Auf den Spuren meiner hugenottischen Vorfahren überquere ich die französischen Alpen vom Piemont bis nach Genf, quer durchs Queyras.
  • Day11

    Tag 8 – Col de la Madeleine

    July 23, 2016 in France ⋅ ⛅ 8 °C

    Aufstehen 6:15 – Kurz nach Notre Dame du Cruet hatte ich gestern noch beim Aufstieg mein Zelt aufgeschlagen. Morgens gegen 6:15 Uhr werde ich wach und bin gerade dabei meinen Schlafsack zusammenzulegen, als ein Mann mit Wanderstöcken ohne Rucksack an meinem Platz vorbei nach oben steigt. Er fragt ob ich ruhig geschlafen hätte und ich bejahte und erklärte ihm wo ich herkomme und was mein Plan sei. Er wünscht mir dafür alles Gute und zieht weiter. Später treffe ich ihn nochmal als er wieder auf dem Rückweg ist. Er war da oben um eine Tüte Pilze zu sammeln.

    Um 7:15 Uhr starte ich, alles ist nebelig und eine hohe Luftfeuchtigkeit macht es nicht gerade leicht mit dem schweren Rucksack den Aufstieg zu beginnen.

    Ich merke gleich, irgendwie läuft es heute nicht rund. Ich bin auf etwa 1000 m Höhe gestartet und mein Ziel liegt bei 2000 m. Aber meine Motivation ist gerade auf TIEF.

    Habe kaum noch Wasser, der Akku ist leer und lädt bei Nebel keinenfalls auf. Das Smartphone hat auch nur noch 62% Akkuleistung. Alles irgendwie SCHE……! Aber jammern hilft ja nichts. Es muss irgendwie weiter gehen. Also „Aufi gehts!“. Bei La Mollaret kommt endlich ein Brunnen, aber es ist ein Viehtränke und das steht das Wasser ist „non potable“ heißt also soviel wie kein Trinkwasser. Mir egal, ich probier einen großen Schluck. Ist frisch, schmeckt gut, ich fülle beide Flaschen und weiter geht’s. Nach einiger Zeit denke ich, es wird besser wenn ich etwas esse. Also Kocher raus Wasser aufgebrüht und Ramen-Nudeln mit Entegeschmack gegessen. Dann starte ich wieder, aber es sind immer noch 400 Höhenmeter. Mein Gott hört das heut gar nicht auf. Ich brauche jetzt ein Cola und ein Bier!!!!

    Zuerst muss ich die 400 Meter noch hinauf dann beginnt der Regen. Als ich die 2100 m geschafft hatte, durfte ich wieder 200 m hinunterlaufen und dann noch 1/2 Stunden auf der Straße zum Col de la Madeleine wieder hinauf.

    Ich bin in das Restaurant das WiFi im Angebot hatte und bestellte mein C+B, fragte ob ich meinen Akku laden kann und ob es etwas zu Essen gäbe. Man bot mir einen Salat an – die Küche sei um diese Zeit geschlossen – Ich ließ mir den Salat mit verschiedenen Beilagen schmecken und erholte mich ein wenig von den Strapazen. Das Wetter draußen verbesserte sich leider aber nicht. Es half ja nichts – hier konnte ich nicht bleiben. Ist ja keine Berghütte. Auch zwei Schweizer Biker am Nebentisch diskutierten über ihre Weiterfahrt. Ich beschloss dann zu bezahlen und weiter zu marschieren. Sobald ich das Haus verlassen hatte – wie wenn es das Startzeichen gewesen wäre – begann der Himmel seine Schleusen zu öffnen. Das alleine machte mir keine Bange. Ich legte meine Regenzeug samt Poncho an.
    Read more

    Traveler

    Klasse Bild. Bringt richtig die nasskalte Stimmung rüber.

    10/5/20Reply
     
  • Day10

    Tag 7 - La Chambre

    July 22, 2016 in France ⋅ ⛅ 22 °C

    Es sollte nun ein fast 9 km langer Marsch in der Hitze und entlang einer „route nationale“ werden. Der Streifen der zum Laufen ist, ist gerade mal 30 cm breit, manchmal auch breiter, aber dann mit Pflanzen versehen. Also dort wandern macht keinen Spaß. Es ist wie gestern, das ganze Tal ist zugebaut aber kein Fußweg. Endlich komme ich in La Chambre an und setzt mich in den Außenbereich einer Bar auf dem Gehweg für ein C+B (Cola/Bier) bevor ein erneuter Aufstieg beginnt. Ich hab gerade meinen Rucksack aufgesetzt, sehe ich schon die ersten Regentropfen noch auf dem Tisch an dem ich saß. Ich lauf noch einige Zeit, dann ziehe ich mein Regenzeug an und hänge meinen Poncho schon mal an den Rucksacktragegurt, damit er griffbereit ist, wenn es richtig los gehen sollte. Aber es hielt sich vorerst in Grenzen, obwohl ringsherum alles sehr schwarz aussah. Beim Aufstieg werfe ich deshalb auch schon immer mal ein Blick auf Stellen wo man das Zelt aufbauen könnte. Endlich hab ich eine gefunden und bau schnell auf, weil jeden Moment ein Gewitter los gehen könnte. Plötzlich kommen aber wieder Sonnenstrahlen hervor und der Gewitterspuk hat sich wohl verschoben oder verlagert. Also schlaf ich erst mal.Read more

  • Day10

    Tag 7 – St. Jean du Maurienne

    July 22, 2016 in France ⋅ 🌧 17 °C

    Aufstehen 7:30 Uhr – Kurz vor dem Zusammenpacken hört es auf zu regnen. Ich marschiere zuerst der Straße nach, dann zweigt ein Waldweg ab, ich entscheide mich für ihn – wohin soll er schon führen? Wie die Straße führt er nach Les Resses. Weiter durch Villargondran und schon erreiche ich das Industrieviertel und Einkaufszentrum von St. Jean du Maurienne. An einer Tankstelle hol ich mir ein Cola und laufe weiter ins Zentrum. Das liegt zwar nicht auf dem Weg, aber ich will zur Tourist-Information. Dort frage ich nach dem Hugenotten- und Waldenserpfad der hier durchkommen soll, bzw. nach den Zeichen für diesen Weg.. Die Frau die ich anspreche ist sehr freundlich, hat aber auf meine Frage keine Antwort. Es gäbe hier nur einen Pilgerweg für den Heiligen Franz von Assisi. OK! Dann schau ich mir eben das Zentrum der Stadt an, kaufe beim Boulanger einen Weck und im Laden daneben den Schinken dazu. Dann setze ich mich in eine Bar zu ein paar Franzosen und überfordere den Bar-Chef mit meinem Wunsch nach einem Weizenbier. Die kennen das hier wohl nicht, obwohl die Übersetzung dafür „Bière blanche“ lautet. Also trink ich Bière pression (Fassbier) und mach mich danach wieder auf die Socken.Read more

  • Day9

    Tag 6 Warten am Ufer des Arc

    July 21, 2016 in France ⋅ 18 °C

    Die ganze Zeit davor höre und sehe ich einen Hubschrauber der dort immer kreist, anfliegt und wieder abhebt. Unten angekommen stehen mitten auf der Straße Polizisten und sperren meinen Weg. Man fragt mich auf französisch und ich erwidere, dass ich kein französisch spreche. Einer der Polizisten spricht englisch und erklärt mir, dass dieses Gebiet Sperrzone sei und ich hier nicht durch könne – für mindestens zwei Stunden. Ein Premierminister würde wegen eines geplanten Autobahnbauprojektes hier landen und das Gelände deswegen hermetisch abgeschlossen. Schlussendlich nachdem meine Papiere geprüft wurden, meint man, ich müsse eben 2 Stunden warten bis der Besuch beendet sei und der Premierminister wieder abgeflogen wäre. Unter vorgehaltener Hand meint der Polizist, ich könne ja mal nach 1 1/2 Stunden schauen, ob der Weg frei wäre. Also setzte ich mich an den Fluss in den Schatten der Bäume und wartete eben.

    Ich nutze die Zeit, meine Notizen für heute zu schreiben, bade meine Füße im Fluss und nach 1 Stunde versuche ich an der Sperre vorbei zu kommen. Ich komme zwar etwas weiter, aber werde an einer zweiten Sperre von 6 Polizisten erneut aufgehalten. Die sind aber etwas entscheidungsfreudiger und erkennen das schwache „Sicherheitsrisiko“, das ich darstelle und lassen mich nach etwas hin und her den Fluss an der Brücke überqueren. Nach der Brücke kommt die Nationalstraße und vor den Augen der Polizei quere ich die Hauptverkehrsstraße, steige eine Böschung hoch und übersteige die Leitplanken. Laufe an der nächsten Kontrolle vorbei und sage freundlich „Bon Jour“. Da ich mich vom Ort des Ereignis weg bewege erscheine ich wohl nicht mehr so gefährlich und ziehe von dannen.

    Nun beginnt die Hitzeschlacht entlang der Autobahn, Nationalstraße, Landstraße. Das ganze Tal besteht aus Fluss, Schiene, 4-spuriger Autobahn, 2-spuriger Nationalstraße und noch einem Radweg und einem Kanal, dessen Ufer man aber nicht benutzen darf. Steht wohl auf einem Schild -aber: ich kann ja kein französisch 😉

    Endlich kommt eine Stelle wo ich dieses Szenario verlassen kann und ich mich wieder in einem Gelände befinde, wo ich mich wohler fühle. Nun ist auch 18:00 Uhr vorbei, so langsam muss ich mich um einen Schlafplatz kümmern. Endlich kommt eine Stelle, nicht die beste, aber ich bin fertig für heut. Zelt aufgebaut und erst mal hinlegen. Kurz zuhause melden per WhatsApp – Standort übertragen. Dann mal den Schatz telefonisch versuchen zu erreichen um mal wieder ein paar persönliche Worte auszutauschen. Dann noch nach dem Wetter schauen, ob die vorhergesagten Gewitter kommen. Und sie kommen. In der Nacht regnet es aufs Zelt.
    Read more

    Traveler

    Wunderschönes Bild. Als ob man drin stehen würde.

    10/5/20Reply
     
  • Day9

    Tag 6 – Col du Telegraph

    July 21, 2016 in France ⋅ 15 °C

    Aufstehen 5:25 – Abmarsch 6:30 Uhr aber nur um nach 20 Meter wieder die Schuhe und Strümpfe auszuziehen. Schuhe über den Rucksack geschnallt und barfuß den Rucksack auf dem Rücken und die Stöcke in der Hand durch das eiskalte Wasser gewatet. Nachdem die Füße getrocknet und Strümpfe und Schuhe wieder angezogen waren, begann ich den Abstieg aus 2400 m Höhe ins Tal.

    Murmeltiere pfiffen und ein Wiesel hab ich beobachtet auf meinem Talmarsch. Es geht abwärts bis Valoise einem Touristen-Ort mit viel Rummel und dann beginnt der Aufstieg auf den Col du Telegraph. Am Pass gibt es zu Essen und zu Trinken – Ein Steak Tatare mit Pommes steht auf der Tageskarte. Ok – wird bestellt. Im Restaurant lasse ich solange mein Smartphone aufladen und genieße das Essen und die Aussicht. Ich beobachte die vielen Radfahrer die diesen Pass rauf und runter fahren und am Pass-Schild ihre Erinnerungsfotos schießen – hab ich ja auch gemacht.

    Nachdem ich mich gestärkt habe, beginne ich mit dem Abstieg von 1566 m Passhöhe hinab ins Tal auf 743 m. Über 800 Höhenmeter gehen ganz schön in die Knie aber mit einem Cola und Bier ist es leichter zu ertragen. Unten im Tal komme ich beim Betonwerk raus.
    Read more

    Traveler

    Sind die Bremer Stadtmusikanten falsch abgebogen?

    10/5/20Reply
     
  • Day8

    Tag 5 - Abstieg vom Col du Galibier

    July 20, 2016 in France ⋅ 22 °C

    Von nun an ging es bergab. Nach einiger Zeit des Abstiegs kam ich an einen Fluss wo es die Brücke weggeschwemmt hatte. Ich überlegte durch zu waten, da es schon fast 18:00 Uhr war, sagte ich mir, ich könne ja hier mein Lager aufschlagen, Wäsche waschen und etwas Körperpflege betreiben. Es war angenehm warm und ich legte mich komplett ins kalte Gebirgswasser. Ich trocknet mich ab und hab meine Wäsche gesäubert und zum trocknen auf den Felsen ausgelegt. Dann ganz schnell zogen Wolken auf und schnell hatte ich mein Zelt hergerichtet und alles darin verstaut, falls Regen einsetzt. Nun noch die Familie und Freunde per WhatsApp informiert und die Notizen des Tages festgehalten.

    Jetzt nachdem die Sonne weg ist und es evtl. die nächsten Tage regnet, kann ich meine Batterie nicht mit dem Solarpannel aufladen und sollte mein Smartphone nur noch sporadisch oder bei unsicherem Weg einschalten um Strom zu sparen.
    Read more

  • Day8

    Tag 5 - Col du Galibier

    July 20, 2016 in France ⋅ 5 °C

    Die Nacht war kurz. Bis 23 Uhr wendete ein Bauer auf den Feldern vor meinem Zelt das Heu und sammelte es später auch noch ein. Teilweise hatte ich das Gefühl dass er durch mein Zelt hindurch fahren würde, wenn seine Strahler die am Traktor auf der Rückseite befestigt waren in meine Richtung leuchteten.

    Gegen 5:20 Uhr stehe ich auf. Bis alles erledigt und gepackt war zeigte die Uhr 6:20 Uhr. Abmarsch auf 1450m Höhe. Durch ein herrliches Tal wandere ich Richtung Col du Galibier.

    Im „Refuge de Lautaret“ (2000m) hab ich mir zuerst ein Cola und ein kleines Bier bestellt, dazu ein Sandwich und dann nochmal ein Cola. Bis hier her war die Strecke stetig ansteigend 550 Höhenmeter – jetzt kamen die steileren Serpentinen hoch auf den Pass.

    Unterwegs hatte ich bis dahin da ich ja ohne Frühstück gestartet war mir eine Suppe gekocht und eine kleine Hartwurst dazu gegessen die ich immer noch in meiner Hüftgurttasche verstaut hatte. Mit dem Hüttenwirt kam ich ins Gespräch und es stellte sich heraus – wir sprachen in englisch – dass er vor drei Jahren auf einem Wanderweg in den USA unterwegs war – dem PCT. Wir unterhielten uns über Wegfindung, Leichtausrüstung u.v.m. Dann verabschiedete ich mich und begann die vor mir liegenden 640 Höhenmeter auf der alten Pass-Straße zu laufen. Unterwegs konnte ich mich immer wieder an Quellen und kleinen Bächen erfrischen und mein Schlauchtuch (Buff) befeuchten, um es unter der Schildkappe zu tragen. Am Pass angekommen blickte ich auf das Tunnel und stellte fest, dass Fußgänger nicht durch diese Verkehrsöffnung durchlaufen dürfen.

    Das konnte ich bei meiner Planung nicht feststellen. Also nochmal 200 Höhenmeter vor mir, dachte ich. Ich setzte mich, nachdem ich etwas zu trinken gekauft hatte, an einen der Tische. 2 Motorradfahrer gesellten sich zu mir und ich merkte schnell, dass wir Landsleute waren. Sie kamen aus Memmingen im Allgäu und fuhren in den Bergen ihre Touren. Johann und Herwig bestellten etwas zu Essen und wir unterhielten uns nebenher. Wir sprachen übers Wandern und mein Problem, dass die Planung nicht immer mit der Wirklichkeit einher gehe. Siehe Problem Tunnel. Johann meinte ganz cool, das sei kein Problem – er habe einen zweiten Helm dabei und würde mich geschwind durch den Tunnel auf die andere Seite des Berges fahren. Gesagt getan – wir rauschten kurz durch den Tunnel und auf der anderen Seite dankte ich den beiden und sie fuhren weiter ihre Tour. Für mich begann hier meine 6. Etappe.
    Read more

    Traveler

    Ging mir ähnlich in den Pyrenäen. War von der Route abgewichen, da ich nach Andorra la Vella wollte. Stand dann auch vor einem Tunnel. Da kam ein Mann, den ich fragte. Der sagte, ich solle ihm folgen. Gesagt, getan. So ging ich ihm durch den Tunnel hinterher. Dann kam ein zweiter Tunnel. Davor stand ein Auto an der Seite. Er stieg ein und meinte ich solle es ihm gleich tun. Und schwupps war ich auch durch den Tunnel und konnte meinen Weg fortsetzen.

    10/5/20Reply
     
  • Day7

    Tag 4 - Le Monetier les Bains

    July 19, 2016 in France ⋅ 29 °C

    Dann aber geht es weiter. Durch meine Entscheidung die Strecke zu variieren, muss ich immer wieder einen Blick in meine Karte werfen. An einer Stelle stimmen Karte und Wirklichkeit durch den Bau einer neuen Seilbahn nicht mehr überein. Ich frage in französisch einen jungen Mann und der erklärt mir dann in Englisch, ich solle an der Seilbahntrasse 100 m aufsteigen, dort würde ich einen sehr schönen, schattigen Weg mit einem „little River“ finden. Ich grinste ein wenig und bedankte mich für die Auskunft. Der Weg, den ich nach ein paar Minuten finde, ist wirklich sehr abenteuerlich und wird immer von einem schmalen Wasserkanal begleitet. Das Wasser ist sowieso ein Traum in dieser Gegend. Überall von den Bergen schießt Quellwasser in den Fluss. Der ist weiß schäumend mit blau/türkiser Farbe. Kanuten finden tolle Bedingungen vor.

    Und Rafting ist wohl der Volkssport hier. Ich habe bestimmt 10 – 15 Schlauchboote gesehen mit 7 oder 8 Leuten an Bord. Mountainbiker sind hier am Ufer auch wie wild unterwegs. Sie nutzen die vielen Sessellifte die für die Wintersaison gebaut wurden und lassen sich samt Rad nach oben transportieren um dann schön Downhill zu fahren.

    Als meine Route Etappe 4 fertig ist, lauf ich noch ein paar km weiter . Immer wenn ein Brunnen kommt, fülle ich die Flaschen wieder auf. Wasser ist so notwendig bei diesen Temperaturen. Bei Le Monetier les Bains finde ich am Waldrand ein Eck, wo ich mein Zelt aufbauen kann und beginne nach dem alles hergerichtet ist, meine WhatsApp-Gruppe zu informieren und meine Notizen zu vervollständigen. Auch musste das Smartphone geladen werden. Heute hatte ich den ganzen Tag das Solarpannel außen am Rucksack befestigt, um den Powerpack zu laden. Der Akku war jedenfalls voll, als ich es abnahm.
    Read more

  • Day7

    Tag 4 – Briançon

    July 19, 2016 in France ⋅ 15 °C

    Cervieres – Briancon - Le Monetier les Bains
    Aufstehen 6:30 Uhr Abmarsch 7:30 Uhr

    Zuerst geht es hinein nach Cervieres. Dort am Brunnen – Flaschen füllen.

    Eine ganze Weile laufe ich nun auf der Radspur der Hauptstraße. Mir kommen so viele Radfahrer entgegen, dass ich fast denke, die Tour de France ist hier unterwegs. Irgendwann geht der Weg links ab in eine Schlucht um auf der anderen Seite als Waldweg in gleicher Höhe wie die Straße weiter zu gehen. Kurz vor Briançon geht der Weg hinab zur Staumauer eines Stausees. Leider kann man die Mauer nicht überqueren. Weiter geht’s nach unten zu Fuß. Dort gibt es eine Brücke bei der zwei Wege abzweigen. Einer geht wieder hoch zu Festung der andere wird von einem Kanal eskortiert. Für diesen entscheide ich mich und schenke mir bei der Hitze den Aufstieg zur Festung. Im Centre angelangt, setze ich mich in die erste Bar und bestelle Cola und ein kleines Bier (der Hitze wegen) und schreibe meine Notizen zum Tag.

    Auch den weiteren Verlauf der Strecke habe ich, der Hitze geschuldet, angepasst. Ich gehe durch den Stadtpark, wo ich erfahre, dass Rosenheim in Bayern Partnerstadt von Briancon ist. Ich schlage den Weg zum Fluss ein und überprüfe auf der Karte ob ich so auch in meine Richtung komme. Der Weg am Wasser entlang ist zwar laut aber schattig. Viele Radfahrer und Hundehalter sind unterwegs. Ich sehe auf einmal einen schmalen Pfad in die Büsche abzweigen und denke mir, da schau ich doch mal nach, ob es zum Wasser geht und siehe da, ein herrlicher Platz zum Ausruhen und da es gerade 13:00 Uhr ist, denke ich , ich könnte ja mal ein „heiße“ Suppe kochen.

    Gesagt getan – ein paar Minuten später ist mein Mittagessen zubereitet und ich hab endlich auch mal wieder selber gekocht mit dem Gaskocher. Eine Weile bleibe ich noch auf dem Felsen liegen, weil es dort durch das kühle türkisfarbene Wasser etwas frischere Luft gibt.
    Read more

    Traveler

    Postkartenidylle

    10/5/20Reply
     
  • Day6

    Tag 3 Ziel - Cervieres

    July 18, 2016 in France ⋅ 26 °C

    Am Col d’Izoard war ich um 15:30 Uhr und im Refuge Napoleon gegen 16 Uhr. Meine Belohnung auf dieser Hütte Bier und Sandwich. Mit zwei belgischen Bikern kam ich ins Gespräch und plötzlich klangen heimatliche Laute an mein Ohr. Zwei andere Motorradfahrer gingen auf ihre Maschinen zu mit PF-Kennzeichen. Ich fragte sie, woher sie kommen und die Antwort war, aus Neuenbürg.

    Nach dem Essen begann meine 4. Etappe und ich marschierte talabwärts Richtung Le Laus und Cervieres.

    Le Laus durchquerte ich noch, auf der Suche nach einem Brunnen. Mein Wasservorrat ging zur Neige. Es war eben heiß heute!!! Als ich die Flaschen gefüllt und selbst genug getrunken hatte ging es weiter nach Cervieres. Bevor ich jedoch den Ort erreichte, hatte ich am Waldrand eine Gelegenheit gefunden etwas versteckt mein Zelt aufzubauen. Diese Chance hab ich natürlich genützt. Nach dem Zeltaufbau und als ich es mir gemütlich gemacht hatte begann ich mit Notizen schreiben und WhatsApp Info abschicken. Das müsste nun erledigt werden. Dann gibt’s zum ersten mal auf der Tour schlafen im Zelt. Gute Nacht!
    Read more