• Plan für heute: treiben lassen.
    Empfehlung kam von ChatGPT – und dem vertraue ich aktuell mehr als meinem Mann. 😄
    Start vom Hotel, gute 40 Minuten bis zum Embalse-See. Auto am Straßenrand abgestellt und losgelaufen – ohne Plan, ohne Ziel.

    Dieser Weg am Wasser: ruhig, weit, angenehm.
    Man läuft und denkt sich einfach nur: wow, ist das schön.
    Unterwegs dann noch Naturkunde live: Mein Mann mitten zwischen diesen riesigen gelben Pflanzen – die sich später als nicht ganz so harmlos herausgestellt haben.
    Er steht da ganz entspannt, ich denke nur: Wenn’s schiefgeht, haben wir wenigstens ein schönes letztes Foto. 😅
    Dann kam der sportliche Teil.
    „Da oben ist doch das Dorf… da gehen wir jetzt hoch. Auto bleibt stehen.“
    Gesagt, getan.
    Für echte Wanderer wahrscheinlich keine große Sache – für mich eher Kategorie puh… läuft.
    Aber oben wartet ja bekanntlich immer irgendwas Gutes.
    In unserem Fall: Mittag im Restaurant Al Lago.
    Terrasse, Blick über den See, Paella bestellt und das war genau richtig nach dem Aufstieg.
    Das Dorf, Zahara de la Sierra selbst: klein, weiß, hübsch – und überraschend entspannt, kaum Touristen.
    Die Mauren haben den Ort damals ganz bewusst da oben platziert. Gute Sicht, schwer erreichbar – strategisch einfach klug.
    Heute läuft man hoch und merkt: hier ist wirklich alles aufwärts. Selbst der kurze Besuch bei der Nachbarin wird zur kleinen Konditionseinheit 😄Und dann dieses Schild an einer Hauswand.
    Sinngemäß zum Teil übersetzt:
    Morgens um fünf erwachen die Blumen, um acht wird Zahara zur Postkarte.
    Steht da wirklich so. Und man denkt sich: ja, stimmt.
    Highlight des Tages:
    Ein kleiner Hund.
    Angeleint… an etwas, das eher nach Hafen-Equipment aussah als nach Hundeleine.
    Der Hund selbst: tiefenentspannt, kaut vor sich hin, keinerlei Fluchtgedanken.
    Die Leine dagegen: bereit für alles. Fluchtversuch, Atlantiküberquerung oder spontanen Werwolf-Ausbruch bei Vollmond.
    Man hatte kurz das Gefühl:
    Der Besitzer kennt seinen Hund besser als wir.
    Oder vertraut ihm einfach überhaupt nicht.
    Fazit:
    Einfach loslaufen. Der Rest ergibt sich.
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