Ganz hoch auf der Aupouri Peninsula
27 gennaio, Nuova Zelanda ⋅ ☁️ 20 °C
Was der Stephi die Wasserfälle sind, sind dem Peter die Leuchttürme. Von daher führt kein Weg am Cape Reinga vorbei. Über die schmale, ca. 100 km lange Landzunge geht es zum nördlichsten Punkt Neuseelands, an dessen Ende der vielleicht schönste aller Leuchttürme steht. Dieser war der erste überhaupt, den Peter vor rund 40 Jahren gesehen hat. Bis heute blieb ihm das im Gedächtnis, eine Faszination war geboren.
Hier treffen das tasmanische Meer und der Pazifik aufeinander. Im Osten steht auf einem Fels ein kleiner Pohutukawa-Baum - der Inbegriff der Māori-Spiritualität. An diesen Ort reisen nach dem Tod alle Māori-Geister die Küste hinauf und über die windgepeitschte Landschaft zum erwähnten Baum. Von dort steigen sie hinab in die Unterwelt (Reinga), indem sie an einer Wurzel ins Meer hinabgleiten. Die Geister reisen dann unter Wasser zu den Drei-Königs-Inseln, wo sie auf Oahu, den höchsten Punkt der Inseln, steigen und sich ein letztes Mal verabschieden, bevor sie in das Land ihrer Vorfahren, Hawaiki-A-Nui, zurückkehren.
Klingt irgendwie schön, nicht? Wir waren am Abend dort und somit relativ allein. Mit dem Wissen um diesen Glauben der Māori übt dieser Ort tatsächlich eine sehr spirituelle Wirkung aus, der man sich kaum entziehen kann. Ein Kraftort, dessen Atmosphäre und Schönheit an dieser einzigartigen Stelle einfach zutiefst anrührt.
Der Pohutukawa-Baum wird auch New Zealand Christmas Tree oder Eisenholzbaum genannt. Er blüht in der Weihnachtszeit in kräftigem rot und sehr üppig, wie man an Bildern des Footprints "Wellington" schön sehen kann. Dieser hier auf dem sturmerprobten Fels soll über 800 Jahre alt sein, aber noch nie geblüht haben.
An der Westseite der Landzunge findet sich der Ninty Mile Beach, welcher eigentlich nur 65 Meilen lang ist. Aber wir wollen nicht kleinlich sein, denn er erscheint gewaltig und endlos. Der Strand ist nur an wenigen Stellen zugänglich und für Strandaktivitäten und Wassersport nicht geeignet. Dafür kann man ihn motorisiert mit entsprechenden Fahrzeugen wild befahren. Die meisten Autoverleiher erlauben die Fahrt nicht und Autoversicherungen für Privatwägen greifen ebenfalls nicht. Gezeiten müssten beachtet werden, einen Rettungs- und Abschleppdienst gibt es nicht und der Handyempfang ist nicht überall gegeben. Wir konnten einige Abenteuerlustige beobachten, haben uns aber selbst ganz freiwillig zurückgehalten.
Dünen gibt es auch, an dem Sand-Boarding das Highlight ist. Auf kleinen Boards flitzen Gross und Klein kopfüber im Sand die Hänge runter. Auch hier waren wir nur Zaungäste, da wir noch am gleichen Tag zurück zu den Bay of Islands gefahren sind.Leggi altro











Viaggiatore
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