• Wo Wasser fällt und Nebel wandert 🌫️

    19 giugno, Norvegia ⋅ ☁️ 14 °C

    Nach einem French-Press-Kaffee starteten wir gegen 9:30 Uhr in den Tag. Der Morgen zeigte sich etwas grau - während wir unser Wohnmobil zusammenpackten, begleitete uns leichter Regen. Da wir auf einer Wiese standen, packten wir neben unseren Sachen also auch ordentlich Gras mit in den Camper - aber das gehört nunmal dazu 🌧️

    Unser erstes Ziel ließ nicht lange auf sich warten: der Vøringsfossen. Einer der bekanntesten Wasserfälle des Landes stürzt hier mit gewaltiger Kraft in das Måbødalen mit seinen tiefen, schmalen Tälern und steilen Felswänden, die sich wie ein Schnitt durch das Hochland ziehen 🛘

    Besonders von der oberen Aussichtsplattform eröffnete sich ein eindrucksvoller Blick in die Schlucht. Die Wassermassen wirkten aus dieser Perspektive fast so, als würden sie in einen riesigen Trichter fallen - ein erstes echtes Highlight des Tages 😌

    Im Anschluss führte uns die Route weiter in Richtung Osten nach Ål, hinein ins Hallingdal. Schon während der Fahrt zeigte sich ein deutlicher Wandel der Landschaft. Die wilden, steilen Formen der Fjord- und Schluchtenregion gingen langsam über in weichere Täler, breitere Flussläufe und mehr Vegetation. Diese Übergangszone ist typisch für Südnorwegen – ein ständiger Wechsel zwischen alpinen Höhen und bewohnten Talregionen 🏡

    In Ål legten wir eine kurze Pause ein. Während Maya und ich einen Spaziergang machten, nutzten Sophie und Jenny die Gelegenheit für einen Einkauf. Nicki war derweil mit Petri beim Tierarzt - der Racker ist nun gut versorgt 💊

    Nach einem kurzen Tankstopp ging es weiter hinauf auf die Hardangervidda, die größte Hochebene Europas. Mit zunehmender Höhe veränderte sich die Landschaft erneut drastisch. Die Hardangervidda liegt größtenteils auf über 1.000 Metern Höhe und bildet ein gewaltiges Hochplateau aus Eiszeit geformtem Gestein. Sie ist die größte zusammenhängende baumlose Hochfläche Europas – eine karge, offene Tundralandschaft mit unzähligen Seen, Mooren und kleinen Wasserläufen 🗻

    Ganz oben hing dichter Nebel über der Landschaft. Immer wieder verschwand die Sicht fast vollständig, bevor sich kurze Fenster in der grauen Decke öffneten und Felsformationen, Schneefelder und Wasserflächen für einen Moment sichtbar wurden. Die Stimmung war rau, still und gleichzeitig beeindruckend weit - für uns mal wieder absolute Island-Vipes 🏔️

    Ohne große zusätzliche Stopps ließen wir die Landschaft einfach auf uns wirken. Genau diese absolute Schönheit von Norwegens abwechslungsreicher Natur war unser heutiges Highlight der Etappe 👌

    Gegen 17:15 Uhr erreichten wir schließlich unseren Campingplatz. Nach einem Tag voller intensiver Naturerlebnisse, stiller Momente im Nebel der Hochebene und beeindruckender Landschaftswechsel lassen wir den Abend bei Norwegischem Lachs und einem Kaltgetränk nun ruhig ausklingen 🍣

    Ha det bra! 👋
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