Ein Zuhause aus Meer und Stille
September 3, 2025 in Greece ⋅ 🌬 29 °C
Na fehle ich Euch schon ein wenig? 😊
Ein paar Tage war es still von mir. Zeit, Euch mitzunehmen.
Am Sonntag, gegen 15 Uhr, rollen wir am Haus ein. Eine Stunde Übergabe mit dem Vermieter, einige Tipps, ein herzliches Gespräch mit einer Freundin die er mit dabei hatte. Eine weitere Stunde, um das Wohnmobil auszupacken – all die kleinen Dinge, die uns für die nächsten Tage begleiten sollen, wandern in Schränke, in Räume, die für die kommenden Tage unser Zuhause sein werden. Dann, um 17:14 Uhr, sitzen wir auf der Terrasse. Eine Flasche Champagner geöffnet – ein Überbleibsel unserer Hochzeit. Vom Hochzeitshotel ein Jahr später nachgereicht. 😉 Nun ist er endlich entkorkt, rosa sprudelnd im Glas. Wir stoßen an: auf das Leben, auf die Liebe, auf dieses Jetzt.
Der Abend vergeht in Dankbarkeit. Ein paar Bahnen im Meer, das nur ein paar Schritte entfernt liegt. Türkisblau, klar, ein Hauch von Kühle, der meine Haut wie eine zarte Berührung umfängt.
Am nächsten Tag fahren wir, dank einer Empfehlung unseres Vermieters, noch einmal in eine Werkstatt. Ein junger Mechaniker schaut sich unser Auto an, freundlich, bemüht. Viel kann er nicht ausrichten, aber er gibt uns Hinweise. Also füllen wir „Crystal“ in den Tank – eine Art Superdiesel und hoffen auf das Beste. Sven spürt, dass es hilft, besonders in den Bergen bleibt die Lampe still. Wir entscheiden, wir unterlassen weitere Versuche und entscheiden im Moment. Vielleicht haben wir auch Glück und wir kommen doch ohne weitere Vorkommnisse nach Hause.
Wir kaufen in einem kleinen Lädchen das Nötigste, nehmen am Straßenrand noch Melonen mit und verkriechen uns wieder in unser schönes zu Hause.
Am Dienstag schläft Sven etwas länger. Gegen 11:30 decke ich den Tisch und wecke ihn mit dem Frühstück. Später schnappen wir uns die Roller, fahren die Landzunge entlang. Der Fahrtwind im Gesicht, das Meer glitzernd an unserer Seite, die Freiheit im Bauch. Wir halten an einem Beachclub, trinken etwas mit Blick auf die Bucht, rollen weiter, verlieren uns in den Bildern der Insel. Später kehren wir noch einmal zurück – ein weiteres Getränk, ein letztes Eintauchen in die Aussicht. Abends sitzen wir wieder auf unserer Terrasse, essen Salat und der Blick aufs Meer schenkt uns eine Ruhe, die tiefer geht als jedes Gespräch.
Heute Morgen ist es Sven, der mich weckt. 6:30 Uhr. Wir wollen den Sonnenaufgang sehen, sagt er. Doch bevor das erste Licht den Himmel färbt, rolle ich die Matte aus, atme, bewege mich, schenke mir eine Einheit Yoga. Dann fahren wir nochmal los, einkaufen, einen neuen Strand erkunden – heute bläst der Wind kräftiger, die Wellen werfen einen Mantel um mich.
Unsere Tage im Haus fließen still dahin. Immer wieder blicken wir hinaus aufs Meer, und fast automatisch sagt einer von uns: „Wahnsinn.“ Oder: „Schau dir das bitte mal an.“ Das Haus selbst schenkt uns Stille, eine Umarmung aus Einfachheit. Fast wie zuhause – nur mit dem Meer, das Tag und Nacht seine Melodie spielt.
Vielleicht ist es genau das, was Quality Time wirklich meint: nicht viel tun, sondern da sein. Im Blick, im Atem, im Klang der Wellen. In einem gemeinsamen Frühstück, einem Sonnenaufgang, in einem Glas Champagner bei Ankunft 😉 Kleine Momente, die uns lehren, dass Glück nicht gesucht werden muss. Es sitzt längst bei uns am Tisch.
Bis bald 👋🏻Read more














