• Tag 55 - Tongariro HP - Mangatepopo Camp

    25 november 2024, Nya Zeeland ⋅ ☁️ 12 °C

    Tongariro Holiday Park - Campsite Mangatepopo

    Endlich war der große Tag für Christian gekommen.
    Wir brachen am Morgen auf zum Ngauruhoe. Dem Berg, der für die Herr der Ringe Triologie als Mt. Doom bzw. Schicksalsberg Modell stand.

    Um halb sechs rappelte der Wecker, wir packten und machten uns gegen sechs Uhr auf zur Küche, um unser Frühstück zuzubereiten.

    Gegen viertel vor sieben standen wir an der Straße und hielten den Daumen raus. Denn die leeren Busse, für die Crossingtouren fuhren in dieser Zeit an uns vorbei. Als der Bus dann hielt stiegen wir zu sechst ein und ließen uns bis zum Startpunkt des Tongariro-Crossings fahren. 😌 Immerhin 7 Kilometer gespart.

    Gegen halb acht liefen wir einen knappen Kilometer eine Gravelroad in Richtung Wald.
    Im Wald, Stück für Stück, Treppe für Treppe ging es immer weiter nach oben. Zwischendurch gabs eine Pipipause oder ein kurzer Halt um Luft zu holen. Das Wetter passte ebenfalls perfekt für uns. Sonnenschein und wolkenloser Himmel 🤗🤗

    Nach guten 11 Kilometern und ca 1300 hM kamen wir am Plateau des Ngauruhoe/Schicksalsberges an.
    Auf der einen Seite sah man den Blue Lake und drei weitere kleine, türkisfarbene Seen. Auf der anderen Seite ein steiler Geröllhang, wo sich die Touristenströme runterhangelten. Viele in Turnschuhen, Jeans oder mit Lastenkraxe und Kleinkind darin.

    An den Ausblicken auf die Bergregion, die Seen und die steilen Anstiege und weiten Kraterfelder konnte man sich nicht sattsehen.

    Christian kam aus dem Bildermachen gar nicht mehr raus! 🤭🤭

    Das Geröllfeld, welches wir zum Schluss hoch mussten, hatte schätzungsweise 30% Steigung, der Untergrund bestand aus feinkörniger Asche- und Lavastaub und war verdammt anstrengend zu gehen. Was ein Marsch dort hoch. Oben angekommen gabs dann erstmal eine Lunchpause. Zu unserer linken Seite lag DER Berg, zur rechten ein riesiges staubbeschichtetes Feld am Fuße des Ngauruhoe.

    Was eine Ansammlung an Touristen, zum Glück liefen die alle in die andere Richtung, sodass wir ganz entspannt in die Senke am Fuße des Mt Doom laufen konnten. Beim Abstieg ist Nicole auf dem Hosenboden gelandet, denn auch hier war es das reinste Geröllfeld nach unten.😂
    Christian ist auch auf einem schroffen Stein ausgerutscht und auf dem Hintern gelandet. Später stellten wir fest, dass diese Aktion wohl seinen ohnehin bereits an mehreren stellen aufgerissenen Schuhen den Rest gegeben hat. Hier ist Profil abgerissen und die Innensohle ist sichtbar. Viel schaffen diese Treter nun nicht mehr (Nach über tausend Kilometer ist das u.E.n. auch völlig legitim).

    Am Rand des Weges standen immer mal wieder Geschichtstafeln. Der ganze National Park ist eine Vulkanlandschaft und die Berge hier sind auch teilweise noch aktiv. Zuletzt 1973-1979 und eine kleine Eruption 2012, welche einen Shelter und ein Klohäuschen mit in die Tiefe rissen. Diese Schwefelwolken stinken auch ganz schön, sodass es Christian ganz flau im Magen geworden ist. Nicole ist da robuster, denn sie ist abgehärtet. Christian produzierte manchmal auch eine stinkende Wolke. 😂😂

    Nach guten 6,5 Stunden, 18,5 Kilometern und 1300 hM kamen wir am Camp an, welches wir knapp 7 Tage zuvor online buchten. Wir waren zum Glück so früh, das wir uns noch einen guten Platz aussuchen konnten. So ca. 2 Stunden später, waren alle Plätze belegt. Die einzelnen Campspots bestanden aus kahlen, ins Buschwerk, den sog. Tussocks, geschaffene Plätzen und boten Platz für 1-2 Zelte pro Parzelle. Natürlich ohne Wiesengrund wie bisher gewohnt, sondern auch hier karger, staubiger Untergund mit tausenden kleinen Steinchen. Der Footprint des Zeltes sieht aus wie sau, tat aber seinen Dienst und hielt die Ultraleicht-Luftmatratzen vor Beschädigungen fern.

    Wie geht es nun weiter?
    Da wir die Nordinsel bald abschließen und wir nun endlich auf die Südinsel wollen, Nicole gleichzeitig eine längere Regenrationspause braucht, Christian dringend neue Schuhe, wir noch ein bisschen Sightseeing in Wellington machen wollen und die Südinsel vorplanen müssen, werden wir wohl 4 - 5 volle Tage in Wellington bleiben. Daher bestand das Abendessen aus Planung und dem App-Studium.

    Wenn alles nach plan läuft gehen wir zwischen dem 07.12. und 09.12. rüber auf die Südinsel.🤗🤗 Wir sind gespannt!

    So, nun liegen wir verpackt im Schlafsack, denn Mutter Natur hat die Wolkendecke über uns zugezogen und die Sichtweite liegt bei knappen 20 Metern. Heute schlafen wir auf ca 1200 hM.

    Gute Nach für heute und bis bald
    Nicole & Christian🪅🪅
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