• Auf dem Weg zum Waipoua Forest

    26 gennaio, Nuova Zelanda ⋅ ☁️ 19 °C

    Wir haben umdisponiert und kommen wetterbedingt zu einem späteren Zeitpunkt auf die Bay of Islands zurück. Über Kerikeri fuhren wir durchs Landesinnere an die Westküste der Nordinsel. Zur Kauri Coast, welche nach den endemischen Kauri-Bäumen benannt ist. Diese beeindruckenden Riesen wachsen bis zu 50 Meter hoch, erreichen einen Umfang bis zu 16 Meter und können tatsächlich sehr alt werden. Maori nutzten sie zum Bau von Häusern und Kanus. Mit dem Eintreffen der Siedler startete die Abholzung, so dass es heute nur noch sehr wenige Bestände gibt. Der Waipoua Forest im Northland ist der erste Wald, der 1867 schon von der Krone gekauft und als geschützt deklariert wurde.

    Dort nahmen wir an einer Abendwanderung in kleiner Gruppe teil. Geführt wurde sie von einem jungen Māori, welcher uns allerlei Wissenswertes über Wald, Pflanzen und die Bäume erzählte. Sehr besonders sind die Māori-Gebete, welche gesungen werden, während man die nähere Umgebung dieser Bäume betritt. Es sind Huldigungen oder Bitten, um "Te Matua Ngahere" bzw. den "Vater des Waldes" zu ehren, Erlaubnis zum Betreten seines Reiches zu bitten und sich unter seinem Schutz wohlgesonnen zu wähnen. Klingt schön und sein Gesang inmitten der Natur war wirklich berührend.

    Kauri-Bäume und vor allem ihre Wurzeln sind sehr empfindlich. Daher ist es ein Gebot für alle, vor und nach dem Besuch dieser Wälder die Schuhe zu bürsten und zu desinfizieren. Sollte der Forstschutz im Rahmen von regelmässigen Prüfungen drohende Infektionen bemerken, wird der Zugang für Besucher für unbestimmte Zeit geschlossen. Das ist die effektivste Massnahme, um die Bäume vor der Ausbreitung der "Kauri Dieback Disease" zu schützen.
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