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  • Day19

    Siem Reap 2005

    April 3, 2021 in Cambodia ⋅ 🌙 10 °C

    Obwohl das Sporttauchen immer nur ein Hobby war ( und bis heute geblieben ist ), entschied ich mich im Dezember 2005 einen professionellen Weg einzuschlagen - PADI Instructor Course auf Koh Phuket!

    Warum? Einfach, weil ich Lust darauf hatte! Tatsächlich auch auf wochenlanges Theorie pauken und das anstrengende Pool- / Freiwassertraining - kaum zu glauben, oder?

    Versteht sich ja bei meiner Reisehistorie schon fast von alleine, daß es dafür wieder einmal für eine lange Auszeit nach Thailand ging, wohin auch sonst?!

    Aber, die heutige Geschichte soll dem Kurztrip nach Siem Reap gewidmet sein - vier spannende Tage voller neuer Eindrücke in Kambodscha!

    Nach dem Instructor Course, blieben noch drei Wochen Zeit für Urlaub - mit zwei Kursteilnehmern, ging's erst einmal auf Entdeckungstour ins buddhistische Nachbarland, daß damals noch als exotisches Reiseziel galt.

    Obwohl nur etwas mehr als eine Flugstunde von Bangkok entfernt, war Siem Reap eine ganz andere Welt - gefühlt wie Thailand 30 Jahre zuvor?!

    Wer Siem Reap besucht, der muß sich natürlich auch den riesigen Tempelpark von Ankor Wat anschauen, daran führt einfach kein Weg vorbei. Für mich persönlich, ist selbiger auf eine Ebene zu stellen mit beispielsweise den Pyramiden von Gizeh, oder auch dem Collosseum in Rom - definitiv eines der eindrucksvollsten Bauwerke der Menschheit, Gänsehaut pur!

    Ein Motorrad-TukTuk samt Fahrer war schnell gefunden - bei 30 Grad im Schatten und den großen Entfernungen auf dem riesigen Tempelareal, bestens investierte 10 Dollar.

    Was die Khmer da vor ca. 900 Jahren erbaut hatten, war absolut beeindruckend - genauso wie die Kraft der Natur, die sich große Teile der historischen Bauwerke im Laufe der Jahrhunderte wieder zurück geholt hatte.

    Der Hollywood Streifen "Tomb Raider" mit Angelina Jolie, brachte meines Erachtens nach, erstmals Bilder der überwucherten Tempelanlagen ins Kino - eine wahrhaftig beeindruckende Filmkulisse!

    Siem Reap war vor 16 Jahren ein interessanter Mix aus dem alten Indochina, dem aufstrebenden Kambodscha und sehr viel morbiden Charme, das bezeichnet es wohl am Besten - Buddha meets Baguette!

    Wir hatten für eine "Handvoll Dollars" prima Zimmer in einem alten Herrenhaus gefunden - diese preiswerten Zeiten sind mittlerweile natürlich vorbei! Besonders beeindruckend war das Briefing der Besitzerin: "No weapons, no drugs in the room" - da wußten wir doch gleich mal Bescheid 😅😅😅!

    Ein Ausflug mit dem TukTuk Fahrer unseres Vertrauens, führte ein Tag später an den riesigen Tonle Sap See - ein Trip mit unglaublichen Eindrücken.

    Als gesunder Snack wurde gerne mal in der Sonne getrocknete Wasserschlange gereicht, im See gab's Krokodilfarmen, die Menschen am Ufer lebten in Pfahlbauten und die Armut der freundlichen Locals, wurde nur noch vom herumliegenden Müll übertroffen - polarisierende Eindrücke!

    Einer meiner liebsten Mitbringsel der vergangenen 40 Reisejahre, ist der wunderschön geschnitzte, sitzende Buddha aus Siem Reap - entscheidend ist für mich immer der Gesichtsausdruck eines Buddhas und selbiger, ist voller Güte und Zuversicht.

    Der Preis für das hübsche Kunstwerk hingegen, war geradezu lächerlich - 5 Dollar! Aber wie schon gesagt, diese Zeiten sind definitiv vorbei!
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