Ostseefotografie
17. marts, Polen
Heute Morgen um kurz nach vier zwitscherte mein Wecker. Hmmmm. Ich weiß - gestern wollte ich das, aber gerade bin ich mir nicht sicher. Suche nach Ausreden nicht aufzustehen. Da fällt mir ein, warum ich in Polen bin. Mit meinem fahrenden Zuhause.
OK - überredet. Starte die Wetter-APP. Hmmmm. Nicht das was ich erhofft hatte. Immer noch dichte Wolkendecke. Aufklaren erst gegen Mittag. OK - demnach muss ich nicht allzu früh raus, denn es ist erst ab halb sechs so weit, dass ich Fotos machen kann. Bis dahin ist es zu dunkel. Leider werden es auch heute wieder graue Fotos und keine farbenfrohen. Aber die Art Fotografie erlaubt ja eher eine Monochrome Farbstimmung.
Ziel heute: Buhnenfotografie an der Ostsee.
Bin um Kurz vor sechs Uhr angekommen. Die Lichtstimmung passt. Nicht ideal, aber es sollte reichen. Der Wellengang ist ideal. Deutlich mehr als Gestern, aber auch nicht zu wild, sodass ich bis an die Buhnen komme. Aber ich erkenne jetzt schon - ganz trocken werden meine Füße nur mit Glück bleiben. Habe zwar die hohen Schuhe an, aber die eine oder andere Welle tippt da sicher bis an den Rand.
Das Stativ aufgestellt und die Kamera montiert. Schnell merke ich, dass Sand der Feind der Feinmechanik ist. Das bedeutet: ich darf mein Objektiv nicht wechseln bis ich nicht sichergestellt habe, dass kein Sandkörnchen in irgendeiner Ritze ist. Auch muss das Stativ auseinandergezogen bleiben, bis ich es abbrausen und damit den Sand aus den Ritzen und Scharnieren spülen kann.
Ich beginne zunächst mit Blende 9 und 8 Sekunden Belichtung. Was jetzt folgt ist ohne der gut funktionierenden App von Pentax kaum in dem Tempo zu machen. Innert einer Stunde mache ich über 200 Bilder, positioniere die Kamera viermal neu und versuche den richtigen Wellenmoment zu erhaschen. Erfahrungsgemäß liegt dabei die Ausschussquote bei über 80%. Und wenn man grausam ehrlich zu sich ist oft bei über 95%.
Ich mache dann noch ein paar Bilder rundum und transportiere das jetzt vollständig ausgezogene Stativ und das restliche Fotoequipment zurück zum Campingplatz. Ich begegne auf dem Rückweg einigen, die mich verwundert anschauen und auf polnisch ansprechen. Das war gestern nicht der Fall.
Bevor ich frühstücke muss ich dann noch alles reinigen und spülen. So richtig fertig bin ich also erst um zehn mit allem und lege mich dann nach dem Frühstück kurz aufs Ohr, um für den Nachmittag wieder fit zu sein.Læs mere




Super Foto 🥳🤩 [Dagmar]