Tag 07: Tolminer Klamm
July 24, 2020 in Slovenia ⋅ ☁️ 22 °C
Heute ging es zum Meer.
Bevor dies jedoch erreichten, machten wir nach einer halben Stunde einen Zwischenstop in Tolmin, um dort über eine 8 Kilometer Wanderung am südlichsten Punkt des slowenischen Nationalparks Triglav zu machen. Dabei erkundigten wir die Tolminer Klamm, welche sich aus der Tolminka- und Zadlaščia-Schlucht zusammensetzt.
Vom Parplatz aus ging entlang dem Fluss Tolminka einem Wanderweg entlang bis wir die Schlucht per Brücke überquerten.
Auf der östlichen Seite des Flusses folgten wir nun der Zadkaščia (ein weiterer Fluss) bis zum Ende des Wanderweges, dort gibt es den medvedova glava (dt.: Bärenkopf) (F2).
Dies ist ein großer, mit Moos bewachsener, Felsen, welcher zwischen den Felsenwänden hängt - und, naja, er sieht eben aus wie ein Bärenkopf.
Nachdem wir diesen Aussichtspunkt begutachtet hatten, ging es den Wanderweg wieder ein Stück zurück. Bei der ersten Gelegenheit ging es dann nach rechts und gleich darauf nochmal, um die zadlaska jama (dt.: Dantehöhle) zu erreichen.
Diese Höhle (F3) ist 1.140m lang und erreicht eine Tiefe von bis zu 41 Metern, jedoch ist nur der erste Abschnit mit einer Führung zu besichtigen.
Ursprünglich erhielt diese Höhle ihren Namen nach dem naheliegendem Dorf Zadlaz.
1319 erhielt sie jedoch noch einen zweiten Namen. Damals lud der Patriarch Pagano della Torra den italienischen Philosophen und Autor Dante Alighieri nach Tolmin ein. Während seines Besuches wurde ihm auch die Höhle gezeigt, welche ihn (nach Erzählungen) für seine Dichtung "Göttliche Komödie" inspirierte. Leider starb er bereits zwei Jahre nach seinem Besuch in diesem schönen Örtchen und die Höhle wurde ihn zu ehren nach umbenannt.
Die Temperaturen sinken in der Höhle, auch ist es hier feuchter als draußen, da sie eine der vielen Höhlen ist, durch die das Schmelzwasser des Isonzo Gletschers abfließt.
Als wir die Dantehöhle hinter uns ließen, führte uns der Weg wieder zurück zur Tolminka, von wo aus man einen sehr schönen Blick auf die naheliegende Stadt hat.
Über die Teufelsbrücke (ich habe ja gesagt, viele wurden so benannt) (F4, 5), kamen wir auf die westliche Seite des Flusses.
Dort folgten wir der leicht befahrenen Straße Zatolmin zurück zum Auto.
Von Tolmin aus, ging es dann ans Meer.
Slowenien hat mit seinen 46 Kilometern Küste nicht gerade sehr viel Anschluss zum Meer, jedoch ist dieser kurze Bereich der Adriaküste sehr schön und beladen mit erstklassigen touristischen Angbeoten.
Von der Wanderung ging es also nochmal zwei Stunden bis ans Meer.
Als wir am Campingplatz ankamen, war es bereits später Nachmittag und so hatten wir kaum noch Zeit, um etwas anderes zu machen.
In der kühlen Abendluf sind wir vom Campingplatz aus ans Meer, um an der Promenade zu einem naheliegenden Restaurant zu laufen, wo wir dann Abendbrot gegessen hatte.Read more





