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  • Day30

    Planung, Waschbären & Ausblick

    October 10, 2019 in Canada ⋅ ☀️ 8 °C

    Heute waren wir recht faul. Naja, ich hab auch ein bisschen gearbeitet, aber im großen und ganzen haben wir uns kaum aus unserer Unterkunft wegbewegt. Wir wollten irgendwie beide noch den Luxus (dieses Bett!!!😍) genießen. Wir haben viel Zeit damit verbracht, Pläne für die kommenden Tage und Wochen zu schmieden und haben festgestellt, das alles einfach uuuuunglaublich teuer ist. Nun waren wir uns die ganze Zeit nicht sicher, was wir denn nun überhaupt machen wollen. In Vancouver hatten wir keinen neuen Host gefunden, die Unterkünfte waren zu teuer. Vancouver Island? Hm. Wäre eine Möglichkeit. Wurde uns sowieso von allen Seiten empfohlen. Aber auch da sind die Unterkünfte teuer und so richtig gut kommen wir von dort auch nicht weiter. Mietwagen für die gesamte Westküste? Keine schlechte Idee, auch gar nicht so teuer, wenn man auch die Möglichkeit hätte, darin zu schlafen…aber es wird mal wieder zu kalt. Uff!
    Zwischendurch sind wir mit Berry ins Gespräch gekommen, ein Mitbewohner in der Unterkunft, der ein privater Tourguide ist. Er konnte uns viele Tipps geben, allerdings hat er nicht so ganz verstanden, dass die krassen Attraktionen viel zu teuer für uns wären. Und überhaupt wirkte das die ganze Zeit wie ein Verkaufsgespräch. Er bot uns dann auch an, uns kurz zum Supermarkt zu fahren. Wir wollten sowieso nochmal rausgehen und auch einkaufen, aber irgendwie fühlten wir uns regelrecht genötigt, uns von ihm fahren zu lassen und dann auch sofort. Prinzipiell wollten wir ja wirklich hin und das Angebot war nett, aber er hörte einfach nicht auf zu laaaabern. Er hat auch seine Familie über Videochat angerufen und uns dann immer wieder das Telefon hingehalten und wollte Fotos mit uns, obwohl wir uns gerade einmal zwei Minuten unterhalten hatten. Keine Ahnung. Richtig anstrengende Verkäufer-Labertasche, der aber dabei irgendwie so nett und höflich blieb, dass man ihm nicht unhöflich entgegentreten konnte. Geschickt, das muss man ihm lassen. Genauso machte er mit uns auch den Deal aus, dass er uns an den Platz fahren würde, von wo aus wir gut in Richtung Seattle trampen könnten. Ich hörte nur, wie er Bella anbot, uns für lau zum Flughafen zu fahren und Bella es schon fast dankend angenommen hatte, als ich meinte, dass wir doch gar nicht zum Flughafen müssten. Darauf fragte Berry, wo wir hinmüssten und ich zeigte es ihm. Dann meinte er, er könnte uns dort auch hinfahren. Wir hinterfragten, ob er das wirklich umsonst machen würde und dann haderte er und fragte, wie viel wir denn für den Bus bezahlen würden. Dann meinte er, wir sollen ihm einfach so viel geben, wie wir sowieso für den Bus bezahlt hätten. Nun gut: 7, 25 $. Dafür, dass man fast ne Stunde Fahrt und drei Mal Umsteigen spart, ist es ein super Angebot. Dann fing er an, uns zu erzählen, dass wir doch zumindest die Spritkosten bezahlen müssten, denn Sprit ist ja teuer und ich dachte mir einfach nur „Dein Ernst?!“. Irgendwie hat er es dann geschafft, dass wir ihm 10 $ pro Person zugesprochen haben. Prinzipiell immer noch ein sehr guter Preis für den weiten Weg, aber wir haben uns dennoch übers Ohr gehauen gefühlt. Wir verabredeten uns für den nächsten Morgen um 11.00 a.m.. Danach schauten wir uns weiter die Möglichkeiten an. Aber erstmal suchten wir noch einen Platz, an dem Bella ihren Wein und ich mein Bier beim Sonnenuntergang genießen könnten. Wir gingen den Berg weiter hinauf und suchten, aber überall waren Häuser und/oder Bäume im Weg. Der Ärger! Die Häuser waren allerdings sehr schön und so hatten wir zumindest nochmal einen kleinen Spaziergang gemacht, bevor wir doch wieder auf unserer eigenen Terrasse landeten. Von dort war die Sicht doch schon ziiiieemlich toll.😍🍺🍷Irgendwann saßen wir gemeinsam mit Frank in der Küche und er muss ebenfalls morgen auschecken und weiß danach noch nicht recht, wohin. Willkommen im Club.😅 Ich habe zwischendurch sogar noch eine Couchsurfing-Anfrage bekommen. Ein cool wirkender Typ bot uns an, ihn auf Orca’s Island zu besuchen. Er hat dort ein selbst gebautes Baumhaus und lauter anderen coolen Scheiß, er wäre gerade für 3 Monate in Europa unterwegs gewesen und wolle nun mit der Couchsurfing-Community in Kontakt bleiben, weil er das toll findet. Was für eine Chance! Noch eine Option also…Puh!🙄 Wir haben gebrainstormt und alles 500 Mal über den Haufen geworfen. Wir haben sogar mit dem Gedanken gespielt, einfach zu dritt eine Unterkunft auf Vancouver Island zu suchen, aber irgendwie war dann doch nichts so richtig dabei. Allerdings hat uns Frank auf die glorreiche Idee gebracht, dass wir an Flughäfen schlafen könnten, wenn es im Auto zu kalt wäre. Verdienstorden für dich!😃 Nach ewigem Hin und Her haben wir uns schließlich wieder dazu entschieden, einfach unseren alten Plan zu verfolgen: Erstmal nach Seattle trampen und die erste Nacht im Zweifel einfach auf dem Flughafen schlafen. Was soll’s. So nun also die letzte Nacht in dem übergemütlichen Bett schlafen. ☹
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