• Magische Nächte am Strand

    February 2 in Oman ⋅ ☀️ 24 °C

    Heute lassen wir alles ganz entspannt angehen. Wir gehen mit Marie auf den Spielplatz. Sie tobt sich aus und ist glücklich. Gegen Mittag, als es heiß wird, packen wir langsam zusammen und wollen gerade los, als wir plötzlich Antje mit ihrem Truck und ihrem Sohn entdecken. Erst sehen sie uns nicht, wir fahren hinterher, dann halten sie an und wir quatschen kurz. Sie bleiben eine Nacht hier, wir ziehen weiter – sehen uns später nochmal in Salalah.

    Unser Ziel ist Afou Beach. Der Weg führt durch ein Flussbett, wird steil und ruppig. Ein schmaler Pfad mit tiefer Verschränkung, das Auto kippt unangenehm riskant. Wir entscheiden uns für die sichere Variante, parken unten und laufen über den Hügel zum Strand wo unsere Freunde Leslie und Jerome schon warten. Und der Anblick lohnt sich: türkisfarbenes Wasser, eingerahmt von Felswänden, fast menschenleer. Die Wellen sind kräftig, aber wir schaffen es auch mit Marie ins Wasser. Mit ihrer Schwimmnudel reitet sie die Wellen hoch und runter, völlig furchtlos. Das Meer erfrischt, ist aber angenehm warm.

    Später fahren wir weiter zum Fasaia Beach südlich von Salalah. Erst hinauf ins Gebirge, dann über eine gut fahrbare Schotterpiste hinunter. Schon von oben sehen wir den Strand unter uns liegen. Unten angekommen ist es ein Traum. Breiter, flacher Sandstrand, ruhige Wellen. Perfekt für Marie. Wir machen es uns mit Lesley und Jerome gemütlich, baden, kochen zusammen, essen am Strand.

    Am Abend, als wir am Lagerfeuer sitzen ist es überraschend kühl, Pulli und lange Hose tun gut. Dann passiert etwas Magisches. Die Brandung beginnt zu leuchten. Biolumineszenz. Winzige Leuchtalgen, sogenannte Dinoflagellaten, bringen das Wasser bei jeder Bewegung zum Glitzern. Kurz darauf geht ein riesiger, roter Mond über dem Meer auf, einfach schön!

    Wir bleiben noch einen Tag. Spielen am Strand, waschen Wäsche, reden mit netten deutschen Touristen. Am Abend leuchtet das Meer wieder. Dieses Mal gehen wir hinein. Es ist stockdunkel. Jeder Schritt, jede Bewegung lässt uns aufleuchten. Marie jubelt und spielt Elsa die Eiskönigin. Sie will gar nicht mehr raus. Für uns ist es ein einmaliges Erlebnis, still, magisch, unvergesslich.

    Am nächsten Tag heißt es weiterziehen. Aber dieser Ort, dieses leuchtende Meer wird in unserer Erinnerung bleiben.
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