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  • Gün 19

    Zurück von Rügen: Binz nach Stahlbrode

    25 Mayıs 2022, Almanya ⋅ ⛅ 16 °C

    An Miittwoch, den 25.5. ist zunächst ganz ruhiges Wetter. Es geht zurück zu dem Ort, von wo aus es nach Rügen ging. Ich lege aber für den Rückweg Wert drauf, einen anderen Weg zu wählen. Die ausgemachte Route geht nur unvermeidliche 3 km über Straße, die für Radfahrer nicht geeignet ist, sagt die Rügen-Radkarte, die ich in Binz erworben habe. Sie kostete einige Euro extra, hilft mir aber einen angenehmen Weg zu finden, was sich auch bewahrheitet. Schon in Binz beginnt eine, ich nenne sie mal Premium Radroute auf geteertem gutem Weg an einem kleinen „Binnen“ See entlang. Ein Regenschauer stoppt die Fahrt unter einem Baum, noch fast in Binz. Und ich warte die 10 Minuten mit einer Familie unter einem ausladenden Baum. Weiter gehts 3 km durch Felder bis die Bundesstraße kommt. Ich bin vorinformiert und weiß, dass 3 km Bundesstraße kommen, die ich zügig dahin radle. Dabei bin ich so auf zügig eingestellt, dass ich an dem Punkt 200m vorbei radle, an dem es von der Bundesstraße abgeht. Der ist aber zugegebenermaßen schwer zu erkennen ist. Mit meinem schwer beladenen Rad zu wenden, ist etwas umständlich, erst recht auf einer Bundesstraße, also dauert das eine Weile. Aber Zeit spielt ja auf dieser Reise eine eher untergeordnete Rolle. Zur „Belohnung“ fängt es an zu regnen. Erstmalig auf der ganzen Tour packe ich das Regenzeug aus, da es so aussieht, als könnte es heftiger und länger regnen. So mit Regenzeug bin ich ziemlich regensicher und zur Belohnung bewahrheitet sich meine Prognose, es schüttet bisweilen wie aus Kübeln - macht nix, ich hab‘ ja Regenzeug an. Zwischendurch mache ich mal Rast auf einer nassen Bank - auch das macht nichts.
    In PUTTBUS wechselt mein Weg von kleinen Straßen auf einen ehemaligen Bahndamm, vielleicht ein eine ehemalige Trasse des „Rasenden Rolands“. Man stelle sich da bitte nicht die Luxus-Bahntrassen aus dem Sauerlandes, dem Kreis Soest oder dem Ruhrgebiet drunter vor - nein handelt sich hierbei um einen Teil, des deutschen Fahrrad-Weitwanderweges D2. Der Name lässt großartiges vermuten. In meiner Realität ist es eine Art Offroad Fahrradweg, etwas aufgeweicht vom Regen, aber dank meiner etwas breiteren Reifen kann ich überall herfahren, komme so gut wie nicht ins Rutschen. Und irgendwann genieße ich die relativ langsame, aber keineswegs langweilige Fahrt. Nach 10 km komme ich nach Garz, einem der ältesten Orte von Rügen. Wie anders das Bild, das mir der fortgesetzt etwas beschwerliche Weg bietet, auch durch diesen Ort, als der schnellere Weg über die relativ stark befahrene Autostraße. Ich bin auf den Geschmack gekommen. Hin und Wieder geht es in zackigen Hakenschlägen über sehr kleine Wege. Das braucht alles Zeit, aber auch so komme ich langsam ans Ziel. Ich fahre durch die Ortschaft „Schabernack“, bestehend aus 9 Häusern. Danach fahre ich durch Groß-Ostrau. Bei dem Ort steckt das „groß“ ausschließlich im Namen. Da der Ort nicht wirklich groß ist, genehmige ich mir ein kleines Nickerchen neben der Zubringer Straße, da dort ein gemähter Wiesenstreifen als Radweg dienen soll, den ich nicht als Radweg aber als Ort für ein Nickerchen frequentiere. Dann komme ich auf die Zubringerstaße zur Fähre. Ich weiß mittlerweile, dass sie 3,60€ kostet und fahre bei nahezu wellenloser Ostsee über nach Stahlbrode, auf dem Campingplatz bezahle ich noch meine 5€ Schulden von vor 3 Tagen, was bei mir auch ein gutes Gefühl hinterlässt. Da ich ziemlich zeitig ankomme, bin ich zunächst noch alleine auf der Zeltwiese. Wie anders das Bild zu fortgeschrittenerer Stunde, denn am kommenden Tag ist Vatertag und viele Menschen kommen auch mit Rädern, aber als Gruppe, an. Zwischendurch packt mich mal das Grausen, das nächste Auto steht knapp 2m neben meinem Zelt. Krawumm Autotür zu, Autotür auf und krawumm die andere Tür zu. Das nächste Zelt ist noch näher. Ich stecke mir nachts meine Ohrstöpsel rein und schlafe trotz allem wie ein Murmeltier.
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