und wir müssen doch noch ein paar Kilometer weiter hinunter ans Meer bis nach Carrara fahren, wo der berühmte Carrara-Marmor abgebaut und verarbeitet wird. Hier finden wir einen Campingplatz, der Platz hat und uns auch schon zu früher Stunde einchecken lässt. Auf den ersten Blick ein zwar großer, aber netter Platz, an dem wir uns erstmal ausruhen können.
Manu besorgt ein bisschen Brot und Vesper beim Supermarkt und als wir gegen Mittag erholter sind, wollen wir ins Meer. Die kleine Runde mit dem Rad war aber leider auch umsonst, der Strand ist weder schön und läd wie auch das Meer in Hafennähe nicht so sehr zum Verweilen ein. Als es dann noch zu tröpfeln anfängt, radeln wir zurück.
Jetzt, mit dem Meer im Rücken, sehen wir die Apuanischen Alpen zwischen den Wolken in der Sonne blitzen und sind hin und weg. Sie haben eine krasse Farbe und seltsam viele unterschiedlich hohe, spitze Gipfel, das haben wir so noch nicht gesehen, ist aber bestimmt eine Wanderung wert.
Als wir zurück bei Marvin sind, ist der Platz leider schon super voll und so langsam gefällt uns das alles auch nicht mehr so gut, oder besser gesagt, überhaupt nicht mehr. Schnell ist daher die Entscheidung getroffen, morgen weiter zu fahren und nicht, wie geplant zwei Nächte hier zu verbringen. Also gibt es heute nur noch zwei wirklich leckere Pizzen aus der Campingplatz eigenen Pizzeria, bevor wir bei Einbruch der Dunkelheit ins Auto verschwinden und schnell eingeschlafen sind.
Am nächsten Tag fahren wir bei 29 Grad zuerst in die Apuanischen Alpen zum wandern. Das Gipfelkreuz und die Aussicht auf Carrara, Massa, das Meer und die Alpen sind schön, der Rest der Wanderung geht so. Im Grunde läuft man fast die ganze Zeit durch meterhohes Gestrüpp, Dornen und mehr, sieht kaum wo man hintritt und ansonsten auch nur Wald. Nur ein kleiner Abstecher ins Dorf Bergiola ist eine nette Abwechslung. Aber vielleicht sind wir auch nur zu verwöhnt, nach 11 km sind wir jedenfalls happy, uns bewegt und das schöne Panorama gesehen zu haben. Dazu kam die Erkenntnis, dass die „krasse Farbe und seltsam viele, unterschiedlich hohen spitzen Gipfel“ dem Abbau des Mamors geschuldet ist. Daher wirkten die Berge aus der Ferne seltsam weiß und spitzig. In über 150 aktiven Steinbrüchen werden jährlich etwa 1,5 Millionen Kubikmeter Marmor gewonnen, der für seine weiße Reinheit geschätzt wird und weltweite Berühmtheit erlangte.
Anschliessend geht es nur noch zu Lidl, wo uns vor der Wanderung ein Stromausfall am Einkaufen gehindert hat und fahren dann zum nächsten Campingplatz in Argegna, in der wunderbaren Landschaft der Berge der Garfagnana und des Media Valle del Serchio. Die Hinfahrt lässt schon einiges von der Schönheit erahnen und wir freuen uns auf die nächsten Tage.Read more













