Lissabon - Cristo de Rei
13 gennaio 2025, Portogallo ⋅ ☁️ 15 °C
Der Tag Pause war gut. Nach 50 Litern Wasser – per Akku-Dusche auf der Windschutzscheibe verteilt steht fest: die Scheibe ist bis auf eine kleine Stelle auf der Beifahrerseite dicht. Immerhin – das werde ich auch noch schaffen. Per Päckchen aus Berlin wird auch Butylrundschnur mitkommen – Danke Piet für die Idee!!
Aber das ist jetzt erstmal abgehakt – heute ist der Süden von Lissabon dran. Bei schönstem Sonnenschein fahre ich gleich 2x über den Tejo und laufe zu „Cristo Rei“ hoch. Die Statue wurde in Anlehnung an die Statue in Rio de Janeiro gebaut: bei einem Besuch dort war ein Geistlicher von der Statue so beeindruckt, dass er für Lissabon auch einen Christus haben wollte. Nach etlichen Planungen kurz vor dem zweiten Weltkrieg war das Vorhaben fast zum Scheitern verurteilt. Andererseits war der Bedarf an „geistigem Beistand“ durch die Kriegsgeschehen noch größer als gewöhnlich. Am 20.4.1940 wurde beschlossen, dass, wenn Portugal vom Krieg verschont bleibt, das Projekt weiter verfolgt wird. Lissabon ist tatsächlich verschont worden und so wurde die Statue realisiert. Heutzutage gilt das Monument und auch der Bereich drum herum immer noch als „Heiligtum“ – sogar auf dem Parkplatz sind Hunde verboten. Souvernir-Läden und Cafés sind allerdings erlaubt ;-). Die Fahrt auf die Statue muß bezahlt werden, aber der Blick hinüber zur Stadt ist unbezahlbar.
Am Nachmittag laufe ich noch durch Belém. Dieser Stadteil war früher von Werften geprägt und war der Startpunkt für die Entdecker des 16. Jahrhunderts, die in Richtung Ostafrika Brasilien und Indien aufbrachen. Die so gegründeten Handelsrouten brachten Portugal einen unermesslichen Reichtum und ermöglichten u.a. die Finanzierung des „Mosteiro dos Jeronimos“, des riesigen prachtvollen Klosters im Herzen von Belém. Hier wurden auch die berühmten „Pasteis de Nata“ erfunden: sehr leckere Blätterteig-Puddingtörtchen. Das Café, in dem sie seit damals hergestellt wurden, existiert seit 1867 und bietet auch heute noch eine tolle Atmosphäre. Auch ich lasse es mir nicht nehmen, dort einen Kaffee zu trinken.
Die Rückfahrt über den Tejo beschert mir einen wunderschönen Sonnenuntergang.Leggi altro




















