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  • Day11

    Tag 8 - Gewitter - Unfall

    July 23, 2016 in France ⋅ ⛅ 16 °C

    Aber nun hörte man Donnergrollen und die Blitze kamen auch verdächtig näher. Ich eilte mich auf den nassen rutschigen Geröllwegen in tiefere Zonen zu kommen. Alle 10 Sekunden blitze es und ich zählte immer die Sekunden, wie lange es dauerte bis der Donner krachte. Durch den schnellen Abstieg hab ich mir mindestens 3 mal den linken Fuß übertreten, so dass mir ein stechender Schmerz fast bis ins Hirn stieß. Aber die Sorge wegen des Gewitters trieb mich weiter nach unten und ich ignorierte den Fuß. Dann blicke ich hoch an den Himmel und im Moment sehe ich einen riesigen Querblitz und gleichzeitig ein senkrechter Blitz herunter ins Tal, nicht weit weg von mir. Es knallte auch fast zeitgleich. Das war für mich die Warnung jetzt erstmal in die Hocke zu gehen und abzuwarten. Nachdem dann gefühlte 10 Minuten nichts passierte, wagte ich mich wieder weiter nach unten zu marschieren und ich bemerkte auch, dass die Gewitterzelle wohl etwas weiter gezogen war. Im Regen musste ich nun weiter abwärts und auch einen Bach überqueren wo natürlich die großen Steine zum Queren durch den verstärkten Regen überspült waren. Ich verließ mich auf meine Goretex-Schuhe und trat ins Wasser und durch den Bach. Also weiter! Aber wie lange noch? Ich entschloss mich einen Platz für mein Zelt zu suchen. Nach ein paar Minuten fand ich ein Örtchen das mir gefiel. Gerade in diesem Moment ging’s wieder mit Blitz und Donner erneut los. Also beeilte ich mich im strömenden Regen mein Zelt zu errichten und den Rucksack und alles was ich im Zelt brauchte, dort und unter den Apsiden unterzubringen. Dann noch das nasse Regenzeug ausziehen und rein ins trockene Zelt. Ich war ziemlich fertig und legte mich erst mal hin um etwas zu Atem zu kommen. Ein riesen Spektakel wenn der volle Regen aufs Zeltdach prasselt. Ich machte es mir nach und nach gemütlich. Luftmatratze aufblasen, Schlafsack auslegen und dann auf dem Rücken liegend dem Regen lauschen. Manchmal ließ der Regen nach, die Tropfen wurden kleiner, das Spektakel etwas leiser und dann auf einmal ging's wieder laut weiter. Immer hin und her, bis nach einiger Zeit das Gewitter vorüber war und es ruhig wurde im Zelt. Mal sehen wie die Nacht wird!Read more

    Traveler

    Au, weia. Das sieht nicht gut aus.

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