• Cité de Carcassonne

    September 29 in France 🌬 26 °C

    Heute haben wir uns von unserem Campingplatz „CAMPING DE LA CITÉ“ zu Fuß auf den 20minütigen Weg zur Cité de Carcassonne gemacht. Der Weg vom Campingplatz bis zu Festung wird von einem kleinen Fluss und sehr alten Platanen gesäumt, einige haben einen so großen Umfang, dass man 2,5 Menschen braucht um sie zu umfangen.

    Da ich mich sehr für das Mittelalter und seine Geschichte interessiere, war es schon lange mein Wunsch, diese Festung einmal zu besichtigen. Ich habe sie schon oft aus der Ferne, auf unserem Weg nach Spanien, sehen können, leider hatte es bisher noch nicht die Gelegenheit gegeben. Dieses Mal war die Wettervorhersage schuld daran, dass wir unserenCampingplatz „CAMPING EL PINAR“ in Blanes, zwei Tage eher verließen.

    Die Wettervorhersage meldete Orkanböen und Regen. Da wir wieder direkt am Strand standen, wollten wir uns diesem Wetter nicht aussetzen und haben uns aufgemacht in Richtung Heimat zu fahren.

    Auf der Suche nach einem geeigneten Campingplatz, wo das Wetter etwas besser war, fanden wir den, auf dem wir jetzt stehen.

    Diese Festung ist einfach atemberaubend, wenn man bedenkt wie lange sie schon existiert, welche genialen Baummeister waren hier am Werk?
    Der Ursprung von Cité de Carcassonne liegt in der gallorömischen Zeit, im Mittelalter wurde sie dann zu einer Festung ausgebaut. Die Festungsstadt ist von einer doppelten Mauer umgeben, die etwa zu je 3 km lang ist und 52 Türme vorweist.
    Einfach nur atemberaubend.

    Im Mittelalter haben dort 3000-4000 Menschen gewohnt, heute leben dort tatsächlich immer noch dauerhaft Menschen, die Anzahl ist allerdings gering, sie liegt bei ca. 229 Bewohnern.

    Die alten Gebäude sind einfach, aber haben ihren Charme. Natürlich sind die Gassen von Souvenier-Läden gesäumt wie die Perlen auf einer Kette, Restaurants mit ihren Spezialitäten fehlen auch nicht. Wenn man die mit Steinen gepflasterten Straßen entlang schreitet, kann man die Ritter mit ihren Rössern hören, wie sie durch die Straßen reiten.

    Man kann sich sogar auf der Festung in ein Hotel einmieten.

    Es gibt sogar eine Legende, wie dieser Ort zu seinem wohlklingenden Namen kam:

    Die Legende besagt, dass die Festung einst belagert wurde, als Madame Carcas Herrin auf der Burg war. Die Belagerung hielt so lange an, dass der Hunger bald die ersten Opfer in der Cité forderte. Madame Carcas hat sich dann dazu entschlossen, ein Schwein zu mästen, als es dann fett genug war, gab sie Anweisung es über die Mauer zu werden. Die Belagerer, die selbst erschöpft waren, haben beim Anblick des kräftigen Tieres gedacht, dass es von den Schweinen wohl noch eine ganze Menge dort oben geben musste, wenn man sie jetzt schon von der Burgmauer warf. Niedergeschlagen haben die Belagerer aufgegeben und sind nach Hause zurück gekehrt. Als zum Jubel über das Ende der Belagerung die Burgglocken läuteten, soll einer der Belagerer gesagt haben Madame Carcas sonne (Madame Carcas läutet → Carcas-sonne).

    Eine schöne Legende☺️

    Heute Abend haben wir uns noch einmal auf den Weg zur Festung gemacht, wir wollten sie sehen wenn sie angeleuchtet wird. In den Gassen von Cité de Carcassonne waren noch einige Touristen unterwegs und einige Restaurants hatten auch noch geöffnet . Wir haben uns noch ein wohlschmeckendes Bier gegönnt und sind dann zurück zu unserem Campingplatz gegangen.
    Es war heute ein rundum schöner Tag, ein nettes Schwätzchen mit unseren Nachbarn rundete den Tag noch einmal ab. ☺️
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