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Dim Sum, Kiwi & Pad Thai

Dim Sums, Kiwis & Pad Thai sind landestypische Gerichte der Länder, die wir bald über einen Zeitraum von knapp vier Monaten bereisen. Es sind Hong Kong, Neuseeland (Nord- und Südinsel) sowie Thailand auf dem Rückweg. Am 31.10.2025, 22:40 Uhr ... 🛫 Read more
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    🇹🇭 Bangkok, Thailand

    Viel Gold am "Wat Phra That Doi Suthep"

    February 16 in Thailand ⋅ ☀️ 28 °C

    Etwas ausserhalb von Chiang Mai liegt auf über 1000 hm die Tempelanlage "Wat Phra That Doi Suthep". Landläufig wird sie nur "Doi Suthep" genannt, obwohl dies eigentlich der Name des Berges ist, auf dem sie thront. Für viele Thailänder ist auch dies ein heiliger Ort, für viele Touristen eines der Ausflugsziele der Stadt. Der Platz der Anlage ist nicht sehr gross und weitläufig, dementsprechend ist es auch hier schnell total überlaufen. Ein Besuch am frühen Morgen oder am Nachmittag wäre möglicherweise besser gewesen.

    Den letzten Abend im Norden Thailands verbrachten wir erneut in Chiang Mai auf dem schönen "Night Baazar" mit Street Food Pad Thai und dem Schlendern durch die zahlreichen Stände.
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  • Das Dörfchen Pai und sehr viele Kurven

    February 14 in Thailand ⋅ ☀️ 30 °C

    Unser nächstes Ziel war das rund 300 km entfernte, kleine Bergdörfchen Pai. Ein beliebter Ort für Rucksack-Touristen mit "Love, Peace and Happiness"-Flair und in vielen Foren als Must-See angepriesen.

    Der Weg dorthin führte zunächst durch eine weite Ebene. Das letzte Drittel aber hatte es in sich. Es war der Highway 1095 oder auch bekannt als "Road to Pai". Auf 130 km warten sage und schreibe 762 Kurven und etliche Höhenunterschiede. Eine Strecke, die sicherlich auf der Löffelliste eines jeden passionierten Motorradfahrers zu finden ist. Auch mit dem Auto macht das Fahren Spass (ein dreifaches Hoch auf die Servolenkung!!!).

    Pai selbst hat uns jetzt nicht so gefangen. Das Dörfchen ist zugegeben hübsch, aber extrem touristisch und ziemlich überlaufen. Das gefühlte Durchschnittsalter liegt bei ca. 20 Jahren und irgendwie empfanden wir uns fehl am Platz. Wie verbrachten dort zwei Nächte, besuchten den Ort und die Attraktionen in der Umgebung und machten uns dann wieder auf den Weg Richtung Süden.

    Verglichen mit dem sehr grünen Neuseeland fällt uns hier die Trockenheit auf. Es kann auch nicht anders sein, denn die Regenzeit ist von Mai bis Oktober/November. Wir vermuten, dass der Reisanbau in den höheren Lagen erst deshalb im Juni beginnt, während grüne Reisfelder in den Ebenen in Flussnähe auch jetzt schon zu finden sind.

    Mon Jam ist ein Bergdorf unweit von Chiang Mai. Seine terrassenförmig angelegten Blumen- und Gemüsefelder sind wunderschön anzusehen. Hier wachsen u.a. Erdbeeren, welche zur Ablösung des Opiumanbaus eingeführt wurden und nicht so süss schmecken wie europäische Sorten. Sie sind dort eine beliebte, teure Spezialität und ein kühler Strawberry-Smoothie ist durchaus eine willkommene Erfrischung an einem heissen Tag.
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  • Thailändisches Transportwesen

    February 13 in Thailand ⋅ ☀️ 31 °C

    Auf den Strassen Thailands geht es mitunter lustig zu und es ist unfassbar, was so alles auf eine Pritsche passt. Oder auf ein Zweirad. Heute sahen wir vier Personen auf einem Töff.

    Man hat den Eindruck, für manche sind Regeln eher Richtlinien, die man befolgen kann … oder eben auch nicht. Man fährt und überholt wo frei ist und es Platz hat. Das klappt meistens, wir sahen "nur" zwei Unfälle, diese aber mit schwerwiegenden Blechschäden. "Nur" angesichts der Tatsache, dass Thailand in Sachen Unfälle im Strassenverkehr in der weltweiten Rangliste relativ weit oben steht.

    Der Blick aus dem Kopf der Statue von Guan Yin vermittelt Eindrücke des nördlichen Umlands von Chiang Rai. Es ist friedlich, ländlich und sehr schön gelegen.

    Wir übernachteten dort an einer sehr speziellen Location. Eine Art Kugelzelt mit Ausblick am Ortsrand der Stadt. Ein sehr hübscher Platz und ein Highlight dieser Reise.
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  • Bizarre Tempel in Chiang Rai

    February 12 in Thailand ⋅ ☀️ 32 °C

    Tempelnamen in Thailand sind für unsereins schwierig und verwirrend. Es gibt mehr als 40.000, ihre Namen beginnen alle mit "Wat". Ja, und danach wird's abenteuerlich. In Chiang Rai wollten wir "Wat Rong Khun", "Wat Rong Suea Ten" und "Wat Huay Pla Kang" besuchen … besser bekannt als der weisse, der blaue und der rote Tempel. Ein Glück, dass sie farblich unterschieden werden können, denn mit "Wat … Dingsbums" verliert man relativ schnell den Überblick.

    Der weisse Tempel ist kein wirklicher Tempel, sondern eine gigantische Kunstinstallation des thailändischen Künstlers Chalermchai Kositpipat. Öffentlich zugänglich seit 1997 und noch lange nicht fertig. Der Meister mixt hier westliche Trivialkultur mit Elementen östlicher Religion. Das Gute und vor allem das Böse sind allgegenwärtig und drastisch dargestellt in einem Komplex, der mit Schnörkeleien nur so protzt. Die einzelnen Elemente und auch die Absicht des Meisters sind in einem Footprint schwierig darzustellen, sowohl schriftlich als auch in den Bildern. Alles ist sehr überladen, daher gibt es hier nur Auszüge. Man kann "Wat Rong Khun" schön finden oder auch nicht, sehenswert ist es allemal.

    Weitaus schöner und normaler ist der blaue und ebenfalls noch recht junge Tempel im Stadtgebiet. Realisiert wurde er von einem Schüler Chalermchais auf dem Boden eines ehemaligen verfallenen Tempels. "Wat Rong Suea Ten" bedeutet „Tempel des tanzenden Tigers„. Der Verfall des Ursprungstempels lag Gerüchten zufolge darin begründet, das sich in der Gegend viele wilde Tiere, darunter viele Tiger, rumtrieben und es nur wenige Bewohner hatte, die sich um den Erhalt kümmerten.

    Einen roten Tempel gibt es auch. Dieser war nicht leicht zu finden und wir haben prompt den falschen erwischt. Ein kleiner Tempel in der Innenstadt, etwas versteckt und eigentlich fast der Schönste von allen. Seine Name ist übrigens "Wat Phra Kaeo".

    Es heisst "Wat Huay Pla Kang" ist der (richtige) rote Tempel, der tatsächlich jedoch nicht nur rot ist. Man findet ein weitläufiges Areal mit einer neunstöckige Pagode, einem chinesisch angehauchten Heiligtum sowie eine übergrosse weiße Guan-Yin-Statue. Eine beliebte Pilgerstätte für Thais als auch chinesische Besucher, da Guan Yin, die chinesische Göttin des Mitgefühls, hier besonders eindrucksvoll verehrt wird.
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  • Come to breakfast on the farm …

    February 12 in Thailand ⋅ ☀️ 23 °C

    Im letzten Footprint hatten wir unsere Unterkunft in der Gegend um Lampang schon vorgestellt. Ein kleines, relativ neues Cabin an einem idyllischen Platz. Die reizende Thaifrau, welche uns bei der Ankunft in Empfang nahm, meinte eifrig mehrmals in sehr gebrochenem englisch und mit Händen und Füssen "breakfast on the farm, other side of street, from 8 to 10". Okay, spannend.

    Am nächsten Morgen fuhr sie gegen 08:15 Uhr mit einem Caddy vor, um uns abzuholen. Glücklicherweise waren wir früh auf, denn wir wollten zeitig auf die Strasse nach Chiang Rai. Sie fragte, ob wir Suppe mit "pork" essen würden … Brühe mit Schweinefleisch anstatt Kaffee? Okay, jetzt wird es sehr spannend. Ablehnen erschien uns unhöflich, also sind wir mit.

    Es gab Khao Tom, eine thailändische Reissuppe. Und sie war tatsächlich total lecker. Der Hit aber war die Farm an sich. Was es genau ist, haben wir nicht wirklich rausfinden können - weder vor Ort noch im Web. Es scheint sich um eine Gärtnerei zu handeln, die vermutlich auch für Events genutzt wird. Vielleicht auch für die Bewirtung der Tagestouristen aus Chiang Mai? Anders lassen sich die vielen Sitz- und Ruheplätze, die auf dem Gelände ansprechend und einladend vorhanden sind, nicht erklären. Wahrlich ein wunderschöner Platz, welcher mit viel Liebe zum Detail gehegt und gepflegt wird.
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  • Nach Chiang Mai lockt uns das weitere Umland mit seinen Orten Lampang, Chiang Rai und Pai. Um etwas flexibler und freier zu sein, mieteten wir für ein paar Tage am Flughafen einen Wagen. Peter ist den Linksverkehr von Neuseeland ja schon gewohnt, also los. Der Stadtverkehr war zuerst etwas gewöhnungsbedürftig aufgrund der vielen Zweiräder, die aus allen Himmelsrichtungen auf die Strasse drängen. Aber mit etwas Umsicht funktionierte alles einwandfrei und relativ schnell waren wir aus der Stadt raus.

    Unser erstes Ziel war eine Tempelanlage nördlich der Stadt Lampang auf einem felsigen Gipfel. Wir entschieden uns für den kürzesten Weg, welcher auf grösstenteils schmalen Strässchen durchs Landesinnere über gefühlt 20.000 Kurven führte (ein Hoch auf die Servolenkung!). Somit waren wir schnell mitten im ländlichen Thailand. Dort begegneten uns nicht nur motorisierte Fahrzeuge, sondern auch entspannte Hunde und Hühner auf den Strassen. Im Hochland wird Kaffee und in der Ebene Reis und Mais angebaut. Auffallend ist, dass im Gegensatz zu den Touristen, sich die Einheimischen, welche auf den Feldern und auf den zahlreichen Baustellen arbeiten und vielfach mit Zweirädern unterwegs sind, mit langer Kleidung, Geschichtsmasken und Hüten sehr vor der prallen Sonne schützen.

    Nach rund 2,5 Stunden Fahrt waren wir angekommen. Direkten Zugang zum oberen Teil der Anlage gibt es nicht. Angesichts der unglaublichen Steigung braucht man für die 3,5 km einen Shuttle mit geländegängigem Allradantrieb. Vom Endpunkt der durchaus abenteuerlichen Fahrt sind es noch einige Meter und etliche, teilweise sehr steile Stufen zu Fuss nach oben. Doch die Mühe lohnt sich!

    Die Treppen und Leitern erinnern ein wenig an den Aufstieg zum Löwenfelsen in Sri Lanka, die Tempel und Chedis sehr entfernt an die Meteora-Klöster in Griechenland. Es ist ein sehr schöner Ort mit wunderbaren Ausblicken ins Umland und die Talebene, in der wir zwischen Reisfeldern die Unterkunft für die heutige Nacht fanden.
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  • Thailändische Kochkunst in Chiang Mai

    February 10 in Thailand ⋅ ☁️ 31 °C

    Das absolute Highlight unseres bisherigen Chiang Mai Aufenthalts war die Teilnahme an einem Kochkurs der Mama Noi Thai Cookery School. Hier stimmt alles - von Anfang bis Ende.

    Bei unserer Unterkunft wurden wir pünktlich in einem roten Songthaew abgeholt. Im Wagen sass schon eine alleinreisende, philippinische Aviator-Technikerin aus Singapur, ein junges chinesisches Päarchen kam kurz nach uns dazu. Auf der weiteren Fahrt hatten wir mit ihnen tolle Gespräche über Land, Heimat, Leute, Schnee (welchen alle drei noch nie "in echt" gesehen haben), das Arbeitsleben, ihre Reisen, etc.. Es war ein sehr erfrischender Start in einen wunderbaren Abend.

    Nach einem kurzen Stopp an einem lokalen Markt, bei welchem uns bekannte und unbekannte Kräuter und Gemüsen vorgestellt wurden, ging es dann zur Kochschule. Ein wunderbarer Platz, liebevoll und praktisch zugleich gestaltet, an dem wir alsbald in die Geheimnisse der thailändischen Kochkunst eingewiesen werden sollten. Man konnte sich drei Gerichte aussuchen, welche im Anschluss von uns selbst unter der hervorragenden Anleitung der charmanten Kochlehrerin Mai zubereitet wurden.

    Es gab sicher niemanden in der ganzen Kochschule, dem sein Essen nicht geschmeckt hat. Made with love! Unsere Highlights waren der Thai Ice Tea, Tom Kha Gai (thailändische Kokosnusssuppe), das Pad Kra Pao (Wok-Hackfleischgericht mit heiligem Basilikum) und der Mango sticky rice als Dessert.
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  • Der höchste Gipfel in Thailand

    February 9 in Thailand ⋅ ☁️ 19 °C

    Heute haben wir mal wieder die Wanderschuhe ausgepackt. Hoch hinauf wollten wir, buchten den geführten Ausflug "Doi Inthanon Park mit Kew Mae Pan Wanderung Tagestour" und starten an besagtem Tag früh morgens. Mit anderen Reisenden aus Österreich, Deutschland, der Tschechoslowakei, UK, Schweiz und Japan waren wir ein buntgemischter Haufen. Wie in Neuseeland treffen sich auch hier in Thailand Menschen aus aller Herren Länder.

    Die beiden Pagoden "Pra Mahatat Noppamethanedon" und "Pra Mahatat Nopphonphusiri" thronen stolz auf dem Doi Inthanon, Thailands höchstem Berg. Als heilige Bauwerke verehrt, liegen sie inmitten bezaubernder Gärten und machen den Ort zu einem begehrten Ziel für Einheimische und Touristen gleichermaßen.

    Anschliessend ging es auf den ca. 2,8 km langen Rundweg "Kew Mae Pan Nature Trail" und zu Thailands höchstem Punkt mit 2.565 Metern. Die grossartigen Ausblicke blieben uns leider weitestgehend verwehrt, da es meist sehr dunstig war. Schön fanden wir es dennoch.

    Das Mittagessen und der Besuch in einem Hmong-Bergstamm-Dorf, welches für seine Kaffeeplantagen bekannt ist, erfüllten unsere Erwartungen nicht und erinnerten ein wenig an eine Kaffeefahrt. Versöhnlich hingegen war der Stopp am Wachirathan-Wasserfall, einem der Grössten des Landes. In Neuseeland durften wir etliche bewundern. Dieser hier spielt in der gleichen Liga und kann mit seinen Wassermassen, die verteilt über einen grossen Granitfelsen stürzen, durchaus mithalten.
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  • Bezauberndes Chiang Mai

    February 7 in Thailand ⋅ ☀️ 31 °C

    Thailands zweitgrösste Stadt liegt eingebettet in der malerischen Berglandschaft Nordthailands. Angesichts seiner Grösse überrascht es, wie angenehm Chiang Mai im Vergleich zur Metropole Bangkok ist. Manchmal, vor allem wenn man durch die Altstadt "Old Town" schlendert, hat man fast das Gefühl, in einer kleinen ländlichen Stadt gelandet zu sein. Während des Berufsverkehrs ist es freilich anders, aber das touristische Leben findet ohnehin innerhalb der Stadtmauern statt. Diese machen es einem leicht, sich darin fussläufig fortzubewegen. Es ist halbwegs übersichtlich und die meisten Sight-Seeing-Spots befinden sich sowieso dort.

    Die zahlreichen Tempel der Stadt sind zweifellos die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Chiang Mai. Unzählige davon sind über die ganze Stadt verstreut – man sagt, es seien etwa 300. Wir besuchten ein paar, wie Ihr in den Bildern sehen könnt.

    Vier Nächte haben wir insgesamt in Chiang Mai vorgesehen. Geplant sind ein ganztägiger Ausflug zu Thailands höchstem Berg, welcher fast in unmittelbarer Nachbarschaft liegt, sowie ein thailändischer Kochkurs. Der Rest war offen und somit ausreichend Zeit, die Stadt zu erkunden, die Atmosphäre aufzusaugen, an der einen oder anderen Garküche mutig zu schnuppern und in die lebendigen Märkte einzutauchen.
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  • Mit dem Tuk Tuk in die Nacht

    February 6 in Thailand ⋅ 🌙 25 °C

    Eine Fahrt mit einem Tuk Tuk in Bangkok gehört dazu wie das Salz in die Suppe. Ein unverzichtbarer Spass! Diese ulkigen Dreiräder sausen durch die Strassen und transportieren vorwiegend Touristen von A nach B. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 55–65 km/h, welche in der Stadt aber eher selten erreicht wird. Der Wendekreis ist unglaublich klein, sie drehen sich quasi fast um die eigene Achse. Die Fahrer sind mit allen Wassern gewaschen und wenn man als Fahrgast denkt, dass man da vorne jetzt sicher nicht mehr durchpasst, geben sie Gas und beweisen einem das Gegenteil. Wenn es dunkel wird, gehen die am Wagen befindlichen zahlreichen Lichter an und es wird bunt und schrill .

    In Bangkok werden touristische Nachtfahren angeboten. Sie beinhalten den Stopp an einem Streetmarket mit der Verkostung diverser, uns unbekannten Leckereien, einem Abendessen und Stopps an div. Sightseeing-Spots wie dem Wat Prayoon (ein von der UNESCO ausgezeichneter Tempel), der grossen Schaukel, dem grossen Palast (von aussen), dem grossen Blumenmarkt sowie Chinatown am Ende.
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  • Three nights in Bangkok 🎶

    February 5 in Thailand ⋅ ☀️ 34 °C

    Wenn man nach rund drei Monaten das beschauliche Neuseeland tiefenentspannt verlässt, fühlt man sich nach einem 14-Stunden-Trip am Flughafen von Bangkok erstmal wie im falschen Film. Als wäre man von einem ziemlich langen Bus gestreift worden. Tausende Touristen aus aller Welt wuseln kreuz und quer und noch mehr Einheimische tun alles, um den Menschenmassen Herr zu werden (was sie auch bewundernswert schaffen!).

    Ja, und wir total übermüdet mittendrin. Das Taxi zum Hotel hatten wir vorab gebucht und irgendwann kam das dann auch. An diesem Abend fielen wir nur noch müde ins Bett.

    Für Peter ist es nach Hong Kong die zweite, unbekannte asiatische Metropole dieser Reise. Zwei volle Tage hatten wir zum Beginn unseres Thai-Abenteuers für Bangkok vorgesehen, um danach das etwas kleinere Chiang Mai im Norden des Landes in Angriff zu nehmen. Das Programm war offen und nur ein Hotel reserviert. Am ersten Tag hiess es erstmal den Flug verdauen, ausschlafen, akklimatisieren und den Kulturschock überwinden. Ein erster Spaziergang durchs angrenzende Viertel liess Peter immer wieder staunen. Auf dem Weg zum Abendessen meinte er beim Anblick der Garküchen, dass er noch schnell seine Kinder anrufen wolle, da er sich nicht sicher sei, ob er das Diner überleben wird ...

    Nun, er hats überlebt! Und ist, zu Stephis grosser Freude, voller Neugier parat, Land, Stadt, Leute und Kultur zu erkunden. Aber keine Garküchen, das ist dann doch "too much". Uns beiden.

    Natürlich hatten wir den grossen Königspalast im Visier, welcher vom Hotel aus fussläufig zu erreichen war. Bei über 30 Grad und Sonne satt ist das schon nicht ohne. Der Touristenandrang und die Fülle an Prunk sind für die Augen sowohl Genuss als auch Prüfung.

    Eine Bootsfahrt im Anschluss auf dem Fluss mit einem kühlen Smoothie war einfach nur die ersehnte und sehr willkommene Erfrischung. Somit waren wir erholt und parat für unsere erste organisierte Aktivität am Abend.
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  • Zum Abschluss die Coromandel Peninsula

    February 1 in New Zealand ⋅ ☀️ 22 °C

    Nur wenig entfernt von Auckland liegt die Coromandel-Halbinsel. Sie ist mit rund 85 km Länge und 40 km Breite halbwegs übersichtlich. Dennoch verfügt sie über knapp 400 km Küstenlinie und im Landesinneren über eine ca. 900 Meter hohe Bergkette. Somit sind etliche Aktivitäten zu Land und zu Wasser möglich, was die Peninsula zu einem beliebten Naherholungsziel für etliche Neuseeländer macht.

    Die heftigen Regenfälle vom vergangenen Januar haben auch hier Spuren hinterlassen. In einigen Gebieten fiel innerhalb von nur zwölf Stunden die Regenmenge eines ganzen Monats. Und das will in Neuseeland wahrlich was heissen. Die Folge waren erhebliche Überschwemmungen und nicht wenige, durch Erdrutsche blockierte, relevante Strassen. Bis heute sind noch nicht alle Sturmschäden vollständig beseitigt und einige Strassenabschnitte sind nur einseitig befahrbar und immer wieder gesperrt.

    Auch einer der Haupt-Sight-Seeing-Spots, die Cathedral Cove, war für einige Tag nicht begehbar und wurde erst kurz vor unserem Besuch wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Daher war der wirklich wunderschöne Strand nicht so überlaufen wie sonst. Das unwiderstehliche Bad im kristallklaren Wasser … ein unvergesslicher Hochgenuss!

    Wenig entfernt kann man sich am sogenannten "Hot Water Beach" bei Ebbe ein Loch buddeln, in seiner Naturwanne verdient etwas plantschen und sich danach in der Brandung des Meeres abkühlen.

    Zwei Wanderungen, die wir zum Abschluss eigentlich noch machen wollten, blieben uns sturmschadenbedingt leider verwehrt. Im Nachhinein war das fast sogar gut, denn so hatten wir ausreichend Zeit fürs Packen und den Murphy für die Rückgabe zu richten. Und zwischendurch für noch zwei wunderschön entspannte Abende mit herrlichen Sonnenuntergängen an der weniger gebeutelten Westseite.

    Das war es nun mit lovely Neuseeland. So schnell gehen 3 Monate ins Land und mittlerweile sind wir in Bangkok - eine komplett andere Welt. Wir werden berichten.
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  • Das Flair von Auckland

    January 30 in New Zealand ⋅ ☀️ 25 °C

    Was haben Zürich, Sidney und Auckland gemeinsam? Sie sind in ihrem jeweiligen Land die grössten Städte, aber nicht die Hauptstädte. In Neuseeland ist Auckland mit ca. 1,6 Millionen Einwohnern die bei weitem grösste Stadt. Zum Vergleich: Neuseeland selbst zählt insgesamt 5,27 Millionen Menschen. Somit lebt knapp ein Drittel in dieser Metropole.

    Vor 40 Jahren war das noch rund die Hälfte. Dieses extreme Wachstum merkt man in den Aussenbezirken enorm. Neubaugebiete schiessen wie Pilze aus dem Boden und der Verkehr im Stadtgebiet ist sehr dicht. 2026 erhält die Stadt seine erste U-Bahn-ähnliche Verbindung. Sicherlich eine gute Sache, denn die demographischen Prognosen gehen weiterhin steil nach oben.

    Die Mehrheit der Bevölkerung (ca. 70 %) hat europäische Wurzeln, primär aus Großbritannien. Nach den Māori hat die asiatisch stämmige Bevölkerung mit den Jahren deutlich zugenommen und macht mittlerweile etwa 17,3 % der Gesamtbevölkerung aus. Die meisten asiatischen Neuseeländer leben im Großraum Auckland, wo sie über 30 % der Einwohner stellen.

    Das merkt man, wenn man durch diese bunte und quirlige Stadt schlendert. Wir verbrachten einen Tag dort und genossen das Treiben, welches trotz allem, auch durch die Nähe zum Wasser, irgendwie lässig wirkt.

    Dieser Footprint kommt heut ebenfalls von Auckland - aber vom Flughafen. Knapp drei Monate Neuseeland gehen heute zu Ende und wir begeben uns nachher an unsere nächste Destination Thailand.

    Kenner Neuseelands wissen, ein bekannter Ort fehlt noch. Natürlich, die Coromandel-Halbinsel! Ein Footprint dazu kommt selbstverständlich noch. Dann aber aus Bangkok. Und damit werden wir das Kapitel Aotearoa und unsere Zeit in diesem herrlichen Land etwas wehmütig und voller unvergesslicher Eindrücke abschliessen und in die bunte Welt von Thailand eintauchen.
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  • Und nochmal Bay of Islands

    January 28 in New Zealand ⋅ ☀️ 22 °C

    Nachdem das Wetter bei unserem ersten Aufenthalt sehr garstig war, hatten wir spontan unser Programm umgeplant und starten knapp eine Woche später einen neuen Versuch. Und dieser kam gut. Bei bestem Wetter fuhren wir mit dem Ausflugsboot zum berühmten "Hole in the Rock" und anschliessend zur Insel Urupukapuka. Sie ist mit 208 Hektar das größte, schädlingsfreie Erholungsgebiet in der Bay of Islands und ein erstklassiges Ökotourismus-Ziel für Tagesausflüge und Aktivitäten wie Schnorcheln, Kayaktouren, etc. Uns lädt sie zum Wandern und Baden ein. Die Delphin-Eskorte auf dem Rückweg rundete den schönen Tag gelungen ab.Read more

  • Ganz hoch auf der Aupouri Peninsula

    January 27 in New Zealand ⋅ ☁️ 20 °C

    Was der Stephi die Wasserfälle sind, sind dem Peter die Leuchttürme. Von daher führt kein Weg am Cape Reinga vorbei. Über die schmale, ca. 100 km lange Landzunge geht es zum nördlichsten Punkt Neuseelands, an dessen Ende der vielleicht schönste aller Leuchttürme steht. Dieser war der erste überhaupt, den Peter vor rund 40 Jahren gesehen hat. Bis heute blieb ihm das im Gedächtnis, eine Faszination war geboren.

    Hier treffen das tasmanische Meer und der Pazifik aufeinander. Im Osten steht auf einem Fels ein kleiner Pohutukawa-Baum - der Inbegriff der Māori-Spiritualität. An diesen Ort reisen nach dem Tod alle Māori-Geister die Küste hinauf und über die windgepeitschte Landschaft zum erwähnten Baum. Von dort steigen sie hinab in die Unterwelt (Reinga), indem sie an einer Wurzel ins Meer hinabgleiten. Die Geister reisen dann unter Wasser zu den Drei-Königs-Inseln, wo sie auf Oahu, den höchsten Punkt der Inseln, steigen und sich ein letztes Mal verabschieden, bevor sie in das Land ihrer Vorfahren, Hawaiki-A-Nui, zurückkehren.

    Klingt irgendwie schön, nicht? Wir waren am Abend dort und somit relativ allein. Mit dem Wissen um diesen Glauben der Māori übt dieser Ort tatsächlich eine sehr spirituelle Wirkung aus, der man sich kaum entziehen kann. Ein Kraftort, dessen Atmosphäre und Schönheit an dieser einzigartigen Stelle einfach zutiefst anrührt.

    Der Pohutukawa-Baum wird auch New Zealand Christmas Tree oder Eisenholzbaum genannt. Er blüht in der Weihnachtszeit in kräftigem rot und sehr üppig, wie man an Bildern des Footprints "Wellington" schön sehen kann. Dieser hier auf dem sturmerprobten Fels soll über 800 Jahre alt sein, aber noch nie geblüht haben.

    An der Westseite der Landzunge findet sich der Ninty Mile Beach, welcher eigentlich nur 65 Meilen lang ist. Aber wir wollen nicht kleinlich sein, denn er erscheint gewaltig und endlos. Der Strand ist nur an wenigen Stellen zugänglich und für Strandaktivitäten und Wassersport nicht geeignet. Dafür kann man ihn motorisiert mit entsprechenden Fahrzeugen wild befahren. Die meisten Autoverleiher erlauben die Fahrt nicht und Autoversicherungen für Privatwägen greifen ebenfalls nicht. Gezeiten müssten beachtet werden, einen Rettungs- und Abschleppdienst gibt es nicht und der Handyempfang ist nicht überall gegeben. Wir konnten einige Abenteuerlustige beobachten, haben uns aber selbst ganz freiwillig zurückgehalten.

    Dünen gibt es auch, an dem Sand-Boarding das Highlight ist. Auf kleinen Boards flitzen Gross und Klein kopfüber im Sand die Hänge runter. Auch hier waren wir nur Zaungäste, da wir noch am gleichen Tag zurück zu den Bay of Islands gefahren sind.
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  • Auf dem Weg zum Waipoua Forest

    January 26 in New Zealand ⋅ ☁️ 19 °C

    Wir haben umdisponiert und kommen wetterbedingt zu einem späteren Zeitpunkt auf die Bay of Islands zurück. Über Kerikeri fuhren wir durchs Landesinnere an die Westküste der Nordinsel. Zur Kauri Coast, welche nach den endemischen Kauri-Bäumen benannt ist. Diese beeindruckenden Riesen wachsen bis zu 50 Meter hoch, erreichen einen Umfang bis zu 16 Meter und können tatsächlich sehr alt werden. Maori nutzten sie zum Bau von Häusern und Kanus. Mit dem Eintreffen der Siedler startete die Abholzung, so dass es heute nur noch sehr wenige Bestände gibt. Der Waipoua Forest im Northland ist der erste Wald, der 1867 schon von der Krone gekauft und als geschützt deklariert wurde.

    Dort nahmen wir an einer Abendwanderung in kleiner Gruppe teil. Geführt wurde sie von einem jungen Māori, welcher uns allerlei Wissenswertes über Wald, Pflanzen und die Bäume erzählte. Sehr besonders sind die Māori-Gebete, welche gesungen werden, während man die nähere Umgebung dieser Bäume betritt. Es sind Huldigungen oder Bitten, um "Te Matua Ngahere" bzw. den "Vater des Waldes" zu ehren, Erlaubnis zum Betreten seines Reiches zu bitten und sich unter seinem Schutz wohlgesonnen zu wähnen. Klingt schön und sein Gesang inmitten der Natur war wirklich berührend.

    Kauri-Bäume und vor allem ihre Wurzeln sind sehr empfindlich. Daher ist es ein Gebot für alle, vor und nach dem Besuch dieser Wälder die Schuhe zu bürsten und zu desinfizieren. Sollte der Forstschutz im Rahmen von regelmässigen Prüfungen drohende Infektionen bemerken, wird der Zugang für Besucher für unbestimmte Zeit geschlossen. Das ist die effektivste Massnahme, um die Bäume vor der Ausbreitung der "Kauri Dieback Disease" zu schützen.
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  • Der Treaty of Waitangi

    January 24 in New Zealand ⋅ 🌬 20 °C

    Als Māori werden die Angehörigen der indigenen Bevölkerung Neuseelands bezeichnet. Es wird vermutet, dass sie im 13. Jahrhundert, und damit etwa 300 Jahre vor den europäischen Seefahrern, in mehreren Wellen von Polynesien aus, das zuvor unbewohnte Neuseeland als erste Einwanderer besiedelt haben. Sie lebten in Verbänden und Stämmen im Einklang mit der Natur und schriftloser Sprache. Zum Zeitpunkt der Entdeckung durch den englischen Seefahrer James Cook im Jahr 1769 existierten dort geschätzte 100.000 Māori.

    Im frühen 19. Jahrhundert kamen vermehrt Europäer ins Land, die sich nach und nach niederliessen und 1814 die erste christliche Missionsstation in der Bay of Islands gründeten. Die Missionare lernten den Māori nicht nur die Grundlagen des christlichen Glaubens, sondern auch Handwerk, Landwirtschaft, Lesen und Schreiben. Sie transkribierten deren Sprache in geschriebene Form und übersetzten u.a. auch die Bibel. Eben diese Transkription ist die Grundlage für das heutige geschrieben „Te Reo Māori“. Somit erklärt sich die Tatsache, dass Te Reo Māori das klassische lateinische Alphabet nutzt und keine Schriftzeichen wie etliche andere asiatische Sprachen.

    Beide Völker erkannten die Vorteile des gemeinsamen Miteinanders und profitieren voneinander. Mischehen entstanden und wurden gern gesehen. Ab 1830 erreichten immer mehr englische Einwanderer Neuseeland. Unklare Gesetzlagen und ein Mangel an sozialen Regeln in Kombination mit dem Anstieg der Bevölkerungszahlen führte zu chaotischen Verhältnissen. Auch wurden französische Kolonialabsichten vermutet, was die britische Krone veranlasste, Massnahmen zu veranlassen, Neuseeland schnellstmöglich zu annektieren. Innerhalb weniger Tage wurde ein Verfassungsdokument erstellt, welches durch einen Missionar und seinen Sohn von Englisch auf Te Reo Māori übersetzt wurde. Die Unterzeichnung durch Vertreter der britischen Krone und 45 Māori-Häuptlingen fand am 06.02.1840 statt. Weitere Māori-Häuptlinge folgten in den kommenden Monaten mit der Unterzeichnung der Māori-Version.

    Im Kern beinhaltet das Dokument diese Inhalte:

    Englische Version:
    - Übertragung der Unabhängigkeit Neuseelands an Britannien
    - Exklusives Vorkaufsrecht von Ländereien an die Krone
    - Uneingeschränktes Eigentumsrecht über Ländereien, Wälder, Fischgründe und andere Besitztümer
    - Gleiche Rechte und Privilegien für Briten und Māori

    In der Māori-Übersetzung ist der Wortlaut etwas anders. Viele Māori dachten, sie würden die Regierung abgeben, nicht aber das Recht sich selbst zu verwalten. Das Wort "Besitztümer" war nicht klar definiert und führte zu unterschiedlichen Erwartungen. Weitere Missverständnisse gab es, da für Māori das gesprochene Wort mindestens denselben Stellenwert hatte, wie ein Dokument.

    Entgegen der vorangegangenen Versprechungen gemäss der Verträge von Waitangi verloren in Folge dessen viele Māori-Stämme ihr Land. Die Regierung kaufte es zu unglaublich niedrigen Preisen und konfiszierte ausserdem im Rahmen von Landkriegen und bei etlichen anderen Gelegenheiten. Viele Māori fühlten sich zu Recht betrogen und es kommt daher noch heute immer wieder zur Protesten.

    Knapp 150 Jahre später wurde im Jahr 1975 das Waitangi Tribunal eingerichtet. Deren Aufgabe ist es, die Ungerechtigkeiten, die sich über viele Jahrzehnte ergeben haben, auszuräumen. Es sind langwierige und schwierige Verfahren. Auch ist das Tribunal kein Gericht und kann daher nur feststellen und empfehlen. Mittlerweile wurden dennoch knapp 3500 Fälle bearbeitet, die 83% der Landesfläche Neuseelands beinhalten. In Zahlen beträgt das Volumen ca. 4,6 Milliarden Dollar, welche bislang an die Māori zurückgezahlt wurden.

    Die Māori bilden heute mit ca. 17 % der Bevölkerung (ca. 900.000 Personen) eine lebendige, kulturell präsente Gemeinschaft. Sie leben überwiegend urban, vor allem auf der Nordinsel, sind jedoch weiterhin sozialen und ökonomischen Herausforderungen wie geringerem Einkommen ausgesetzt. Kulturelle Traditionen erleben eine starke Renaissance, und ihre Traditionen sind fester Bestandteil der neuseeländischen Gesellschaft geworden . Die Māori-Sprache etwa ist seit 1985 eine der Amtssprachen Neuseelands, viele Orte tragen Maori-Namen.

    Man kann nur hoffen, dass der Gerechtigkeit weiterhin Genüge getan wird. Dies beinhaltet noch immer die Rückgabe von Land, den Schutz natürlicher Ressourcen und eine gleichberechtigte Teilhabe an der neuseeländischen Gesellschaft.
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  • Auf historischem Boden

    January 23 in New Zealand ⋅ 🌬 23 °C

    Unser nächstes Ziel war die Bay of Islands am oberen Teil der Nordinsel. Es handelt sich dabei um eine grosse Bucht im Far North Destrict mit zahlreichen Meeresarmen und rund 150 subtropischen, unbewohnten Inseln unterschiedlicher Grösse. Blaues Wasser, helle Strände und grüne Wälder erinnern bei schönem Wetter an die Südsee. Allerdings wollte sich dies bei unserem Aufenthalt nicht stabil einstellen. Der schlimme Regen vom Mittwoch war zwar vorbei, aber Sprühregen, lokale Gewitter und vor allem sehr starker Wind wechselten sich bis zum Wochenende immer wieder ab. Zeit also für etwas Historie, zumal wir uns genau hier auf geschichtsträchtigem Boden befanden.

    Unser Camping liegt im hübschen Örtchen Russell. Um 1830 war Kororāreka (der Ortsname auf Te Reo Māori) einer der größten Walfanghäfen der Südhalbkugel. Hunderte Seeleute gingen täglich an Land, um sich zu erholen und trugen zu zwei weiteren wichtigen Wirtschaftszweigen bei: Prostitution und Alkoholhandel. Kororāreka hatte mehr Bordelle als Lagerhäuser, mehr Bordellbesitzerinnen als Missionare und mehr Alkohol als Lebensmittelgeschäfte. Dies brachte dem Ort den zweifelhaften Beinamen "Hell Hole of the Pacific" ein. Davon spürt man heute freilich nichts mehr. Der kürzlich verstorbene, deutsche Kinderbuchautor und Schriftsteller Helme Heine (Tabaluga) lebte übrigens auch hier.

    Nur wenig entfernt befinden sich auf der anderen Seite der Bucht das Örtchen Paihia und die Waitangi Treaty Grounds - Neuseelands wichtigste historische Stätte. Hier wurde 1840 der Vertrag von Waitangi (Treaty of Waitangi) von Vertretern der britischen Krone sowie rund 500 Maori Chiefs geschlossen. Der Vertrag existiert in Maori und Englisch, gilt als Neuseelands Gründungsdokument und ist noch heute die Grundlage der neuseeländischen Verfassung. Die Geschichte um diese Vertragsunterzeichnung ist hochinteressant und auch brisant, zumal Übersetzungsfehler in der Maori-Fassung alsbald zu folgenschweren Differenzen und Konflikten führten. Wir widmen daher dem Treaty of Waitangi nachfolgend noch einen exklusiven Footprint.

    Der Ort der Vertragsunterzeichnung ist heute ein Museum. Zu besichtigen ist das, wie zu Kolonialtagen möblierte Treaty House, das Maori Meeting House und ein 35 Meter langes Kriegskanu (Waka). Auf einer Wiese steht an prominenter Stelle ein Fahnenmast mit seinen drei offiziellen Flaggen, die Neuseeland seit 1834 hat: Te Kara, die Flagge der Vereinigten Stämme Neuseelands (von 1834 bis heute), der Union Jack (von 1840 bis 1902) und die neuseeländische Flagge (von 1902 bis heute).
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  • Höchstes Wildwasserrafting

    January 20 in New Zealand ⋅ 🌧 17 °C

    Wir müssen mal wieder duschen. Das geht konventionell … oder auch mal anders. Nördlich von Rotorua liegen die Okere Falls und der Kaituna River. Mit 14 aufregenden Stromschnellen und drei imposanten Wasserfällen schreit das nach Wildwasserrafting. Juchuu, das hatten wir in Neuseeland noch nicht. Also nichts wie hin.

    Die Besonderheit an diesem Ort sind die Tutea Falls. Mit seinen 7 Metern Höhe ist dies der höchste kommerziell befahrene Wasserfall der Welt. Öhm … okay, warum auch nicht? Runter kommen wir auf jeden Fall.

    Es war ein unglaublicher Spass! Und frisch geduscht sind wir jetzt auch.
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  • Wasser fällt und aus der Erde dampfts

    January 18 in New Zealand ⋅ ☁️ 12 °C

    Unser weiterer Weg führt uns wieder ins Landesinnere in die Geothermalzone um Taupo und Rotorua. Hier gibt es noch einige aktive Vulkane, was nicht heisst, dass hier die Lava offen fliesst. Als aktiv gilt ein Vulkan, wenn er seit der letzten Eiszeit, sprich innerhalb der letzten 10.000 Jahre, ausgebrochen ist. Davon gibt es in Neuseeland 12 Stück, alle auf der Nordinsel.

    Wo Vulkane liegen, sind Geothermalgebiete nicht weit. Das sieht und riecht man. Hier und da dampft es warm aus dem Boden, blubbert es an Wassern und müffelt es in der Luft. Nach Schwefel. Ein Hochgenuss ist das nicht. Aber es gehört zur Gegend dazu, wie der Geruch nach Kuhmist auf der Alm.

    Im "Wai-O-Tapu Thermal Wonderland" konnten wir einige der geothermalen Phänomene bestaunen. Es ist schon komisch, wenn man im schön angelegten Park auf ausgewiesenen Wegen läuft und es links und rechts brodelt und hier und da aus dem Boden Rauch aufsteigt. Nach zwei Stunden ist es dann auch gut. Dann mag man mal wieder was anderes riechen und schmecken. Ein Käsebrot im Murphy kam da gerade recht.

    Auf dem Weg dahin lagen die bekannten Huka Falls. Es handelt sich dabei um die grössten Wasserfälle des Waikato, Neuseelands längstem Fluss, welcher im Lake Taupo, Neuseelands grösstem See mündet. Die Fälle heben sich von anderen ab, da das Wasser, aus einem breiten Fluss kommend, durch einen ca. 15 Meter breiten Engpass gepresst wird und am Ende mit voller Wucht 10 Meter abfällt. Der Wasserfall an sich ist eigentlich wie viele andere auch, wäre da nicht dieser Flaschenhals. Ohne Zweifel ein tolles Schauspiel.

    Etwas weiter flussaufwärts befindet sich einer von 8 Stauseen und die Stromschnellen Aratiatia Rapids. Mehrmals täglich werden die Fluttore des Staudamms geöffnet und fluten diese wunderschöne und friedliche Schlucht. Es muss gewaltig sein. Hier wurde übrigens die Szene des Hobbit-Films "Smaugs Einöde" gedreht, in der die Zwerge in Fässern aus der Gefangenschaft fliehen. Wir haben dieses Spektakel in natura leider verpasst. Die Klarheit und die Farben des Wassers waren aber an sich den Besuch schon wert.
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  • Napier - Art-Déco-Hauptstadt der Welt

    January 17 in New Zealand ⋅ ☁️ 18 °C

    Das wenig entfernte Napier inmitten der berühmten Weinregion Hawke's Bay ist bekannt durch sein auffälliges Art-Déco-Strassenbild. Nach einem Erbeben im Jahr 1931 fand der Wiederaufbau eben in der Zeit des Art Déco statt, weshalb die Stadt über eine der weltweit dichtesten Ansammlungen von Gebäuden in diesem Stil verfügt. Diese bunten Bauten machen grossen Spass und man wird immer wieder an "Der grosse Gatsby" erinnert.

    Hawke's Bay ist nach Marlborough die älteste und zweitgrösste Weinregion Neuseelands und für ihre Rotweine wie Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah bekannt. Einige von ihnen konnten wir im Laufe unseres Aufenthalts schon verkosten und können sie vorbehaltlos weiterempfehlen. Wenn man diese Trauben mag, dann macht man mit einem Tropfen aus dieser Region bestimmt nichts falsch.
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  • Unterwegs in der Hawke's Bay Region

    January 17 in New Zealand ⋅ ☁️ 18 °C

    Der Wetterbericht in der Gegend der Hawke's Bay war für den Nachmittag vielversprechend. Und wir waren früh auf - perfekt! Also begaben wir uns zeitig auf die Strasse und waren kurz nach dem Mittag dort. Das gab uns die Möglichkeit, noch eine kurze Wanderung auf den wirklich sehr schönen Aussichtspunkt Te Mata Peak zu unternehmen, die allerdings durch ein drohendes Gewitter im Anzug vorzeitig beendet wurde. Freundlicherweise zog dies dann doch vorbei und wir genossen einen schönen Spätnachmittag an einem freien Stellplatz, erneut wieder direkt am Meer.

    Für den nächsten Tag hatten wir eine morgendliche Tour zu einer Tölpelkolonie am Cape Kidnappers und einen Besuch der Art Déco Stadt Napier im Sinn.

    Cape Kidnappers erhielt seinen ungewöhnlichen Namen schon im Jahr 1769, nachdem Māori versuchten, einen tahitischen Jungen, der auf der Endeavour von Kapitän James Cook mitfuhr, in einem Kanu zu entführen. Möglicherweise dachten sie, er wäre einer von ihnen. Cooks Mannschaft töteten einige Māori durch Gewehrschüsse, sodass der Junge zum Schiff zurückschwimmen und gerettet werden konnte.

    Die geführte Tour per Kleinbus zu den spektakulären Klippen an der rauen Küste von Cape Kidnappers war einfach toll. Am Ende empfingen uns etliche Gannets (australische Tölpel), von welchen es in der Brutzeit dort nur so wimmelt. Sie waren fast zum Greifen nah und wir konnten fasziniert das Treiben beobachten. Die Vögel paaren sich nur einmal, bleiben dann ein Leben lang zusammen und teilen sich die Aufzucht ihrer Nachkommen vorbildlich. Diese waren noch sehr flauschig und in der sorgsamen Obhut Ihrer Eltern. Ein hübsches Spektakel.
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  • Am Castlepoint noch ein Lighthouse

    January 15 in New Zealand ⋅ 🌧 18 °C

    Ein Stückchen weiter nördlich liegt an der Ostküste das kleine Örtchen Castlepoint. Hier peitscht das Meer an helle Klippen, eine blaue Bucht in Herzform ermöglicht sicheres Schwimmen und am Ende der Landzunge thront ein hübscher Leuchtturm.

    Da den ganzen Tag nasses Wetter vorhergesagt war, nutzten wir den Tag fürs Wäschewaschen und die Fahrt dahin über rund 200 Kilometer. Unser Stellplatz war richtig schön gelegen, fast direkt am Meer. Am Abend liess der Regen nach und wir konnten über den Strand zum nahegelegenen Lighthouse spazieren. Etwas Bewegung nach dem steifen Tag tat gut. Der unglaubliche Regenbogen in der Dämmerung war ein perfekter Abschluss des Tages.

    Den Wecker für den nächsten Morgen stellten wir auf 05:00 Uhr, da wir eigentlich gemeinsam den Sonnenaufgang bei klarem Himmel mitnehmen wollten. Kurz davor regnete es unerwartet noch, so dass nur 50% von uns es geschafft haben, aus dem warmen und kuscheligen Nest zu schlüpfen. Das hat sich aber gelohnt, wie Ihr auf Peters Bildern sehen könnt. Ein Glück wars, dass er sich vom nasskalten Wetter nicht abschrecken liess. Bei seiner Rückkehr war auch die andere Hälfte aufgestanden und empfing ihn mit heissem Kaffee und Frühstück.
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  • Fast am untersten Zipfel

    January 14 in New Zealand ⋅ 🌬 16 °C

    Unser heutiger Weg führte uns zum Cape Palliser mit einem weiteren Leuchtturm. Die Fahrt dahin auf der Cape Palliser Road ist malerisch und abwechslungsreich zugleich. Die teilweise, nicht asphaltierte und enge Strecke meisterten Peter und Murphy mit Bravour und wir erreichten ein Highlight nach dem anderen.

    Rollen wir das Feld von hinten zuerst mit dem Leuchtturm auf. Wer ihm nahekommen will, muss Treppen steigen. 253 steile Stufen. Kein Problem, das schaffen wir locker. Auf dem Weg nach oben begrüsste uns das eine oder andere vorbeihoppelnde Häschen und im angrenzenden Meer schwammen in der Ferne einige Delphine vorbei. Es war ein Fest fürs Auge! Man wusste gar nicht wo hinschauen. Der erhabene Leuchtturm thront dabei herrschaftlich über allem und ist ebenfalls eine reine Augenweide.

    Davor passierten wir den Ort Ngawi, welcher tatsächlich mehr Bulldozer und Traktoren als Einwohner hat. Diese werden für das Wassern und Einholen von Fischerbooten verwendet, da der Ort als Wasserzugang nur den Beach nutzt und die See mitunter sehr wild ist. Die grosse Flotte an Zugfahrzeugen steht mit den Booten aufreiht am Strassenrand und gibt ein fast gespenstisches Bild ab.

    Unwiderstehlich sind die vielen kleinen und zuckersüssen Robben der Seebärenkolonie am Kap, der größten Kolonie der Nordinsel. Mit ihren Knopfaugen sind sie einfach nur putzig und wir könnten stundenlang zusehen, wie sie spielen oder einfach nur, auf den vom Meer umspülten Felsen rumlümmeln.

    Und nun kommen wir mal wieder zu einem Schauplatz von "Herr der Ringe". Es handelt sich dabei um die spektakuläre Felsformation "Putangirua Pinnacles", welche als Drehort für die "Pfade der Toten" in "Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" diente. Hier ritten Aragorn, Legolas und Gimli die unheimliche Dimholt-Straße entlang, um die Armee der Toten zu rufen. Klingt düster und im Film ist es das auch. "In echt" beeindrucken die Zinnen einfach durch ihre mächtige Schönheit. Und der eine oder andere Tourist auf dem Wanderweg dahin sorgt schon dafür, dass man sich nicht einsam fühlt.

    Der, für den Tag vorhergesagte Regen begann dankenswerterweise erst dann, als wir auf den Camping einfuhren. Somit war es alles in allem wieder ein gelungener Tag mit einem uns sehr wohlgesonnenen Wetter.
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  • Und auch wieder zurück in Wellington

    January 13 in New Zealand ⋅ 🌬 21 °C

    Hier waren wir, kurz vor der Überfahrt nach Picton, natürlich auch schon mal. Es gab keinen Footprint, da wir einen längeren Aufenthalt bei der Rückkehr vorgesehen hatten. Aber damals schon hat uns diese Stadt fasziniert und in seinen Bann gezogen. Sie ist ein Multi-Kulti-Mix mit viel Businessflair und einer sportlichen Gesellschaft, die viel, gerne und oft an der Hafenpromenade vorbeijoggt, radelt oder sich einfach nur zum Flanieren oder auf einen After-Work-Drink trifft.

    In der City am Wasser stehen moderne Hochhäuser ganz selbstverständlich neben alten viktorianischen Bauten. Stilistisch völlig unterschiedlich, in Summe aber trotzdem stimmig und sehr charmant. Rundherum auf den Anhöhen, in fast in greifbarer Nähe, befinden sich gewachsene und ansprechende Wohngebiete mit teils hübsch bunten Häuschen.

    Wellington ist Neuseelands Hauptstadt mit etlichen Regierungsgebäuden, in denen ein Grossteil der Bevölkerung beschäftigt ist. Daher weht hier ein anderer Wind als anderswo. Und der weht oft stark und heftig. Wellington ist mit einer durchschnittlichen Mindestwindgeschwindigkeit von 29 km/h die windigste Stadt der Welt und trägt daher den Spitznamen "Windy Welly". Das muss man schon abkönnen, wenn man hier lebt oder leben will. Abgesehen davon ist es eine superschöne und sicher lebenswerte Stadt in der geographischen Mitte von Neuseeland.
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