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    Tag 11 - Pan Zucchero & Carloforte

    11 de outubro de 2023, Itália ⋅ ☀️ 23 °C

    Der Wind bläst die ganze Nacht ums Schiff, was zur folge hat, das es in unserer Kajüte kalt wird. Ich wickle mich in meine Schlafdecke ein und sehe wohl von aussen wie eine Mumie aus. Der Morgen naht, die Sonne erscheint am Horizont und erhelllt die Welt mit ihrem warmen Licht.

    Good Morning everybody!

    Das schöne am Segeln beim Aufstehen; kurze Katzenwäsche, einmal mit dem Kamm durch die Haare et voila… fertig! Kein Schminken, kein überlegen “was ziehe ich an”, kein endlos langes entfalten - Natur Pur! Auch wenn man zu Hause nie so aus dem Haus gehen würde, tja, beim Segeln stört es keinen, man ist wie man ist…

    09.15 Uhr, wir fahren los. Hiessen die Segel und hoffen weiterhin auf gut Wind. Doch dieser lässt zu wünschen übrig. Grrr…

    Also fahren wir unter Motor zum Pan di Zucchero.

    Schon beim hinfahren, kommen wir ins staunen. Vom wunderschönen Schauplatz der Küste um Iglesias zum Südwestausläufer Sardiniens ragt ein riesiger Zuckerhut aus dem Meer.

    Das Sonnenlicht strahlt in allen Gelb- und Orangetönen von der Kalkform ab. Pan di Zucchero ist eines der imposantesten und spektakulärsten Naturdenkmäler der Insel und das Wahrzeichen der Küste um Iglesias. Diesen Name trägt er aufgrund seiner Ähnlichkeit mit dem berühmten Pão de Açúcar der Bucht von Rio de Janeiro, der bereits im 18.Jh. dessen ursprünglichen sardischen Namen Concali su Terràinu ersetzt hat.

    Wir umfahren den Zuckerhut und bestaunen den steilwandigen Felsen, der 133m aus dem Meer hochragt, von allen Seiten.
    Regenwasser hatte die mineralhaltigen Böden im Südwesten über lange, lange Zeit zersetzt. Manchmal bildeten sich Grotten und ganz selten lösten sich auch mal große, um nicht zu sagen, riesige Teile des Berges: Der Pan di Zucchero stammt aus der Wand der Punta Is Cicalas – hier hatte auch noch die durch das Meer verursachte Erosion nachgeholfen.

    Porto Flavia
    Viele halten Porto Flavia für eine Mine. In Wirklichkeit ist es ist ein (ehemaliger) Seehafen und gehört zur Gemeinde Iglesias. Er wurde 1923–24 erbaut und war eine Art Verteilzentrum – das Gestein wurde aus den Bergen hinter Masua über Eisenbahnlinien an die Küste gebracht, in Porto Flavia vorsortiert und dann per Schiff zum nahe gelegenen Hafen in Carloforte gebracht. Aussergewöhnlich, den über dem Meer befindliche Eingang von Porto Flavia.

    Wir ankern, und gehen mit Flossen, Schwimmnudel (für schlecht schwimmende Landeiern), SUP oder Taucherbrille, baden. Das Wasser ist warm. 25 Grad! Herrlich. Wir schwimmen/paddeln um den Felsen und lassen uns treiben und überraschen. Herrlich…

    Später am Nachmittag fahren wir zum Hafen Calata Fortuna Novella in Carloforte. Das kleine verträumte Carloforte, ein pittoreskes Städtchen mit kleinen Gässchen und Sträßchen ist das Zentrum auf der Insel San Pietro. Carloforte bezaubert mit seinen vielen, an einem sanften Hang hochführenden Gässchen, mit seinen bunten Winkeln und Meerausblicken, dem kleinen Hafen und den einstigen Verteidigungsanlagen. Von denen sind noch die Wachtürme und Mauerabschnitte mit Forts zu sehen, darunter auch La Porta del Leone. Vieles in Carloforte zeigt die ligurische Vergangenheit.

    Carloforte ist durchzogen von engen, asphaltierten Straßen. Einige Zugänge sind so eng, dass hier Autos gänzlich außen vor bleiben. Das Hafengebiet ist eine der Attraktionen der Stadt. Ein langer Kanal, indem zahlreiche Boote festgezurrt sanft im Wasser schaukeln, begrenzt Wasserfläche der Salzteiche.
    Es ist wunderschön hier und wer hier noch nie war, sollte beim nächsten Trip nach Sardinien unbedingt ein Besuch einplanen.
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