Durch Berge, Täler und Fjorde
Ieri, Norvegia ⋅ ☁️ 14 °C
Relativ früh und ohne Frühstück starteten wir in den Tag, da uns eine etwas längere Tour bevorstand. Der Campingplatz mitten im Dorf war echt top, aber am erstaunlichsten fanden wir eigentlich die ganzen Ski-Besucher. Wir haben etliche Abfahrtsski vor den Hütten stehen sehen und auf Nachfrage teilten sie uns mit, dass ca. eine halbe Stunde entfernt auf dem Gletscher des Galdhøpiggen (höchster Berg Skandinaviens mit 2469 Metern) Skifahren möglich sei. Der junge Mann fügte dann noch hinzu, dass es im Winter hier in der Gegend aber mehr Spaß mache Ski zu fahren als im Sommer. Ja klar, Skisport im Sommer ist was ganz normales 🤷♂️
Zu zuletzt genanntem Berg ging es dann auch per Camper. Nicht hoch, aber dennoch bis auf 1600 Meter auf der Aussichtsroute. Witziger, aber trauriger Side-fact: Bis in die 80er galt der Nachbarberg Glittertind als höchster Berg Skandinaviens. Durch das Schmelzen des Gletschers ist dieser in den letzten Jahrzehnten aber um einiges geschrumpft. Die Hochebene war in diesem Fall noch schneebedeckter als sonst, und auf den türkisblauen Bergseen konnte man vereinzelt Eisfelder und Schollen entdecken. 🧊
Zurück im Tal fuhren wir eine Zeit lang am Lustrafjord entlang. Das Wetter wechselte von Nebelwand und regnerisch zu bedeckt, aber trocken. Dieser Fjord ist ein Ausläufer des Sognefjords, der mit über 200 km und einer Tiefe von bis zu 1300 m der längste Fjord der Welt ist.
Den Sognefjord überquerten wir dann an einer der wenigen schmalen Stellen per Fähre. Die Fähren in Norwegen sind übrigens super entspannt. Kein Gedrängel, es wird vernünftig und organisiert abkassiert, und man hat kein lästiges Brummen oder Gestank, da diese Fjord-Fähren alle elektrisch funktionieren. Man gleitet nur so übers Wasser dahin. 🏄
Direkt im Anschluss folgte der Lærdalstunnel, der längste Straßentunnel der Welt mit einer Länge von 24,5 km. Alle 6 Kilometer ist der Tunnel mit besonderer Beleuchtung und erweiterten Wänden ausgestattet, um den Fahrern eine Abwechslung zu bieten und Müdigkeit vorzubeugen. Ca. 20 Minuten dauert die Fahrt durch den Tunnel, und wir haben am eigenen Leib erfahren, wie monoton das sein kann 😅
Unweit des Nærøyfjords campieren wir nun – eigentlich hatten wir einen Platz direkt am Ufer im Blick, aber der Campingplatz war leider voll. Morgen wollen wir uns noch ein genaueres Bild vom schmalsten Fjord der Welt machen. Die steilen, fast senkrechten Felswände reichen bis in eine Höhe von knapp 2000 Metern und sind charakteristisch für dieses UNESCO-Welterbe – und zudem eines der bedeutendsten Welterbe überhaupt. 🌊
Ihr hört morgen von uns 🙋♂️Leggi altro























