• Setenil – wenn Felsen Häuser umarmen

    27 April, Spanyol ⋅ ☁️ 20 °C

    Am Abend ein spontaner Abstecher nach Setenil – nur 35 Minuten von Ronda entfernt.
    Eine Stadt, die nicht gebaut, sondern in den Fels hineingewachsen ist.
    Still. Fast ausgestorben.
    Gefühlt nur wir, ein paar leere Gassen – und eine Tiefgarage, die mehr Plätze als Autos hat.
    Wir laufen los, immer weiter bergauf, bergab, puh, durch enge Straßen, vorbei an Häusern, die sich unter gewaltigen Felsüberhängen ducken.
    Setenil stammt aus maurischer Zeit – der Name geht auf „septem nihil“ zurück, sieben erfolglose Belagerungen, bevor die Christen die Stadt im 15. Jahrhundert einnahmen.
    Heute wirkt alles friedlich. Fast surreal.
    Zum Abschluss Abendessen, Tapas im El Patio de María Teresa –
    mit Blick auf die beleuchtete Burg über den weißen Häusern.
    Manche Orte flüstern leise.
    Setenil gehört dazu.

    Der Heimweg nach Ronda wurde dann… sagen wir mal: erweitert.
    Irgendwo hatten wir wohl eine Kleinigkeit übersehen – unser Navi sah das als Einladung und schickte uns großzügig Richtung Jerez. Serpentinen inklusive.
    Lieber Gott, hoffentlich hört die Straße nicht plötzlich auf.
    Warum? Gute Frage. Nicht immer war geteert!
    70 Minuten später: zurück im Molino. Müde, leicht verwirrt – aber bestens versorgt mit Eindrücken.
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