• Mach Camping haben sie gesagt… 🇨🇭

    Sep 30 – Oct 1 in France ☁️ 24 °C

    …dann hast du Abenteuer, haben sie gesagt🤷‍♀️
    Wir sind von Carcassonne aufgebrochen in Richtung Schweiz. Wir waren auf dem Weg nach Lugano und haben uns schon auf den Camping Paradiso in Melano gefreut. Das Wetter sollte in Frankreich nicht so schön werden. Auf der Fahrt bekamen wir eine Nina-Meldung, sie warnte vor Überflutung. Auf dem Weg in die Schweiz gerieten wir in dieses Unwetter. Zum Glück mussten wir dann die Richtung wechseln und der Regen hörte auf. Es sollte aber nich so einfach für uns werden in die Schweiz zu kommen. Plötzlich standen wir im Stau, 400m vor uns hatte es einen schweren Unfall mit zwei LKW gegeben. So Pflichtbewusst wir wir sind, haben wir gleich eine Rettungsgasse gebildet. Wir fuhren auf der äußersten linken Spur der 3-spurigen Autobahn. Plötzlich sagte Andreas, er hat das Gefühl, wir haben uns etwas in den Reifen gefahren. Andreas stieg aus, schaute nach und sagte: „ Da steckt ein ca 10cm großer Gegenstand in unserem linken Vorderreifen.“
    Im ersten Moment glaubte ich , dass er einen Scherz machte, leider war es kein Scherz, es war bitterer Ernst. Da standen wir nun im Stau, auf der äußersten linken Spur und es fing wieder an zu regnen. Nach einiger Zeit stieg Andreas aus und sprach einen Schweizer 🇨🇭 an, der auf der mittleren Spur stand und einen Italiener 🇮🇹, der auf der äußeren rechten Spur stand an, um sie zu bitten, dass wenn der Stau sich auflösen würde, sie uns bitte durchassen möchten, damit wir auf den Standstreifen kommen könnten. Natürlich mit dem Hinweis welches Problem wir gerade haben. Nachdem wir dann auf dem Standstreifen standen, bin ich natürlich gleich losgelaufen und habe die Warndreiecke aufgestellt, so wie wir es nun einmal in Deutschland 🇩🇪 machen müssen. Dann haben wir einen Notruf abgesetzt und den Pannendienst eingefordert. Beim ausfüllen der uns zugesandten email, fiel uns unter den Verhaltensanweisungen auf, dass es in Frankreich 🇫🇷 verboten ist Warndreiecke auf der Autobahn aufzustellen, und schon haben wir wieder etwas dazu gelernt. Ich bin daraufhin gleich losgegangen und habe die Warndreiecke gleich wieder eingesammelt. Nach ca. 40 Minuten, im Regen wartend, kam der Abschleppdienst. Er hat uns Huckepack genommen und uns vorher mitgeteilt, dass wir in unserem Cali sitzen bleiben sollen. Ohhhhhh das war spannend, da fliegst du über die Autobahn. Ein wenig war es schon gruselig. Nach ca 20 Minuten kamen wir an der Werkstatt an und uns wurde SOFORT!!! geholfen. 2 Stunden später, incl. aller Formalitäten, waren wir wieder auf der Autobahn. Den Weg zu unserem Campingplatz in Melano, haben wir auf den nächsten Tag verschoben und haben uns einen Camping-Car-Park herausgesucht und sind dort hingefahren. Wir haben dann die Nacht in Saint-Pierre-de-Chartreuse verbracht. Allein die Anfahrt dorthin hat uns schon entschädigt für den nervenaufreibenden, vergangenen Tag.

    Nach einer ruhigen Nacht, haben wir uns dann auf den Weg in Richtung Lugano gemacht. Nach 5,5 Stunden, sind wir gut auf dem Campingplatz Paradiso in Melano angekommen. Hier bleiben wir jetzt bis zum 04.Oktober. Wir waren schon oft auf diesem Platz und wir können ihn sehr empfehlen. Jetzt genießen wir hier die Ruhe.
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