• Die Geburtsstätte des Abenteuertourismus

    December 27, 2025 in New Zealand ⋅ ☁️ 11 °C

    So, und jetzt Queenstown zum zweiten Mal. Gute Güte, was ist das denn? Wir finden eine Stadt, die sich in allem vom Rest Neuseelands deutlich abhebt. Es ist ein bisschen wie Las Vegas in Nevada. Eine Stadt, die zum Rest vom Land irgendwie überhaupt nicht passt und durch ein enormes Wachstum in den letzten Jahren sehr viel moderner und konstruierter wirkt als alles andere, was wir bisher gesehen haben. Während man sich in Vegas hauptsächlich um Kohle und Verstand zockt, geht es hier nicht um Glücksspiel, sondern um Adrenalin, Höhe und Speed - kurzum ums Ausreizen der eigenen Grenzen.

    Queenstown selbst bezeichnet sich als "Adventure-Hauptstadt der Welt". Und tatsächlich kann man hier so ziemlich alles ausprobieren, was den Herzschlag und den Blutdruck hochjagt. Das kommerzielle Bungee-Jumping wurde 1988 hier institutionalisiert und ist noch heute Magnet für alle, die es wissen wollen. Mittels perfekt organisierter Massenabfertigung ist der Ort mit seinem grossen Angebot waghalsiger und verrückter Ideen ein riesiger Abenteuerspielplatz für gross und eher nicht klein. Tretboote am See Wakatipu sucht man hier vergeblich.

    Aktuell ist Hauptsaison. Entsprechend gut besucht ist Queenstown in diesen Tagen. Adrenalin-Junkies und Party-People treffen auf etliche Individual-Touristen, vielfach mittlerweile auch aus allen Teilen Asiens. Es ist ein bisschen wie in Interlaken und Luzern.

    Wir hatten Glück und ergatterten für zwei Nächte einen Campingplatz in Laufnähe zum Zentrum zwischen Weihnachten und Jahreswechsel. Ihr fragt Euch sicher, was wir in Queenstown gemacht haben. Nun, beim Bungee-Jumping schauten wir nur zu. Aber aufs Wasser haben wir uns gewagt. Einmal mit einem gemütlichen historischen Dampfschiff, der Puls blieb stabil ruhig. Zum anderen mit einem Jetboat auf dem Shotover River. Das ist schon was anderes. Mit High Speed donnern die Boote durch den Shotover Canyon und über seichtes Flussbett, haarscharf an den Felsen entlang. Unsere Höchstgeschwindigkeit lag bei 86 km/h. Das gibt es mittlerweile seit 60 Jahren und war schon verdammt cool!

    Dazwischen haben wir unser Weihnachtsessen in einem hervorragenden Steakhouse am See nachgeholt und sind zweimal den Tiki-Trail hoch- und einmal runtergewandert. Die Aussicht von oben war am Mittag zu schön, so dass wir unbedingt auch den Sunset mitnehmen wollten.

    Die Abendstimmung am darauffolgenden Abend war aber ungleich schöner, friedlicher und einer unserer schönsten Sonnenuntergänge.
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