• nc-hike
Sep – Dis 2024

Te Araroa Trail - Nordinsel

Pengembaraan 68hari oleh nc-hike Baca lagi
  • Permulaan perjalanan
    30 September 2024

    In Neuseeland angekommen

    30 September 2024, New Zealand ⋅ ⛅ 18 °C

    In knapp 9 Stunden gings von Singapur nach Auckland.

    Noch vor der Immigration haben wir uns eine Tax-Free Prepaid-Karte besorgt.

    Nach schneller Zollkontrolle zum zweiten Check, dem Biosecurity-Point. Als brave Besucher natürlich Tage vorher die Online-Declaration abgegeben und die Outdoor-Ausrüstung angemeldet. Stiefel und Wanderstöcke wurden genau beäugt und das ganze Gepäck noch mal geröntgt. Joey, der Biosecurity-Agent, nahm dann das komplette Zelt mit ins Labor, aus dem es mit einem kräfitgen 'have a nice trip' uns wieder ausgehändigt wurde.

    Nach einer sehr unterhaltsamen Busfahrt mit einem zotteligen Kiwi und zwei Studentinnen auf ein Road-Trip in NZ ging es zum Bahnhof, an dem wir die deutschen Manieren den Neuseeländern weitergereicht haben. Der Zug fiel aus, auch alle nachfolgenden und wir saßen fest.
    Nach reiflicher Überlegung haben wir uns ein Uber bestellt. In einen Mini-Toyota stiegen wir vier dann mit insgesamt acht Rucksäcken ein, der Fahrer Sandesh konnte sich das Grinsen nicht vermeiden.

    Nach dem Check in im Hotel ging es mit dem Bus weiter zum Nordende von Auckland um den TA-Patch (TA Starterkit) abzuholen. Rückzugs auch wieder mit dem Uber in die schöne und sehr gemütliche Einkaufsstraße Aucklands. Dort ein Ladegerät, Gaskartusche und Sonnencreme gekauft. Dabei fiel auch der erste Geocache in NZ.

    Fun-Fact am Rande: die Kartuschen können wir gleich wieder entsorgen, da wir diese übermorgen nicht mit auf den Inlandsflug nehmen können.

    Tagesabschluss: Burger, Pommes, Kaltgetränk.

    Gute Nacht!
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  • Zwischenziel Kaitaia

    2 Oktober 2024, New Zealand ⋅ 🌬 18 °C

    Am gestrigen Dienstag gab es nach den vielen ersten Eindrücken in Auckland und den zwingenden Erledigungen einen gemütlichen Tag mit einem Spaziergang zu 'Billys Cafe'. Dort trafen wir uns auf zwei drei Tässchen Kaffee mit Mareike, die u.a. über ihren Podcast 'Wanderwach und Kaffee' Wandernde auf der ganzen Welt interviewt und in Auckland lebt. Hört doch mal rein.

    An Schlafen war aufgrund des Jetlags kaum zu denken. Völlig kaputt stiegen wir am Mittwochmorgen um sechs Uhr in ein Uber zum Airport (Terminal Domestic Flights). Mit knapp 60 Minuten Verspätung hebte die Bombardier Q300 Turboprop ab und schüttelte uns durch die tiefhängenden Regenwolken Nord-Neuseelands. Mit einem herrlichen Blick auf Propeller und Fahrwerk, gab es von der einzigen Stewardess des nur halb voll besetzten kleinen Flugzeugs einen Becher Wasser und ein Tütchen mit weißer Zitronenschokolade überzogenen Popcorns *rrrrr*

    Nach kapp 45 Minuten landeten wir in Kerikeri. Das Gepäck wurde vom Flugzeug, welches nur 20m vorm Terminal stand mit dem Kofferwagen in die Halle gefahren und abgekoppelt. Von dort aus durfte man sich sein Gepäck selbst nehmen. Ein Gepäckband gab es nicht.

    Mit dem Taxi ging es nach Kerikeri-City und nach einem üppigen Avocado-Bacon-Bruschetta fuhr der vorgebuchte Überlandbus zu userem heutigen Ziel, Kaitaia. Hunderte Hügel über die wir fuhren und massig Farmland und Wälder, gaben uns einen kleinen Vorgeschmack auf die nächsten Tage.

    Angekommen im Hostel in Kaitaia stiefelten wir zum Supermarkt und kauften kräftig ein, da wir uns für 4 Tage autark verpflegen müssen.

    Aus dem Supermarkt raus, standen wir mit vollen Taschen im neuseeländischen Regen. Nach wenigen Minuten des Abwägens, sprach uns eine Māori-Frau an und nahm uns in ihrem tausendjährigen Toyota mit an unsere Unterkunft. Während der Fahrt erklärte sie uns ihr Tā Moko, die Tätowierung an ihrem Kinn, die bei jedem/jeder Māori einzigartig ist. Auf ihrem Arm ein weiteres Moko über die Jagd.

    Zurück in der Unterkunft, teilten wir die Verpflegung auf die Rucksäcke auf.

    Morgen geht es dann zum Start, nach Cape Reinga.
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  • Cape Reinga - Twilight Camp

    3 Oktober 2024, New Zealand ⋅ 🌬 15 °C

    Cape Reinga - Camp Twillight
    Am Morgen wurden wir in Kaitai um 10:00 Uhr von Lisa unserem Taxi abgeholt. Sie fuhr uns innerhalb von 1,5 Stunden hoch zum Cap Reinga, sodass wir gegen halb zwölf Mittags unseren ersten Fuß auf den Trail gesetzt haben. 🙂 Natürlich haben wir auch ein Starfoto gemacht!

    Nach 3 km Abstieg sind wir am Strand angekommen, den wir dann bis zu unserem ersten Camp "Twillight Micro Camp" entlang wanderten. Gegen 16:00 Uhr hatten wir unser Camp erreicht, bauten unser Zelt auf und kochten Abendbrot. Nudeln mit Gewürzen. Hier und da noch ein bisschen Smalltalk und gegen 20:00 Uhr war dann Ruhe auf dem Platz.

    Schöne erste Eindrücke und nun geht's weiter zum zweiten Trailtag.🙂
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  • Tag 2 - Twilight Camp - Bluff Campsite

    4 Oktober 2024, New Zealand ⋅ ☀️ 17 °C

    Früh ging es heute morgen raus aus den Federn. Um halb acht war schon alles gepackt, der erste Kaffee war getrunken und wir startklar für Tag 2. Davon mal ab, war das halbe Camp schon leer.

    Die ersten 5 km ging es einfach nur rauf und runter, wie in den Bergen. Danach ging es ziemlich steil über eine Treppe nach unten an den Strand - denn wir laufen ja am 90 Mile Beach und nicht im Wald 😁.
    Weiter ging es einfach 23 km den Strand entlang. Einige "Flußüberqerungen" haben wir somit auch schon hinter uns! Tatsächlich lief das besser als gedacht! 🤭🤭 Allerdings ist das hier ganz schön monoton, denn zu sehen gibt es hier nicht viel. 😅

    Nach 7,5 Stunden sind wir am Camp angekommen. Zelt aufgebaut und Nudeln gekocht, damit der Körper auch wieder ausreichend Nahrung in sich hat.😯

    Nun erholen wir uns für Tag 3, denn hier stehen weitere 30km am Strand an!
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  • Tag 3 Bluff Campsite - Hukatere Lodge

    5 Oktober 2024, New Zealand ⋅ 🌬 16 °C

    06:30 Uhr - der Wecker klingelt und die meisten auf dem Platz sind schon am packen. Am Morgen ging es um halb acht wieder auf den Strand. 30km standen auf dem Plan! Der Pazifik begrüßte uns mit herrlichen Wellen und die Sonne war ebenfalls schon wach.

    Also es gibt ja nix langweiligeres wenn es einfach nur gradeaus geht - kein Anstieg, kein Baum, einfach nichts, außer das Meer und die Dünen 😅. Ab und zu ein Fischkadaver von Kugelfisch oder Stingray.
    Trotz das es nur grade aus geht, haben wir doch ziemlich gelitten. Muskelkater, Blasen und nerviger Wind haben uns die 6,5 Stunden begleitet.😅🙃

    Das Camp ist dafür umso schöner! Dafür das, dass Handynetz hier am Ninty-Mile-Beach so schrecklich ist, gibt's sogar WiFi! Eine Hikerküche, warme Duschen und sauberes Klos gab's ebenfalls. 🙂🙂

    Nachdem Abendbrot heißt es für uns gleich Gute Nacht und bis morgen lieber Strand 😅
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  • Camping mit Pferden
    Sand, nichts als Sand...Messages for hikers

    Tag 4 Hukatere Lodge - Waipapakauri

    6 Oktober 2024, New Zealand ⋅ 🌬 20 °C

    Campen mit Wildpferden - die sich in der Nacht auch bemerkbar gemacht hatten. Gegen halb zwölf stand eines zwischen den Zelten und hat lautstark gepinkelt womit der halbe Platz wach war.😅

    Am Morgen sind wir ganz gemütlich aufgestanden und sind erstmal in die Hikerküche gegangen um dort unseren morgendlichen Kaffee und Tee zu trinken ☕🫖.

    Um kurz nach neun haben wir uns dann wieder auf den Strand begeben, der auch diesmal nichts anderes zu bieten hatte, als Sand und Wasser 🤭🤭 .
    Nach guten 4 Stunden sind wir dann am 4. Strand-Camp angekommen. Mit Duschen, ner Dose Eistee und Gulasch aus der Dose für Christian und ne Nudelsuppe à la 5 Minuten Terrine und Cola für Nicole. 😅

    Gute Nacht und bis bald!
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  • Tag 5 & 6 Waipapakauri - Kaitaia

    7–8 Okt 2024, New Zealand ⋅ 🌬 19 °C

    Die halbe Nacht hat es geschüttet - das erste Mal so heftig, seitdem wir auf dem Trail sind! Innen und in der Apsis blieb alles trocken!

    Gegen halb acht sind wir heute morgen auch erstmal zur Küche gewackelt und haben uns Kaffee und Tee gekocht - geregnet hat es im übrigen immernoch😫.
    Das Zelt musste dann im Regen abgebaut, verpackt und die Rucksäcke gepackt werden.

    Um kurz nach neun machten wir uns auf den Weg nach Kaitaia. Statt des letzten Strandabschnitts nahmen wir Gravelroad und Straße und machten einen Roadwalk aus den letzten 17km☺️☺️.

    Kurz nachdem wir den Ort Waipapakauri verlassen hatten, hatten wir eine unschöne Situation mit zwei Hunden. Ist aber zum Glück nichts passiert - groß machen und ignorieren haben geholfen👆🏻🙂.

    Um kurz nach eins erreichten wir unser heutiges Ziel, Kaitaia. Dort gibt gibt es keinen Campingplatz, daher beziehen wir ein Motel-Room. Anschließend gab's erstmal nen Burger bei KFC 😅😅.

    Waschmittel, Insektenspray, Gaskartusche und Lebensmittel haben wir ebenfalls noch eingekauft, bevor wir endgültig die Füße für heute hoch legen!

    Am morgigen Dienstag gibt es für uns einen Ruhetag, da es ab Mittwoch in einen 5 tägigen Waldtrail geht. Der nächste Footprint wird also etwas auf sich warten lassen😯☺️

    Bis dahin, liebe Grüße Nicole & Christian
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  • Tag 7 & 8 - 0 Day - Kaitaia - Krishna S.

    9 Oktober 2024, New Zealand ⋅ ☁️ 15 °C

    7. Tag war unser Zero Day - Füße hoch legen, nix tun und entspannen😄😅

    Heute, am 8. Tag unseres Trails, starteten wir um 08:00 Uhr von Kaitaia zu unserem nächsten Campsite, welches wir per WhatsApp verbuchten.

    Kurz nach Kaitaia trafen wir auf einen jungen Neuseeländer unserer Trail-Family. Er lief (wie die Tage zuvor) ziemlich unrund und wollte die Etappe hitchhiken. Keine Ahnung ob er das geschafft hat 😅.

    Wir liefen eine Weile an der Interstate 1 entlang, biegten auf die erste Gravelroad ab und waren verwundert, daß es dann doch mal eine Beschilderung für den TA gab - die ist bisweilen ziemlich mau und wir sind froh, ein GPS Gerät mit Karte und Weg auf dem Display zu sehen, da es doch manchmal schwierig ist zu erkennen, wohin man abbiegen bzw. laufen muss😯. Insbesondere wenn man sich ein wenig in Trance gelaufen hat 😇. Die Beschilderung ist definitiv ausbaufähig und nicht mit dem Rheinsteig vergleichbar.

    Kurz nach 13 Uhr sind wir dann am Krishna Sanctuary bei den beiden Trailangels Abhay & Jaya angekommen. Einem Paar aus einem Kiwi und einer Inderin.
    Wir wurden herzlichst empfangen und nahmen erstmal am großen Tisch auf der Terrasse platz und wurden mit Wasser aus der Kupferkanne versorgt und erzählten wo wir herkommen, was wir so machen und wie der Weg bisher war 😃😃. Abhay erzählte von sich und seiner Frau Jaya.

    Später zeigte uns Abhay dann das riesige Grundstück , welched er vor 4 Jahren kaufte und nun zur Plantage transformiert - was eine herrliche Oase. Hier wächst einfach alles. Bananen, Zuckerrohr, Avocados, leckere einheimische Früchte, Heidelbeeren und vieles mehr. Wir waren hellauf begeistert. Für die Hiker hat er auch eine Hütte gebaut , in der man sich aufhalten kann und auch sein Essen zubereiten kann! Sogar mit Kamin. Die bisher schönste Campsite. Wir suchten uns einen Spot in der Mitte des Grundsätzlichen aus.

    Als wir zurück zum großen Tisch kamen (eine ca. 5m große Baumscheibe, geglättet mit Epoxidharz), gab's auch schon etwas zu essen. Es wurde von Jaya indisch gekocht - lecker! Selbstgemachter Käse, Kartoffeln, Reis, indische Soße und dazu noch Naanbrot - sehr sehr lecker! 🫠🙃 Unter den ratlosen Augen von Jaya aß Christian sogar die Chillischote ohne Schweißperlen zu bekommen mit auf.

    Als Topping gab es zwei Stück Nachtisch aus selbst angebauten Früchten und eigenem Rohrzucker (die Zuckerrohrextrahiermaschine gleich mit vorgestellt bekommen). Kannten wir eine Vokabel der Inhaltsstoffe nicht, zeigte man uns die Frucht eben am Baum oder im Glas. Anschließend wurde noch etwas Smalltalk gehalten und wir haben unsere Zelt aufgebaut. Wir sind beide so fasziniert von diesem Anwesen - aber seht euch die Bilder einfach an! 🤩🤩

    Der Hund, dessen indischer Name so etwas wie 'Blitz' bedeutet, schnüffelte hin und wieder am Zelt und jagte nachts Opossums.

    Nun ist es 18:00 Uhr, Christian macht fleißig Dehnübungen und ich schreibe diesen Footprint.

    In zwei Stunden wird es hier auch schon "dunkel" und unser Wecker klingelt schon um kurz sechs - da wir einen langen, ungewissen Weg vor uns haben. 🤔

    Bis zum nächsten Footprint, Nicole & Christian🪅
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  • Tag 9 - Raetea Forrest

    10 Oktober 2024, New Zealand ⋅ ☁️ 15 °C

    Wir nahmen uns bisher die vielen Ratschläge zu Herzen und auch den, zu diesem Track! Vorweg gute Entscheidung...😉

    Denn es gibt kein Superlativ auf Elbisch, Entisch oder den Sprachen der Menschen, das beschreiben könnte, was uns erwartet.

    Am Morgen klingelte der Wecker um 06:00 Uhr, sodass wir um 07:00 Uhr auf dem Trail standen.
    Die ersten 3 - 4 Kilometer liefen ganz normal, über den Forstweg nach oben. Soweit so gut.

    Dann ging es in den oben besagten Wald hinein - oh mein Gott! So viel Schlamm und Matsch hatten wir noch nie auf einem Wanderweg erlebt 😯😯. Wobei ein Weg war es nicht. Mehr ein Trampelpfad durch das Dickicht.

    Nach guten 5,5 Stunden hatten wir dann auch erst 8km auf der Uhr - laut den Beschilderungen des DOC (Department of Conservation NZ) dauerte der Gesamttrail 9,5 Stunden auf 18,5km. 😫 Tatsächlich sind wir im Schnitt pro Stunde nur 1,5km vorwärts gekommen - unsere Schnitt liegt normal zwischen 5,5 und 6 Kilometern in der Stunde.😁😁

    Im Kriechtempo, teils knietief und aufgrund des dichten Bewuchses keinen Blick nach vorne, Seite oder zur Sonne erhaschend, ging es Schritt für Schritt weiter.

    Wir hatten den höchsten Punkt erreicht und waren einfach nur fertig mit der Welt. Also gab's erstmal Salami und ordentlich Wasser! Auf dem Trail gab's auch wirklich keinen Tropfen Wasser! Wir hatten 5 Liter dabei - die wir auch ganz dringend gebraucht haben.

    Der höchsten Punkt war auch der einzige Punkt auf den gesamten 18,5km, wo man hätte campen können. Mitten im Dschungel, ohne Wassernachschub, ohne Kontakt zur Außenwelt.

    Nach der Stärkung ging es dann weiter durch den Matsch und Schlamm! Also, wir können es nicht in Worte fassen, was die 18,5km alles von uns abverlangt haben! 🥵🥵

    Am Ende jeglicher körperlicher und geistigiger Leistungsfähigkeit, durch Abwägen und planen jeden einzelnen Schrittes, über 1500 Höhenmetern rauf und wieder runter, waren selbst sekundenlange Pausen Gold wert. Wir hatten auch keine Möglichkeit eine wirkliche Pause zu machen, da uns jegliches Zeitgefühl fehlte, Beschilderungen auf dem Trail auch keine gab und wir unter Druck standen, den Wald vor Einbruch der Dunkelheit zu verlassen😵‍💫

    Nach guten 12 Stunden und dreckig wie sau sind wir dann am Makene Road Campsite bei Kilometer 155 angekommen und haben dort auch unsere Trailfamily wieder getroffen. Alle waren verblüfft und erstaunt, daß wir das an einem Tag gelaufen sind - die sind es an 2 Tagen gelaufen und nächtigten am höchsten Punkt 😅😅

    Schnell noch das Zelt aufgebaut und dann kam auch schon der Regen - also gab's ein Dinner for two im Zelt mit der Taschenlampe, Katzenwäsche mit Feuchtetüchern, Business auf dem Plumpsklo und schon sind die Äuglein zu😇 ☺️.

    Gute Nacht und bis morgen, Nicole und Christian 🪅
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  • Tag 10 - Raetea Forrest - Blackbridge

    11 Oktober 2024, New Zealand ⋅ ☁️ 16 °C

    Nachdem uns am Abend noch der Regen eingeholt hatte, mussten wir am Morgen im nassen alles zusammenpacken. Zum Glück hatten wir nur 22 km Roadwalk vor uns.

    Um kurz vor neun standen wir also wieder auf dem Trail. Immer noch mental und körperlich fertig von gestern, die Stimmung etwas getrübt, die Schuhe klamm. Der Tag durch den Reatea Forest hat uns viel Kraft gekostet und das Wetter war auch nicht so toll gestimmt. Nach 6km machten wir an einem kleinen Supermarkt halt und besorgten uns etwas zu naschen.

    Nach der kleinen Stärkung ging es für uns dann weiter rauf und runter auf der Gravelroad Richtung Omahuta-Puketi Forest. Einen kurzen Regenschauer gab's dann kurz vor dem Wald auch noch on Top.

    Zelt aufgebaut und anschließend gab's eine 5 Minuten Terrine à la Camp-Art 😅😅. 2 Tüten 5 Minuten Terrine, Tütchen mit Gewürzen und Geschmacksverstärkern, dazu fünf Löffel Couscous, fertig. Wir waren gesättigt und um 20:00 Uhr lagen wir in den Federn.

    Bis morgen, Nicole & Christian 🪅
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  • Tag 11 - Blackbridge - Puketi Forrest

    12 Oktober 2024, New Zealand ⋅ ☁️ 15 °C

    Funfact am Rande:
    Mit dem heutigen Tag sind wir insgesamt 198km gewandert, mit ca . 15kg Gepäck auf dem Rücken und im Schnitt ca. 23km pro Tag.

    Kurze Zwischengeschichte aus der Nacht:
    In NZ gibt es ein riesen Problem mit Opossums. Solch ein Tierchen hat heute Nacht das ganze Camp auf trapp gehalten😅😅 Denn nachts suchte es zwischen den Zelten nach Futter, von dem jeder Wandernde genügend dabei hatte.
    Immer mal wieder gab's Schreie, Hände klatschen oder auch irgendwas was nach den Tierchen geworfen wurde. Dazu gab's noch gratis Schnarchen von den Männern im Camp 😅😅

    Am Morgen packten wir ebenfalls wieder sehr früh die Sachen zusammen, da wir nicht genau wussten was uns auf dem Trail erwartet.

    Wir hatten die Wahl zwischen ca. 30km Roadwalk als sicheren Bypass oder einem Weg bestehend aus Fluss, Kauri-Wald und viel Urwald.
    Wir entschieden uns für den Fluss.

    Um kurz vor sieben standen wir auf dem Trail, mussten uns die Schuhe fachgerecht putzen (siehe Video) (Problem hier, ein Pilz der durch Wanderer weitergegtragen wird, tötet die empfindlichen und teils tausend Jahre alten Kauri Bäume) und schon gings los.
    Ein kurzes Stück bergab zum Fluss...denn hier läuft man nicht am Fluss, sondern im Fluss, das ist nun mal der Weg 🤗😇

    4 - 5 km ging es dann durch den Fluss, mit wunderschönen Eindrücken, Tiefen wie Untiefen, Sonnenstrahlen die sich in den Canyon drückten und wenig Strömung. Schaut euch einfach die Bilder an, mehr können wir dazu auch nicht erzählen 😊😊.
    Schuhe und Socken waren selbstverständlich für den Tag nicht mehr zu gebrauchen 😁😅. Aber ein tolles Erlebnis, nach der Schlammschlacht im anderen Wald. 🥰

    Der Fluss mündete in einen anderen, größeren Fluss, welcher nur über eine einzige Stelle überwindbar war. Ansonsten lag die Wassertiefe bei >2m. Um zu dieser Untiefe zu gelangen, mussten wir noch eine steile und glitschige Landzunge überwinden (FindPenguins lässt nur 2 Videos pro Footprint zu - daher gibts das Video zur Landzunge im nächsten Footprint)

    Nach dem Fluss ging es wieder ab auf den teils steilen Pfad am Hang entlang - wieder das Dschungelerlebnis nur ohne den Matsch. Vorbei an Kauri-Bäumen, Palmen und dem mittlerweile tiefer liegenden Fluss ging es ständig bergauf und bergab - am Ende des Tages waren es wieder gute 1000 Höhenmeter.

    Um die Kauri-Bäume zu schützen, wurden Treppen und Wege angelegt, was bei ca. 2.000 Stufen die Sache nicht einfacher machte 😄

    Am gesamten Weg entlang gab es überall Fallen für invasive Nager, Opossums und ähnliche Tiere. Nicht schön anzusehen und riechen konnte man das auch nicht, wenn ein Tier schon länger in der Falle hing 🤢🤢.

    Nach 6 Stunden hat uns der Wald wieder ausgespuckt und wir liefen noch weitere 9km mit patschnassen Schuhen über die Gravelroad zu unserem nächsten Camp.

    Nach guten 8 Stunden sind wir am Camp angekommen. An diesem gab es eine feste Hütte mit Matratzenlager, für 18 NZ$ /Nase, die wir und allerdings schenkten und wieder im Zelt schliefen. Also schnell Zelt aufgebaut, gekocht und nun die Zeit mit den anderen Hikern in der Hütte verbracht.

    Gute Nacht und bis morgen, Nicole & Christian🪅
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  • Tag 12 - Puketi Forrest Camp - Paihia

    13 Oktober 2024, New Zealand ⋅ ☁️ 18 °C

    Videonachtrag zur Landzungenüberquerung des vorherigen/gestrigen Footprints. Nach einem kurzen und steilen Anstieg ging es ebenso wieder bergab - waren nur 3-4m, aber unten war der tiefe Fluss, der nur an der Stromschnelle überwindbar war. Diese musste man am Fels entlanghangelnd erreichen, da man sich sonst im tiefen Wasser wieder fand.

    Tag 12
    Heute Nacht gab's kein Opossum im Camp 😅. Allerdings haben wir die Vermutung, daß ein Kiwi bei uns im Lager war, denn wir hörten ein "Geschrei" welches wir noch nicht gehört haben 😯.

    Um halb sieben packten wir unsere 7 Sachen zusammen, "kochten" uns noch ein Oat zum Frühstück und um kurz vor Acht standen wir wieder auf dem Trail.

    Heute sollte es gemütlich werden. Über Farmland, Gravelroads und Wiesen ging es für uns nach Kerikeri.

    Zwischenzeitlich wieder in ein Stück Urwald, entlang (nicht durch) einen Fluss und hier und da ein paar Wiesenwege. Zur Krönung gab es eine sehr schmale Hängebrücke über einen Fluss - hier durfte der Rucksack aber nicht zu breit sein 😉.

    Kerikeri sollte für heute unser erstes Ziel sein. Da wir aber schon wussten, das unsere nächste Etappe, von Kerikeri nach Paihia aufgrund von Waldarbeiten gesperrt ist und es auch keinen Bypass gibt, sind wir mit dem Taxi von Kerikeri nach Paihia gefahren.

    Hier haben wir uns in eine Backpaperlodge bis Mittwoch eingebucht.🙂🙂
    Wir brauchen nach den sehr anstrengenden Touren der letzten Tage einfach mal eine Pause, müssen unbedingt Klamotten waschen😅 und die Gelenke entspannen.

    Hier gibts also zwei Zero-Days für uns. Mal sehen ob der Pazifik zum Baden einlädt 😉

    Gute Nacht und bis bald, Nicole & Christian 🪅
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  • Tag 13 & 14 - Paihia - 2 x Zero Day

    13 Oktober 2024, New Zealand ⋅ 🌬 17 °C

    Zero Days in Paihia

    Zero Day 1

    Heute morgen ging es als aller erstes zum Waschsalon, endlich mal den Matsch auswaschen und danach zum Bootsanleger. Die Stille des Wassers war unbeschreiblich schön 🥰🥰

    Nachdem wir noch geprüft hatten, wann unsere Fähre am Mittwoch nach Russel übersetzt, haben wir uns den zweiten Kaffee des Tages gegönnt 😊😊

    In der Zwischenzeit war die Waschmaschine ebenfalls schon fertig. Zurück in unserer Lodge kam uns der nächste Hiker aus unsere Trailfamily entgegen - genau derjenige, den wir vor 4 Tagen beim hitchhiken aus den Augen verloren hatten 🙃. Der Trail verliert niemanden 😉

    Den Rest des Tages haben wir gemütlich mit Sightseeing verbracht und waren auch schon für den weiteren Trail Verpflegung einkaufen.
    Da die vorhanden Trail-Apps sehr viel Text enthalten, sich aber kaum konkrete Informationen über Resupply-Möglichkeiten rauslesen lassen haben wir für 6 Tage Proviant eingekauft.🤗🤗
    Nach unseren Recherchen laufen wir diesmal jedoch nicht so weit fernab der Zivilisation - wie die vergangenen Trailetappen.

    Nun lassen wir für heute den ersten Zero-Day bei einem deftigen Burger mit Pommes ausklingen und machen es uns in der Lodge gemütlich 🤗🤗

    Daily funfact:
    Bspw. kostet hier Tigerbalsam 17,99NZ$ - allerdings gibt es hier auf der Insel keine Centstücke, weshalb der Betrag zugunsten des Geschäftes auf 18,00$ aufgerundet wird 😁😅.

    +++++++++++++++++++++

    Zero Day 2

    Ohne Wecker startet der heutige Tag😊😊

    Heute gab's den ersten Kaffee in einem kleinen Café am Rande des Ortes. Anschließend ging es über einen kleinen Strandabschnitt zurück zur Lodge für ein Toast mit Humus, Avocado-Creme und dem restlichen Käse, den wir seit 6 Tagen mit uns rumtragen.

    Anschließend wurde wieder der Rucksack gepackt, die Verpflegung für die kommenden Tage verstaut und mal wieder festgestellt, dass der Rucksack wieder voll bis oben hin ist.😊😊

    Anschließend gings Richtung Strand, wo wir nach einem Geocache-Fund auch noch einige aus unserer Trail-Family getroffen haben. Nach kurzem Quatschen über die vergangenen und anstehenden Tage, dem Lästern über die doofe Trail-App und den unzureichenden Informationen über die nächsten Tage, ging es für und an den Strand um die hiesige Wassertemperatur zu testen. Spoiler Alert: zu kalt zum baden.

    Außerdem zwingen wir uns immer wieder in lange Klamotten, da der UV-Index 'hoch' bis 'sehr hoch' eingestuft wird.

    Den Rest des Tages verbrachten wir mit faulenzen, Kaffee am Meer genießen und essen - ganz wichtig 🤭😅

    Der nächste Footprint wird möglicherweise wieder ein paar Tage dauern, da wir nicht genau wissen, wann wir wieder im WiFi unterwegs sein können. 🤗
    Wir starten morgen früh mit der Fähre von Paihia nach Russel und werden an der Ostküste südwärts Richtung Auckland weiterlaufen.🙂
    Das nächste Camp wird heißen: 'The Farm'

    Funfact für heute:
    Alle aus unserer Trail-Family die wir heute trafen, wurden ebenfalls aus den Texten der Trailapp nicht schlau! Sie kauften alle mal grob für 6-7 Tage Verpflegung ein und verabschiedeten sich bis zum morgigen Wiedersehen auf 'The Farm'!

    Bis bald und liebe Grüße , Nicole & Christian 🪅
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  • Tag 15 - Paihia - The Farm

    16 Oktober 2024, New Zealand ⋅ ☁️ 17 °C

    Heute morgen ging es um 07:20 Uhr mit der Fähre von Paihia auf die andere Seite der Bucht nach Russel. Von dort ging es über knapp 5km Straße und eineinhalb Kilometer Stegen durch die Mangroven Richtung Bypassroute. Diese mussten wir nehmen, da wir uns gegen 12km Kajak fahren auf dem Meer entschieden haben - 100NZ$ waren dann doch etwas happig.

    Dann standen noch weitere 23km auf der Uhr. 🤭🤭

    Also gings über die Straße Richtung Campsite.

    Wir liefen gemütlich an der Straße entlang, als Nicole plötzlich ein Vogel im Sturzflug am Kopf angegriffen hat. War eine Art Elster, nur größer. Keine Ahnung warum er angriff - ist aber nichts passiert. Später erfuhren wir, dass der Vogel auch andere Hiker angriff.

    Christian musste sich das Lachen verkneifen, auch wenn es schmerzhaft war 🤭😅. Schock überwunden und weiter gings.

    Nach 14km verließen wir die Straße und bogen auf eine Gravelroad ab. 300 Höhenmeter gings auf einen Schlag nach oben 🥵🥵 bevor es dann in langen geschlängelten Kurven wieder nach unten ging.
    Man muss dazu sagen, dass hier keine Straße grade gebaut ist, sondern man zu fast 95% schief läuft - diese Bauweise lässt das Wasser zwar gut abfließen, ein Training für Muskeln und Sehnen gibt's hier täglich gratis 😯😅.

    Nach guten 7 Stunden erreichten wir unser Camp für heute 'The Farm' und natürlich sahen wir auch dort wieder Teile der Trailfamily. 😊😊
    Richard ist der Herzliche bei uns aus der Trailfamily, er hat uns auch gleich mal einen Kiwi-Kaffee gekocht. Sehr stark, mit Honig und viel Satz.

    Für uns gab's dann später noch die übliche Nudelsuppe à la Campart und eine Katzenwäsche bzw. Dusche. ☺️

    Im übrigen hat man hier kaum bis keinen Handyempfang - die Netzabdeckung ist echt gruselig 🙀🙀.

    Wir verabschieden uns für heute und sagen bis bald, Nicole & Christian🪅
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  • 300 Kilometer
    Blick auf Helena BayPfahlwege zum Schutze der Kauri-Baum-WurzelnWassertank10 Eier im Topf

    Tag 16 - The Farm - Freedom Campsite

    17 Oktober 2024, New Zealand ⋅ ☁️ 17 °C

    Die Nacht auf der Farm hat es ordentlich geschüttet. Das Zelt hält!☝️

    Gegen halb sechs sind wir wach gewesen und haben angefangen unsere Sachen zusammen zupacken. Das ist mittlerweile Routine geworden und das Verpacken läuft reibungslos und routiniert.

    Zum Glück hat es beim Abbau nicht geregnet 😉😉.

    Gegen kurz vor sieben standen wir mit gepackten Rucksäcken bereit - vor Abmarsch gab's mal wieder einen plötzlichen und ordentlichen Regenschauer. Um halb acht sind wir dann endlich gestartet.🤗

    Bis zum nächsten Forrest lagen ca. 18 Kilometer auf der Straße vor uns. Die wollten wir auch gerne irgendwie schnell hinter uns bringen, da der Waldabschnitt mit 9km/4h angegeben war.

    An einer Schule stand ein Schulbus mit Fahrer, ohne Kinder. Ein kurzer Augenkontakt, Daumen hoch und ein Nicken, schon stiegen wir ein und skippten 11 Kilometer Roadwalk in einem Schulbus 😁😁
    Der Kiwi Busfahrer wollte alles mögliche von uns wissen, wo wir herkommen, woher wir die Infos über den Trail haben, wohin wir laufen usw.🤗🤗

    Nachdem uns der Busfahrer an der Einmündung zu Helena Bay abgesetzt hat, ging es noch ein Stückchen die Straße hinauf, bevor wir auf den 'Helena Ridge Track' abgebogen sind.
    Endlich ein Track nach unserem Geschmack - schmaler Pfad, gut begehbar, wurzelig aber eben. Wie der Rheinsteig😉

    Bis das ein neugieriges Pferd auf dem Pfad stand und uns nicht vorbei lassen wollte. Nach lautem Rufen und Wanderstöcke wedeln, hat es erst mal seine Blase entleert und gezeigt wer der Boss auf dem Pfad ist. Beim Versuch des Vorbeidrückend zwischen Baumstamm und Pferd, bekamen wir ein paar kräftige Gähner entgegengeworfen.

    Nachdem es sich keinen Zentimeter bewegte, stiegen wir kurzerhand den Hang hinab (sind ja jetzt geübt) und gingen ein Stückchen unterhalb des Weges an dem Pferd vorbei. Hat anfangs semi gut funktioniert, da es oben parallel mitgelaufen ist. Irgendwann hat es jedoch das Interesse verloren und konnten hoch und den Weg dann normal weitergehen. 😅

    Nach 7 Kilometern durch den sehr abwechslungsreichen, mit Palmen, Lianen und Kauri-Bäumen verzierten Forrest haben wir unseren Campingplatz erreicht - heute sogar mal als Erste 🤗🤗. Dieser war heute eine Wiese mitten im Wald, mit einem kleinen Wassertank, ohne Klo, ohne Unterstand. Aber mit Tisch und Bänken.

    Nach und nach sind die anderen eingetrudelt und wir haben alle unsere Zelte aufgebaut. Wasser Zapfen ist etwas schwierig , wenn der Hahn auf Bodenebene ist (siehe Bild).🤭🤭 Ein schlauer Hiker mit Kaka-Schaufel grub ein Loch unter dem Hahn, so passten nun auch Tassen und Töpfe drunter.

    Neben dem Tank stand eine Kunststoff-Box mit zwei Packungen Eiern darin. 0,50 NZ$/Stück.
    Also jeder 0,50 oder 1 NZ$ ins Glas, alle Eier in einen Topf, 10min kochen lassen, dazu gab's Wraps mit Salami und Smalltalk.

    Nun lassen wir den Tag ausklingen, bevor es dann morgen wieder auf einen 18 km Roadwalk geht😯😯.

    Happy Day und bis bald, Nicole & Christian 🪅
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  • Tag 17 Freedom Camp - Whananaki Holidayp

    18 Oktober 2024, New Zealand ⋅ ☁️ 15 °C

    Wie jeden Morgen packten wir nach dem Aufstehen erst einmal alles zusammen und frühstücken noch eine Kleinigkeit. Wraps mit Salatsoße aus der Quetschdose, Salami, Haferflocken.
    Gegen kurz nach sieben Uhr standen wir auf dem Trail und machten uns auf den Weg nach Whananaki. Die ersten 9 Kilometer liefen wir auf einer Gravelroad, bevor es dann weitere 14 Kilometer an der Straße entlang ging. ☹️🙃 diesmal ohne hitchen.
    Nicoles Füße sind echt gebeutelt, dennoch kamen wir gut voran. Gegen 13:00 Uhr waren wir an unserem Campingplatz angekommen und bauten unser Zelt auf. 🏕️😊 Kosten knapp 21 NZ$/Person - also etwa 10€.

    Anschließend ging es zum Imbiss an der Ecke. Zwei mal Cheesburger mit Pommes gab es. Das war richtig lecker und notwendig!!! Das letzte "richtige" Essen liegt auch schon wieder 3 Tage zurück. 😊😊

    Nachdem wir gesättigt waren, haben wir uns dem morgigen Tag gewidmet. Wie gesagt, man muss viel in den Trail-Apps lesen, um zu wissen, was einen am nächsten Tag erwartet, wo man Verpflegung herbekommt, wo es Wasser gibt und ob man eine Fähre oder einen Transport braucht.

    Sicher sind wir uns in der Trailfamily aber alle nicht, wie die nächsten Tage einzuschätzen sind, da sehr viel Text und wenig konkretes enthalten ist.

    Letzten Endes waren es die Niederländer Arnold und Marianne, die uns den "richtigen" Ansatz gegeben haben. So laufen wir morgen 25km nach Ngunguru und setzen an der Küste mit einem Boot von 'James' über den Ngunguru River rüber, wo wir im dortigen Campsite übernachten.

    Ben aus unserer Trailfamily beschrieb das Trailleben recht treffend mit:
    "Everyday a new Challenge"!

    Das beschreibt den Trail wirklich sehr sehr gut! 🤭🤗

    Ryan aus der Trailfamily hat sich heute im Shop Bratwürste und Spargel gekauft, die er hier auf dem Grill am Zeltplatz zubereitet hat - acht riesen Würste, eine Zwiebel und Spargel...

    Wir haben uns zum Abendessen noch Fish and Chips gegönnt und auch noch ein paar Süßigkeiten.
    Nun lassen wir für heute den Abend ausklingen und kuscheln uns in die Schlafsäcke ein😉😉

    Bis bald, liebe Grüße
    Nicole & Christian 🪅
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  • Tag 18 - Whananaki - Ngunguru Campsite

    19 Oktober 2024, New Zealand ⋅ ☁️ 17 °C

    Um kurz vor sechs klingelte schon der Wecker.

    Dies war die erste Nacht, in der unser Zelt trocken geblieben ist☺️😉 Sprich, wir hatten eine sehr milde Nacht, kein Regen von außen, kein Kondenswasser von innen. Schon mal 500g weniger zu schleppen 😉

    Wie auch schon gestern morgen, war alles gepackt und wir startbereit, als der erste Regenschauer vorbei gezogen kam☹️☹️
    Wohl gemerkt, zeigen die Wetterapps meist kein Regen an, allerdings ist darauf kein Verlass. In der Regel regnet es auch nur so 15-20 Minuten.

    Nach gut 2 Stunden Gravelroad oberhalb der Küste, kamen die nächsten 16 Kilometer als Roadwalk daher! Auch nichts neues, allerdings hat es auf den letzten 8 Kilometern geschüttet wie aus Eimern. 😭😭und diesmal nicht nur 20 Minuten, sondern eine gute Stunde.

    Nach guten 6 Stunden sind wir in Ngunguru angekommen und haben erstmal eine Bistro beschlagnahmt 😇 Wir sind aktuell mit ca 15 Leuten in der Bubble unterwegs und diese kamen nach und nach an dem Bistro an.

    Wir mussten noch bis 16:30 Uhr warten, da wir mit einem Boot zu unserem Camp übersetzen mussten. Dies ist aber nur zwischen 16:30 Uhr und 18:00 Uhr möglich, da dann der Wasserstand entsprechend ist.
    Den Rest erklären euch die Bilder und Videos zu unserer Bootstour mit der Nussschale😅😅.
    Die Überfahrten dauerten nur 10 Minuten, da wir aber so viele Leute waren, musste James, der Kahnführer, einige male fahren. Zwei Schwommen auch. 3 Personen in dem Botot, drei Rucksäcke, fertig.
    Unser Boot war so schwer, dass James unterwegs mehrfach die Kraft aus dem Außenboarder nahm, um die Fahrtwelle zu nutzen, neuen Schwung zu holen. Wir haben und schon kentern gesehen😅

    Nachdem alle übergesetzt hatten, gab's erstmal eine Lehrstunde über die Gezeiten von James. Tatsächlich eine Stunde lang. Wir saßen auf Bänken und Stühlen im Gemeinschaftsraum und lauschten James über die nächsten Schritte morgen früh. Wir mussten eine Flüssmündung queren, die nur bei Ebbe passierbar ist. Das war um 06:30 Uhr.
    Zuvor mussten wir jedoch noch ca. 5km durch Maōri-Territorium. "Pee on a tree, but no poop" war neben "Stay on trail and leave not before 5 o' clock" der wichtigste Hinweis.

    Es bleibt also spannend, wie wir den morgigen Tag verbringen werden.

    Zur Querung gibt's dann im nächsten Footprint mehr😉

    Gute Nacht und bis Bald, Nicole & Christian 🪅
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  • Tag 19 - Ngunguru Camp - Tide Song

    20 Oktober 2024, New Zealand ⋅ ☁️ 17 °C

    Um fünf Uhr war Aufbruch. Daher klingelte heute morgen um 04:20 Uhr der Wecker!

    Damit wir in der Früh nicht alles Zusammensuchen mussten, haben wir uns entschieden, in einer Cabin zu schlafen, was auch eine gute Entscheidung war, da es nachts noch einmal heftig geschüttet hat.

    Heute mussten wir durch ein Flussbett durch, welches von den Gezeiten betroffen ist.🤭
    Also standen wir allesamt um 05:00 Uhr in der Campküche und starteten mit Kopflampe auf den ungewissen Weg. Hier konnte uns alles erwarten, aber tatsächlich war es ein ganz normaler Farmweg☺️😅. Bis jetzt.

    Nach guten 1,5 Stunden erreichten wir das Flussbett, wechselten die Schuhe (manche in Sandalen, manche in Barfuß-Schuhen, viele ohne) und marschierten da durch.
    Anschließend gab es noch eine Moorpackung für die Füße auf dem Weg durch die Mangroven, bevor es durch Pampagras wieder zur normalen Straße ging.

    Schuhe wieder an, Stöcke startklar gemacht und ab ging es auf den nächsten Roadwalk 🙃😭. Natürlich gab es auch wieder den ein oder anderen kleinen Regenschauer.
    Wir überquerten noch eine Fußgängerbrücke, liefen anschließend noch ca. 5 Kilometer weiter an der Straße und waren um 10:00 Uhr an unserem Camp für heute Nacht angekommen🙃. Trotz, dass wir hier sehr früh angekommen sind, ging es erst mal nicht weiter, da wir auf den nächsten Tag zur Ebbe warten mussten.

    Hier, am Tide Song Campsite, wurden wir von Ross (ca. 75) und ihrem Mann (ca. 85) mit Kaffee, Bananenkuchen und Schokokuchen herzlichst empfangen🤗.
    Anschließend gab es einen Führung über das Grundstück, wo wir auch den Weg für morgen gezeigt bekamen. Dann konnten wir unsere Zelte aufbauen, jedoch hatten wir heute das erste Mal kleine Probleme unser Zelt aufzubauen, da der Platz doch eher sehr begrenzt war. 😉

    Am Nachmittag gab's einen Powernapp und das Mittagessen. Da wir auch morgen früh wieder durch den Fluß müssen, haben wir uns die Tide gegen 16 Uhr mal angeschaut - auch das wird kein Problem werden. Nach einem selbstständigen Rundgang durch das riesige Grundstück, haben wir auch den Weg für morgen runter ans Wasser entdeckt, welche über verschiedene gewundene Stege durch die Mangroven bis zum Meer ging.

    Ryan, der US-Amerikaner aus Virginia, brachte Christian auf die Idee, im Meer schwimmen zu gehen. Was natürlich nicht abgelehnt wurde 😉

    Sidefact:
    das Grundstück mit mehreren 1000 m², ist durch eine einzelne Person unmöglich zu bewirtschaften, daher bekommen Ross und ihr Mann in gewissen Abständen Besuch von Work and Travel Gästen, die das Grundstück in Schuss halten und dort kostenlos wohnen dürfen.

    Nach Dusche und einem Abendsnack liegen wir nun im Schlafsack, lauschen dem Wind und machen gleich die Augen zu.

    Bis bald, Nicole und Christian 🪅
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  • Tag 20 - Tide Song - Ocean Beach

    21 Oktober 2024, New Zealand ⋅ ☀️ 17 °C

    Auch heute morgen klingelte der Wecker um 05:00 Uhr, denn wir mussten den Fluß überqueren und dafür musste dieser natürlich wenig Wasser führen🤗. Dafür die gestrige Einweisung von Ross.

    Um kurz vor sechs Uhr standen wir alle bereit, loszulaufen, als uns der Ross noch ein schnelles Frühstück anbot! Also haben wir uns alle noch eine Schüssel Cornflakes mit Früchten gegönnt, bevor es dann runter zum Fluß ging. 🙃

    Um kurz vor halb sieben gingen wir alle durch den Fluß und auf der anderen Seite mussten dann erstmal die Füße geputzt werden, da wir auch dieses Mal wieder durch den Mangrovenwald bzw. schwarzschlammigen Sumpf stapfen mussten😅 Was eine Schlammschlacht! In weiser Voraussicht und mit Blick auf die gestrige Mangrovenpassage hatten alle eine Flasche Wasser zum Füße reinigen dabei.

    Ross, irgendwas mitte siebzig, folgte uns bis ans Ende des Flussbettes und zur darüberliegenden Wiese. Auch lief sie noch ein paar hundert Meter mit, als sie sich mit freudigem Winken und einem 'God bless you all' von uns verabschiedete.

    Nun ging es weiter zum Kauri Mountain Track. Hier standen 3 Kilometer tiefster Wald auf der Uhr. Was ein schöner Weg! Super tolle Aussichten und echt super zum wandern! Ihr erinnert euch schon daran, welche Wege wir hier schon kennenlernen durften😁😁. Traumhaft - schaut euch einfach die Bilder an, die sprechen Bände 🥰🥰
    Nach gut einer Stunde hatten wir den Pfad passiert und gingen nun runter zum Ocean Beach. Hier standen nun weitere 9 Kilometer auf dem Programm.

    Was wir nicht wirklich bedacht hatten war, dass wir in die Flut hineinliefen, als wir über den Beach laufen mussten. Die Wellenausläufer wurden länger und hat uns hin und wieder nasse Füße beschert😁😁.
    Spannend ging es um weitere 2 Klippen herum, die mit der zurückgehenden Welle umrundet werden musste.

    Bevor wir zum Camp abgebogen sind, mussten wir vom Strand, dessen weicher Boden zum Laufen recht ungeeignet war, eine knapp 30m hohe Düne erklimmen. Das war noch anstrengender, da diese aus feinstem und tiefen Sand bestand.

    Oben angekommen gings natürlich wieder runter auf Wasserebene und zum Wegpunkt des Camps.
    Tja, und da standen wir erstmal gut da, denn wir haben das Camp nicht gefunden. Es ist ein privates Camp - das auf der TA App nicht direkt sichtbar ist.😁😁

    Nach ein wenig Suchen mit anderen Hinkern haben wir das Camp gefunden, Zelt aufgebaut, geduscht und Wäsche gewaschen. (Zuvor den Obolus von 20 NZ$ pP [11€] in die Büchse geworfen).
    Anschließend gab's ein kleines Lunch und wir haben die Sonne genossen 🥰, da es noch recht früh am Tag war.
    Gleichzeitig wurde mit allen die morgige Tour besprochen - wie immer stand der Kriegsrat bereit😁. Morgen steht der sog. 'Bream Head' auf dem Programm. Eine Wanderung auf dem Sattel des kleinen Gebirges, welches die das Ende der Halbinsel vollständig umschließt.

    Der Track hat folgende Angaben in den Trailbeschreibung stehen: 7 Kilometer / 5 - 7 Stunden.

    Allerdings werden nur 3 Hiker von uns den Weg laufen - alle anderen gehen über die abkürzende Straße ohne viel Höhenmeter.
    Aufgrund Nicoles geschundener Füße laufen wir diesen Track auch nicht😅. Wir werden uns aber alle im nächsten Ort, Ruakaka, wiedersehen 😇. Hier werden wir für die nächsten beiden Tage die Vorräte auffüllen.

    So, nun viel Spaß beim gucken und bis Bald, Nicole & Christian🪅
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  • Tag 21 - Ocean Beach - Ruakaka Campsite

    22 Oktober 2024, New Zealand ⋅ ☀️ 20 °C

    Am Morgen starteten wir dieses Mal endlich wieder ganz entspannt in den Tag. Denn wir hatten nur gute 20 Kilometer zu laufen. Daher haben wir unser Camp auch erst nach 08:00 Uhr verlassen ☺️☺️. Entlang der Straße ging es an dem Bream Track vorbei Richtung Küstenstraße. Schöne Häuser haben wir gesehen, haben aber beide entschieden, dass das Meer dann doch zu nahe vor der Haustür ist😅😅.

    Sidefact:
    20km zu laufen ist mittlerweile 'einfacher' Standard, ohne größere Pause oder Unterbrechungen in knapp 4-4,5h zu laufen.

    Nach guten 2 Stunden sind wir am Café Deck 1 angekommen. Wir hatten uns dort mit Dave und Ben verabredet, um gemeinsam das Boot zu nehmen, welches uns über die Bucht bringen sollte, waren jedoch verwundert das beide nicht vor Ort waren, da beide eine gute halbe Stunde vor uns los sind. Wir bestellten uns erst einmal Kaffee und ein zweites Frühstück. Nach ca. 10 Minuten kamen die beiden dann auch um die Ecke und sie waren verwundert, dass wir schon da waren. Wir 'überrundeten' die beiden, als sie eine knapp 100m lange Abkürzung auf der Küstenstraße nahmen. Dort hatten die sich mit einem Trucker verquatscht und beim Weitergehen nach wenigen Metern mit dessen Frau.

    Nach dem gemeinsamen nun dritten Kaffee ging es runter zum Wasser, um mit dem Boot überzusetzen. Nach einem kurzen Anruf von Dave beim heutigen Kahnführer, kam dieser nach wenigen Minuten mit dem knallorangenen Traktor und dem Boot im Schleppptau.

    Aufgestiegen, zu Wasser gelassen und in knapp 10 min mit voller Kraft die Bucht überwunden. Der Kahnführer empfahl uns aufgrund der Flut nicht den Strandweg zu nehmen. Also ging es über die stark befahrene Straße Richtung Ruakaka entlang der einzigen Raffinerie des Landes. (In NZ gibt es nur eine einzige Raffininerie, dessen Tanks jedoch heutzutage nur noch zur Lagerung von importiertem Öl genutzt werden-raffiniert wird hier nichts mehr - die einzige NZ-Erdgasquelle in New Plymouth war auch einst an diese Raffinerie angeschlossen).

    Nach guten 5 Kilometer ging es ab in den Supermarkt, denn unsere Vorräte für zwischen durch und am Abend waren leer.

    Vollgepackt ging es noch weitere 4 Kilometer weiter zum Holidaypark, wo wir die Nacht verbrachten.
    Zelt aufbauen, warm Duschen gehen und anschließend zur Fish & Chips Bude was essen. Die beiden mitgebrachten Dosen Bier aus dem Supermarkt, mussten natürlich vorher mit Ben und Dave verdrückt werden. Nach lecker Fisch und Chips gab es im Gemeinschaftsraum des Holidayparks noch ein paar mehr Chips und Zwiebelringe. Es ist halt auch notwendig, den Salzhaushalt wieder aufzufüllen.😉

    Nun geht's ab in die Federn, denn morgen stehen gute 26 Kilometer auf der Uhr.

    Gute Nacht und bis morgen, Nicole & Christian 🪅

    Infos zum TA:
    Wer läuft hier so alles mit?
    Sicher fragen sich einige, wer denn so auf dem Trail so alles unterwegs ist. Welches Alter, wo die alle so herkommen usw - daher nun ein paar Infos aus unserer Trailfamily:

    Richard, aus Canterbury, NZ, irgendwas Ende 50, Tiny-House-Bauer und ein sehr sympathischer Mensch, der sich jedes Mal freut, uns zu sehen.

    Dave, auch aus NZ, Ende 60, seit Tagen mit einem geschwollenen Knöchel und einer mega Blase am Hacken unterwegs - er ist gefühlt der Hirte, der alle zusammenhält.

    Ben, Elektriker aus Whakatane, NZ, der Erklärer. Ben erklärt uns alles, wie was in Neuseeland funktioniert. Bspw. das mit der Raffinierie, dem Unterschied vom Diesel- zu Benzinpreis usw..

    Marianne und Arnold aus den Niederlanden - beide 60, haben ihre Jobs gekündigt und sind für 7 Monate in NZ. Haben aber ein Arrangement mit ihrem Vermieter, da wenn man in NL seine Wohnung mehrer Monate untervermietet, kann dem eigentlichen Mieter der Wiedereinzug verweigert werden 🤨.

    Lara, 28, aus Belgien;
    Sophie, 28, Ärztin aus Österreich;
    Saskia, Ende 20 aus den Niederlanden;
    Ryan, ende 20, aus Virginia, USA;
    Page, Ende 50, Wellington, NZ;
    (Name absolut unverständlich), männlich, Anfang 20, aus Japan.

    Hier und da waren noch ein paar Briten und weitere Neuseeläder unterwegs. Bisher keine Deutschen.
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  • Tag 22 - Ruakaka - Waorahi

    23 Oktober 2024, New Zealand ⋅ ☁️ 20 °C

    (Bilderupdate - bin etwas durcheinander gekommen)

    Ganz entspannt sind wir heute morgen in den Tag gestartet. Warmes Oat gab's zum Frühstück☺️. Heute bleiben Dave, der Kiwi, Saskia und Ryan der Amerikaner am Campsite und machen einen Pausentag.
    Somit gingen Sophie, Marianne & Arnold, Ben und wir beide auf den Trail. Die ersten 7 Kilometer gingen ganz entspannt am Strand entlang.☺️

    Durch die Lowtide kamen wir gut voran und waren nach 2,5 Stunden im nächsten Ort Waipu. Hier gab's frisches Wasser aus dem Supermarkt und ein Twix dazu. Anschließend ging es die nächsten 16 Kilometer über die Straße immer schön nach oben. Bei der hiesigen Gegend, den sog. Highlands, staunten wir nicht schlecht, da das alles Baugrundstücke sind, die zum Verkauf stehen. Das größte Grundstück hat eine Größe von 37ha. Bebaut können aber nur ca 500qm werden - der Rest ist alles Wald und Hanglage😯😯.

    Nach einer kurzen Rast am Wegesrand mit Stärkung aus Salami, Schokolade und Paprika, ging es die letzten 3 Kilometer in den Wald.
    Naja, wir haben die Trackbeschreibung an der Infotafel gelesen und wussten, das die 3 Kilometer nochmal ordentlich rauf und runter gehen werden. 6,5 Kilometer - 3 Stunden (das Camp lag irgendwo in der Mitte des Pfades). 😅😅
    Endlich am Camp angekommen, wurden wir mit einer bomben-Aussicht belohnt.

    Das Camp hier ist letztes Jahr neu gemacht worden und hat neben Plumsklo, Wasserbehälter, Waschbecken und neuem Unterstand mit Tisch und Bänken.

    Morgen früh geht der Wecker sehr früh, da wir den Sonnenaufgang sehen wollen!

    Die Schuhe werden bei Ankunft auch immer gleich ausgezogen, die Sohlen rausgenommen und die lockeren Schuhe angezogen. Dabei hat Nicole gemerkt, dass sie einen dieser Schuhe unterwegs verloren hat☹️☹️. Kurz nach dieser Erkenntniss kam Ben am Camp an und hatte meinen Schuh dabei 🤗🤗 Tag gerettet!!! Für die 250g extra gibts beim nächsten Wiedersehen ein Bierchen.

    Heute Abend gibt's wie immer Trailtalk mit allen, leckeres Trashhikeressen in Form einer Nudelsuppe mit Couscous und Erbsen, danach gabs noch einen Wrap mit Spinat, Paprika, Salami und Knoblauch.☺️😅

    Bis morgen, Nicole & Christian 🪅

    Infos zum TA:
    Was gibt es so auf dem Weg zu essen? Was ist leicht, hat Vitamine, viel Kalorien gleichzeitig und schmeckt? Kurzum: Nichts 😅

    Zum Frühstück gibt's in der Regel eine kleine Tüte Porrige mit einer Handvoll Haferflocken und Nüssen. Ob kalt oder warm, kommt auf Lust und Laune an.

    Zwischendurch gibt es Müsliriegel, wenn vorhanden einen Apfel oder eine Banane. Die neueste Entdeckung ist eine Stange Salami oder ein Block Käse. Hält sich auch in der Sonne tagelang und zaubert ein Grinsen ins Gesicht.

    Mittags gibt es meist nichts, sondern erst nach Ankunft und Zeltaufbau. Wenn wir in einem Ort mit Lokalitäten sind, gehen wir dort etwas essen.
    Ansonsten gibt es Nachmittags:
    Fünf-Minuten-Terrine mit Couscous, dehydrierten Erbsen, Karotten (wenn vorhanden), Gewürzen.
    oder
    Wraps mit Salami, Käse, Babyspinat, Haferflocken, Knoblauch, Nüssen und Salatsoße aus der Quetschflasche.
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  • Sonnenaufgang über dem Campsite
    Von da irgendwo kommen wir...und da gehts hinWieder durch die MangrovenWellenreitschuleLaundry-TimeVerdient 😉Alan

    Tag 23 - Waorahi - Mangawhai

    24 Oktober 2024, New Zealand ⋅ ⛅ 21 °C

    (bin ein wenig mit den Bildern durcheinander gekommen - daher kommt euch das ein oder andere sicher bekannt vor)

    Heute morgen gab's den perfekten Sonnenaufgang. Den Wecker hatten wir auf kurz vor 06:00 Uhr gestellt, damit wir den Sonnenaufgang von der Anhöhe auf der der Campsite war sehen können. Es hat geklappt! Ein traumhafter Sonnernaufgang war zusehen! 🤩
    Alle im Camp waren auf den Beinen und haben sich das Schauspiel mit angeschaut🤗. Das Frühstück haben ebenfalls alle dort vor Ort auf den Bänken mit Blick gen Osten genossen und sind auch alle nach und nach ganz entspannt los.

    Nach kurzer Zeit auf dem Trail ging es plötzlich einen kleinen Pfad nach links in den Wald hinein - man konnte sich entscheiden ob man diesen Buschweg nimmt oder die Gravelroad weiter nach unten. Wir haben uns für den Buschweg entschieden und hatten einen traumhaft geschlängelten Pfad von ca 2 Kilometern, der uns durch den Wald nach unten führte! 🙃🙃

    Als wir wieder auf dem "richtigen" Trail angekommen sind, saß Sophie mit ihrem Frühstück auf der Wegekreuzung und fragte total verdutzt "Wo kommts denn ihr her?"😅 Wir haben ihr kurz erklärt, welchen Weg wir gelaufen sind und dann gings für uns drei auch schon weiter Richtung Straße.
    Nach einem kurzen Stück über die Gravelroad ging es weiter über Farmland. Selbst hier schafft man es, die Hiker das Weideland hoch und runter zu jagen 😅😅. Unter der warmen Sonne quälten wir uns zusammen mit Marianne und Arnold die letzten Meter nach oben, bevor es über einen traumhaften Trail am Meer oberhalb der Klippen weiterging.
    Kurze Rast auf der Bank mit Blick über die Bucht und weiter ging es an der Küste entlang. 🤗

    Nach weiteren 4 Kilometern gab's einen Stopp beim Bäcker, wo wir vermutlich für die nächste Zeit Marianne und Arnold verabschiedet haben. Nach weiteren 5 Kilometern erreichten wir unsere Unterkunft für heute.

    Wir schlafen bei Alan, einem Trailangel in Mangawhai🙂.

    Alan ist irgendwas um die 50, hat elendig lange graue Haare und ist ein stämmiger Mensch, der den Hikern sein ganzes Haus zur freien Verfügung stellt. Fühlt euch wie zu Hause. Natürlich gab es wieder die Kennenlernfragen wie: woher kommt ihr, was macht ihr beruflich, wart ihr schon hier und dort....!? Alan fliegt einmal im Jahr für 2 Monate nach Ghana, um dort bei einem Projekt mitzuarbeiten, welches Toiletten und Hygiene in die Dörfer bringen soll. Seine beiden Katzen werden dann von Work & Travelern versorgt, die in der Zeit bei ihm einziehen. Ginger, so die eine Katze, ist recht mager und total verchmust. Stolze 20 Jahre ist die kleine alt.
    Alan ist sehr herzlich und tut viel für die Hiker, die da sind. Dennoch ist der 'Sauberkeits-Standard' den man aus Europa kennt, hier nicht zu erkennen. Ob Alan einen Staubsauger oder eine Waschmaschine besitzt, bleibt ein Rätsel 🤭

    Für kleines Geld haben wir bei Alan ein eigenes Zimmer bekommen. Badezimmer, Küche und den Garten teilen wir uns mit allen anderen. Richard, Lara und Ruth sind ebenfalls hier eingekehrt. 🙂🙂

    Nachdem wir "eingecheckt" hatten, gings erstmal zur Laundry, unsere Klamotten brauchten dringend eine Dusche😅. Danach gab's ne super leckere Pizza für uns. Die Katze des Hauses hat Christian auch gleich in Beschlag genommen🤩🤩. Auch hat uns Abends Alan wieder interessante Geschichten erzählt und mit dem Finger im dicken alten Papieratlas Gegenden gezeigt, wo er schon war. Das ist so toll, welche Geschichten und Erzählungen man hier bekommt. Das bekommt man auch nur, wenn man zu Fuß unterwegs ist und den Kontakt zu den Einheimischen aufnimmt.

    Das Zähneputzen hat Alan, welcher auch Musiklehrer ist, mit eigenen Songs auf der Gitarre untermalt.

    Nun geht's gleich in die Federn und wir sagen gute Nacht für heute.
    Nicole & Christian 🪅
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  • Tag 24 - Mangawhai - Warkworth

    25 Oktober 2024, New Zealand ⋅ ☀️ 21 °C

    Da wir uns gestern noch Tipps zum hitchhiken von Alan abgeholt hatten und somit nicht unseren Plan, mit dem Intercity Bus von Kaiwaka nach Warkworth zu fahren, umsetzen müssen, schliefen wir heute morgen mal aus. Wobei das meist gegen 06:30 Uhr vorbei ist 😅😅.

    So langsam wurden die anderen auch alle munter und wir standen um halb acht in der Küche für Kaffee und Oat. Christian war zuvor noch zur Tankstelle gelaufen und hatte eine neue Gaskartusche geholt, da wir beim Eierkochen (siehe Footprint paar Tage vorher) die große und erste Kartusche verbrauchten und nun nur eine kleine Kartusche dabei haben.

    Nach den allerletzten Instruktionen zum hitchhiken, standen wir ab 08:45 Uhr an der Straße und hielten tapfer unsere Daumen raus. Blöd nur, dass hier die Schule wohl erst gegen 09:00 Uhr startet und somit die meisten Autofahrer zwar alle lächten aber nur zur Schule zeigten. 😯😯

    Noch keine halbe Stunde später hatten wir Glück und Joy hielt mit ihrem kleinen Auto am Straßenrand an. Sie fragte uns, wohin wir wollen und wir sagten nach Warkworth. Eigentlich fährt sie nur nach Wellsford, um dort Kleidung für 2nd Hand und Selbstgestricktes abzugeben, entschied sich aber kurzerhand das sie uns weitere 20km zum PacNSafe-Supermarkt nach Warkworth fahren würde. 😊😊

    Zuerst musste Joys Auto aufgeräumt werden.
    Dazu mussten Taschen, Kartons und anderer Krempel in den Kofferraum, denn die Rucksäcke hatten nur auf der Rückbank platz. Nicole irgendwo dazwischen gequetscht und Christian vorne hin.

    Alles eingeladen, gings kurz darauf los. Joy erzählte uns wieder viel über Neuseeland und auch ein bisschen über ihre eigene persönliche Geschichte. 🤭 So verging die Autofahrt wie im Fluge, wir lachten zusammen und Nicole war doch froh, dass sie heute nicht mehr so viel laufen musste. Sie ist ein wenig kränklich 🤭.

    Auf dem PacNSafe Parkplatz gab's noch ein Foto und eine herzliche Umarmung und schon fuhr davon. Ein letztes hupen und ein letztes winken und schon war Joy um die Ecke abgebogen.🥲

    Wir gingen noch zwei, drei Sachen einkaufen und machten uns auf den Weg in die Stadtmitte. Am kleinen Stadtpark machten wir halt und tischten ein kleine Mahlzeit auf. Wir mussten uns ja schließlich noch um unsere Unterkunft für die Nacht kümmern. Wenn man hier in einem Stadtpark einen Gaskocher anschmeißt, dabei Avocado löffelt und Knoblauch schält, wird man von den Menschen hier immer freundlich angelächelt und bekommt gewunken. So herzlich diese Kiwis!

    2 Trailangels gibt es hier in Warkworth und bei Carolyn & John werden wir heute nach kurzer WhatsApp-Abstimmung nächtigen.😃
    Chris, der Sohn, machte uns die Tür auf, zeigte uns das Haus, den Garten und die Küche und somit konnten wir unsere Zelt im Garten der Familie aufschlagen.
    Verrückte Welt hier in Neuseeland. Man kommt als völlig fremder Mensch hier an und man kann sich im Haus der Familie wie zu Hause fühlen. Badezimmer, Küche und Garten können wir so nutzen, wie wir es wollen. Dazu hat Chris uns auch alleine hier gelassen, da er Fahrrad fahren wollte. Wie gesagt, hier steht alles offen im Haus herum und er sagte, wenn ihr geht, müsste ihr nichts verschließen.😄😉
    Auch am Abend sind wir alleine im Haus, da die Familie auswärts essen geht😄. Liegt alles offen rum, MacBooks, Unterlagen, Ordner. Ein wenig komisch kommt man sich dabei vor, wenn man dann durchs Wohnzimmer läuft, John, der Hausherr am Rechner daddelt, Chris auf der Couch ein Buch liest und die Hunde sich am Ende bei dir am Zelt breitmachen. Ziggy, die Katze, hat dabei alles unter Kontrolle 🫣

    Wir werden uns später noch eine Kleinigkeit zu essen machen. Heute Abend gibt's nen Wrap mit Salami, Käse und Gemüse. 😊 Dann geht's dann in den Schlafsack, denn morgen stehen ca. 22 Kilometer auf der Uhr.

    Bis Bald, Nicole & Christian 🪅
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  • Tag 25 - Warkworth - Puhoi - Orewa

    26 Oktober 2024, New Zealand ⋅ 🌬 21 °C

    Nachdem wir die vergange Nacht super im Garten unserer Trailangels Carolyn & John verbracht haben, ging es um kurz nach acht auf die Straße nach Puhoi.

    Viele Kiwis hatten uns den Pub dort empfohlen, weshalb Christian natürlich auch dorthin wollte😄.

    Da wir den Trail in Mangawhai ja verlassen haben, mussten wir leider den Weg an der Straße in Kauf nehmen. Hier klappt das nicht so gut, querfeldein wieder auf den Trail zu kommen, da (bisher) praktisch jedes Stück Land in Privatbesitz ist und entsprechend umzäunt ist, außerdem ist der Wald generell so dicht bewachsen, dass es praktisch unmöglich ist, da durch zu kommen 😄.

    Auf dem Weg nach Puhoi lag ein kleiner Wasserfall off trail, den wir unbedingt mitnehmen wollten. Auf dem kleinen Parkplatz an dem wir dafür rasteten, lernten wir Agatha kennen, ein einzelnes, scheinbar dort ausgesetztes Huhn. Um die Bänke herum lagen zwar Körner, also musste es jemand füttern, es stürzte sich jedoch förmlich auf die Crossaint-Stücke die wir ihr gaben. Auch Wasser nahm sie gerne an. Leider konnten wir Agatha nicht mitnehmen, sonst hätten wir nun ein neues Familienmitglied.

    Nach guten 4 Stunden auf der Straße sind wir am Pub in Puhoi angekommen. Ein Treffpunkt für Biker, Trucker und Sportwagen-Ortskontrollfahrten. Hier gab's erstmal einen Burger mit Pommes.

    Nichts ahnend saßen wir speisend am Tisch, als ein Kiwimann Namens Marko auf uns aufmerksam wurde. Der hatte auch gleich einen Narren an uns gefressen, als er unsere Geschichte hörte.🙃😉 Nach 20 Minuten Burgermampf trennten sich unsere Wege, so dachten wir.

    Nachdem wir fertig mit essen waren, sollte es zu Fuß 4km weiter nach Weiwera zur Bushaltestelle gehen, da wir keine Lust auf weitere 13 Kilometer Roadwalk bis nach Owera hatten. Wir waren noch nicht aus dem Ort raus, da hielt Marko neben uns mit seinem Toyota-Bus plus Jetski-Anhänger an.

    Er nimmt uns mit nach Owera und einen Wiederspruch ließ er auch gar nicht zu.

    Samt Rucksack und Hund wurden wir in den Kofferraum geladen und los ging die wilde Fahrt😅😅. Ja, nachdem wir drin 'lagen' (viel Platz war nicht) wurde der Mini-Hund hinterher geworfen und die Klappe vom Van scheppernd zugeschmissen. Der Laderaum beherbergte alles mögliche, von Benzinkanistern über Matratze und Bettwäsche bis hin zu Angeln und Kühlboxen. Die zusammengefalteten Kartons wurden für den Hund das größte Problem, da er versuchte über uns und über die Kartons nach vorne zu laufen, aber, glatter Karton + kurze Krallen = kein Ergebnis. Kein Problem für Marko und den Toyota. Einmal kräftig gebremst und der Hund saß wieder vorne.

    Wir hatten den Spaß alleine und Marko und seine Frau Roxanna auch. Er fuhr wie ein Berserker, gröhlte zur kratzigen Musik aus den voll aufgedrehten Lautsprechern und zeigte uns noch ein paar tolle Aussichtspunkte bevor er uns kurz oberhalb von Owera wieder absetzte. Noch ein schnelles Foto zusammen und Marko und Roxanna rauschten mit ihrer Möhre samt Inhalt davon.😅😅
    Geschichten schreibt das Leben, unglaublich.

    Nun ging es noch ca. 3 Kilometer bis zu unserem Campsite. Dort angekommen, hätten wir fast einen Korb vom Betreiber bekommen. Denn die Kiwis haben ein langes Wochenende, denn am letzten Montag im Oktober ist der Labour Day. Der Campingplatz ist brechend voll, aber trotzdem hat man uns noch ein Plätzchen zwischen zwei Campern anbieten können. Gerne nahmen wir den Platz an, denn das Wetter war für heute auch nicht mehr so gut gemeldet. 🌧️🌧️ Wir zahlten 40 NZD (~23€) und bauten unser Zelt auf. Kurz hatten wir uns auf den Boden gesetzt, als zwei Kiwis zu uns kamen und uns zwei Stühle hinstellten. Wir bedankten uns und nutzen diese Stühle auch gleich 😊😊.
    Es ist unglaublich, wie lieb, offen und freundlich die Kiwis hier sind. Vor allem wenn sie unsere Geschichte hören.

    Gelaufen sind wir heute gute 22 Kilometer, für Nicole noch völlig ausreichend. Mal sehen was der morgige Tag an Geschichten bringen wird.😉😉

    Die Nacht über hat es bitterböse geschüttet und das Zelt hat gezeigt, dass es sein Geld wert war. Nach kurzen WhatsApps mit der Trailfamily, die mittlerweile 2-3 Tage hinter uns sind, lasen wir von gebrochenen Zeltgestängen aufgrund von Regen und Sturm.

    Gute Nacht und bis morgen, Nicole & Christian 🪅

    Die lesenswerte Geschichte von Puhoi hier ebenfalls im Anhang.
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  • Tag 26 - Orewa - Albany - Auckland Ctr

    27 Oktober 2024, New Zealand ⋅ ☁️ 20 °C

    Nachdem wir eine ruhig Nacht ohne Regen hatten, mussten wir am Morgen leider Gottes doch noch auf die Sonne warten, denn durch den Regen am vergangenen Tag war unser Zelt einfach noch richtig nass☺️☺️. Nach einer Stunde Sonnentrocknung waren Footprint, Außen- und Innenzelt trocken und wir fertig für die Abreise. (Natürlich erst die Stühle zurückbringen und Geschichten erzählen, wer wir sind und warum wir mit so großen Rucksäcken unterwegs sind😉).

    Das Ziel der den nächsten 3 Kilometern war eine deutsche Bäckerei in Silverdale! Das konnten wir uns nicht entgehen lassen. 😋😋 Nach einem zweiten Frühstück mit ordentlichen Brötchen und German Brezen (und einem dicken Daumen nach oben für das Meisterwerk der indischen Backfachangestellten), ging es zur nächsten Bushaltestelle, um zum Shoppingcenter nach Auckland-Albany zu kommen.
    Unsere Ausrüstung braucht ein Upgrade! 😉🙃

    Nun im Albany-Shoppingcenter angekommen, wären wir am liebsten wieder in Wald und Farmland verschwunden. So viele Menschen und so laut alles 😅😅. Ne, das waren wir ja nach guten 3,5 Wochen auf dem Trail gar nicht mehr gewöhnt. Nützt nix, wenn müssen shoppen gehen. Nach guten 2,5 Stunden war alles erledigt und wir kümmerten uns noch bei booking.com um die Unterkunft in Auckland, da es hier einen Restday geben sollte, damit sich Nicole mal ordentlich auskurieren kann.

    Upgrade:
    1. Handtücher:
    Unsere aktuellen Handtücher trocknen uns einfach nicht - also zwei neue müssen her;

    2. Wasserfilter:
    Der Wasserfilter muss getauscht werden (zu unpraktisch für NZ), Wir haben einen von Katadyn, der zu Hause gut funktioniert. Da aber fast alle Getränkequellen Wassertanks an den Campsites sind, ist der Filter hier nicht brauchbar (ist aufgrund seines Schwimmers eher für Fließgewässer/Seen gedacht);

    3. Schuhe:
    Unsere Barfußschuhe lieben wir, aber Nicoles (die pink/schwarzen) sind zu schwer und brauchen einfach zu lange zum trocknen. Die schwarzen von Christian sind einfach zu unbequem, wenn sie nass sind. Daher die "Birkenstock für Arme" 😅😅. Sind sehr leicht und ruckzuck wieder trocknen. Für die Flußquerungen kommen wir mit unseren Stiefeln ganz gut zurecht, da diese in einem Tag wieder trocken sind😉;

    4. Hose Nicole
    Nicole brauch ne neue Hose (ca. 3kg weniger Hüfte) - diesmal schnelltrocknend und mit Gummizug, für die nächsten 3kg😅;

    5. Gore Jacke und Notizbuch von Christian:
    In den letzten 4 Wochen nicht benutzt, daher auch aussortiert;

    6. Handy Nicole:
    Displayschutz hat sich in der Sonne gelöst, daher musste eine neue Folie drauf.

    +++++++++
    an dieser Stelle ein dickes Danke an die Autorin des tollen Podcasts 'Wanderwach & Kaffee', dass Du unsere Habe in der Zeit in der wir durch Schlamm und Regen stapfen, in Obhut hälst!🌻
    +++++++++

    Trotz der Erkältung von Nicole ergab sich bisher kein Restday. Also legen wir diesen hier bis Dienstag ein, bevor es dann weitere 3 Tage zu Fuß um Auckland herum geht. 🙃🙃
    Alles erwandern wir in Auckland nicht, auch wenn der Trail das so vorsieht.

    Wenn wir Bombay, den südlichsten Ortsteil Aucklands, erreicht haben, planen wir, den Part von Bombay nach Hamilton (als nächstgrößere Stadt) mit dem Inlandsbus (Intercity-Bus) zu überspringen.
    Der Weg von Auckland bis nach Hamilton soll viel aus Roadwalk bestehen.

    Kurzes Statement von uns zu den letzten 4 Wochen Te Araroa Trail:
    1.
    Einfach morgens loslaufen ist hier nicht. In der Trail-App muss alles nachgelesen werden, wo es die Campsites oder Unterkünfte gibt, ob Wege gesperrt sind und ungangen werden müssen, und, insbesondere hier auf der Nordinsel Hightide und die Lowtide zu Flussquerungen angeht. ☺️

    2.
    Jeder Tag ist neu, anders und bringt immer ein Geschenk mit. Am Anfang echt schwierig zu verinnerlichen, nach fast 4 Wochen gefühlt Standard 😅

    3.
    Der TA ist kein durchgängiger Wanderweg wie man es von Deutschland kennt. Der Weg geht an stark befahrenen Straßen entlang, durch extrem dicht bewachsene Wälder, durch Farmland wie bspw. Viehweiden oder entlang von Flüssen. Er setzt sich aus vielen kleinen Abschnitten zusammen, deren Wege von A nach C über B laufen, welche jedoch bspw. Farmland ist, dessen Überquerung bewilligt sein muss, durch gefährdete Wälder oder eben drumherum geht.

    Kurzum: Unsere Wanderwege zu Hause sind Deluxwanderwege, wenn man diese mit dem Te Ararora vergleichen würde, was man jedoch nicht machen sollte, denn das hier ist wahrlich kein einfacher Weg.

    Morgen passiert also nicht viel und der Footprint wird demnach klein Ausfallen. 😉😉

    Bis morgen aus Auckland, Nicole & Christian 🪅
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