• Onroadfel
Aug – Sep 2018

Balkantour

Über Österreich und Slowenien nach Kroatien. Weiter über Bosnien und Herzegowina nach Montenegro und Albanien.
Zurück über Italien und Österreich.
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  • Trip start
    August 1, 2018

    Auf geht's!

    August 1, 2018 in Germany ⋅ ⛅ 29 °C

    Nachdem endlich eine Unmenge Gepäck im und auf dem Auto verstaut ist läuft der Countdown. In knapp 6 Stunden beginnt die erste Etappe! Das Ziel: Planneralm in Österreich.
    Wir werden mit unserem Heimatland 9 Länder durchqueren und insgesamt 34 Tage unterwegs sein. Weit weg von zu Hause und unserem Alltag.
    Neben der Aufregung schleichen sich auch ein paar Zweifel ein...machen wir alles richtig? Können wir unseren Kindern das zumuten?
    Diese leisen Stimmen versuche ich mit einer gesunden Portion Optimismus zum Schweigen zu bringen.
    Lasst das Abenteuer beginnen!
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  • Erster Halt: Planneralm

    August 2, 2018 in Austria ⋅ ⛅ 17 °C

    Nach 11 Stunden und 870 Kilometern erreichten wir endlich unser erstes Ziel:
    Die Planneralm ist das höchstgelegene Bergdorf (1600 m) der Steiermark und liegt in der Gemeinde Irdning-Donnersbachtal, Ortsteil Donnersbach.

    Erfreulicherweise konnten wir gegen 13 Uhr unser Zimmer im JUFA- Hotel beziehen und von der Anreise völlig erledigt erstmal ne große Portion Schlaf nachholen. Am Nachmittag kamen wir nur langsam in die Gänge, während es draußen zunächst kräftige Schauer gab und später noch mal die Sonne durch die Wolkendecke brach. Am Abend gab es dann noch einen halbwegs spektakulären Sonnenuntergang über den Berggipfeln.
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  • Planneralm und weiter nach Slowenien

    August 3, 2018 in Austria ⋅ ⛅ 20 °C

    Am Morgen waren die Kinder viel zu früh wach, aber das reichhaltige Frühstück half uns auf die Beine.

    Anschließend brachen wir tatsächlich zu einer kleinen Wanderung oberhalb der Alm auf. Die Temperaturen waren wieder in den hochsommerlichen Bereich geklettert und mit der kleinsten im Tragesack vorm Bauch kamen wir alsbald ins Schwitzen. Nachdem auch noch größere Wolken am Himmel auftauchten machten wir uns wieder an den Abstieg.

    Bis zum neuen Gipfelkreuz hat es aber gereicht. Der Plannersee blieb dagegen dieses Mal unerreicht.

    Mittags fuhren wir über Donnersbach weiter Richtung Slowenien.

    Hier gab es keinen Stau im Grenzbereich und die Durchfahrt des Karawankentunnels klappte ohne weitere Verzögerung. Trotzdem brauchten wir knapp vier Stunden bis wir unsere zweite Etappe Cerklje na Gorenjskem erreichten.

    Die zuvor im Internet gebuchte Pension lag weit oben auf einem Berg, von welchem man einen grandiosen Ausblick auf das aufziehende Gewitter hatte. Im Tal schüttete es wie aus Eimern, während oben bei uns kein einziger Tropfen fiel.

    Unsere Herberge würde ich mit rustikal und einfach beschreiben. Viel Holz, dünne Wände und unbequeme Betten..
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  • Ljubljana

    August 4, 2018 in Slovenia ⋅ ☀️ 28 °C

    Ein Morgen mit Frühstück. Vermutlich einer der ganz wenigen auf dieser Tour. Entsprechend voller Vorfreude begaben wir uns in den Gastraum, was für ein Luxus morgens den Kaffe seviert zu bekommen. Nun ja, die Ernüchterung kam ziemlich schnell. Und wie auch den Rest der Pension könnte man dieses "Frühstücksbuffet" beschreiben: Rustikal, einfach und ohne Schnickschnack. Besonders viel Mühe wurde sich weder bei der Auswahl der Speisen noch beim anrichten gegeben. Slowenisch eben. Aber immerhin wurden wir satt, lauwarmen Kaffee gab es auch und während wir mit dem Kaffeebecher in der Hand dem Sohnemann beim Trampolinspringen zusahen waren wir mit Blick auf die Berge schon fast wieder versöhnt. Nur das Frühstück für die nächsten zwei Tage bestellten wir ab.
    Weiter ging es nach Ljubljana.
    Schon bei unserem letzten Besuch hatten wir diese kleine lässige Stadt ins Herz geschlossen. Ein wahrer Überraschungshit.
    Auch diesmal empfing uns das Städchen mit strahlendem Sonnenschein und subtropischen Temperaturen. Zwischen den vielen kleinen Gassen mit noch kleineren schönen Lädchen, entlang des Wassers und unter den vielen Sonnenschirmen der unzähligen Cafés fanden wir aber immer wieder schattige Plätzchen und Zeit zu verweilen und uns auszuruhen.
    Gäbe es so sonst noch drei Worte mit denen ich diese Stadt beschreiben sollte, wären es Markt, Musik und Wein.
    Die Hölzernen Marktstände mit den gestreiften Stoffmarkisen sind wohl einzigartig für diese Stadt und bilden zusammen einen wunderbaren Markt mit vielen Leckereien, Streetfood und selbstgemachten Kleinigkeiten.
    Überall dazwischen und spätestens auf jeder Brücke oder an einem der vielen Brunnen findet man Straßenmusiker und damit einen leisen Musikteppich der sich durch alle Gassen zieht. Besonders unsere Kinder fasziniert das immer wieder.
    Passend zur Musik kann man sich dann mit einem Glas Wein lässig an eine berankte Hauswand lehnen und das Straßenflair genießen. Ok, mit Kindern und bevorstehender Autofahrt war uns das nicht so möglich aber es mangelt weder an Wein noch an entsprechenden Bars um das Ljubljanafeeling perfekt zu machen.
    Wir beendeten den Tag mit zwei Fußballspielen der zweithöchsten slowenischen Spielklasse. Erstes Match fand im industriell geprägten Vorort von Ljubljana statt. NK Bravo gegen Tabor Sežana im ŽŠD Stadion, welches immerhin über eine überdachte Tribüne verfügte. Knapp 200 Zuschauer sahen ein munteres und torreiches Spiel bei hochsommerlichen Temperaturen.
    Eintritt auf die Tribüne gab es übrigens für 5 Euro und für unsere Jüngste fiel der Länderpunkt. Mit 8 Monaten kann man das mal machen.
    Nach einer Halbzeit gings weiter nach Domzale zum Spiel:
    Nk Roltep Dop - NK Jadran Dekani im Sportni park. Netter ground mit Sportplatzfair! Ansonsten immerhin rund 100 Zuschauer.
    Zurück in der Pension endete der Tag mit einer Brotzeit aus dem Supermarkt auf dem Balkon während der Sohnemann beim rutschen und Trampolinspringen deutsch-französische Freundschaften schloss.
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  • Triglav Nationalpark

    August 5, 2018 in Slovenia ⋅ ☀️ 23 °C

    Diesmal starteten wir den Tag ohne Pensionsfrühstück aber immerhin mit Crossiant und Kaffe. Geplant war ein Ausflug zum Triglav Nationalpark und eine Fahrt über den Vrsice Pass. Ein sportliches Vorhaben mit bereits knapp zwei Stunden Anreisezeit. Aber zum "Roadtrip" gehört Autofahren nunmal dazu und immerhin lassen sich 35 Grad im Auto bei Klimaanlage besser aushalten als draußen.
    Der Lieblingsmann hatte diesmal das Los der Passfahrt gezogen und steuerte den soliden Familienvolvo durch immerhin 50 Serpentinen. Natürlich nicht ohne entsprechende Foto- und Picknickpausen.
    Der Weg durch das Triglavmassiv lohnt sich wirklich, man sollte allerdings schon ein geübter Autofahrer mit kompaktem Fahrzeug sein. Belohnt wird man auf jeden Fall mit atemberaubender Aussicht und auch dem ein oder anderen Schaf auf der Straße. Fährt man die Passstraße von Nord nach Süd endet sie im Soča Tal.
    Das war der zweite geplante Naturspot dieses Tages. Die Soča ist wohl einer der schönsten Flüsse Europas und entspringt etwa in Kurve Nr. 49 des Passes oberhalb des gleichnamigen Ortes. Sie besticht durch glasklares, türkises Wasser, welches sich durch mehrere Schluchten, Klammen oder auch mal durch ein ganz flaches Flussbett seinen Weg bahnt. Ein Paradis für Kajakfahrer, Klippenspringer und mutige Schwimmer, die keine Angst vor eisigen Temperaturen haben. Leider auch ein beliebtes Ausflugsziel, was zur Haupturlaubszeit zusammen mit unzureichender Infrastruktur in Form von fehlenden Parkplätzen manche Haltepunkte unmöglich machte. Trotzdem erhaschten wir den ein oder anderen Blick auf diese Schönheit z.B. auf der Napolenbrücke bei Kobarid.
    Auf dem Rückweg wurde der "Roadtrip" seinem Namen gerecht. Wer schöne Dinge sehen will muss eben auch weit fahren und so juckelten wir auf nicht enden wollenden slowenischen Dorfstraßen Richtung heimische Herberge. Kurz vorm Ziel verdunkelte sich der Himmel und die schwüle Hitze entlud sich in einem heftigen Gewitter mit Sturm und Hagel. Straßen wurden überflutet und Äste lagen im Weg. Nach 9 Stunden Tagesausflug erreichten wir endlich die Herberge.

    Anmerkung: Während es sich Frau und Kinder im Zimmer gemütlich machten ging es für mich wieder ins Auto und 40 Minuten nach Ljubljana raus. Das Erstligaspiel Olimpja Ljubljana vs Celje stand noch auf dem Programm.
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  • Napoleon Brücke

    August 5, 2018 in Slovenia ⋅ ⛅ 31 °C

    Im Örtchen Kobarid entstand 1750 die alte steinerne Napoleonbrücke mit nur einem Brückenbogen. Auf der Brücke marschierten Napoleons Truppen Richtung Predel, daher auch der Name. Die schmale Brücke überquert die Soča.Read more

  • Kaštela (Kaštel Kambelovac)

    August 6, 2018 in Croatia ⋅ 🌙 28 °C

    Früh am nächsten Morgen weckte uns die Kleinste und nach der Milchmahlzeit hieß es Sachen packen und weiter nach Kroatien. Erneut stand uns ein Tag im Auto bevor...

    480 Kilometer mussten bewältigt werden. Das Fahren auf slowenischen Autobahnen erfordert vor allem eines: Geduld!

    Auch wenn die Richtgeschwindigkeit mit 130 km/h angegeben ist wird mehrheitlich mit 90 auf der linken Fahrbahn geklüngelt und möglichst oft die Spur gewechselt. Bei Ljubljana gab es das erste Mal einen größeren Stau und so dauerte es entsprechend lange bis zur Grenze. Die Pässe wollte nicht wirklich jemand sehen und die ersten Kilometer in Kroatien gingen noch ganz flüssig zu fahren. Irgendwann standen wir dann wieder eine Stunde im Stau.

    Gegen 16 Uhr wurde es landschaftlich interessant. Wir durchquerten das Velebit Gebirge bei Zadar. Rechts und Links der Autobahn Steinwüste und Karstgebirge wie im wilden Westen. Hier wurden auch die Karl May Verfilmungen gedreht. Die letzten Kilometer waren definitiv wieder die anstrengensten, aber nach insgesamt 7,5 Stunden erreichten wir den Ortseingang von Kăstela am Flughafen von Split. Zuvor waren jedoch noch 25 Euro Maut fällig.

    Unser Zielort war Kaštel Kambelovac und das Apartment konnte mit Hilfe von google maps schließlich gefunden werden. Die Parksituation gestaltete sich dagegen etwas schwieriger und so musste zum Entladen der Bürgersteig gegenüber genutzt werden.

    Die Vermieter waren ausgesprochen nett und das kleine Zweizimmer Apartment geschmackvoll eingerichtet und funktional. Das wichtigste: Es gab eine Klimaanlage!

    Zusammen mit dem Vermieter musste ich noch einmal durch die schmalen Gassen der Stadt kurven um einen Parkplatz zu finden. Bei Temperaturen von 35 Grad war spätestens jetzt der Akku leer.

    Aber es zog uns noch einmal vor die Tür. Der Ort ist der Innbegriff eines südeuropäischen Fischerdorfs. Es ist eng, stickig, chaotisch und voller Leben. Schmale Gassen, halb verfallene Häuser, mitten drin eine Kirche, eine Piazza und ein kleiner Fischerhafen. Einfach wunderschön!

    Die Endorphine sorgten für ein langanhaltendes Glücksgefühl und die Gewissheit trotzt der Strapazen alles richtig gemacht zu haben ließen uns bald trotzt der Hitze (nachts noch 26 Grad) einschlafen.

    Den ersten Tag in Kaštela verbrachten wir mit Nichtstun und einem kleinen Spaziergang in den Nachbarort Kastel Gomilica, wo ein gut erhaltendes Kastell aus dem 16. Jahrhundert auf einem vorgelagerten Felsen besichtigt wurde. Dieses Kastell war früher mit einer Holzzugbrücke mit dem Festland verbunden und bot Benediktinernonnen und Bewohnern des Ortes Schutz vor den Angriffen der Türken. Später wurde die Holzbrücke durch eine Steinbrücke ersetzt.

    Kastel Gomilica und Kastel Kambelovac bieten ein reizvolles Ensemble aus alten Steinhäusern, schmalen Gassen, Bootsanlegern und Badestellen.

    Auf den Plätzen der Orte gibt es das typische mediterrane Bild von Männergruppen, welche ins Gespräch vertieft auf Bänken sitzen, Jugendlichen und Kindern die Ballspielen, Wäsche die zum Trocknen auf Leinen über die Straße gespannt ist und Motorroller, welche zügig durch die schmalen Straßen fahren. In einem winzigen Supermarkt am Fischerhafen kann man alles für den täglichen Bedarf kaufen und direkt daneben befindet sich der regionale Weinladen. Die Fischer verkaufen ihren Fang direkt vom Boot, der Rest wird in einem Kühllaster weitertransportiert.

    Nachmittags trauten wir uns das erste mal ins Wasser, selbst die Kleinste durfte etwas planschen.

    Mit diesen Eindrücken ging der Tag gemütlich zu Ende.
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  • Split

    August 8, 2018 in Croatia ⋅ ⛅ 32 °C

    Heute stand der zweite Städtetrip auf dem Programm. Nach 9 Jahren sollte es für uns wieder in die "Hauptstadt Dalmatiens" gehen, entsprechend groß war die Vorfreude auf ein Wiedersehen. Meiner bescheidenen Meinung nach gehört Split mit seinen 167 000 Einwohnern an der Adria zu den schönsten Städten in Europa.

    Von Kastel Kambelovac bis ins Zentrum wurden lediglich 25 Fahrminuten im Navi angezeigt, die Suche nach einem Stellplatz für das Auto war da weitaus zeitintensiver. Split war an diesem Mittwoch brechend voll. Im Bereich des Fährhafens geriet der Verkehr in Stocken und die wenigen vorhandenen Parkplätze waren alle belegt. Immerhin konnten wir feststellen, das die Verkehrsteilnehmer wesentlich gelassener und rücksichtsvoller Fahren, als beispielsweise in Italien. Wir verließen das Zentrum und fanden schließlich etwas Außerhalb am Stadion von RNK Split einen Parkplatz. Von dort liefen wir gut 20 Minuten bis zum historischen Zentrum. Bereits am Vormittag brannte die Sonne gnadenlos vom wolkenlosen Himmel und uns wurde schnell klar, dass das heute nicht so einfach werden würde.

    Trotzt Hauptsaison hielten sich die Touristenmassen erfreulicherweise in Grenzen und man bekam in den Gassen der Altstadt noch ein Bein auf die Erde, bzw. konnten wir uns mit dem Baggy noch überall durchschlängeln.

    Die Ursprünge der Stadt sind auf den Diokletianspalast zurückzuführen. Die Innenstadt mitsamt dem Palast wurde 1979 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Sie liegt an der Südküste der Halbinsel von Split und wird im wesentlichen gebildet vom Palast, aus dem sich die Stadt entwickelt hat, und der westlich davon anschließenden mittelalterlichen Stadterweiterung. Die Zusammenstellung der alten Gemäuer ist absolut sehenswert und im Schutz der Häuser gab es immerhin etwas Schatten. Unterhalb der Altstadt befindet sich die Riva, eine langgezogene Flaniermeile, welche mit Palmen bewachsen ist.

    bei unserem Ausflug reichte es aufgrund der hohen Temperaturen lediglich für eine Runde durch die Altstadt, einen Bummel über die Riva und einen kurzen Abstecher zum Fährhafen sowie zum Fischmarkt. bei letztem Punkt war der Fischgeruch so extrem, dass wir es dort nur kurz aushalten konnten. Abgerundet wurde der Trip mit einer Portion Cevapi bevor es nassgeschwitzt wieder zum Auto und damit zurück nach Kastela ging.
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  • Trogir

    August 9, 2018 in Croatia ⋅ ☀️ 33 °C

    Immer wieder stellen wir auf unseren Reisen fest, dass wir tatsächlich nicht die Menschen sind, die einen ganzen Tag am Strand verbringen können oder besser noch im Appartement. Kaum sind wir in fremden Ländern unterwegs packt uns die Entdeckerlust neue Städte und Landschaften zu erkunden.

    Uns so startete auch dieser Tag eigentlich eher gemütlich und ohne Pläne. Eine kleine Baderunde am Strand von Kastela und der eigentliche Plan endlich mal nichts zu tun.

    Weit gefehlt, ausruhen können wir uns noch zu Hause, so der Entschluss, und los ging es kurzerhand ins wenige Kilometer entfernte Trogir. Ein spontaner Einfall ohne große Vorbereitung und entsprechend auch ohne bestimme Erwartungen. Die Parkplatzsuche gestaltete sich überraschend einfach und so ging es ein Stück am Wasser entlang, wie immer bei stahlendem Sonnenschein und etwa 33 Grad.

    (Sonnenschutz ist hier wirklich wichtig und nicht ganz ohne Stolz blicken wir bisher auf völlig Sonnanbrandfreie Tage.)

    Die eigentliche Altstadt von Trogir erreichten wir nur über kleine Brücken und bereits beim ersten Blick auf die erhaltenen Reste der Stadtmauer und die dahinter verborgene Altstadt gab Preis, dass dieser Ausflug sich breits gelohnt hatte. Im Gassengewirr der keinesfalls überfüllten City offenbarte sich dann schnell die ganze Schönheit. Eine wünderschön stimmige Altstadt mit wunderbaren Renaissance- und Barockgebäuden. Kleine Straßen die immer wieder neue schöne kleine Plätze freigaben und sich wie ein Labyrinth, das endeckt werden wollte, dahinschlängelten. Netter Nebeneffekt dabei: Erholsame Schattenzonen zwischen den dichtgedrängten Häusern und somit der perfekte Aufenthaltsort bei diesen Temperaturen. Da Trogir nicht besonders groß ist (ca. 13.200 Einwohner) erreichten wir schnell die Hafenpromenade der kleinen Halbinsel. Hier war das Urlaubsfeeling dann perfekt. Strahlend blaues Wasser mit einigen Jachten die hier vor Anker lagen und eine leichte Meeresbrise vor nahezu perfekter Stadtsiluette, gesäumt mit einigen Palmen. Im Hintergrund noch Reste einer alten Festung.

    Nicht umsonst wurde diese Stadt 1997 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt und diente auch als Drehort für Winnetou Filme. Für uns ein echter Überraschungshit und ein schöner Ort zum Verweilen und Picknick machen.
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  • Sibenik

    August 10, 2018 in Croatia ⋅ ☀️ 32 °C

    Vormittags stand noch eine größere Stadt auf unserer langen To-Do-Liste. Sibenik ist mit 46.332 Einwohnern an der Adriaküste zumindest in unserer Vorabrecherche derart auffällig gewesen, dass sie besucht werden musste. Das lag aber weniger an dem Fakt, dass es sich hierbei um die Partnerstadt des Kreis Herford handelte.

    Wir verließen Kastela dieses Mal in Richtung Norden. Eigentlich wollten wir uns bemühen, vor der ganz großen Hitze zu früher Stunde vor Ort zu sein, aber bis zwei Kinder und zwei Erwachsene dann mal soweit sind...

    Die mautpflichtige Autobahn wurde für die Anreise, welche etwas mehr als eine Stunde dauerte, umgangen. Dafür bot sich landschaftlich wieder ein interessanter Ausblick. Steinige Felsen, ausgedörrter Bewuchs, blau schimmerndes Meer....

    Sibenik liegt unweit der Mündung des Flusses Krka in die Adria an einem natürlich geschützten Hafen, der durch einen 2,5 km langen, natürlichen kanalartigen Durchbruch ins Meer gelangt. Bei der Einfahrt in die Stadt gab es zunächst einige Plattenbauten zu sehen. Der Verkehr war auch relativ dicht. Am kleinen Fährhafen gab es wieder einen vollen Parkplatz. Wir wurden angewiesen auf dem Behindertenparkplatz zu parken.

    Zu Fuß ging es bei brütender Hitze immer am Wasser entlang und nach gut 10 Minuten hatten wir freie Sicht auf die Stadtsilhouette.

    Bevor ich wieder krampfhaft versuche das Aussehen der Stadt zu beschreiben, verweise ich an dieser Stelle lieber auf die zahlreichen Fotos.

    Mir persönlich hat Sibenik richtig gut gefallen, auch wenn es an diesem Tag wirklich viel zu heiß war und wir unseren Ausflug nach etwas über zwei Stunden abbrechen mussten. Der Buggy musste auch über einige Stufen getragen werden, was zusätzlich Kraft kostete.

    Ach ja und einen richtig atmosphärischen Fischerhafen blieb mir Sibenik auch noch schuldig...man kann halt nicht alles haben.
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  • Oslje

    August 11, 2018 in Croatia ⋅ ⛅ 22 °C

    Unterkunft für 6 Nächte im abgeschiedenen Bergdorf in der Nähe zur Grenze von Bosnien und Herzegowina.
    Kriegsschäden gibt es hier noch reichlich. Viel Ruhe aber auch. Tagesausflüge nach Slano, Ston, Dubrovnik und Mostar sind von dort problemlis möglich.Read more

  • Ston

    August 13, 2018 in Croatia ⋅ ☀️ 29 °C

    Ston ist das Paradies für Liebhaber von Muscheln und anderen Meeresfrüchten. Herausragend ist außerdem die gewaltige Befestigungsanlage welche weit in den Berg hinein gebaut wurde. Zahlreiche Häuser sind im Kroatienkrieg völlig zerstört worden und fügen sich trotzdem mühlelos in das Stadtbild.Read more

  • Dubrovnik

    August 14, 2018 in Croatia ⋅ ⛅ 28 °C

    Die "Perle der Adria" wie sie in vielen Reiseführern betitelt wird wollten wir schon länger besuchen. Nun bot sich endlich die Gelegenheit, denn von unserem Bergdorf Ošlje fuhren wir nur eine gute Stunde die Küste entlang Richtung Süden.
    Unser Vermietet warnte noch eindringlich vor der katastrophalen Parksituation und bot an uns an einer Brücke vor der Stadt abzuholen und in das historische Zentrum zu bringen.
    Ein Ablehnen dieses "Service" war nicht möglich. Wir teilten ihm also unsere Ankunftszeit an besagter Brücke mit und zu unserer klammheimlichen Freude hatte er leider einen wichtigen Termin und konnte uns nicht einsammeln. Uns war das nur recht, wir fühlen uns bedeutend wohler wenn wir unabhängig unterwegs sind.
    Also nichts wie rein ins Getümnel und einfach der Beschilderung zum Parkhaus gefolgt. Kurz vor der Altstadt gibt es ein wirklich großes Parkhaus, in welchem wir ohne Probleme den Wagen für 40 Kuna (ca. 5 €) die Stunde abstellen konnten. Zwar nicht ganz billig, aber alles andere hätte bei dem Parkchaos entlang der Stadtmauern keinen Sinn gemacht. Außerdem stand der Volvo so im Schatten.

    Im Jahr 1979 wurde die gesamte Altstadt von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen und ist heute Heimat von knapp 43 000 Einwohnern, wovon natürlich die wenigsten innerhalb der alten Stadtmauern leben. Die Mehrheit der Bevölkerung stellen mit 90 % die Kroaten. Daneben gibt es noch einige Serben und Montenegriner, Bosniaken, Albaner sowie eine kleine jüdische Gemeinschaft. Die Stadt Dubrovnik war eines der Zentren in der Geschichte der Entwicklung der kroatischen Sprache und Literatur. Zahlreiche bedeutende kroatische Dichter, Künstler, Gelehrte, Mathematiker und Physiker stammen aus dieser Stadt.

    Die Stadt wurde während des kroatischen Unabhängigkeitskrieges 1991 von der Jugoslawischen Bundesarmee bzw. den serbisch-montenegrinischen Truppen schwer beschossen und stark beschädigt, die Schäden sind heute nahezu vollständig behoben.
    Bei der 9 Monate dauernden Belagerung kamen laut dem Roten Kreuz 144 Zivilisten und 200 Soldaten ums Leben.

    Mit dem Kinderbuggy mussten wir zunächst einige Stufen herabsteigen um eines der beiden Stadtore in den gewaltigen Mauern zu erreichen. Die Altstadt, und damit der Touristenmagnet, ist umgeben von einer beeindruckenden Mauer, welche fast 2 Kilometer lang ist und gegen eine entsprechende Gebühr (10 Euro) komplett begangen werden kann.
    Auch wenn nan von dort sicher einen fantastischen Ausblick hat verzichteten wir mit den Kindern bei der Hitze auf diese Unternehmung.

    Auf dem Weg in die Altstadt schoben sich bereits die Touristenmassen bewaffnet mit Selfiesticks durch das Tor. Obwohl in der Hauptsaison Busladungen und Kreuzfahrtschiffe hier regelrecht ausgekippt werden hatten wir an diesem Vormittag Glück und konnten uns relativ frei bewegen. Die Hitze ließ aber auch an diesem Reisetag keine intensive Erkundung zu und so bewegten wir uns ganz gemächlich durch die Gassen.

    Dubrovnik ist wohl die schönste Altstadt die ich bisher besuchen durfte und ein Wiedersehen so gut wie sicher. Am besten in der Nebensaison wenn es kühler ist und nicht überall Touris die Sicht behindern.

    Da die Stadt auch Drehort der erfolgreichen Fernsehserie "Game of Thrones" ist kommen noch mehr Menschen aus der ganzen Welt hier her.

    In einer Nebenstraße gabs noch den bisher teuersten Döner für 8 Euro und dann machten wir uns nach etwas über drei Stunden an den quälenden Aufstieg zum Parkhaus, welcher uns nach jeder Stufe näher an den Kollaps bringt...
    Am Ende waren noch 20 Euro Parkgebühren fällig, aber das konnte uns auch nicht mehr schocken und zufrieden fuhren wir zurück in unser Bergdorf.
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  • Mostar

    August 16, 2018 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ☀️ 29 °C

    Heute sollte endlich einer der wichtigen Ziele in BiH angesteuert werden. Eine Balkantour ohne Ausflug nach Mostar ist wie Italien ohne Pizza gegessen zu haben.

    Die Anreise über den kleinen Grenzübergang und nervenaufreibende Nebenstrecken dauerte gut zwei Stunden. Zwischen Imotika und den Sümpfen von Gabela gibt es schmale, kaputte Straßen und viele Serpentinen. Die Leitplanken sind so gut wie nie vorhanden und bei Begegnungsverkehr muss man auf die unbefestigte Bankette ausweichen. Das kostete viel Zeit und noch mehr Nerven. Die Gegend rings herum würde ich als karge, trostlose Einöde bezeichnen. Bei permanentem Gekurve und Gebremse wurde zumindest der Beifahrerin etwas schlecht. Die Kinder auf der Rückbank schafften die Tortour immerhin ohne ins Auto zu brechen.

    Irgendwann wurden die Straßenverhältnisse dann deutlich besser und wir erreichten den Ort Pocitelj. Hier lohnt sich ein kurzer Zwischenhalt. Eine uralte Befestigungsanlage und in den Hang eines Felsens gebaute Häuser und Moscheen ergeben ein faszinierendes Gesamtbild.

    Mostar begrüßt seine Gäste zunächst mit Plattenbauten und mit vielen zerstörten Häusern. Überall erinnern Einschusslöcher an den Bosnienkrieg, unter dem die Stadt im Talkesserl schwer gelitten hat.

    Wir fanden schließlich einen kostenfreien Parkplatz etwas außerhalb. Generell gibt es auch hier wenig Stellflächen für Autos und es wird überall geparkt, wo Platz ist. Natürlich auch auf den hohen Bürgersteigen. Spätestens in der Nähe der Altstadt stehen Parkeinweiser, welche oft private Hinterhöfe oder sonstige Flächen an suchende Autofahrer vermieten.

    Bei erneut extrem hohen Temperaturen machten wir uns auf in die Altstadt. Die Erwartungshaltung war aufgrund von diversen Reiseberichten hoch. Aber bevor wir uns ins Getümmel stürzten mussten wir zunächst Konvertible Mark organisieren. Die ersten zwei Bankautomaten lehnten unsere EC-Karten ab. Beim dritten hatten wir Glück und zumindest eine Karte wurde akzeptiert. Der Wert der Landeswährung ist an die D-Mark gekoppelt. 1 Mark entsprechen 50 Cent.

    Mostar ist die größte Stadt der Herzegowina, des südlichen Teils von Bosnien und Herzegowina, sowie die sechstgrößte Stadt des Landes und hat 113.000 Einwohner.

    Die Brücke "Stari most" ist wohl eines der bekanntesten Fotomotive Bosnien und Herzegowinas. Sie verbindet das westliche Ufer des Flusses Neretva mit dem östlichen. Während des Krieges wurde 1993 das Bauwerk von kroatischen Streitkräften durch gezielten Beschuss zerstört. 2004 wurde die Brücke nach aufwendigen Bau- und Rekonstruktionsarbeiten wieder eröffnet. Noch heute ist die politische Situation in Mostar sehr kompliziert. Der Fluss trennt nicht nur die Stadt symbolisch in zwei Hälften. Während das westliche Ufer kroatisch dominiert wird, leben im östlichen Teil die Bosnier und andere Bevölkerungsgruppen. Auch wenn diese Gebietsaufteilung mittlerweile offiziell keinen Bestand mehr hat bleiben die Schwierigkeiten bestehen. Jahrelang wurden keine Kommunalwahlen durchgeführt und die wirtschaftliche Situation in Mostar ist eine Katastrophe.

    Davon bekommen die zahlreichen Touristen nicht ganz so viel mit. Auffallend viele Bettler gibt es dagegen schon, und am östlichen Ufer finden sich deutlich mehr Moscheen, aber das war es auch schon.

    Wir reihten uns also in den stetigen Strom der Touristen und gaben uns reichlich Mühe, den Buggy über das grobe Pflaster zu schieben. Für den Kinderwagen ist die Altstadt definitiv nicht geeignet. An diesem Tag war alles etwas zu voll, was die wahre Schönheit des alten Gemäuers und der zahlreichen Verkaufsstände und Geschäfte etwas trübte. Auf der Brücke war kaum ein durchkommen und um die berüchtigten Brückenspringer bildete sich eine große Traube mit gezückten Smartphones. Die Springer sammeln Geld ein und wenn etwa 50 Euro zusammen gekommen sind stürzen sie sich knapp 25 Meter hinab in den Fluss.

    Wir verbrachten gut zwei Stunden mit der Erkundung des alten Mostars auf beiden Uferseiten bevor die Tourifalle zuschnappte und wir in ein Restaurant gelockt wurden. Die Grillgerichte waren verhältnismäßig teuer und leider auch nicht wirklich gut. Wer also vorhat in Mostar richtig gut essen zu gehen, der achtet bitte auf Restaurants vor denen keine jungen Frauen stehen, welche die Leute vollquatschen.

    Die Rückfahrt nach Oslje zog sich wieder endlos in die Länge und wir fuhren in dem Bewusstsein, dass unser letzter Abend in Kroatien angebrochen war.
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  • Trip end
    September 4, 2018