• Olvera und Antequera

    April 29 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C

    Eigentlich nur ein kurzer Zwischenstopp.
    Olvera noch mitnehmen, bevor wir Richtung Granada aufbrechen.
    Ein weißes Dorf auf einem Hügel, freundlich, ruhig – keine Touristen, nur wir und diese leise Erwartung: Ihr wollt doch ganz nach oben, oder?
    Wir wollten. Wir sind. Wir haben geschnauft. Hat sich gelohnt.
    Oben wartet Geschichte in schönster Kulisse: maurische Burg aus dem 12. Jahrhundert, darunter die imposante Kirche Nuestra Señora de la Encarnación (Eintritt 2 Euro – himmlisch günstig). Alles übereinander gebaut, wie ein perfektes Geschichtssandwich.
    Kaffee danach. Kurzer Blick auf die Uhr.
    Granada? Zu spät.
    Also: Plan B.
    Antequera – rein ins Parkhaus, raus ins Leben.
    Mein Mann will Pizza. Mittwoch. Tradition ist Tradition.
    In Spanien also einen Italiener suchen.
    Gefunden? Naja… sagen wir: etwas, das sehr bemüht nach Pizza aussah.
    Egal – er glücklich, ich satt. Ehe gerettet.
    Noch ein bisschen durch die Stadt treiben lassen, ein paar ernste Blicke mit Statuen ausgetauscht, die uns wortlos ihre jahrhundertealten Geschichten erzählen. Zum Beispiel die von Peña de los Enamorados, dem „Felsen der Verliebten“. Zwei Liebende, deren Familien nicht ganz so begeistert waren, dass sie zusammen sein wollen, sollen sich lieber gemeinsam vom Felsen gestürzt haben, als getrennt zu werden. Dramatisch? Absolut.
    Ein gemeinsamer Sprung in die Ewigkeit statt Trennung. Andalusien kann eben auch Kino.
    Und wir?
    Ziehen weiter.
    Zu unserer nächsten Unterkunft, irgendwo zwischen Olivenhainen versteckt – mit eigener Kirche.
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