Kenia – Licht und Schatten
3. Januar in Kenia ⋅ ☀️ 32 °C
Nach 13 Tagen gehts für uns heute wieder nach Hause, Zeit für ein Resümee und im Anschluss eine „Good to know“- Auflistung.
Kenia hat mich auch beim dritten Besuch beeindruckt. Die Landschaft, die Weite, die Farben! Die Zeit in den Nationalparks war etwas ganz Besonderes: die Ruhe (meistens 😀), das Licht am Morgen und am Abend, Elefantenfamilien beim Baden oder am Straßenrand, Löwen neben dem Auto, hunderte Giraffen, tausende Zebras, Nilpferde ind Krokodilein freier Wildbahn, Antilopen, Affen, Leguane und und und: Momente, die für immer im Kopf bleiben.
Gleichzeitig ist Kenia ein Land voller Gegensätze. Armut ist allgegenwärtig, vor allem außerhalb der touristischen Blase. Entlang der Straßen einfache Hütten, Betteln, hartnäckige Kinder. Der Kontrast zwischen luxuriösen Lodges und dem Alltag vieler Einheimischer ist krass – ebenso wie der Unterschied zwischen der Sauberkeit in den Parks und dem unvorstellbaren Dreck außerhalb, wo Menschen zwischen Müll sitzen und Tiere nach Futter suchen.
Auch die Begegnungen sind ambivalent. Viel „Herzlichkeit“ entsteht durch Service, Tourismus und Geld. Daneben gibt es Unfreundlichkeit, Gleichgültigkeit und Rücksichtslosigkeit – zum Teil sehr spürbar im Straßenverkehr. Kenia ist kein romantisiertes Paradies, sondern ein echtes Land, in dem ganz klar gilt: Geld regiert die Welt!
Ich fahre mit gemischten Gefühlen nach Hause: dankbar für die Naturerlebnisse, nachdenklich wegen der sozialen Gegensätze. Kenia ist landschaftlich wunderschön, bleibt für mich aber kein Land für individuelles Reisen. Nach drei Rundreisen und rund 3.000 Kilometern bin ich fürs Erste durch mit Kenia als Reiseziel – auch weil selbst in den Parks der Massentourismus immer mehr spürbar wird, trotz Eintrittspreisen von 80 Dollar pro Tag, in der Masai Mara sogar 200. Ich bin froh, dass wir meistens in kleinen Camps waren und hier überall der Schutz der Natur und Umwelt generell groß geschrieben wurde. Vor allem im Bereich Plastik und Wasser! In manchen Lodges gab es nur abends warmes Wasser, was ich absolut ok finde, Seife und Shampoo in wiederauffüllbaren Metallflaschen und keinerlei Plastikflaschen oder - verpackungen. 👍
Alles in allem war es eine fantastische Reise! 🥰
🛂 Einreise
• eTA online beantragen
• Reisepass ≥ 6 Monate gültig, 2
leere Seiten
• Visum bei Ankunft gibt’s nicht
💉 Gesundheit
• Finn und ich nahmen
Malariaprophylaxe, Stefan nicht
• Antibrumm gegen Mücken hilft
bestimmt, es gab allerdings
keine 😀 12 Tage, kein einziger
Stich
• Reiseapotheke einpacken,
Apotheken sind Mangelware
und vor allem nicht gut bestückt
💰 Geld
• Kenianischer Schilling (KES)
• ATMs in Städten vorhanden ,
sonst nirgendwo
• Trinkgeld wird erwartet - für
alles eigentlich 😀, am besten in
Schilling
🚗 Verkehr
• Linksverkehr
• Regeln = Empfehlungen
• Hupen = Kommunikation
• Selbst fahren: nur mit Nerven
aus Stahl
• Kenia ist riesig, die Entfernung
groß. Google Maps hat meistens
nicht recht mit der Zeitangabe
📶 Technik
• SIM-Karte vor Ort am Airport
kaufen, Safaricom ist ganz gut,
WLan in Lodges vorhanden, ob
es funktioniert, ist die andere
Sache „
• Britischer Steckdosen-Adapter
nötig
🦁 Safari
• Parkgebühren: 80–200 USD/
Tag (gilt für exakt 24 Stunden!)
• alle Tiere sind wild →
beobachten, nicht anfassen 👆🏻
🚨 Sicherheit
• Wertvolles am besten gar nicht
erst mitnehmen
• Nachts nicht nach Einbruch der
Dunkelheit in unumzäunten
Camps ohne Security
herumlaufen
• Ausweis + eTA griffbereit haben,
kann jederzeit kontrolliert
werden
🗣️ Sprache
• Englisch wird verstanden,
meistens 😀
• Eigentlich muss man hier nur
folgendes können:
Hakuna Matata: kein Problem
Pole Pole: Langsam!!!!
Karibu: Willkommen
Karibu sana: ❤️-lich willkommen
Asante sana: Vielen Dank
🩳🥾 Kleidung
Wer sich nicht als kompletter Safari Neuling und Tagestouri outen will, verzichtet auf:
• Flipflops, Adiletten oder Crocs
• Komplettes Safari Outfit aus
dem Karnevalsshop
• Miniröckchen
• Bauchfreie Tanktops
• LeoLilly Catsuit
• Louis Vuitton Tasche
• Bling Bling Gedöns
• Muscle Shirt und Boxershort
• Hawaiihemd und Badeshort
Tipp: Kleidung in beige, grün, braun, weiß, Boots, tagsüber Shorts oder lange Leinenhose, T-Shirt und Hemd drüber, abends lange Hose, Kopfbedeckung als Sonnenschutz, Stirnband oder Mütze für den Morgen/Abend = perfekt gekleidet!
Morgens und abends ist es ziemlich frisch im offenen Jeep, es wird aber im Laufe des Tages ziemlich heiß, der berühmte Zwiebellook ist perfekt! Wir standen fast die komplette Zeit, bequeme Schuhe sind da hilfreich! 😀Weiterlesen


DiePaubersVielen Dank fürs „Miterleben“ und das tolle Fazit. Bei uns steht Afrika (ob Kenia, Botswana…) auch ziemlich hoch auf unseren Reisewünschen.
ReisenderGern geschehen! Botswana steht bei mir auch ganz weit oben auf der Liste…
ReisenderDanke für das Fazit - ich kenne bisher nur Südafrika 🤗 - aber die Tierbegegnungen die Ihr hattet sind ein grosser Anreiz ! Also vlt doch auch Kenia (Botswana, Simbabwe und Namibia hätte ich auch noch auf meiner To do Liste)! Jetzt gutes Eingewöhnen daheim in der Kälte! 🙏🙋♀️
ReisenderLieben Dank! 😍 Die Tiere in Kenia sind echt toll! Der Rest: muss man nicht gesehen haben😀. Botswana steht bei mir auch ganz weit oben auf der Bucketlist, kombiniert mit dem Caprivi Streifen. Namibia ist für mich immer noch das schönste Land in Afrika…