Unspektakulär und doch so schön
January 1 in Liechtenstein ⋅ ⛅ 4 °C
Der Tag heute ist eher unspektakulär. Aber genau das fühlt sich gut an.
Wir werden morgens vom latenten Jaulen von Charly geweckt, der sehr genau weiß, was er will: seine Kuscheleinheit. Nach dem Kuscheln wird er aber zuverlässig arrogant, dreht sich weg und schläft weiter. Na dann kann ich auch aufstehen.
Ich erledige am Morgen noch ein paar Business-Dinge, dann gehe ich duschen und wir fahren wieder zu dem Fluss. Ein vertrauter Weg inzwischen. Wir laufen mit den Jungs, diesmal nicht ganz so lange wie gestern, aber genau richtig. Die Luft ist klar, das Wasser fließt ruhig, alles wirkt geerdet und unaufgeregt.
Danach machen wir uns auf Richtung Liechtenstein. Für 16 Uhr sind wir verabredet, und wir liegen gut in der Zeit. Gegen 13:30 stehen wir auf einem Parkplatz, umgeben von einer weiten Wiese, nicht weit von unserem Ziel entfernt. Wir entscheiden uns, noch ein paar Kleinigkeiten aus dem Kühlschrank zu naschen und uns dann einfach ins Bett zu legen. Ich stelle mir einen Wecker auf 14:40, wir wollen noch einmal mit den Jungs gehen und haben danach noch etwa 30 Minuten Fahrt.
Sven wacht kurz vor dem Wecker auf. Als ich ihn schließlich ausschalte, ist mir allerdings noch gar nicht nach Aufstehen. Sven „stresst“ mich liebevoll, steht schon draußen und wartet. Als ich schließlich etwas müde und leicht bockig aus dem Auto steige, lacht er nur und sagt: Genau diesen Blick habe ich erwartet und allein dafür war es das wert.
Nach einem langen Spaziergang mit den Jungs machen wir uns schnell hübsch. Nicht, dass wir das nicht sowieso sind aber so, dass es auch andere ohne langes Hinschauen erkennen können. 😂
Nach etwa 30 Minuten werden wir von Donald empfangen und gehen hoch in die Wohnung. Der Ausblick ist atemberaubend. Weit. Offen und die Wohnung selbst wirkt, als wäre sie direkt einem Katalog entsprungen. Großartiges Interieur, so stimmig und durchdacht. Ich liebe sowas ja sehr.
Helke, eine Freundin von Sven, begrüßt uns herzlich inklusive eines Gläschens Champagner. Naja. Bei mir bleibt es nicht bei einem. Sven steigt irgendwann auf Kaffee um. Wir sitzen dort gute dreieinhalb Stunden, reden, lachen, lassen die Zeit einfach laufen.
Gegen 19:30 sitzen wir wieder im Auto und fahren weiter Richtung Düren, zu meiner besten Freundin. Wobei „beste Freundin“ eigentlich zu kurz greift für diesen wunderbaren Menschen. Sie liegt mir sehr, sehr am Herzen. Auch wenn das eigentlich eine ganz andere Richtung ist, fährt mein Liebster ohne Zögern los. Selbst als ich mehrmals anbiete, es abzusagen, weiß er genau, wie sehr ich mich freue und fährt. Dafür bin ich unglaublich dankbar. 🙏🏻
Wir werden heute nicht mehr durchfahren. Irgendwo unterwegs werden wir einen Platz für die Nacht finden.
Auch wenn wir erst den sechsten Tag unterwegs sind, fühlt es sich heute an, als wären es schon zwei Wochen. Wir sind angekommen im Unterwegssein. Dankbar, entspannt und einfach happy.Read more













