• Halbzeit

    April 7 in Greenland ⋅ ⛅ -9 °C

    Heute geht es per Boat entlang der Küste nach Oqaatsut (Kormoran), eine kleine Siedlung 21 Kilometer nördlich von Ilulissat. Man denkt: Wird schon ähnlich aussehen wie die bisherigen Küstenabschnitte.
    Denkste: Mit dem Boot über eine leicht zugefrorene See, bei sonnigen minus zehn Grad. Im Fjord sehen wir die ersten Häuser – nur keinen Anleger. Stattdessen fährt unser Skipper bis an die Eiskante. Zwei Leute halten das Boot, wir steigen direkt aufs Eis.
    Der gefrorene „Vorgarten“ wird für die nächste Stunde unser Spielfeld: Eisfischen. Mit Hacke und Bohrer kämpfen wir uns durch. Fangquote = 0. Ein kleiner Eindruck davon, wie hart das Leben hier sein kann, wenn der Fang wirklich zählt.
    Zum Lunch geht es ins H8, ein typisches grönländisches Holzhaus. Die große Nummer auf den Dachziegeln stammt noch aus dem Zweiten Weltkrieg, als die Amerikaner die Siedlungen zur Versorgung aus der Luft durchnummerierten. In diesem zum Restaurant umgebauten Häuschen servieren unsere Guides Sarah und Josefine Musk Stew – im Grunde Gulasch, nur viel leckerer. Für mich bisher das beste Essen in Grönland.
    Nach einem Dorfbesuch und ein paar Drohnenshots über die beeindruckende Bucht geht es zurück.

    Nach acht Stunden Sonne, Kälte und leckerem Lunch kommen wir müde, glücklich und ein gutes Stück beeindruckter in unsere Herberge zurück.
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