Dem Regen entfliehen 🌧️
24 giugno, Norvegia ⋅ ⛅ 15 °C
Heute Morgen hieß es schweren Herzens auch schon wieder Abschied nehmen vom Geirangerfjord. Die Nacht hatte uns endlich wieder etwas geschenkt, das in letzter Zeit rar geworden ist: nahezu Dunkelheit. Und mit ihr eine Geräuschkulisse, die sich wie ein natürliches Schlafkonzert anfühlte – das sanfte Trommeln des Regens auf dem Dach im perfekten Einklang mit dem fernen Tosen der Wasserfälle. Zusammen formten sie ein meditatives Klangbild, das einen fast vergessen ließ, dass man in einem der bekanntesten Fjorde der Welt liegt.
Aufgrund der Wettervorhersage entschieden wir uns, keinen Ausflug oder eine Wanderung am Geirangerfjord zu unternehmen, sondern weiterzufahren.
Auf der heutigen Route standen uns mal wieder einige Höhenwechsel bevor: Vom Geirangerfjord ging es wieder auf die Adlerstraße, die uns direkt mit elf Haarnadelkurven begrüßte – nicht ganz einfach zu befahren, da Kreuzfahrt-Touristen mit ihren gemieteten Fahrzeugen keine Rücksicht nahmen. 900 Meter höher erwarteten uns dann aber schöne Einblicke in den Fjord und vor allem weniger Touristen – nur die gewohnten Camper, die uns mehr als wohlgesonnen sind.
Die folgende Hochebene führte uns durch eine Landschaft, die fast schon unfair schön ist. Schneebedeckte Felder links und rechts, immer wieder glasklare Bergseen, reißende Bäche und Flüsse, die letztlich im Fjord landen würden.
Als wir schließlich auf die Scenic Route 258 abbogen, wussten wir noch nicht, was die knapp 30 km lange Hochgebirgslandschaft zu bieten hatte. Abgesehen von den sehr engen, kaum befestigten Straßen vermisste man direkt die sonst so grüne und baumreiche Landschaft. Hier standen Schnee, Wolkenfelder und Bergseen auf dem Programm. Die Hunde hatten es nicht erwartet, freuten sich aber riesig über eine Spielsession im Schnee. ❄️
Der Abstieg ins Tal und zurück auf die Hauptstraße verlief ähnlich schnell wie der Aufstieg, und schon waren wir wieder von Wäldern und Warnschildern vor Elchen umgeben. Die Sichtung von Rentieren und Elchen vermissen wir leider weiterhin schmerzlich. Dafür werden wir stetig von Schafen mit ihren Lämmern begleitet. 🐑
Stopp machen wir heute in Lom, etwas weiter im Landesinneren, bei besser vorhergesagten Wetterbedingungen für heute und morgen.
In Lom angekommen, empfängt uns zunächst die berühmte Stabkirche – ein schwarzes Holzwunder aus dem 12. Jahrhundert, das aussieht, als hätte jemand einen Drachen mit einer Kirche gekreuzt. 🐉 ⛪️
Morgen schauen wir uns alles genauer an und machen, bei hoffentlich gutem Wetter, eine Wanderung. ⛰️
Bis morgen!Leggi altro



























