• Vom Bike direkt zum LOS CAHORROS

    Yesterday in Spain ⋅ ⛅ 13 °C

    Der Tag begann sportlich. Also… eigentlich.
    Vom Hotel Cortijo del Marqués aus wollten wir eine kleine Mountainbike-Tour starten.
    Die Räder Marke KTM sahen aber eher nach „haben schon einiges hinter sich“ aus.
    Ich bekam gefühlt ein Kinderfahrrad mit einem Sattel, der bei jedem Tritt in eine andere Richtung wollte und
    nach 1 km sprang dann noch die Kette beim ersten Olivenbaum herunter.
    Wir haben die geplanten 9 km ganz souverän abgebrochen, (ohne Fotos,
    da wir schon leicht gereizt waren) und man muss ja nicht gleich zu Beginn des Urlaubs im Krankenstand landen.
    Daraufhin setzten wir die Tour mit dem Auto fort.
    Los Cahorros in Monachil! Wir wollten eine leichte Wanderung. Bekommen haben wir… Abenteuer.
    Eigentlich klang alles ganz entspannt: ein bisschen am Fluss entlang spazieren, ein paar Hängebrücken, Natur genießen.
    Was wir nicht eingeplant hatten: Die Natur hatte nach den Unwettern offensichtlich ihre eigene Interpretation von „Wegführung“.
    Der Einstieg? Sagen wir so:
    Die Beschilderung ist vermutlich für Einheimische glasklar. Für uns eher ein kleines Rätselspiel.
    „Da lang?“ – „Oder doch hier?“ – „Ach komm, wir probieren einfach.“
    Und genau so begann sie, unsere kleine Entdeckertour.
    Der Weg: wild, stellenweise etwas zerzaust, manchmal mehr Gefühl als Richtungsschild.
    Aber wir haben nicht aufgegeben. Man läuft dann durch diese beeindruckende Schlucht, klettert ein bisschen, balanciert über schmale Passagen und plötzlich steht man vor diesen roten Hängebrücken, als hätte jemand mitten ins Abenteuer einen Instagram-Moment gebaut.
    Und dann dieser Blick:
    Felsen, Grün, Wasser, Himmel – alles gleichzeitig. Andalusien zeigt hier, was es kann. Nicht geschniegelt, sondern ehrlich, ursprünglich und genau deshalb so gut.
    Ein bisschen suchen, ein bisschen staunen und am Ende ziemlich glücklich, dass man losgegangen ist.
    Weiter ging’s nach Granada.
    Inzwischen halb drei und die beste Zeit natürlich, um entspannt in eine Altstadt zu fahren.
    Parkhaus? Hab ich mir ganz clever von ChatGPT raussuchen lassen: San Agustín – direkt rein ins Zentrum. Perfekt gedacht.
    In der Praxis: eng. Wirklich sehr eng.
    Aber: angekommen ist angekommen und wir setzten uns sofort in einen Touri-Zug mit Kopfhörer, um uns schlau zu machen. Granada selbst?
    Kurz gesagt: ein echtes Schmuckstück.
    Eine Stadt, in der sich maurische Geschichte und spanisches Leben so charmant vermischen, dass man zwischen Tapas, kleinen Gassen und alten Fassaden im Vorbeifahren denkt: „Ach, das ist jetzt schon sehr besonders.“ Granada kann viel. Aber ganz ehrlich?
    Peoplewatching war mein ganz persönliches Highlight.
    Vom Fotografen mit Dirigenten-Geste über zwei Damen, die aussahen wie aus einem „Film“ gefallen, bis hin zum Mann mit blauem Bart war alles dabei.
    Und jeder läuft hier einfach so durch die Gegend, als wäre das völlig normal.
    Wir standen mittendrin und dachten nur: Das ist besser als Kino! Fazit:
    Sehenswürdigkeiten schön und gut,
    aber die echten Geschichten laufen hier einfach an dir vorbei. 😄
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