• Bizarre Tempel in Chiang Rai

    12 febbraio, Tailandia ⋅ ☀️ 32 °C

    Tempelnamen in Thailand sind für unsereins schwierig und verwirrend. Es gibt mehr als 40.000, ihre Namen beginnen alle mit "Wat". Ja, und danach wird's abenteuerlich. In Chiang Rai wollten wir "Wat Rong Khun", "Wat Rong Suea Ten" und "Wat Huay Pla Kang" besuchen … besser bekannt als der weisse, der blaue und der rote Tempel. Ein Glück, dass sie farblich unterschieden werden können, denn mit "Wat … Dingsbums" verliert man relativ schnell den Überblick.

    Der weisse Tempel ist kein wirklicher Tempel, sondern eine gigantische Kunstinstallation des thailändischen Künstlers Chalermchai Kositpipat. Öffentlich zugänglich seit 1997 und noch lange nicht fertig. Der Meister mixt hier westliche Trivialkultur mit Elementen östlicher Religion. Das Gute und vor allem das Böse sind allgegenwärtig und drastisch dargestellt in einem Komplex, der mit Schnörkeleien nur so protzt. Die einzelnen Elemente und auch die Absicht des Meisters sind in einem Footprint schwierig darzustellen, sowohl schriftlich als auch in den Bildern. Alles ist sehr überladen, daher gibt es hier nur Auszüge. Man kann "Wat Rong Khun" schön finden oder auch nicht, sehenswert ist es allemal.

    Weitaus schöner und normaler ist der blaue und ebenfalls noch recht junge Tempel im Stadtgebiet. Realisiert wurde er von einem Schüler Chalermchais auf dem Boden eines ehemaligen verfallenen Tempels. "Wat Rong Suea Ten" bedeutet „Tempel des tanzenden Tigers„. Der Verfall des Ursprungstempels lag Gerüchten zufolge darin begründet, das sich in der Gegend viele wilde Tiere, darunter viele Tiger, rumtrieben und es nur wenige Bewohner hatte, die sich um den Erhalt kümmerten.

    Einen roten Tempel gibt es auch. Dieser war nicht leicht zu finden und wir haben prompt den falschen erwischt. Ein kleiner Tempel in der Innenstadt, etwas versteckt und eigentlich fast der Schönste von allen. Seine Name ist übrigens "Wat Phra Kaeo".

    Es heisst "Wat Huay Pla Kang" ist der (richtige) rote Tempel, der tatsächlich jedoch nicht nur rot ist. Man findet ein weitläufiges Areal mit einer neunstöckige Pagode, einem chinesisch angehauchten Heiligtum sowie eine übergrosse weiße Guan-Yin-Statue. Eine beliebte Pilgerstätte für Thais als auch chinesische Besucher, da Guan Yin, die chinesische Göttin des Mitgefühls, hier besonders eindrucksvoll verehrt wird.
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