Durch Berge, Täler und Fjorde
I går, Norge ⋅ ☁️ 14 °C
Relativ früh und ohne Frühstück starteten wir in den Tag, da uns eine etwas längere Tour bevorstand. Der Campingplatz mitten im Dorf war echt top, aber am erstaunlichsten fanden wir eigentlich die ganzen Ski-Besucher. Wir haben etliche Abfahrtsski vor den Hütten stehen sehen und auf Nachfrage teilten sie uns mit, dass ca. eine halbe Stunde entfernt auf dem Gletscher des Galdhøpiggen (höchster Berg Skandinaviens mit 2469 Metern) Skifahren möglich sei. Der junge Mann fügte dann noch hinzu, dass es im Winter hier in der Gegend aber mehr Spaß mache Ski zu fahren als im Sommer. Ja klar, Skisport im Sommer ist was ganz normales 🤷♂️
Zu zuletzt genanntem Berg ging es dann auch per Camper. Nicht hoch, aber dennoch bis auf 1600 Meter auf der Aussichtsroute. Witziger, aber trauriger Side-fact: Bis in die 80er galt der Nachbarberg Glittertind als höchster Berg Skandinaviens. Durch das Schmelzen des Gletschers ist dieser in den letzten Jahrzehnten aber um einiges geschrumpft. Die Hochebene war in diesem Fall noch schneebedeckter als sonst, und auf den türkisblauen Bergseen konnte man vereinzelt Eisfelder und Schollen entdecken. 🧊
Zurück im Tal fuhren wir eine Zeit lang am Lustrafjord entlang. Das Wetter wechselte von Nebelwand und regnerisch zu bedeckt, aber trocken. Dieser Fjord ist ein Ausläufer des Sognefjords, der mit über 200 km und einer Tiefe von bis zu 1300 m der längste Fjord der Welt ist.
Den Sognefjord überquerten wir dann an einer der wenigen schmalen Stellen per Fähre. Die Fähren in Norwegen sind übrigens super entspannt. Kein Gedrängel, es wird vernünftig und organisiert abkassiert, und man hat kein lästiges Brummen oder Gestank, da diese Fjord-Fähren alle elektrisch funktionieren. Man gleitet nur so übers Wasser dahin. 🏄
Direkt im Anschluss folgte der Lærdalstunnel, der längste Straßentunnel der Welt mit einer Länge von 24,5 km. Alle 6 Kilometer ist der Tunnel mit besonderer Beleuchtung und erweiterten Wänden ausgestattet, um den Fahrern eine Abwechslung zu bieten und Müdigkeit vorzubeugen. Ca. 20 Minuten dauert die Fahrt durch den Tunnel, und wir haben am eigenen Leib erfahren, wie monoton das sein kann 😅
Unweit des Nærøyfjords campieren wir nun – eigentlich hatten wir einen Platz direkt am Ufer im Blick, aber der Campingplatz war leider voll. Morgen wollen wir uns noch ein genaueres Bild vom schmalsten Fjord der Welt machen. Die steilen, fast senkrechten Felswände reichen bis in eine Höhe von knapp 2000 Metern und sind charakteristisch für dieses UNESCO-Welterbe – und zudem eines der bedeutendsten Welterbe überhaupt. 🌊
Ihr hört morgen von uns 🙋♂️Læs mere
Wanderung in Lom
25. juni, Norge ⋅ ⛅ 15 °C
Jenny fasst den Tag heute mal für euch zusammen:
Heute in Lom, Norwegen – und ausnahmsweise spielt das Wetter mal nicht die Hauptrolle. Kein Regen, nur ein leiser Wind, der durch die Berge zieht, als würde er Geheimnisse weitertragen. Und glaubt mir, dieser Ort hat einige.
Nach dem Frühstück wurde keine Zeit verschwendet: 6,6 Kilometer, rund 300 Höhenmeter – und mittendrin wir, auf Wegen, die sich durch Wälder und über Hänge schlängeln, als wollten sie testen, wer hier wirklich mithalten kann. Die Luft klar, die Stille fast verdächtig friedlich. Aber genau das ist der Trick an solchen Orten – sie lassen dich kurz glauben, alles sei ruhig, während sie dich längst in ihren Bann gezogen haben.
Lom selbst? Unterschätzt auf den ersten Blick, unvergesslich auf den zweiten. Umgeben von den Giganten des Jotunheimen, wirkt der Ort fast wie ein geheimer Treffpunkt für alle, die wissen, wo es wirklich schön ist. Zwischen jahrhundertealter Stabkirche und dem Duft frisch gebackener Zimtschnecken spielt sich hier eine ganz eigene Geschichte ab – leise, aber eindringlich.
Und während wir heute noch so tun, als würden wir einfach nur den Moment genießen, steht die nächste Entscheidung längst im Raum: Morgen geht es weiter. Neue Straßen, neue Aussichten, vielleicht auch ein bisschen neues Chaos.
Denn seien wir ehrlich – zu lange an einem Ort bleiben? That’s not our style.
Bleibt dran. Ich weiß mehr, als ich sage.
XOXOLæs mere
Dem Regen entfliehen 🌧️
24. juni, Norge ⋅ ⛅ 15 °C
Heute Morgen hieß es schweren Herzens auch schon wieder Abschied nehmen vom Geirangerfjord. Die Nacht hatte uns endlich wieder etwas geschenkt, das in letzter Zeit rar geworden ist: nahezu Dunkelheit. Und mit ihr eine Geräuschkulisse, die sich wie ein natürliches Schlafkonzert anfühlte – das sanfte Trommeln des Regens auf dem Dach im perfekten Einklang mit dem fernen Tosen der Wasserfälle. Zusammen formten sie ein meditatives Klangbild, das einen fast vergessen ließ, dass man in einem der bekanntesten Fjorde der Welt liegt.
Aufgrund der Wettervorhersage entschieden wir uns, keinen Ausflug oder eine Wanderung am Geirangerfjord zu unternehmen, sondern weiterzufahren.
Auf der heutigen Route standen uns mal wieder einige Höhenwechsel bevor: Vom Geirangerfjord ging es wieder auf die Adlerstraße, die uns direkt mit elf Haarnadelkurven begrüßte – nicht ganz einfach zu befahren, da Kreuzfahrt-Touristen mit ihren gemieteten Fahrzeugen keine Rücksicht nahmen. 900 Meter höher erwarteten uns dann aber schöne Einblicke in den Fjord und vor allem weniger Touristen – nur die gewohnten Camper, die uns mehr als wohlgesonnen sind.
Die folgende Hochebene führte uns durch eine Landschaft, die fast schon unfair schön ist. Schneebedeckte Felder links und rechts, immer wieder glasklare Bergseen, reißende Bäche und Flüsse, die letztlich im Fjord landen würden.
Als wir schließlich auf die Scenic Route 258 abbogen, wussten wir noch nicht, was die knapp 30 km lange Hochgebirgslandschaft zu bieten hatte. Abgesehen von den sehr engen, kaum befestigten Straßen vermisste man direkt die sonst so grüne und baumreiche Landschaft. Hier standen Schnee, Wolkenfelder und Bergseen auf dem Programm. Die Hunde hatten es nicht erwartet, freuten sich aber riesig über eine Spielsession im Schnee. ❄️
Der Abstieg ins Tal und zurück auf die Hauptstraße verlief ähnlich schnell wie der Aufstieg, und schon waren wir wieder von Wäldern und Warnschildern vor Elchen umgeben. Die Sichtung von Rentieren und Elchen vermissen wir leider weiterhin schmerzlich. Dafür werden wir stetig von Schafen mit ihren Lämmern begleitet. 🐑
Stopp machen wir heute in Lom, etwas weiter im Landesinneren, bei besser vorhergesagten Wetterbedingungen für heute und morgen.
In Lom angekommen, empfängt uns zunächst die berühmte Stabkirche – ein schwarzes Holzwunder aus dem 12. Jahrhundert, das aussieht, als hätte jemand einen Drachen mit einer Kirche gekreuzt. 🐉 ⛪️
Morgen schauen wir uns alles genauer an und machen, bei hoffentlich gutem Wetter, eine Wanderung. ⛰️
Bis morgen!Læs mere
Zwischen Regen und Fjorden 🌧️🏞️
23. juni, Norge ⋅ 🌧 9 °C
Nach einer ruhigen Nacht auf dem Campingplatz auf Ekkilsøya starteten wir gegen 11:30 Uhr in den Tag. Eigentlich war der Plan heute ganz entspannt – nur eine kurze Etappe bis Isfjorden. Aber der Regen hat uns wieder einmal gezeigt, dass in Norwegen nicht wir den Tag planen, sondern das Wetter 🌧️
Im Nachhinein waren wir allerdings froh über genau diese - deutlich längere - Route. Schon kurz nach der Abfahrt wartete mit der Atlantikstraße eines der bekanntesten Wahrzeichen Norwegens auf uns. Die knapp acht Kilometer lange Strecke verbindet mehrere kleine Inseln über Brücken und Dämme und gilt als eine der schönsten Küstenstraßen der Welt. Schnell wurde uns klar, dass dieser Tag trotz Regen etwas Besonderes werden würde. Die Landschaft entlang des kurz darauf auftauchenden Kvernesfjords zeigte sich in einer rauen, fast dramatischen Stimmung. Dunkle Wolken hingen tief über dem Wasser, die Berge verschwanden immer wieder im Nebel, und trotzdem wirkte alles unglaublich kraftvoll und ruhig zugleich ☁️
Insgesamt haben wir scheinbar übrigens die richtige Richtung für unsere Tour gewählt. Wir sind erst durchs Inland gefahren – und genau das hat sich wohl ausgezahlt. Denn wie wir von unseren Schweizer Nachbarn auf dem Campingplatz gehört haben, hat es an den Fjorden in den letzten sieben Tagen durchgehend geregnet - gut geplant oder einfach Glück gehabt 🍀
Nach dem Kvernesfjord folgte eine grüne Bergetappe, ehe wir eine kurze Fährfahrt von Solsnes nach Åfarnes antraten - so konnten wir die Fahrzeit um eine Stunde abkürzen und den Langfjord vom Wasser aus bestaunen. Andere Fortbewegungsmittel, andere Perspektiven 🛳️🔭
Nach einer weiteren Stunde Fahrt entlang des Romsdalsfjords, unseres ursprünglichen Zielfjords für heute, erreichten wir den Trollstigen. Selbst bei tief hängenden Wolken entfaltet diese Strecke eine unglaubliche Wirkung. Die Serpentinen ziehen sich steil den Berg hinauf, Wasserfälle stürzen an den Felswänden herab, und die Straße verschwindet immer wieder im Nebel. Es ist diese Mischung aus Unsichtbarkeit und gewaltiger Landschaft, die den Trollstigen so besonders macht. Ganz oben hatten wir Glück: Die Wolken sind für kurze Momente aufgerissen und haben den Blick ins Tal freigegeben ⛰️
Nach diesem Erlebnis folgte wenig später mit der Querung des Storfjords eine weitere Fährfahrt. Wir kürzten also wieder etwas ab, um wenig später die Adlerkurve mit Blick auf den eindrucksvollen Geirangerfjord zu erreichen. Wieder einmal öffneten sich die Wolken und plötzlich lag der Fjord bei bester Sicht tief unter uns – eingerahmt von steilen Felswänden und durchzogen von Wasserfällen, die wie helle Linien in die Tiefe fallen. Ein absoluter Wow-Moment unserer bisherigen Reise 🦅
Gegen 18 Uhr sind wir dann schließlich in Geiranger angekommen. Schon die Einfahrt in den Fjord ist spektakulär – egal bei welchem Wetter. Und auch wenn uns der Regen weiterhin begleitet, hat dieser Ort sofort etwas Besonderes - vielleicht sogar gerade deshalb. Wasser fällt von den Bergen, Wolken hängen tief im Tal, und alles wirkt noch intensiver, noch echter 😍
Jetzt stehen wir auf einem wunderschönen Campingplatz mit Blick auf die Berge rund um den Fjord. Der Regen begleitet uns weiter, aber irgendwie gehört er hier einfach dazu 🙏Læs mere
Szenenwechsel
22. juni, Norge ⋅ 🌬 12 °C
Tausche Hochebenen, Gebirgsketten und Flussplätschern gegen lange Fjorde, Küste und Meeresluft.
Gegen 12 Uhr hatten wir unsere Sieben Sachen gepackt und sind vom Magalaupe Camping aufgebrochen. Mit knapp drei Stunden Autofahrt stand uns eine entspannte Etappe bevor. Lediglich zum Einkaufen und um ein paar Bilder zu machen, haben wir gestoppt – ansonsten wurde die Landschaft und der Szenerienwechsel aus dem Auto begutachtet. 🚙
Mittlerweile auffällig und ständiger Begleiter: Wasser. Sei es von oben in Form von Regen oder den unzähligen Wasserfällen, aber auch in den Flüssen, Moorgebieten und an der Küste.
Auf den Bergen liegt zwar teilweise immer noch Schnee, aber gefühlt zu wenig, um die reißenden Flüsse, Wasserfälle und Seen zu füllen. 💧
Den Schlenker über Trondheim haben wir uns übrigens erspart, da wir mehr Zeit an den Fjorden und in der Natur verbringen wollen, statt in der Stadt. Somit ist unsere heutige Raststätte der nördlichste Punkt unserer Reise. Ab jetzt geht es wieder Richtung Süden. Vielleicht wird es dann ja auch mal wieder etwas wärmer, da die Sommernächte hier oben Temperaturen um den Gefrierpunkt bereithalten. 🥶
Unser heutiger Campingplatz ist buchstäblich um einen alten Fischerkai aus dem Jahr 1916 herum aufgebaut – das Klippfischlager wurde zum Fischereimuseum und beherbergt heute auch die Sanitäranlagen und die Rezeption. Das ist kein Deko-Nostalgie, sondern echte gelebte Küstenkultur. Hier sind auch die sogenannten Weißnächte Programm: In Averøy gibt es Ende Juni nahezu 24 Stunden helles Licht. Super! 😴
Der Meerblick direkt an unserem Platz und die freundlichen Gastgeber und Nachbarn entschädigen aber für alles. 👍
Morgen werden wir die Atlantikstraße passieren, die als eine der schönsten Straßen der Welt gilt. Mit ihren acht Brücken und einer Länge von knapp neun Kilometern ist diese Straße ein absolutes Must-See in Norwegen.
Bis morgen also 🌉Læs mere
Entschleunigung im Rhythmus der Driva 🏞️
21. juni, Norge ⋅ 🌬 9 °C
Nach einem ziemlich windigen Start in den Tag mussten wir am Morgen erstmal unsere Markisen einfahren. Der Wind zog kräftig über den Campingplatz, sollte allerdings den ganzen Tag gemeinsam mit der Sonne agieren, sodass das Wetter heute insgesamt absolut mitspielte! 🌪️☀️
Da wir heute nicht weitergezogen sind, konnten wir ganz entspannt in den Tag starten - mit einem ausgiebigen Frühstück. Und wie so oft auf dieser Tour fiel uns wieder auf, dass unser kleines Lager sich mittlerweile fast wie ein richtiges Zuhause anfühlt. Mit Teppichen, Wäscheleinen, kleinen Abgrenzungen und allerlei Details haben wir uns ein Setup geschaffen, das deutlich gemütlicher wirkt als bei vielen anderen Campern ringsum 🏡
Nach dem entspannten Start in den Tag machten wir uns gegen 13 Uhr gemeinsam auf den kurzen Weg zur Magalaupet-Schlucht. Die Schlucht liegt direkt am Fluss Driva und ist ein beeindruckendes Naturphänomen, das über Jahrtausende durch Schmelzwasser und starke Strömungen geformt wurde. Das Wasser hat sich hier tief in den Fels gearbeitet und dabei sogenannte Strudeltöpfe hinterlassen – glatt geschliffene, runde Felsformen, die fast unwirklich wirken. Hier wird die rohe Energie des Wassers richtig spürbar und man versteht schnell, warum dieser Ort zu den bekanntesten Naturattraktionen der Region gehört 🌊
Da Petri aufgrund seiner Fußverletzung noch keine 9 Kilometer vertragen konnte, kehrten Jenny und Nicki nach dem Bestaunen der Naturgewalt zurück zum Campingplatz. Sophie und ich machten uns daraufhin gemeinsam mit Maya auf den Weg zu einer längeren Wanderung entlang der Driva 🥾
Die Route führte uns durch abwechslungsreiche Landschaften des Drivdalen. Immer wieder ging es durch kleine Waldstücke, bevor sich der Blick erneut auf den Fluss öffnete. Die Driva begleitete uns dabei fast durchgehend mit ihrem Rauschen und ihren Stromschnellen - und mit Fotomotiven, wie man sie 1:1 in norwegischen Reiseführern findet 🖼️
Währenddessen wurde am Campingplatz gechillt und ganz im Sinne des Teams auch gearbeitet - Jenny und Nicki nutzten die Zeit zum Aufräumen und Abwaschen - und natürlich zum Spielen mit Petri. Solche ruhigen Momente gehören auf einer längeren Reise genauso dazu wie die großen Naturerlebnisse 🐶
Gegen 17 Uhr kehrten Sophie und ich von unserer Wanderung zurück. Sonne, Wärme und absolute Ruhe auf dem Platz erwarteten uns bereits. Nun sitzen wir gemeinsam vor den Campern, lassen den Tag Revue passieren und genießen einfach diesen perfekten Mix aus Natur, Bewegung und Entschleunigung 🧘🧘♂️
Morgen geht es für uns voraussichtlich weiter in Richtung Norden – genauer gesagt zum nördlichsten Punkt unserer Reise. Wir freuen uns schon auf die Fjorde, die uns die kommenden Tage erwarten! 😌Læs mere
Könige, Schafe und ein Platz zum Verlieben
20. juni, Norge ⋅ 🌧 10 °C
Da das Wetter auf der Hochebene des Nationalparks Jotunheimen mehr als bescheiden war, entschieden wir uns dazu heute schon etwas weiter zu fahren. Die Tagesetappe beinhaltete ca. 2,5 Stunden Autofahrt und 1-2 interessante Spots.
Gegen Mittag machten wir uns auf Räder und die Landschaft wechselte unterwegs zwischen weiten, offenen Flächen, die uns wieder an Island erinnerten, und langen Abschnitten durch dichten Nadelwald, der die Straße auf beiden Seiten einfasste. Einfach schön anzuschauen, ohne dass man groß was tun musste. 🌲
Unterwegs haben wir einen kurzen Stopp am Kings leap (Ridderspranget) eingelegt – einer Schlucht, in die sich der Fluss Sjoa tief in den Fels gegraben hat. Ein kurzer Walk führt direkt ans Wasser, wo man gut sehen kann, wie sich der Fluss durch die enge Felsrinne seinen Weg bahnt. Der Name geht auf eine Legende aus dem 14. Jahrhundert zurück: Ein Ritter soll dort mit einer jungen Frau im Arm über den Fluss gesprungen sein, um sie vor einer ungewollten Hochzeit zu retten. Kann ja schon mal nicht Jenny gewesen sein. Ob das stimmt, weiß man nicht – aber der Name ist geblieben, und der Ausblick war den kurzen Fußweg allemal wert.
Die weitere Fahrt hatte wieder etliche Bergseen, Gebirgsketten, Schafherden, die die Straße kreuzten, und kleinere Dörfer in Petto, bis wir schließlich auf dem Campingplatz von Magalaupe, mit einem Platz direkt am Fluss, angekommen sind. Etwas weiter im Tal gelegen ist das Klima mit ca. 20 Grad auch wieder angenehmer. Das Wasser plätschert im Hintergrund, der Abend ist ruhig, und wir bereiten uns gerade auf das Deutschland-Spiel vor. 🇩🇪
Wir melden uns morgen, aber so wie es aussieht werden wir einen weiteren Tag an diesem schönen Campingplatz verbringen ☺️Læs mere
Wo Wasser fällt und Nebel wandert 🌫️
19. juni, Norge ⋅ ☁️ 14 °C
Nach einem French-Press-Kaffee starteten wir gegen 9:30 Uhr in den Tag. Der Morgen zeigte sich etwas grau - während wir unser Wohnmobil zusammenpackten, begleitete uns leichter Regen. Da wir auf einer Wiese standen, packten wir neben unseren Sachen also auch ordentlich Gras mit in den Camper - aber das gehört nunmal dazu 🌧️
Unser erstes Ziel ließ nicht lange auf sich warten: der Vøringsfossen. Einer der bekanntesten Wasserfälle des Landes stürzt hier mit gewaltiger Kraft in das Måbødalen mit seinen tiefen, schmalen Tälern und steilen Felswänden, die sich wie ein Schnitt durch das Hochland ziehen
Besonders von der oberen Aussichtsplattform eröffnete sich ein eindrucksvoller Blick in die Schlucht. Die Wassermassen wirkten aus dieser Perspektive fast so, als würden sie in einen riesigen Trichter fallen - ein erstes echtes Highlight des Tages 😌
Im Anschluss führte uns die Route weiter in Richtung Osten nach Ål, hinein ins Hallingdal. Schon während der Fahrt zeigte sich ein deutlicher Wandel der Landschaft. Die wilden, steilen Formen der Fjord- und Schluchtenregion gingen langsam über in weichere Täler, breitere Flussläufe und mehr Vegetation. Diese Übergangszone ist typisch für Südnorwegen – ein ständiger Wechsel zwischen alpinen Höhen und bewohnten Talregionen 🏡
In Ål legten wir eine kurze Pause ein. Während Maya und ich einen Spaziergang machten, nutzten Sophie und Jenny die Gelegenheit für einen Einkauf. Nicki war derweil mit Petri beim Tierarzt - der Racker ist nun gut versorgt 💊
Nach einem kurzen Tankstopp ging es weiter hinauf auf die Hardangervidda, die größte Hochebene Europas. Mit zunehmender Höhe veränderte sich die Landschaft erneut drastisch. Die Hardangervidda liegt größtenteils auf über 1.000 Metern Höhe und bildet ein gewaltiges Hochplateau aus Eiszeit geformtem Gestein. Sie ist die größte zusammenhängende baumlose Hochfläche Europas – eine karge, offene Tundralandschaft mit unzähligen Seen, Mooren und kleinen Wasserläufen 🗻
Ganz oben hing dichter Nebel über der Landschaft. Immer wieder verschwand die Sicht fast vollständig, bevor sich kurze Fenster in der grauen Decke öffneten und Felsformationen, Schneefelder und Wasserflächen für einen Moment sichtbar wurden. Die Stimmung war rau, still und gleichzeitig beeindruckend weit - für uns mal wieder absolute Island-Vipes 🏔️
Ohne große zusätzliche Stopps ließen wir die Landschaft einfach auf uns wirken. Genau diese absolute Schönheit von Norwegens abwechslungsreicher Natur war unser heutiges Highlight der Etappe 👌
Gegen 17:15 Uhr erreichten wir schließlich unseren Campingplatz. Nach einem Tag voller intensiver Naturerlebnisse, stiller Momente im Nebel der Hochebene und beeindruckender Landschaftswechsel lassen wir den Abend bei Norwegischem Lachs und einem Kaltgetränk nun ruhig ausklingen 🍣
Ha det bra! 👋Læs mere
Der Berg ruft - aber nicht alle 🏔️
18. juni, Norge ⋅ ☁️ 12 °C
Manchmal entscheidet nicht der Reiseplan, wer wohin geht – sondern die Pfote eines Pudelmixes.
Petri hat sich nämlich etwas an der Pfote zugezogen und damit alle Ausflugspläne für Nicki und Jenny kurzerhand über den Haufen geworfen. Kein großes Drama, aber auch kein 5,5-km-Trail bei dem man einen humpelnden Hund im Schlepptau haben möchte. Also: Sophie, Timo und Maya los auf den Berg, der Rest bleibt am Platz.
Die drei haben sich auf die Myklatun-Runde gemacht – ein Weg, der zunächst durch ein ruhiges Waldstück führt, bevor es auf einen kleineren Berg raufgeht. Was den Trail ausmacht, sind weniger die Höhenmeter als die Ausblicke: immer wieder eröffnen sich Perspektiven auf die umliegenden Gebirgsketten und hinunter auf den Fjord. Bilder, die man mit dem Handy kaum einfangen kann, aber es trotzdem versucht. Auf dem Rückweg ins Tal kamen sie an alten Bewässerungskanälen aus Stein vorbei – Überreste aus der Zeit, als die Bergbauern hier ihre Felder und Wiesen mit Wasser versorgten. Ein kleines, stilles Stück Geschichte mitten auf dem Wanderweg.
Nicki, Jenny und Petri haben den Tag derweil deutlich gemächlicher angegangen. Ein kurzer Trip ans Wasser, Sonne tanken, Berge anschauen und dem Hund beim vorsichtigen Schnüffeln zuschauen.
Den Abend lassen wir alle zusammen ausklingen – Grill an, WM an, fertig. 🍺🔥
Morgen geht es direkt auf dem Weg weiter: Erster Stopp Tierarzt, damit Petris Pfote professionell begutachtet wird – danach fahren wir weiter in die nächste Etappe. Wohin genau, erfahrt ihr dann.
Wir melden uns morgen 👋Læs mere
Entlang des Sørfjords 🏞️
17. juni, Norge ⋅ 🌧 11 °C
Nach einer ruhigen Nacht auf unserem Campingplatz begann der Tag ganz entspannt. Auf dem idyllisch gelegenen Flothyl Camping ließen wir uns zunächst Zeit für ein ausgiebiges Frühstück. Umgeben von Bergen, Seen und der klaren Luft des norwegischen Hochlands fiel der Aufbruch nicht leicht. Erst gegen 13:30 Uhr starteten wir mit dem Wohnmobil in Richtung Eidfjord 🚙
Die ersten Kilometer führten durch die weiten Hochlandlandschaften des Haukelifjell-Gebirges. Die Natur wirkte rau und ursprünglich - sie erinnerte uns irgendwie an Island. Schon verrückt, dass uns bei 12 Grad Außentemperatur Fahrradfahrer in kurzen Klamotten entgegenkamen, während die Szenerie von schneebedeckten Feldformationen geprägt war 🏔️
Nach der ersten kurzen Pause an einer alten engen Serpentinen-Straße führte der Bergpass stetig bergab, vorbei an Wasserfällen und tosenden Flüssen. Mit jedem Kilometer wurde die Vegetation üppiger. Aus der kargen Hochgebirgswelt wurde allmählich die grüne Fjordlandschaft Westnorwegens. Immer wieder boten sich beeindruckende Ausblicke auf die steilen Berghänge und die gewaltigen Wassermassen, die von den Höhenzügen ins Tal stürzten 💦
Hinter Odda erreichten wir den beeindruckenden Sørfjorden. Dieser rund 38 Kilometer lange Fjordarm gehört zum Hardangerfjord-System und zählt zu den schönsten Fjordlandschaften Norwegens. Die Straße führte direkt am Wasser entlang, eingerahmt von steil aufragenden Berghängen, auf denen sich kleine Höfe und Obstplantagen an die Hänge schmiegen. Immer wieder eröffneten sich spektakuläre Ausblicke über den Fjord, dessen ruhige Wasseroberfläche die umliegenden Berge spiegelte. Besonders bekannt ist die Region für ihren Obstanbau. Dank des milden Klimas gedeihen hier Äpfel, Kirschen, Pflaumen und Birnen. Der Sørfjord ist der südlichste und einer der bekanntesten Seitenarme des Hardangerfjords. Die bis zu über 1.000 Meter hoch aufragenden Berge verleihen ihm einen besonders dramatischen Charakter. Im Gegensatz zum weiter geöffneten Hauptfjord wirkt der Sørfjord vielerorts enger, steiler und dadurch oft noch spektakulärer 🏞️
Die oft schmalen Straßen entlang des Sørfjords haben durchaus alles von uns abverlangt. Gerade mit dem Wohnmobil verlangten die kurvenreichen Abschnitte immer wieder volle Aufmerksamkeit. Auf der einen Seite fiel der Blick auf das tiefblaue Fjordwasser, auf der anderen Seite stiegen die Felswände teilweise nahezu senkrecht empor. An einigen Stellen blieb zwischen Berg und Ufer nur wenig Platz für die Straße, sodass Begegnungen mit Bussen, LKW oder anderen Wohnmobilen mitunter etwas Fingerspitzengefühl erforderten 🙉
Gegen 17 Uhr erreichten wir dennoch sicher das Ziel unserer heutigen Etappe - einen kleinen Ort am Ende des Fjords. Auf einer riesigen Campingwiese haben uns ein richtig gemütliches Heim geschaffen - mit einem spektakulären Ausblick auf die umliegenden Berghänge! Hier werden wir voraussichtlich zwei Nächte bleiben, ein wenig entspannen und die imposante Natur genießen 🧘🧘♂️
Wir melden uns morgen wieder 👋Læs mere
Neue Ladung, neue Hoffnung 🔋
16. juni, Norge ⋅ ☀️ 15 °C
Unsere erste Nacht in Norwegen verlief gut, aber gar nicht auf dem Schirm hatten wir, dass es hier nicht richtig dunkel wird. Ab ca. 0:30 Uhr ist es für 2–3 Stunden dämmrig, aber nicht richtig dunkel. Zum Glück lässt sich der Camper sehr gut verdunkeln, sodass es uns beim Schlafen nicht groß beeinträchtigt, aber etwas eigenartig ist es schon. 😅
Nach einem kurzen Frühstück sind wir zu unserer heutigen Tagesetappe aufgebrochen, nur um beim ersten Tankstopp wieder einen Rückschlag zu erleiden – die Karre springt wieder nicht an.
Genervt von der Situation haben wir entschieden, die nächste Werkstatt anzufahren und uns Hilfe zu suchen. Wir hätten nicht gedacht, dass es so unkompliziert wird, da es in Deutschland ungefähr so abgelaufen wäre:
• Werkstatt anfahren
• Gesagt bekommen, dass der nächste Termin erst in ein paar Tagen frei ist
• Prüfung und Angebotserstellung
• Reparatur irgendwann später
Hier lief das so:
• Problem geschildert
• Direkt mit dem Mechaniker das Problem erörtert
• Reparatur
Das Ganze hat ungefähr eine Stunde gedauert.
Irgendwelche Daten angeben? Angebot? Wozu das alles – wir haben ein Problem, das behoben werden soll. Das Befolgen irgendwelcher interner Prozesse ist in diesem Fall einfach nur störend und für uns als Urlauber lästig.
Wir sind also sehr froh und ab jetzt mit neuer Batterie unterwegs. 💪
Durch die Gebirgsketten Norwegens ging es für uns dann immer weiter Richtung Norden. Vorbei an schönen Seen, kleinen Dörfern und verschiedenen Landschaften. Die Straßen sind top gepflegt und die Fahrt war wirklich eindrucksvoll und schön. 🤩
Wir campieren auf einer kleinen Landzunge an einem See auf dem Haukelipass und haben richtig gutes Wetter. ☀️
Wahrscheinlich bleiben wir aber nur die Nacht, da ab morgen schlechteres Wetter angesagt ist und wir dann gut weiterfahren können.
Bei Bier und Bratwurst schauen wir Fußball und lassen den Abend nun ausklingen.
In der Hoffnung, dass mit der neuen Batterie nun alles im Lot ist, werden wir uns morgen weiter nördlich wieder melden. 🙋♂️Læs mere
Mit der Fähre Richtung Glück
15. juni, Norge ⋅ ☀️ 17 °C
So hatten wir es zumindest gehofft 😁
Unser Tag startete also in Dänemark – alles super entspannt, weil unsere Fähre wieder erst um 20:30 Uhr ging. Also erstmal ordentlich gefrühstückt, einen kurzen Spaziergang gemacht und dann ging’s Richtung Norddänemark.
Zur Sicherheit hatten wir uns noch Starthilfekabel an der Tanke geholt – was sich als ziemlich gute Idee herausstellen sollte.
Kurz vor dem Fährterminal hat nämlich der Camper von Sophie und Timo während der Fahrt wieder den Geist aufgegeben. Die beiden mussten sich mit letzter Kraft – ohne Servolenkung und Bremskraftverstärker – irgendwie in ein Waldstück neben der Straße retten.
Zum Glück konnten wir Starthilfe geben. Aber weitsichtig wie wir nun mal sind, haben wir uns schon ausgemalt, was passiert, wenn das direkt vor oder auf der Fähre passiert…
Zum Glück blieb uns das erspart, und so sind wir spät abends in Kristiansand angekommen. Nicht weit von der Fähre hatten wir uns einen Parkplatz zum Übernachten rausgesucht – was auch dringend nötig war, weil wir nach dem Tag alle fix und fertig waren.
Aber jetzt kann’s endlich richtig losgehen – auch wenn das Wohnmobil immer noch zickt 🙈
Bis dann!Læs mere
Die Reise beginnt…
14. juni, Danmark ⋅ ☁️ 14 °C
…wenn auch holprig.
Eigentlich wollten wir den ersten Footprint schon in Norwegen absetzen, aber das sollte heute nicht sein.
Bereits vor Hamburg hat der Camper von Sophie und Timo gestreikt.
Mitten im Stau meinte das Gefährt auszugehen und nicht mehr anspringen zu wollen. Mit letzter Kraft schafften es die beiden noch auf den Standstreifen (ging zum Glück bergab), wo sie ca. 3 Stunden verbrachten, bis es weiterging.
Nach ewigem Hin und Her mit Versicherung/ADAC und irgendwelchen Pannenhilfen, konnten sie die Fahrt schließlich fortsetzen.
P-Concept (unser Vermieter) hat in der Notfallbetreuung scheinbar kein so tolles „Concept“, da wir bis heute Abend immer noch nichts von denen gehört haben - obwohl mehrfach auf die Mailbox der Notfallrufnummer gesprochen wurde 😅
Letztendlich haben wir die Fähre verpasst und uns kurzerhand einen schönen Campingplatz in Dänemark gesucht. Morgen geht es (hoffentlich) mit der nächsten Fähre nach Norwegen.
Wenigstens haben wir jetzt schon ein paar Punkte auf unserer Liste dieses Urlaubs abgehakt:
- Stress ✅
- dumme Blicke kassieren ✅
- völlig verloren sein ✅
- Geld verbrennen ✅
Kann ja nur besser werden 😅
Wir hoffen einfach, dass die Karre ganz bleibt. 🤞
Unterkriegen lassen wir uns jedenfalls nicht.
Wir melden uns morgen zu 100% aus Norwegen - und wenn wir schwimmen müssen! 🤜Læs mere

RejsendeOh, ihr armen! Das war kein guter Start! Kann ja nur noch besser werden! Wir wünschen euch gute Nerven und ab jetzt viel Spaß! Liebe Grüße Regina und Michael


















































































































































































































































