• Nebel, Dünen & ein heißer Ritt

    December 13, 2025 in the United Arab Emirates ⋅ ☀️ 27 °C

    Dubai empfängt uns im Morgennebel. Als wir in den Hafen einlaufen, liegt die Stadt noch halb verborgen, aber selbst so ist sie sofort erkennbar. Die Skyline schiebt sich langsam aus dem Dunst, ikonisch, selbstbewusst, größer als das Leben. Dubai eben.

    Doch heute lassen wir die Stadt links liegen. Keine Wolkenkratzer, keine Malls, keine Rooftops. Heute geht es raus. In die Wüste.

    Wir steigen in große, allradgetriebene Jeeps und fahren hinaus ins Nichts. Bevor es losgeht, halten wir kurz an – Luft ablassen. Die Reifen werden weich, denn nur so bleiben die Fahrzeuge in den Dünen manövrierfähig. Dann geht’s los. Und wie.

    Unser Fahrer gibt Gas, zieht das Auto über hohe Dünenkämme und lässt es auf der anderen Seite hinabstürzen. Es fühlt sich an wie Skifahren – nur auf Sand. Wir wedeln über die Kämme, rutschen seitlich ab, beschleunigen wieder. Der Wagen tanzt, aber der Fahrer hat alles im Griff. Ein heißer Ritt, wortwörtlich. Adrenalin, Sand, Sonne.

    Nach dem Dune Bashing erreichen wir ein Wüstencamp. Endlich kurz durchatmen. Kalte Getränke, dann heißer Kaffee. Schatten. Sand unter den Füßen. Die Hitze steht, aber genau das gehört dazu. Diese Stille nach der Action hat etwas sehr Erdendes.

    Und nein – wir sind kein bisschen traurig, dass wir heute nicht mitten in der Stadt waren. Wir kennen Dubai. Haben die Zipline über der Marina gemacht, sind beim Edgewalk 219 Meter über der Erde gelaufen, haben Sehenswürdigkeiten gesehen und Extreme gesammelt. Dubai kann laut, schnell und spektakulär sein. Heute war weit und sandig.

    Natürlich könnten wir uns gut vorstellen, wiederzukommen – dann vielleicht mit mehr Zeit für die Stadt. Aber Reisen heißt auch weiterziehen. Denn das Schiff wartet nicht.

    Am Abend kehren wir zurück an Bord. Die Lichter Dubais glitzern ein letztes Mal. Vor uns liegt das Finale unserer Reise: Doha, Katar.
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