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Transafrika & Orient

Wir reisen von Deutschland entlang der Westroute Afrikas nach Südafrika und im Osten von Afrika in Richtung Norden. Danach geht es weiter auf der arabischen Halbinsel. Read more
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    🇸🇮 Flitsch, Slowenien

    Sarajewo bei Sonnenschein

    Jun 21–22 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ⛅ 30 °C

    Nach dem Frühstück geht es weiter in Richtung Sarajevo. Regina ist überzeugt, dass es nur noch ein bis zwei Stunden bis zum Ziel sind. Doch schnell zeigt sich, dass die Offroad-Strecke deutlich anspruchsvoller ist als erwartet. An einer steilen Kehre kommt der Sprinter nicht mehr um die Kurve. Vorne hängt ein Rad in der Luft und bei eingeschaltetem Allrad dreht dreht das Rad in der Luft durch und es wird keine Kraft auf die anderen 3 Räder übertragen. Erstmal stehen wir etwas ratlos da, da zum Zurücksetzen kein Platz bleibt. Eigentlich müsste der Sprinter das durchdrehende Rad automatisch abbremsen um Kraftverteilung auf die anderen Räder zu bekommen. Aber nichts passiert. Schließlich schaltet Jens den Antrieb der Vorderachse aus. Zu unserer Überraschung fährt der Wagen nur mit dem Heckantrieb geschmeidig den Hang hinauf und wir können erleichtert weiterfahren.

    Die Strecke fordert uns zwar immer wieder, führt aber durch eine beeindruckende Berglandschaft mit herrlichen Ausblicken. Unterwegs erreichen wir das höchstgelegene Dorf Bosniens auf etwa 1.500 Metern Höhe. Statt eines abgelegenen Bergdorfes erwartet uns jedoch ein recht touristischer Ort. Geländewagen bringen Besucher hinauf, ältere Frauen verkaufen selbstgestrickte Souvenirs. Da uns die Atmosphäre nicht besonders zusagt, fahren wir nach einer kurzen Pause weiter.

    Auf dem Rückweg begegnen wir einer großen Wanderveranstaltung und unzähligen Wanderern. Anschließend führt der Weg entlang einer Skipiste langsam hinunter Richtung Sarajevo. Die letzten Kilometer ziehen sich deutlich länger als gedacht und erst am späten Nachmittag erreichen wir den Campingplatz. Deshalb verschieben wir den Stadtbummel auf den nächsten Tag. Marie fühlt sich dort sofort wohl, spielt mit anderen Kindern und wir genießen einen gemütlichen Abend beim Grillen, vielen Gesprächen und einem kleinen Lagerfeuer.

    Am nächsten Morgen fahren wir zum Parkplatz und laufen über die ehemalige Bobbahn der Olympischen Winterspiele von 1984 hinunter nach Sarajevo. Der Weg ist steil und steinig, aber spannend. In der Altstadt stärken wir uns zunächst mit Ćevapčići und schlendern anschließend durch die Gassen. Wegen der großen Hitze verzichten wir auf weitere Besichtigungen und fahren stattdessen mit der Seilbahn wieder den Berg hinauf. Zum Abschluss finden wir außerhalb der Stadt einen idyllischen Platz an einem kühlen Bach. Das Wasser ist zwar flach, sorgt aber für die perfekte Erfrischung, bevor wir den Abend gemeinsam entspannt ausklingen lassen.
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  • Zwischen Mostar und Wildnis

    June 18 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ⛅ 31 °C

    Heute geht es mit der ganzen Luschi Gruppe nach Mostar. Wir fahren über eine kleine Straße ins Tal und parken etwas oberhalb der Stadt. Von dort laufen wir in die Altstadt hinab.

    Mostar liegt in Herzegowina und ist vor allem für seine historische Altstadt und die berühmte Brücke bekannt. Das Wahrzeichen, die Stari Most, wurde im Bosnienkrieg im November 1993 zerstört und 2004 wieder originalgetreu aufgebaut. Durch die Stadt fließt die eiskalte Neretva.

    Schon beim Ankommen merken wir, dass Mostar ein echter Touristenmagnet ist. Eigentlich wollen wir solche Orte meiden, aber Mostar ist ein Must see, also kämpfen wir uns durch die engen Gassen voller Souvenirläden. Bei über 30 Grad holen wir uns erst einmal ein Eis zur Abkühlung.

    Dann geht es zur Brücke. Sie ist beeindruckend, aber auch sehr voll. Die Steine sind durch die vielen Besucher glatt, sodass man vorsichtig gehen muss. Unten am Fluss ist das Wasser eiskalt und glasklar. Jens und David gehen komplett hinein, die anderen halten nur die Füße ins Wasser und genießen die Abkühlung.

    Danach verlassen wir die Hauptwege und erkunden ruhigere Teile der Stadt und eine weitere schöne Brücke. Nach einem kurzen Drink in der Altstadt haben wir genug vom Trubel und fahren weiter.

    Am Nachmittag geht es hinauf in die Berge. Die Straße wird schnell schmal und führt auf ein Hochplateau auf etwa 1500 Meter. Die Landschaft ist rau und beeindruckend. Immer wieder sehen wir Wildtiere, sogar ein Tier, vermutlich ein Luchs, huscht direkt vor uns in den Wald, dazu Rehe und eine Schlange am Straßenrand.

    Die Strecke wird anspruchsvoll. Durch eine enge Schlucht fahren wir enge Serpentinen hinunter. Alle sind konzentriert, auch Marie fragt zwischendurch vorsichtig nach, ob alles gut geht. Doch wir schaffen es sicher hinunter.

    Unten führt eine schmale Brücke über einen klaren Fluss, bevor wir weiter eng entlang der Felswand fahren. In einem kleinen Dorf schmunzeln wir wieder über einen alten Golf der scheinbar diese Strecke seit vielen Jahren meistert.

    Schließlich erreichen wir eine kleine Kapelle oberhalb des Tals und schlagen dort unser Lager auf. Zwei junge Wanderer aus Berlin sind ebenfalls da und bekommen von uns etwas Wasser, bevor sie sich erschöpft zurückziehen.

    Am Abend sitzen wir am Feuer. Regina kocht Eintopf für alle, es ist kühl und windig auf der Höhe. Wir lachen viel, erzählen und lassen den Tag ruhig ausklingen.
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  • Wildpferde bei Livno

    June 17 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ☀️ 23 °C

    Nach der ersten Nacht zusammen mit unserer Luschi-Crew starten wir entspannt mit einem gemeinsamen Frühstück am See. Alle sind noch etwas verschlafen, aber glücklich, wieder als Gruppe unterwegs zu sein.

    Wir fahren gemeinsam in Richtung Livno und weiter hinauf auf ein Hochplateau, bekannt für seine Wildpferde. Die Schotterpiste hinauf ist anspruchsvoll aber machbar. Und wieder einmal kommt uns hier abseits befestigter Straßn ein alter VW Golf entgegen, was uns zum Lachen bringt.

    Oben sehen wir schon die ersten Pferde. Eine kleine Gruppe steht nah am Weg und lässt uns bis auf wenige Meter heran. Nach einer Pause und vielen Fotos fahren wir weiter über die Hochebene, die Strecke bleibt spannend und steinig.

    Hinter einer Kuppe taucht plötzlich eine große Herde auf, vielleicht fünfzig bis siebzig Wildpferde. Sie kommen langsam näher und bewegen sich neugierig um unsere Autos herum. Eine besondere Szene entsteht, als ein Hengst auf Jens zuläuft und eine Stute ihn abblockt.

    Später setzen wir unsere Fahrt fort und erreichen schließlich einen See auf etwa 1500 Metern Höhe. Dort verbringen wir einen ruhigen Abend am Lagerfeuer. Nach einer ruhigen Nacht in der Höhe geht es am nächsten Morgen weiter.
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  • Die Luschies wieder vereint

    June 16 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ☁️ 24 °C

    Es ist der 17. Juni und wir fahren in Richtung Livno. Südlich der Stadt liegt der große Buško Jezero See, an dem wir mittags ankommen. Die Landschaft ist weit, offen und leicht windig und genau hier wartet schon jemand auf uns.

    Es ist Frank aus Dänemark, ein Teil unserer Luschi-Afrika-Reisegruppe. Heute ist es endlich so weit, die Luschis kommen wieder zusammen. Schon vor Monaten hatten wir die Idee, dass wir uns irgendwo auf dem Balkan treffen könnten und mit der Zeit wurde daraus ein echter Plan. Die Routen haben sich ergeben, die Ferien wurden gebucht und am Ende passt alles perfekt zusammen.

    Frank ist bereits einen Tag früher angekommen und wartet voller Vorfreude auf uns. Als wir uns sehen, fallen wir uns direkt in die Arme. Auch Marie ist total glücklich, ihn endlich wiederzusehen. Es gibt viel zu erzählen und wir verbringen die ersten Stunden damit, einfach gemeinsam am See zu sitzen und anzukommen.

    Wir suchen uns anschließend einen schönen Platz in der Natur und beginnen damit, Holz für das Lagerfeuer zu sammeln. Am Abend wollen wir in alter Afrika-Manier Stockbrot machen.

    Später kommen auch Alexandra und David dazu. Damit ist die Luschi Gruppe wieder vereint. Marie läuft den beiden sofort entgegen und fällt ihnen in die Arme. Sie hat sich schon so lange auf dieses Wiedersehen gefreut, dass sie ihnen sogar vorher eine Sprachnachricht geschickt hat, dass sie sich beeilen sollen. Darüber müssen alle lachen.

    Am Abend sitzen wir schließlich alle gemeinsam am Feuer. Es gibt Stockbrot, viel Gelächter und Leuchtringe, die Marie begeistert ausprobiert. Wir genießen den Moment sehr und sind einfach froh, dass wir uns hier in Bosnien wiedergefunden haben und nun ein paar Tage gemeinsam weiterreisen.
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  • Regen in Bosnien

    June 15 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ⛅ 25 °C

    Wir verlassen den Durmitor Nationalpark und fahren über einen kleinen Grenzübergang in den Bergen nach Bosnien. Die Grenze führt über eine schmale Holzbrücke, auf der immer nur eine Seite befahren werden kann. Nebenan herrscht reges Treiben am Fluss. Überall sind Rafting-Anbieter unterwegs, Busse holen Gäste ab und auf vielen Autos liegen große Schlauchboote auf dem Dach.

    Der Grenzübertritt selbst geht überraschend schnell. Ein kurzer Blick in die Pässe und schon sind wir in Bosnien. Die Straße schlängelt sich weiter durch die Berge entlang des Flusses. Eigentlich hätten wir Lust auf eine Rafting-Tour, aber Regina fühlt sich noch nicht ganz fit, deshalb lassen wir es bleiben.

    Stattdessen fahren wir zu einem wunderschönen Platz direkt am kristallklaren Fluss. Die Zufahrt über einen steilen Schotterweg ist etwas knifflig, doch unten erwartet uns ein kleiner Strand. Das Wasser ist traumhaft, aber eiskalt. Für ein kurzes Bad reicht es, länger hält man es kaum aus.

    Während wir frühstücken, kommen einheimische Familien vorbei. Marie findet schnell Anschluss und spielt mit den Kindern am Ufer. Gemeinsam bauen sie im Sand und haben sichtlich Spaß.

    Am Nachmittag erreichen wir Sarajevo. Kaum sind wir angekommen, ziehen dunkle Wolken auf und ein heftiges Gewitter entlädt sich über der Stadt. Trotzdem schaffen wir es in die Altstadt und probieren die berühmten Ćevapi, darunter auch die mit Käse gefüllte Variante. Das Essen schmeckt hervorragend.

    Als der Regen kurz nachlässt, spazieren wir noch durch die Stadt. Doch schon bald schüttet es wieder. Marie freut sich über jede Pfütze, während wir möglichst schnell zurück zum Auto laufen.

    Besonders nachdenklich machen uns die vielen Einschusslöcher, die wir an den Häusern sehen. Sie erinnern daran, wie präsent die Spuren des Krieges hier noch immer sind. Am Abend verlassen wir Sarajevo wieder und finden einen ruhigen Platz in der Natur. Der Regen hört auf und am nächsten Morgen begrüßt uns wieder strahlender Sonnenschein.
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  • Durmitor Nationalpark - Bergidylle

    June 13 in Montenegro ⋅ ⛅ 17 °C

    Am nächsten Morgen geht es ins bergige Hinterland von Montenegro. Sofort verändert sich die Landschaft. Weite Wiesen, Seen und schneebedeckte Berge zeigen eine ganz andere Seite des Landes. An einem Stausee machen wir Pause, entdecken eine Wasserschlange und Marie geht noch kurz schwimmen.

    Später erreichen wir den Durmitor Nationalpark und besuchen den bei Touristen beliebten Schwarzen See. Die Wanderung rund um den See ist wunderschön und führt vorbei an einer Quelle und herrlichen Ausblicken. Am Abend lernen wir eine Familie aus Hamburg kennen und essen gemeinsam in einer kleinen Nudelbar. Die Trüffelpasta schmeckt hervorragend und wir verbringen einen richtig schönen Abend zusammen.

    Am nächsten Morgen verabschieden wir uns und folgen einer beeindruckenden Panoramastraße. Aus einem kurzen Stopp wird eine längere Wanderung mit tollen Aussichtspunkten und einem Bergsee. Danach geht es weiter durch spektakuläre Serpentinen zu einem türkisfarbenen See, an dem wir übernachten.

    Beim Baden entdecken Regina und Marie am nächsten Morgen erneut eine Wasserschlange mit einem Fisch im Maul. Der See ist eisig kalt, aber sehr schön. Nach einem letzten entspannten Frühstück machen wir uns schließlich auf den Weg zur nahen Grenze nach Bosnien.
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  • Erste Eindrücke aus Montenegro

    June 12 in Montenegro ⋅ ☀️ 24 °C

    Da Regina etwas kränkelt und der Schreck aus den Bergen sitzt und noch etwas in den Knochen. Darum haben wir uns dazu entschieden Nordmazedonien bzw. Ohridsee auszulassen und direkt Montenegro anzusteuern. Zuvor wird in einer Reifenwerkstatt noch schnell der Reifen repariert und montiert. Die Nacht verbringen wir an einem ruhigen Strand, wo Regina sich ausruhen und etwas erholen kann. Am Morgen verlassen wir Albanien und fahren nach Montenegro. Die Grenze ist überraschend schnell erledigt und wir sind gespannt auf das Land, von dem wir schon so viel Gutes gehört haben. Montenegro ist zwar klein, beeindruckt aber mit seiner Mischung aus Bergen und Adriaküste.

    Schon nach kurzer Zeit fällt uns auf, dass die Küste sehr dicht bebaut ist. Viele Strände sind von Hotels oder Ferienanlagen umgeben und oft kaum zugänglich. Ganz im Süden finden wir zum Glück direkt am Meer unter Bäumen einen schönen Platz zum Übernachten. Eigentlich ist Wildcampen verboten, doch wir haben Glück und verbringen dort einen ruhigen Abend. Über dem Meer zieht sogar noch ein Gewitter vorbei. Marie überredet Regina trotz ihrer Erkältung zu einem kurzen Sprung ins Wasser.

    Am nächsten Morgen probieren wir in einer Bäckerei leckeren Burek mit Spinat und Käse, bevor wir weiter Richtung Norden fahren. Leider wird die Küste immer voller und moderner. Baukräne, Hotels und Apartmentanlagen prägen das Bild und entsprechen so gar nicht unseren Erwartungen.

    An der Bucht von Kotor gefällt es uns wieder deutlich besser. In Tivat gehen wir noch einmal schwimmen und entdecken sogar die riesige unübersehbare Segelyacht Black Pearl. Über die schmale Küstenstraße fahren wir schließlich hinauf in die Berge und finden oberhalb der Bucht einen traumhaften Stellplatz mit herrlichem Ausblick. Dort verbringen wir eine wunderbar ruhige Nacht.
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  • Wenn die Piste zur Prüfung wird

    June 8 in Albania ⋅ 🌧 21 °C

    Wir fahren ins albanische Landesinnere Richtung Ohridsee. Regina hat zuvor eine Offroad-Piste herausgesucht, die laut Google Maps und Satellitenbildern tatsächlich befahrbar sein soll. Auch die Navigation bestätigt die Route über einen Bergpass. Die Berge sind in diesem Frühling grün, blühend und wunderschön. Wir starten voller Vorfreude zu den heißen Quellen bei Përmet Richtung Gjirokastra und weiter nach Moglicë.

    Am Vormittag ist die Strecke noch angenehm zu fahren, doch je weiter wir kommen, desto steiniger, schmaler und anspruchsvoller wird der Weg. Trotzdem begegnen uns immer wieder Autos, sogar Limousinen und Mietwagen, was uns überrascht und gleichzeitig verunsichert. Immer wieder halten wir an, um die unglaubliche Landschaft zu genießen, die gleichzeitig so wild und so einsam wirkt.

    Mit der Zeit wird der Weg immer abgelegener. Wir fahren durch kleine Bergdörfer, über schmale Schotterpisten entlang steiler Hänge. Die Unsicherheit wächst langsam, doch wir bleiben optimistisch. Kurz nach einer ersten schwierigen Passage wird es ernst. Eine enge Schräge mit mit einer 90-Grad-Kurve und einer Auswaschung bringt uns in eine gefährliche Situation. Das Fahrzeug rutscht hinten rechts in die Auswaschung und gerät in Schräglage. Daraufhin springt der Reifen vorne rechts von der Felge. Unser rollendes Zuhause droht den Abgang herunter zu kippen. Zum Glück sind Marie und Regina zu diesem Zeitpunkt nicht im Auto. Jens stellt schnell den Motor ab und steigt aus , wobei Regina sich an die Fahrertür hängt.

    In diesem Moment bleibt alles stehen. Marie schreit panisch, und wir versuchen gleichzeitig ruhig zu bleiben und das Auto zu stabilisieren. Die Lage ist ernst, der Hang neben uns wirkt plötzlich viel steiler.

    Entsetzt aber entschlossen beginnen wir zu handeln. Wir spannen Gurte vom Dachträger zu einem Baum um ein Kippen zu verhindern als sich plötzlich ein Rallye Quad vorbei drängelt sich. Er kommt ebenfalls ins Rutschen und bringt unseren Rocky fast zum Absturz. Wir sind Fassungslos!

    Da ein Unglück selten allein kommt zieht auch noch ein Gewitter auf und es droht zu regnen. Das Regenwasser würde ganz klar durch die Auswaschung fließen, in der unser Rocky mit dem Hinterrad hineingerutscht ist. Er droht also nach wie vor den Hang abzurutschen. Wir graben eine kleine Rinne um das kommende Regenwasser umzuleiten. Dann setzt auch schon der Regen ein. Marie sitzt hysterisch weinend im Strandzelt, während wir durchnässt und im Schlamm weiterarbeiten und versuchen, die Kontrolle zurückzubekommen. Plötzlich kommt das Rallye-Quad erneut vorbei und brettert haarscharf an uns vorbei und über unsere Waschschüssel, die in Teile zerspringt während Marie und Regina schreien. Was für ein Wahnsinn!

    Jens legt sich unter das Auto in den Schlamm und setzt den Wagenheber an, um ihn hinten rechts aus der Auswaschung zu heben. Währenddessen sammeln Regina und Marie Steine, um damit die Auswaschung zu füllen.

    In dieser angespannten Situation tauchen plötzlich zwei polnische Geländewagen auf. Die Fahrer steigen aus und helfen ohne zu zögern. Ihre Ruhe überträgt sich ein Stück weit auf uns. Gemeinsam sammeln wir Steine und platzieren sie in der Furche unter dem Hinterrad. Mittlerweile regnet es kräftig und der Weg hat sich in eine mega glitschige Schlammpiste verwandelt.

    Langsam kommt das Fahrzeug wieder in eine bessere Position bis es schließlich recht stabil steht. Dann wird mit dem Wagenheber das Vorderrad gegen das Ersatzrad gewechselt. Mit jedem Moment wächst die Erleichterung ein wenig mehr. Als wir schließlich realisieren, dass das Auto wieder stabil steht, fällt eine enorme Anspannung von uns ab.

    Jetzt gilt es noch den Wagen rückwärts den rutschigen Anstieg zurück zu einem, von den Polen präparierten, Wendepunkt zu manövrieren. Bei Jens ist die Anspannung riesig. Falls der Wagen ins Rutschen kommt ist er kaum noch aufzuhalten. Doch schließlich klappt es ohne Probleme. Wir sind völlig durchnässt, erschöpft und gleichzeitig glücklich das uns die Bergung geglückt ist.

    Gemeinsam treten wir die Rückfahrt an. Als wir das Tal erreichen und es bereits dunkel wird, sind wir einfach nur froh, wieder festen Boden unter uns zu haben. Wir verbringen einen lustigen Abend zusammen und gehen erst gegen 2 Uhr Nachts todmüde ins Bett.
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  • Zwischen Bergen und Flussläufen

    June 5 in Albania ⋅ ☀️ 27 °C

    Wir fahren ins Landesinnere Albaniens Richtung Gjirokastra. Unterwegs finden wir einen wunderschönen Platz direkt am Fluss auf einer grünen Wiese. Spontan entscheiden wir zu bleiben, weil es sonst schön ist.

    Die Menschen sind hier deutlich offener als an der Küste, sie winken und grüßen freundlich. Auch ein Bauer mit seinen Schafen kommt vorbei, und immer wieder tauchen freundliche Hunde auf.

    Für den nächsten Tag plant Regina eine Offroad-Strecke, da wir unterwegs viele Geländewagen sehen und schnell merken, dass die Region dafür bekannt ist. Von Gjirokastra geht es über ein Hochplateau in die Berge. Die Strecke ist zuerst asphaltiert und bietet immer wieder tolle Aussichtspunkte.

    Dann wird sie zur Schotterpiste und führt durch kleine Bergdörfer. Besonders überraschend sind die Gegensätze. In sehr einfachen Gegenden stehen plötzlich neue Audi- oder Mercedes-Limousinen auf den Höfen.

    Eine Straße ist nach Starkregen abgesackt und nicht mehr befahrbar, also müssen wir umdrehen. Am Abend kehren wir zurück zu unserem schönen Platz am Fluss, grillen dort und genießen die Ruhe.

    Am nächsten Tag fahren wir weiter zu Thermalquellen im Osten. Dort liegen warme Naturbecken entlang eines Flusslaufs, die wir zu Fuß erreichen. Trotz Wochenende verteilt sich alles gut, und wer weiter läuft, findet ruhige Plätze.

    Regina ist etwas erkältet, deshalb nehmen wir es ruhiger. Marie lernt ein gleichaltriges deutsches Mädchen kennen, und wir kommen mit der Familie aus Berlin ins Gespräch, die ebenfalls auf Balkanreise ist.

    Zum Schluss finden wir noch einen ruhigen Stellplatz bei einem Rafting-Einstieg am Fluss und verbringen dort eine stille Nacht in schöner Umgebung.
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  • Albanien – ein Land voller Gegensätze

    June 2 in Albania ⋅ ⛅ 25 °C

    Auf geht’s ins nächste Land – Albanien. Mit gemischten Gefühlen überqueren wir die Grenze und sind gespannt, was uns erwartet. Die Einreise verläuft überraschend schnell und unkompliziert, was uns positiv überrascht.

    Schon nach den ersten Kilometern fällt uns die schöne Landschaft auf. Gleichzeitig wirkt vieles deutlich einfacher und ärmlicher als in den Ländern zuvor. Die Menschen erscheinen zunächst eher zurückhaltend und wir haben ein ungewohntes Gefühl, das sich schwer beschreiben lässt. Auffällig sind die vielen Mercedes und sogar deutsche Flaggen an Autos oder Werkstätten – offenbar ein echtes Statussymbol.

    An der Küste verändert sich das Bild. Überall entstehen Hotels, Straßen und Beachclubs. Die kleinen Buchten sind wunderschön, doch freie Plätze am Meer sind selten. Schließlich finden wir zwischen einigen anderen Campern doch noch einen Stellplatz direkt am Wasser.

    Etwas irritiert sind wir, als sich ein österreichisches Wohnmobil direkt vor uns stellt, obwohl rundherum noch genügend Platz ist. Nach fast zwei Jahren überwiegend frei in der Natur zu stehen, fühlt sich das für uns ziemlich ungewohnt an.

    Dafür entschädigt das Meer sofort. Der Kiesstrand ist wunderschön, die Nacht angenehm ruhig und Marie findet schnell neue Freunde unter den deutschen Nachbarn.

    Am nächsten Tag kommt Wind auf und wir können endlich wieder kitesurfen. Den Nachmittag verbringen wir abwechselnd auf dem Wasser, während Marie mit ihren neuen Freunden spielt. Nach einer weiteren ruhigen Nacht setzen wir unsere Reise durch Albanien fort.
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  • Bootsfahrt und Abschied auf Korfu

    May 30 in Greece ⋅ ☀️ 25 °C

    Heute leihen wir uns ein kleines Motorboot, um die wunderschönen Buchten von Korfu zu entdecken. Schon um zehn Uhr stehen wir voller Vorfreude an der Bootsvermietung. Mit an Bord haben wir ein Stand Up Paddle und ein Wakeboard. Eigentlich wollen wir versuchen, mit dem Boot Wakeboard zu fahren, doch dafür hat der Motor mit seinen 30 PE leider zu wenig Leistung. Jens kann zwar auf dem Board hinterm Boot surfen, aber richtig Fahrspaß kommt dabei nicht auf.

    Also pumpen wir kurzerhand das Stand Up Paddle auf und erkunden damit zuerst eine traumhafte Bucht. Das türkisblaue Wasser lädt zum Schwimmen ein und die Aussicht vom Wasser aus ist einfach wunderschön. Anschließend lassen wir uns abwechselnd auf dem Board hinter dem Boot herziehen. Mal klappt es besser, mal schlechter, aber der Spaß ist riesig. Die Kinder machen sogar ein kleines Mittagsschläfchen auf dem Boot und trauen sich später selbst auf dem Board hinterhergezogen zu werden. Linus und Marie machen das richtig toll und sind total stolz. Es ist einer dieser Urlaubstage, die man am liebsten festhalten möchte.

    Am Abend kehren wir zurück, grillen gemeinsam und genießen unseren letzten Abend zusammen, bevor wir müde ins Bett fallen.

    Nach dem Frühstück heißt es Abschied nehmen. Wir verabschieden uns von Daniel, Louise, Linus und Carla und setzen unsere Reise allein fort. Die gemeinsame Zeit war einfach wunderschön und wir sind dankbar für die vielen gemeinsamen Erlebnisse.

    Bevor wir Korfu verlassen, fahren wir noch einmal in den Süden der Insel. Dort finden wir einen langen Sandstrand in einem Naturschutzgebiet und können mit dem Camper direkt am Meer stehen. Nach den lebhaften Orten genießen wir hier die Ruhe, verbringen den Tag im Wasser beim Kitesurfen und starten den nächsten Morgen mit einem Jogginglauf am Strand. An einem kleinen Kanal entdecken wir sogar kleine Schildkröten.

    Am Nachmittag nehmen wir schließlich die Fähre zurück aufs Festland.

    Tschüss Korfu. Es waren unvergessliche Tage auf einer wunderschönen Insel.
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  • Maries 5. Geburtstag

    May 29 in Greece ⋅ ☀️ 27 °C

    Es ist sieben Uhr morgens.

    „Mama, Papa habe ich heute Geburtstag?“

    „Ja heute wirst du fünf Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch! Es ist noch früh leg dich noch mal zu uns hin.“

    „Nö juhuu ich freue mich sooo Heute ist mein Nichts ist verboten Tag und tschüss.“

    Und schon ist sie aus dem Schlafzimmer verschwunden.

    Regina und Jens quälen sich kurz später aus dem Bett. Die Nacht davor haben sie noch bis halb zwei Geschenke eingepackt und alles für den großen Tag vorbereitet. Entsprechend müde sind sie jetzt. Luise, Linus und Carla sind schon oben und haben Marie bereits gratuliert. Gemeinsam singen wir noch einmal Geburtstagslieder und starten in den Tag.

    Erst einmal brauchen Jens seinen Kaffee und Regina ihren Tee um richtig wach zu werden. Marie dagegen ist voller Energie. Überall hängen Luftballons in der Wohnung und sie strahlt über das ganze Gesicht. Immer wieder fragt sie nach ihren Geschenken und erzählt voller Freude dass heute ihr "Nichts ist verboten Tag" ist.

    Fünf Jahre wird sie heute alt. Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht.

    Sie bekommt ihre ersten Geschenke und ist überglücklich. Sofort erinnert sie uns daran dass heute gespielt werden darf wie man möchte und dass natürlich auch Süßigkeiten erlaubt sind. Genau das hatte sie sich für ihren Geburtstag gewünscht.

    Zum Frühstück gibt es jede Menge Leckereien und natürlich Pancakes ihre absolute Lieblingsspeise. Carla und Linus freuen sich mindestens genauso sehr darüber.

    Anschließend beginnt das nächste Abenteuer. Regina schleicht sich heimlich voraus legt einen Schatzpfad aus bemalt einige Steine und versteckt den Schatz am Strand. Währenddessen suchen die anderen mit den Kindern nach der Schatzkarte. Die Aufregung ist riesig als sie die Karte schließlich in der Wohnung entdecken.

    Mit der Schatzkarte in der Hand machen sie sich auf den Weg und finden unterwegs immer wieder bemalte Hinweis-Steine. Am Strand beobachten wir sie schon von Weitem wie sie eifrig nach dem richtigen Weg suchen. Zum Schluss wartet noch ein kleines Rätsel auf sie. Mit etwas Hilfe lösen sie es und entdecken den Schatz unter einem Tretboot. Die Freude ist riesengroß. Im Schatz warten Gummibärchen und für alle Drei ein kleiner Ball.

    Danach verbringen wir noch einige schöne Stunden am Strand, genießen das Wasser und die gemeinsame Zeit. Später geht es zurück zur Wohnung wo weitere Geschenke ausgepackt werden und viele liebe Geburtstagsanrufe eingehen. Anschließend wird noch im Pool geplanscht und ehe wir uns versehen ist schon Nachmittag.

    Nach dem Mittagessen bereiten wir am Abend den Grill vor spielen gemeinsam und feiern eine kleine Kinderparty mit vielen Spielen und ganz viel Lachen.

    Als der Tag zu Ende geht sagt Marie mit leuchtenden Augen

    „Das war der schönste Geburtstag überhaupt.“

    Müde aber glücklich fallen am Abend alle ins Bett und Marie schläft mit einem riesigen Lächeln im Gesicht ein.
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  • Korfu

    May 26 in Greece ⋅ ⛅ 23 °C

    Es ist soweit Nach einer ruhigen Nacht am Hafen von Igoumenitsa setzen wir mit der Fähre nach Korfu über Schon nach anderthalb Stunden rollen wir wieder von Bord und erleben direkt eine tolle Überraschung Unsere Freunde Luise Daniel Carla und Linus warten bereits auf uns

    Marie und Linus fallen sich sofort in die Arme als sie sich wiedersehen und von da an sind die drei Kinder unzertrennlich Gemeinsam mit Carla spielen sie den ganzen Tag zusammen und verbringen jede freie Minute im Pool

    Für die nächsten fünf Tage ziehen wir in eine wunderschöne Unterkunft bei Kalami im Nordosten der Insel Die Wohnung ist groß und gemütlich und die Dachterrasse und der Pool machen den Aufenthalt perfekt

    Auch für uns Erwachsene ist das Wiedersehen etwas Besonderes Nach fast zwei Jahren haben wir uns unglaublich viel zu erzählen und genießen die gemeinsame Zeit sehr Der kleine Strand von Kalami gefällt uns ebenfalls gut auch wenn es dort etwas touristisch zugeht

    Einen Tag fahren wir nach Korfu Stadt und schlendern durch die schöne Altstadt Wegen der großen Hitze haben die Kinder aber schnell genug gesehen und möchten lieber zurück zum Pool Das ist ohnehin ihr Lieblingsort

    Die Tage vergehen viel zu schnell Wir grillen Fisch Garnelen Fleisch und Würstchen frühstücken auf der Dachterrasse und genießen einfach das Zusammensein Es sind rundum schöne und entspannte Urlaubstage
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  • West-Griechenland

    May 23 in Greece ⋅ ☁️ 24 °C

    Wir erreichen eine wunderschöne Bucht an der Westküste. Regina hat sie auf Google Maps entdeckt und sie ist genauso schön, wie sie verspricht. Eigentlich darf man hier in der Hauptsaison nicht campen, aber jetzt in der Vorsaison stehen wir fast allein. Nur eine Schweizer Familie ist ebenfalls hier.

    Unsere Fahrzeuge stehen terrassenförmig direkt über dem glasklaren Wasser. Am Abend kommen wir schnell mit den Eltern der Familie ins Gespräch. Sie sind bereits seit sechs Wochen unterwegs. Während die Sonne untergeht, genießen wir den ruhigen Abend und entdecken später sogar Glühwürmchen. Danach schlafen wir in absoluter Stille.

    Am nächsten Morgen spielt Marie sofort mit dem kleinen drei jährigen Juri. Die Kinder verstehen sich auf Anhieb gut. Wir unterhalten uns noch mit den Eltern und gehen anschließend in der traumhaften Bucht baden. Das Wasser ist kristallklar und angenehm warm. Die Familie bricht danach auf, da sie heute noch die Fähre nach Italien erreichen muss.

    Wir bleiben noch und finden einen noch schöneren Platz direkt am Wasser. Dort genießen wir die Ruhe, holen unser Stand-up-Paddle-Board heraus und drehen eine kleine Runde durch die Bucht. Dort ankert ein Segelboot aus der Schweiz und wir paddeln hin und Plausdern etwas. Den restlichen Tag verbringen wir entspannt am Strand und bleiben eine zweite Nacht.

    Am nächsten Morgen genießen wir noch einmal das Meer, bevor wir mittags weiterfahren. Unser Weg führt uns nach Parga.
    Dort regnet es, weshalb wir uns den Ort nur von den Bergen aus anschauen. Auch so wirkt er sehr schön und sicher gut für einen schönen Urlaub.

    Danach fahren wir weiter und finden eine weitere Bucht mit Kiesstrand und kleinem Hotel. Kaum angekommen, hört der Regen auf. Wir treffen zufällig ein deutsches Paar mit Camper und kommen kurz ins Gespräch, während Marie wieder direkt im Camper verschwindet. Schließlich beschließen wir spontan zu bleiben.

    Wir verbringen einen ruhigen Nachmittag am Strand, entdecken einen kleinen Fluss, der ins Meer mündet, und genießen die entspannte Atmosphäre. Am Abend wird es ruhig und wir schlafen gut.

    Am nächsten Morgen scheint die Sonne von einem wolkenlosen Himmel. Wir schwimmen noch einmal durch die Bucht und genießen das klare Wasser. Marie hat viel Spaß im Meer.

    Gegen Mittag fahren wir weiter Richtung Igoumenitsa, wo wir einkaufen und uns auf die Fähre vorbereiten, die uns auf den nächsten Abschnitt unserer Reise bringt.
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  • Meteora

    May 21 in Greece ⋅ ⛅ 22 °C

    Bei strahlendem Sonnenschein erreichen wir die beeindruckenden Meteora-Klöster. Da wir von unten kommen, besuchen wir zuerst das Roussanou-Kloster. Direkt davor finden wir einen Parkplatz. Das kleine Kloster wirkt fast verwunschen und hat eine ganz besondere Atmosphäre. Wir schauen uns kurz um, genießen die fantastische Aussicht und bewundern vom Aussichtspunkt die gewaltigen Felsen der Umgebung.

    Danach fahren wir weiter zum Varlaam-Kloster. Hier ist deutlich mehr los und alles wirkt touristischer. Auf dem großen Parkplatz stehen viele Autos und von hier aus könnte man auch das berühmte große Meteoron besuchen. Darauf verzichten wir jedoch, weil es uns dort zu voll erscheint. Trotzdem entscheiden wir uns für einen Besuch im Varlaam-Kloster. Der Eintritt kostet nur fünf Euro und die Anlage ist wirklich beeindruckend. Drinnen zünden wir sogar eine Kerze an. Für Marie ist das eine ganz neue Erfahrung.

    Weil es inzwischen sehr heiß geworden ist, suchen wir uns anschließend einen Platz im Schatten. Alle Bänke sind besetzt, doch vor dem Getränke- und Eisautomaten entdeckt Marie einen kleinen schattigen Platz. Dort machen wir eine Pause. Dabei fällt uns auf, dass auf einem Automaten noch ein Euro Guthaben angezeigt wird. Wir warten eine Weile, ob jemand zurückkommt. Als niemand erscheint, drückt Regina auf den Knopf für die Rückgabe des Geldes. Zu unserer Überraschung fallen gleich 3,50 Euro heraus. Das finden wir ziemlich lustig.

    Danach gehen wir die schöne Treppe wieder hinunter. Dabei fragen wir uns, wie die Menschen früher überhaupt zu diesen Klöstern hinaufgekommen sind. Heute sind die Wege und Treppen restauriert und gut ausgebaut. Früher muss der Aufstieg auf die steilen Felsen unglaublich anstrengend gewesen sein.

    Anschließend fahren wir noch zum Kloster Agia Triada. Dort bleiben wir draußen, machen einige Fotos und genießen noch einmal die Aussicht. Langsam wird es uns allen etwas zu viel. Die Hitze macht sich bemerkbar und Marie hat keine große Lust mehr auf weitere Besichtigungen. Deshalb beschließen wir, weiterzufahren.

    Der Ausflug nach Meteora hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die einzigartige Landschaft und die auf den Felsen thronenden Klöster gehören zu den beeindruckendsten Orten unserer Reise.

    Wir fahren weiter Richtung Westen und machen unterwegs noch eine Pause auf einer schönen Wiese, auf der einige Schafe vorbeiziehen. Später suchen wir uns einen Übernachtungsplatz an einem See auf dem Weg zum Ionischen Meer. Wir finden einen wunderbaren Platz direkt am Wasser. Unterwegs ziehen zwar Gewitter durch, doch als wir ankommen, hört der Regen auf. Wir können draußen sitzen und die friedliche Atmosphäre genießen. Schwäne und Enten kommen bis ans Ufer. Am Abend lauschen wir einem beeindruckenden Froschkonzert, bevor unser erlebnisreicher Tag entspannt ausklingt.
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  • Bei den Götter im Olymp

    May 20 in Greece ⋅ ⛅ 13 °C

    Nach ein paar Tagen am Meer fahren wir weiter zum Olymp. Den mächtigen Berg haben wir schon von der anderen Seite gesehen. Mit 2.917 Metern ist er der höchste Berg Griechenlands und in der Mythologie der Sitz der Götter. Schon von weitem wirkt das Gebirge beeindruckend und fast schon mystisch.

    Die Anfahrt dauert etwas länger, weil wir in Griechenland meist die Autobahnen meiden. Die Maut ist uns einfach zu teuer, also fahren wir über kleine Landstraßen. Das dauert zwar länger, aber wir sehen viel mehr vom Land. Von unserem Stellplatz am Meer sind es am Ende nur noch etwa dreißig Minuten bis zum Startpunkt der Wanderung.

    Wir fahren hinauf bis Prionia und finden dort direkt einen Parkplatz. Schnell werden die Rucksäcke gepackt und es geht los. Der Weg führt zuerst an einem klaren Gebirgsbach entlang, dessen Wasser direkt aus den Quellen des Olymp kommt und trinkbar ist.

    Der Aufstieg ist anstrengend. Anderthalb Stunden wandern wir durch den Wald bergauf. Marie macht das super mit, auch wenn wir zwischendurch immer wieder motivieren müssen. Schließlich wartet eine kleine Überraschung auf sie, ein versteckter Schatz, der die Anstrengung schnell vergessen lässt.

    Bis zu den Gipfeln wäre es noch ein weiter Weg, mehrere Stunden durch alpines Gelände. Immer wieder begegnen wir Wanderern, die weiter hinauf wollen oder in der Berghütte übernachten. Für uns reicht heute die Atmosphäre im Nationalpark vollkommen aus. Wir waren den Göttern hier schon ziemlich nah.

    Der Rückweg ist deutlich leichter. Nach knapp drei Stunden sind wir wieder unten am Parkplatz. Bevor wir weiterfahren, füllen wir unsere Flaschen mit frischem Quellwasser vom Olymp, unserem kleinen Glückswasser.

    Dann verlassen wir das Gebirge wieder und fahren weiter Richtung Westen. Der Olymp bleibt im Rückspiegel zurück, aber sicher nicht so schnell aus unseren Gedanken.
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  • Schöner Strand

    May 18 in Greece ⋅ ☀️ 20 °C

    Vom östlichsten Finger Chalkidikis fahren wir weiter nach Sithonia (mittleren Finger). Regina sucht auf Google Satellite nach möglichen Plätzen. Der erste Platz überzeugt uns noch nicht ganz, doch der nächste gefällt uns sofort. Regina geht noch baden und wir machen einen Spaziergang am Strand. Am Nachmittag zieht kurz ein Unwetter auf, sodass wir uns für eine Weile in den Sprinter zurückziehen. Später klart es wieder auf und wir können sogar noch grillen und Maries geliebte Stockbrote machen. Dabei genießen wir einen ruhigen Abend direkt am Meer.

    Am nächsten Morgen scheint die Sonne und wir frühstücken draußen. Anschließend basteln Regina und Marie mit Salzteig, bevor wir weiter zum westlichsten Finger Chalkidikis, nach Kassandra, fahren. Dort finden wir am Sonntagabend eine wunderschöne Landzunge mit feinem Sand und glasklarem Wasser. Da viele Menschen aus Thessaloniki am Wochenende an die Küste fahren, hatten wir mit mehr Trubel gerechnet. Stattdessen finden wir einen herrlich entspannten Platz.

    Schon kurz nach unserer Ankunft entdecken wir eine Landschildkröte und stellen fest, dass hier mehrere leben. Wir fahren bis an die Spitze der Landzunge und stehen dort fast allein. Für Marie ist der Strand ein riesiger Sandkasten, während wir die Aussicht und das klare Wasser beim Kitesurfen genießen. Später kommen wir mit ein paar deutschen Reisenden ins Gespräch und beobachten weitere Schildkröten.

    Den Montag verbringen wir ganz entspannt: etwas Sport und Joggen am Morgen, eine kleine Kapelle in der Nähe erkunden und später mit dem Stand-up-Paddle aufs Wasser. Trotz einiger Tagesgäste bleibt es ruhig. Wieder einmal merken wir, wie viele traumhafte Stellplätze Griechenland zu bieten hat.

    Am Nachmittag fahren wir weiter Richtung Thessaloniki. Dort kaufen wir bei IKEA endlich eine Induktionskochplatte für den Sprinter, die wir schon länger im Blick hatten. Natürlich dürfen auch ein paar Geburtstagsgeschenke für Marie nicht fehlen. Nach einem erfolgreichen ersten Test der neuen Kochplatte setzen wir unsere Reise fort und fahren weiter in Richtung Westen.
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  • Erste Tage in Griechenland

    May 13 in Greece ⋅ ⛅ 23 °C

    Je weiter wir nach Griechenland hineinfahren, desto mehr bestätigt sich unser erster Eindruck. Im Vergleich zur Türkei wirkt es hier wirklich sehr ruhig. Auch wirtschaftlich scheint Griechenland deutlich schwächer zu sein als die Türkei. Die empfundene Gastfreundlichkeit lässt hier etwas nach. Wir fühlen uns hier weniger willkommen.

    Landschaftlich macht Griechenland dafür alles wieder wett. Es ist unglaublich grün, ähnlich wie in der Türkei, und gerade jetzt im Frühling blüht alles wunderschön. Überall liegen Olivenhaine zwischen den Hügeln und wir genießen dieses grüne Griechenland sehr, auch wenn Regina ordentlich mit Heuschnupfen zu kämpfen hat. Irgendwie erwischt es sie hier besonders stark.

    Das Wetter zeigt sich meist sonnig, zwischendurch aber auch wechselhaft. Abends regnet es manchmal, aber das stört uns überhaupt nicht. Der Wind ist oft noch recht kühl, doch sobald er nachlässt, fühlt es sich richtig angenehm an. Dann gehen wir sogar im Meer baden. Das Wasser hat ungefähr achtzehn bis zwanzig Grad und wenn die Sonne scheint, ist die Abkühlung herrlich.

    Wir fahren zu einem wunderschönen Stellplatz, den uns liebe Reisefreunde empfohlen haben. Er liegt bei Chalkidiki an den drei Fingern Griechenlands in Richtung Athos, ganz am Anfang des Gebietes, in das man noch fahren darf. Auf die Halbinsel Athos selbst darf man nicht fahren. Sie gehört zur autonomen Mönchsrepublik Mount Athos und ist ein streng religiöses Gebiet mit etwa 20 orthodoxen Klöstern. Aber auch vorher gibt es schöne Buchten. Wir finden dort eine traumhafte Bucht mit kristallklarem Wasser. Eigentlich wollten wir an denselben Platz fahren, an dem unsere Freunde im letzten Jahr standen, aber durch starke Regenfälle wurde die Straße dorthin weggespült. Stattdessen landen wir etwa hundert Meter davor direkt an einem kleinen Strand. Um dorthin zu kommen, müssen wir eine Schotterpiste hinunterfahren, aber es lohnt sich sofort. Wir stehen direkt am Wasser und genießen die Ruhe.

    Leider liegt auch hier wieder einiges an Müll herum. Kurzerhand machen wir daraus eine kleine Sporteinheit und gleichzeitig eine Beschäftigung für Marie. Wir finden sogar passende Müllsäcke am Strand und sammeln gemeinsam alles ein. Am Ende füllen wir tatsächlich drei große Säcke voller Müll.

    Danach genießen wir den Strand umso mehr. Marie ist das Wasser allerdings viel zu kalt und sie geht nur einmal ganz kurz hinein. Regina dagegen nutzt jede Gelegenheit zum Schwimmen und genießt das klare Wasser und die Ruhe sehr. Wir holen auch das SUP heraus, paddeln ein wenig durch die Bucht, klettern über die Steine am Strand und verbringen einfach entspannte Tage am Meer.

    Eigentlich wollten wir früher weiterfahren, aber es gefällt uns hier so gut, dass wir spontan einen Tag länger bleiben. Insgesamt verbringen wir zweieinhalb Tage an dieser wunderschönen Bucht, bevor wir schließlich weiterziehen.
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  • Griechenland wir kommen

    May 12 in Greece ⋅ ☀️ 23 °C

    Es ist soweit, für uns geht es weiter in Richtung Griechenland. Doch der Abschied von Istanbul zieht sich länger hin als gedacht. Wir müssen noch Wasser auffüllen, Diesel tanken und unterwegs eine Pause machen. Da der Diesel hier günstiger ist als in Griechenland, tanken wir sogar noch unseren Reservekanister voll. Weil es schon spät wird, übernachten wir noch ganz entspannt an einem ruhigen Waldstück.

    Am nächsten Morgen geht es nach dem Kaffee endlich in Richtung Grenze. Die Ausreise aus der Türkei läuft unkompliziert, bis Jens beim Ausstempeln noch eine kleine Überraschung erlebt. Er wurde tatsächlich viermal geblitzt und wir müssen umgerechnet etwa 75 Euro Strafe zahlen. Regina ist darüber ziemlich verblüfft, denn eigentlich passiert uns das nicht. Wir erklären uns das schließlich damit, das wahrscheinlich die LKW Geschwindigkeitsgrenze angewendet wurde.

    An der griechischen Grenze stehen nur wenige Autos vor uns und nach etwa zwanzig Minuten dürfen wir schon weiterfahren. Insgesamt brauchen wir für beide Grenzen gerade einmal ungefähr eine Stunde. Das Auto wird nicht kontrolliert und alles läuft erstaunlich entspannt.

    Eigentlich wollen wir danach nur kurz Pause machen, doch unterwegs entdecken wir zufällig einen wunderschönen Stellplatz direkt am Meer bei tollem Sonnenschein. Regina springt direkt ins sehr kühle nass, wobei Marie und Jens ihr zuschauen. Wir beschließen hierzubleiben. Der Wind frischt auf und wird immer stärker und Jens geht direkt mit dem Kite aufs Wasser, zunächst mit dem Foilboard und anschließend mit dem Twintip. Später geht auch Regina noch aufs Wasser. Der Wind wird jedoch so stark, dass der Spaß nur von kurzer Dauer ist und sie zurück an Land kommt.

    Neben uns steht ein älteres deutsches Ehepaar mit ihrem Wohnmobil und der Mann holt seine Gitarre heraus. Marie tanzt begeistert zu den Kinderliedern und freut sich riesig. Als ein Gewitter am Abend aufzieht, ziehen wir uns in die Camper zurück.

    Am nächsten Morgen genießen wir noch unseren Kaffee mit Blick auf die schöne Bucht, bevor wir weiterfahren. Ein wirklich schöner Start in Griechenland.
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  • Durch Istanbuls bunte Straßen

    May 8 in Turkey ⋅ ☁️ 24 °C

    In Istanbul wollen wir zwei volle Tage verbringen. Wir lassen es entspannt angehen und frühstücken erstmal an der Uferpromenade. Eigentlich ist das ein langer grüner Park direkt am Meer, mit vielen Spielplätzen und schönen Wegen zum Laufen. Leider verläuft direkt dahinter eine viel befahrene Straße. Trotzdem gefällt uns die Atmosphäre. Immer wieder sehen wir Marinas mit vielen Booten und überall begegnen uns Katzen. Die Türken kümmern sich liebevoll um sie, bauen kleine Häuschen für sie und füttern sie. Marie freut sich über jede Katze, die sie entdeckt.

    Den Parkplatz für unseren Camper haben wir von Reisefreunden empfohlen bekommen. Direkt daneben liegt eine Straßenbahnhaltestelle und so fahren wir bequem in die Innenstadt. Wir laufen an der Hagia Sophia und der Blauen Moschee vorbei, schlendern durch den Großen Basar und den Ägyptischen Basar und lassen uns einfach treiben. Marie bekommt natürlich auch ein Eis und erlebt die lustige Show des Verkäufers. Nach einigen Stunden fahren wir zurück zum Camper und genießen den Abend an der Uferpromenade am Bosporus. Während die Lichter der Stadt angehen, sitzen überall Menschen zusammen, trinken Tee und genießen den Abend. Trotz der Straße und der Straßenbahn nebenan schlafen wir erstaunlich ruhig.

    Am nächsten Morgen fahren wir wieder in die Stadt und erkunden diesmal die andere Seite des Bosporus. Eigentlich wollen wir auf den Galataturm, doch der Eintritt ist teuer und die Schlange riesig. Also bewundern wir ihn nur von außen und laufen weiter über die Istiklal Caddesi bis zum Taksim Platz. Die alte Straßenbahn mitten in der Fußgängerzone verleiht der Straße besonderen Charme. Später staunt Marie noch über die riesigen Kreuzfahrtschiffe im Hafen, während Regina einen frischen Granatapfelsaft trinkt.

    Zum Abschluss fahren wir mit einem öffentlichen Boot zurück zum Camper. Es dauert zwar etwas, bis wir die richtige Linie gefunden haben, doch die Fahrt über den Bosporus wird zu einem perfekten Abschluss unseres Istanbul Aufenthalts.

    Am nächsten Tag machen wir erstmal etwas für Marie und fahren zu einem Spielplatz an der Uferpromenade. Überall verbringen Familien den Sonntag gemeinsam draußen in den Parks und grillen zusammen. Schließlich finden auch wir außerhalb der Stadt noch ein ruhiges Plätzchen und genießen den Nachmittag bei einem Spaziergang.

    Die letzte Nacht verbringen wir ruhig neben einer Schule. Am Morgen hören wir über Lautsprecher die türkische Nationalhymne Dann fahren wir noch zur Automeile, um ein paar Ersatzteile für den Camper zu besorgen. So endet schließlich unser Aufenthalt in Istanbul.
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  • Abschied und Wiedersehen in Istanbul

    May 6 in Turkey ⋅ ☀️ 12 °C

    Von Datça aus liegen 750 Kilometer vor uns. Jens muss am 6. Mai früh morgens nach Berlin fliegen um den Sprinter vor unserer Einreise in die EU wieder zuzulassen. Deshalb machen wir uns auf den Weg nach Istanbul. Mit zwei Zwischenübernachtungen erreichen wir die asiatischen Seite der riesigen Stadt. Schon bei der Ankunft sehen wir Hochhäuser, viel Verkehr, aber auch viele Parks und Spielplätze. Alles ist grün und direkt am Meer gelegen, mit ständigem Hafenverkehr und vielen Schiffen.

    Für eine Nacht stehen wir in der Nähe des Flughafens. Jens fliegt am Morgen los und wir verabschieden uns noch im Dunkeln. Danach geht es für Regina und Marie auf einen Campingplatz. Der Platz ist einfach, aber hat einen Spielplatz, was für Marie perfekt ist. Regina nutzt die Zeit zum Wäschewaschen und wir bringen den Camper gemeinsam wieder auf Vordermann. Besonders schön sind die Hühner auf dem Platz und die kostenfreie Waschmaschine.

    Ein junger Mann aus Afghanistan, Halil, lebt dort ebenfalls. Er ist sehr freundlich, schenkt uns frische Eier und spielt mit Marie Fußball. Am Spielplatz entsteht für Marie eine kleine Schatzsuche, die sie begeistert löst.

    Jens erledigt die Fahrzeuganmeldung. Das Wetter ist kühl und regnerisch, die öffentlichen Verkehrsmittel fahren unzuverlässig. Jens muss 40 Minuten durch das trübe Berlin laufen und trifft sich mit seinem Vater Bodo und seiner Schwester Anja inkl. Familie. Zwischendurch bringt Maries Kindergartenfreund Leonas noch ein Geschenk für Maries Geburtstag vorbei. Im Kreis der Familie gehen wir deftig Essen. Es wird ein geselliger Abend.

    Am nächsten Tag besuchen Regina und Marie einen nahegelegenen See, wo viele Einheimische grillen und sich treffen. Wir stehen etwas oberhalb und erkunden die Gegend, bevor wir am Abend zurück zum Campingplatz fahren. In der Nacht holen wir Jens wieder vom Flughafen ab, diesmal mit Verspätung, aber mit großer Wiedersehensfreude. Am nächsten Tag wollen wir dann gemeinsam Istanbul entdecken.
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  • Zufallsbekanntschaften in Datça

    May 2 in Turkey ⋅ ☀️ 17 °C

    Eigentlich wollen wir heute Datca verlassen und weiterfahren als plötzlich eine alte Feuerwehr neben uns auf den Platz einparkt. Heraus steigt eine Familie aus dem Rheinland, Flo, Corinna und ihre beiden Kinder Samuel und Johann.

    Marie und Samuel verstehen sich sofort. Innerhalb weniger Minuten sind die beiden unzertrennlich. Obwohl es windig ist und Jens gerne zu einem Kitesurspot fahren möchte, entscheiden wir den Tag hier in Datca zu verbringen. Während Regina und Aline später über den Markt schlendern und frisches Obst und Gemüse einkaufen, bleiben Jens und Marie am Camper. Für die Kinder beginnt ein einziger großer Abenteuertag.

    Der Wind wird zwar immer stärker und oft sitzen wir zusammen in den Fahrzeugen, aber trotzdem verbringen wir einen richtig schönen Tag miteinander. Zwischendurch wird draußen gespielt, geredet und gelacht. Abends schmieden Marie und Samuel sogar ernsthafte Pläne, wie Marie einfach mit der anderen Familie weiterreisen könnte. Videotelefonie mit Mama und Papa wäre schließlich möglich.

    Am nächsten Morgen heißt es dann Abschied nehmen. Ein paar Tränen fließen tatsächlich. Doch es Regnet und beide Familien wollen weiterziehen. Genau solche Begegnungen sind es, die unterwegs unvergesslich bleiben. Wir verabschieden uns auch von Daniel und Aline, die wir hoffen bald wiederzusehen.
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  • Kristallklares Meer und letzte Abend

    May 1 in Turkey ⋅ ☁️ 20 °C

    Am Morgen fahren wir zunächst nach Alt-Datça. Kleine Gassen, alte Steinhäuser, blühende Bougainvillea und gemütliche Cafés verleihen dem Ort eine ganz besondere Atmosphäre. Danach geht es weiter direkt nach Datça hinein. Schon die Fahrt dorthin begeistert uns. Kleine Straßen führen durch den Hafenbereich bis hinaus auf eine schmale Halbinsel.

    Dort entdecken wir einen einfachen Schotterplatz direkt am Wasser. Einige Wohnmobile stehen bereits dort, ansonsten ist es erstaunlich ruhig. Kaum angekommen, laufen wir direkt hinunter ans Meer. Das Wasser ist kristallklar und leuchtet in den schönsten Blautönen.

    Über einen kleinen Steg springen wir direkt hinein. Das Wasser ist frisch, aber herrlich. Marie ist es allerdings viel zu kalt, während wir gar nicht genug bekommen können. Immer wieder springen wir ins Meer, wärmen uns in der Sonne auf und gehen erneut baden.

    Später schlendern wir noch etwas durch die Altstadt und entlang des Hafens. Die Stimmung ist wunderbar entspannt. Als wir zurückkommen, sind inzwischen auch Aline und Daniel angekommen. Wir stellen die Fahrzeuge zusammen, grillen gemeinsam und sitzen noch lange draußen zusammen.

    Am nächsten Morgen zeigt sich Datça allerdings von seiner windigen Seite. Es stürmt ordentlich und draußen wird es schnell ungemütlich. Solange die Sonne noch scheint, sitzen wir noch geschützt zwischen den Fahrzeugen, später gehen wir gemeinsam in die Stadt.

    Aline und Daniel kennen sich hier bereits etwas aus und zeigen uns noch ein paar schöne Ecken. Zwischendurch wollen wir Wäsche waschen, doch dabei passiert leider ein kleines Malheur. Die Waschmaschine pumpt plötzlich das Wasser nicht mehr ab und Regina muss am Ende den ganzen Waschsalon putzen, weil beim Öffnen das Wasser herausläuft. Etwas chaotisch, aber immerhin bekommen wir die Wäsche danach noch trocken.

    Danach schlendern Regina und Aline noch durch die kleinen Gassen und trinken zusammen Kaffee. Trotz des windigen Wetters genießen wir den Tag irgendwie doch noch sehr.

    Am Abend gehen wir dann alle nochmal gemeinsam etwas trinken. Wahrscheinlich wird das unser Abschiedsabend, denn langsam müssen wir weiter in Richtung Istanbul. Regina und Daniel gönnen sich noch einen Cocktail und wir sitzen lange zusammen, reden und genießen die gemeinsame Zeit.
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  • Fethiye

    April 29 in Turkey ⋅ ☀️ 24 °C

    Auf dem Weg in Richtung der türkischen Ostküste legen wir noch einen Stopp ein, der sich als echtes Highlight entpuppen soll. Eine Schweizer Familie, die wir zuvor in Fethiye getroffen haben, hat uns von einem riesigen Spielplatz vorgeschwärmt. Also machen wir uns neugierig auf den Weg dorthin. Und tatsächlich – schon beim Ankommen wirkt alles gigantisch.

    Marie ist sofort völlig außer sich vor Freude. Ohne eine Sekunde zu verlieren, rennt sie los, klettert über Brücken, hangelt sich an Seilen entlang und probiert ein Spielgerät nach dem anderen aus. Sie flitzt kreuz und quer über das Gelände, als hätte sie gerade unbegrenzt Energie getankt. Nach über einer Stunde kommt sie schließlich mit roten Wangen und schweißnassen Haaren zurück. Hunger und Durst melden sich nun doch.

    Wir setzen uns erstmal hin, essen etwas und genießen den Blick auf die wunderschöne Bucht von Fethiye. Der Park liegt wirklich traumhaft. Überall Grünflächen, Palmen und dahinter das glitzernde Meer. Kaum ist der letzte Schluck getrunken, zieht es Marie aber schon wieder zurück. Es gibt schließlich noch so viel zu entdecken.

    Später fahren wir weiter entlang der Küste. Doch plötzlich wirkt alles etwas seltsam. Immer mehr Straßen sind gesperrt und auf einer Strecke ist sogar die komplette Gegenfahrbahn abgesperrt und ein n Hubschrauber kreist über uns. Kurz darauf tauchen Polizeiautos auf und alle Fahrzeuge werden langsamer. Neugierig halten auch wir am Rand an.

    Und dann rauscht plötzlich das Peloton der Türkei-Rundfahrt an uns vorbei. Rennradfahrer, dicht an dicht, gefolgt von Teamwagen und Motorrädern. Nach kaum einer Minute ist alles schon wieder vorbei, aber genau solche unerwarteten Momente lieben wir am Reisen. Einfach zufällig Teil eines besonderen Ereignisses werden.

    Die Straße führt weiter am Meer entlang, die Sonne scheint und die Landschaft wird immer schöner. Erst am Abend erreichen wir die Landzunge bei Datça. Noch vor dem Ort finden wir einen Stellplatz mitten in der Natur. Kein Haus, keine Straße, nur das Meer, etwas Wind und irgendwo in der Nähe eine kleine Quelle.

    Wir sitzen draußen, essen beim Sonnenuntergang und schauen aufs Wasser. Das Meer ist am Abend zwar etwas frisch, aber die Stimmung hier draußen ist einfach wunderschön. Ruhig, friedlich und genau so, wie wir uns Reisen wünschen
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  • Wo die Dünen das Meer treffen

    April 28 in Turkey ⋅ ☀️ 23 °C

    Es geht weiter Richtung Patara. Schon die Fahrt dorthin macht Vorfreude. Patara ist bekannt für seinen endlosen Strand und die riesigen Sanddünen. Es heißt sogar, dass sich hier eine der größten Dünenlandschaften der Türkei befindet. Der Strand zieht sich über viele Kilometer, feinster Sand, weit und offen, fast wie eine kleine Wüste am Meer. Gleichzeitig liegt hier auch eine antike Stadt, einst eine der wichtigsten Hafenstädte Lykiens.

    Man kann über einen offiziellen, kostenpflichtigen Zugang hinunterfahren, doch wir entscheiden uns für eine andere Strecke. Ein kleiner Weg führt uns oberhalb der Dünen entlang zu einem Stellplatz. Von hier oben hat man einen wunderbaren Blick über die Landschaft. Es ist schon etwas voller, aber wir finden noch einen schönen Platz.

    Dort treffen wir auch direkt auf ein deutsches Paar mit ihrem Reisesprinter. Anja und Jerome. Wir kommen sofort ins Gespräch und verbringen den Abend zusammen. Sie sind schon seit einem halben Jahr unterwegs, waren zuvor in Spanien und reisen jetzt durch die Türkei und später weiter nach Griechenland.

    Ein wenig später kommen auch Aileen und Daniel dazu und verbringen den Nachmittag zusammen. Am Abend gehen wir alle auf die Dünen. Gemeinsam laufen wir durch den weichen Sand und schauen, wie die Sonne langsam im Meer versinkt. Das Licht wird warm und golden und die Stimmung ganz ruhig. Marie spielt im Sand, als hätte sie einen riesigen Sandkasten vor sich. Jerome wirbelt sie lachend durch die Luft wie ein Flugzeug und sie kann gar nicht genug davon bekommen.

    Später stellen wir eine lange Tafel auf und grillen zusammen. Anja und Jerome setzen sich dazu und der Abend wird lang und gemütlich. Wir reden viel, lachen und natürlich geht es auch immer wieder um die Reisefahrzeuge und das Reisen an sich. Danach sitzen wir noch am Feuer, während es langsam dunkler wird. Die Nacht ist ruhig und angenehm.

    Am nächsten Morgen lassen wir es entspannt angehen. Wir trinken Kaffee in der Sonne, frühstücken gemeinsam und genießen noch einmal den Blick über die Dünen. Dann heißt es langsam wieder aufbrechen und wir machen uns auf den Weg, gespannt auf das, was als Nächstes kommt.
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