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  • Nov18

    Muchas gracias - Am Ziel meiner Reise

    November 18 in Spain ⋅ ⛅ 18 °C

    Zwei Wochen in Nerja mit Spanischunterricht liegen hinter mir. Es geht voran, wenn auch in kleinen Schritten, erste kleine Konversationen funktionieren sogar schon. Mein Schulweg 😀 führt mich jeden Morgen und jeden Nachmittag zur Hälfte am Strand entlang. Ich genieße den Ausblick auf Meer, die frische Luft, die Sonne und empfinde es als Privileg hier zu sein, diese Zeit hier an diesem Ort nur für mich zu haben. Die letzten Tage meiner Reise nutze ich vor allem um die Monate meiner Reise zu reflektieren. Ich habe viel mehr gesehen als ich erwartet habe obwohl meine Runde über die Halbinsel noch viel größer geplant war. Ich musste also erfahren wie Wunsch und Machbarkeit auseinander driften können. Die Küste Nordspaniens, sowie große Teile Portugals habe ich ausgelassen. Und trotzdem bin ich sehr zufrieden, nun weiß ich wie es ist monatelang alleine unterwegs zu sein. Ich kenne die Vor-/ aber auch Nachteile und bin dabei auch etwas von mir selbst überrascht. Den Menschen, die mir diese Auszeit ermöglicht haben, Freunden und Familie die auch aus der Entfernung immer Zeit und ein offenes Ohr für mich hatten, bin ich sehr dankbar. Ich kann es gar nicht groß genug schreiben:
    Muchas, muchas gracias!
    Ich genieße die letzten Tage in vollen Zügen, tanke noch etwas Energie, genieße die Sonne und natürlich das spanische Essen.
    Das letzte Wochenende in Nerja beginnt windig und mit etwas Regen, aber in Wahrheit nicht richtig viel. Ich nutze die Tage für einen Ausflug nach Frigiliana, ein Dorf das etwas nördlich von Nerja in den Bergen liegt. Es wurde mir dringend empfohlen es einmal zu besuchen. Für den ersten Teil nehme ich das Fahrrad, dann wird es mir aber zu steil, mein Puls rast, also beschließe ich das Fahrrad abzustellen und zu Fuß weiterzugehen. Genauso wie Cómpeta liegt dieses weiße Dorf am Berg, so dass es auch hier nur hoch oder runter geht. Frigiliana gehört zur Vereinigung der schönsten Dörfer Spaniens, und ja, es ist wirklich überaus schön hier. Die Restaurants und kleinen Läden (Tiendas) haben geöffnet. Es herrscht richtiger Trubel hier, aber ich finde trotzdem einen Platz in einem kleinen Restaurant, esse Tapas und probiere den für dieses Dorf typischen Vino Dulce, ein süßer Wein, den auch schon Pablo Picasso hier getrunken hat und angeblich besonders mochte. Ich laufe noch durch die vielen kleinen Gassen des wirklich herausgeputzten Dorfes.
    Heute verlasse ich Nerja, vor mir liegen ca. 2.700 Kilometer bis nach Deutschland. Ich plane keine größeren Stops mehr, denn bevor für mich Anfang Dezember wieder der Arbeitsalltag beginnt habe ich dann noch das ein oder andere zu erledigen.

    Hier endet meine Reise, mein Kopf ist schon wieder voller Ideen. Ich freue mich jetzt schon drauf ....
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    Traveler

    Schade das die Zeit nun zu Ende ist. Es war schön dich ein wenig mitzubegleiten. Und die Ideen tauschen wir im Januar aus. Que tengas un buen viaje de vuelta, amigo mío.🤗

    Robert Janzen

    Dankeschön. Wir sehen uns im Januar und bis dahin wünsche ich euch noch viele tolle Erlebnisse…

    Traveler

    Lieber Robert, ich habe gerade noch mal anhand der Karte ein bisschen in deinen Reiseberichten gestöbert und schöne Texte und Bilder gefunden, vielen Dank für das Teilen deiner Eindrücke! viele Grüße, Annett

    Robert Janzen

    Hallo Annett, das waren wirklich viele Eindrücke. Die Berichte sind für mich mittlerweile eine echte Hilfe das erlebte immer mal wieder in die richtige Reihenfolge zu bekommen (wo war das nochmal, wann war das nochmal?). Naja, nun ist’s leider vorbei…

     
  • Nov6

    Cannillas de Albaida

    November 6 in Spain ⋅ ⛅ 21 °C

    Während Linda wieder zurück in Deutschland ist, hat mich die Erkältung weiter fest im Griff. Sogar Fieber habe ich einige Tage. Ich verordne mir einige Tage Ruhe und fahre dafür in die Sierra de Tejeda, Almijara y Alhama. Die ersten beiden Nächte verbringe ich in Borge (ausgesprochen Woche). Im Glauben, dass es mir nach zwei Tagen besser geht, fahre ich ein Stück weiter, verbringe eine Nacht auf einem Stellplatz an einer Finca wo ich nachts eingeschlossen und von Hunden bewacht werde. Mir gefällt das überhaupt nicht, also fahre ich, obwohl ich immer noch nicht gesund bin, weiter nach Cannillas de Albaida. Die Weg dorthin führt über steile und enge Straßen und ich schwanke zwischen Begeisterung und Respekt. Spätestens aber als ich durch den Ort Cannillas des Albaida fahre, treibt es mir den Schweiß auf die Stirn. Um zum Stellplatz zu gelangen muss ich einmal mehr mitten durch den Ort und die Straßen haben es hier wirklich in sich. Bei der Bewältigung der engen Steilkurven im Dorf habe ich das erste Mal etwas Schwierigkeiten. Es liegt jetzt soviel Gewicht auf der Hinterachse, so dass Reifen auf der Vorderachse beim Anfahren durchdrehen. Mit viel Gefühl gelingt es mir aber trotzdem und im weiteren Verlauf versuche ich möglichst immer etwas Fahrt beizubehalten. Die ständige Hoffnung nicht auf Gegenverkehr zu stoßen wird fast nie enttäuscht. Was für ein Abenteuer. Hier, oberhalb des Dorfes finde ich dann einen wirklich tollen Stellplatz. Die Aussicht ist grandios, es gibt hier alles was ich benötige. Es kostet zehn Euro pro Tag, was ich absolut okay finde. Hier bleibe ich nun bis Sonntag und möchte mich jetzt aber wirklich richtig auskurieren.
    Nachdem ich Netflix, YouTube überdrüssig bin, nichts mehr zum Lesen habe, entscheide ich mich für einen kleinen Ausflug nach Cómpeta, ein Nachbardorf welchen ca. 2,5 Kilometer entfernt ist. Ich folge einem Wanderweg, der mich oberhalb des Tals entlangführt. Es ist herrlich, in der Ferne kann ich das Meer erkennen, habe einen herrlich Blick über die Landschaft und im Rücken die hohen Berge der Sierra de Tejeda. Ich fühle mich hier pudelwohl, erreiche dann aber Cómpeta vollkommen durchgeschwitzt und etwas schlapp auf den Beinen und hege nun Zweifel, ob es wirklich eine gute Idee war hierher zu kommen. War es vielleicht doch zu früh? Ich mache noch einige Fotos und mache mich auf den Rückweg und verbringe den Rest des Tages vor dem Wohnmobil.

    Auch Canillas de Albaida statte ich in den folgenden Tagen einen Besuch ab. Auf dem Markt sorge ich für Vitaminnachschub und kaufe Avocados, Organgen, Mangos, alles Früchte die hier wachsen und nun reif und richtig lecker sind. Dieses kleine Dorf ähnelt Cómpeta sehr, ich laufe durch die vielen kleinen Gassen, deren weißen Häuser mit Blumentöpfen geschmückt sind, auf und ab. Muy bonito - es ist sehr schön hier, ich glaube ich habe mich ein kleines bisschen in diese Gegend verliebt.
    Ich beginne nun auch zu realisieren, dass meine Reise hier fast am Ende ist. Ende November muss ich zurück in Deutschland sein. Ach darauf freue ich mich, allerdings macht sich auch Wehmut bei mir breit. Die nächsten beiden Wochen werde ich Nerja verbringen, wo ich zwei Wochen eine Sprachschule besuchen werde um endlich mal richtig Spanisch zu lernen.
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    Traveler

    Hoffentlich bist du wieder fit😀

    Robert Janzen

    Ja, jetzt geht’s wieder 😄🍎🍇🍊🍋🥭 💊

     
  • Oct28

    Mit dem Moped an der Costa del Sol

    October 28 in Spain ⋅ ⛅ 21 °C

    Wir verbringen noch zwei weitere Tage in Almuñécar, gehen baden, shoppen und essen. Mir selbst geht es nicht so gut, eine Erkältung macht sich bei mir bemerkbar. Dennoch, am letzten gemeinsamen Tag mieten wir uns zwei Mopeds um damit über Nerja in Richtung Torrox Costa zu fahren.
    Lenas kommt zu mir aufs Moped und nach einigen ersten vorsichtigen Kurven verlassen wir Almuñécar in Richtung Nerja und es geht bereits schnell bergauf. Zuerst fahren wir auf einer größeren Straße aber die verlassen wir schnell und fahren nun enge Straßen direkt an der steilen, felsigen Küste hoch um, nachdem wir dort oben angekommen sind gleich wieder runterzufahren. An einem Halt sehen wir Ziegen an einer steilen Felswand, an der sie sich geschickt und vollkommen unbeeindruckt von Gefälle und Höhe, bewegen. Schnell noch ein Selfie und weiter geht’s.
    Wir kommen in Nerja an, wo wir eine kleine Pause machen. Wir besuchen den Balcon de Europa, essen eine Kleinigkeit und weiter gehts Richtung Torrox. Lennard möchte noch unbedingt einmal baden. Die Strände sind hier nicht mehr so schön, wir halten also noch vor Torrox Costa. Linda und Lennard stürzen sich ins Wasser, ich bleibe heute draußen, denn mir geht es zunehmend schlechter. Deshalb dränge ich irgendwann zum Aufbruch, denn vor uns liegt noch ein ganzes Stück. Glücklich und sehr zufrieden geben wir die Mopeds wieder ab. Das war eine tolle Sache heute.

    Morgen fliegen die drei nach Deutschland zurück, ich mache hier noch Klarschiff und ich werde ein kleines Stück weiterfahren, und suche mir einen Ort um mich auszukurieren, denn mittlerweile hat mich die Erkältung fest im Griff.
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  • Oct26

    Ronda

    October 26 in Spain ⋅ ☁️ 28 °C

    Um nach Ronda zu gelangen müssen wir doch noch einige Kilometer hinter uns bringen. Etwas mehr als zwei Stunden sind wir unterwegs. Unserer erstes Ziel ist die Stierkampfarena, in der einmal im Jahr noch ein Stierkampf ausgetragen wird. Hier erfahren wir, dass auch die Pferdezucht hier eine große Tradition hat. In der Ausstellung sehen und erfahren wir vieles über die Hintergründe.
    Danach wollen wir Churros essen, also die Frauen wollen erst einmal shoppen, aber nach kurzer Zeit ist es dann endlich soweit. Wir bestellen drei Churros mit Schokolade zum dippen. Was wir dann bekommen übertrifft unsere Erwartungen. Nicht die üblichen Sticks befinden sich auf dem Tisch sondern drei riesige Kringel. Wir hegen echte Zweifel diese überhaupt aufessen zu können, aber letztlich bleibt von ihnen nichts über.
    „Jetzt müssen wir aber unbedingt noch zur Schlucht“, sage ich und der Tross setzt sich wieder in Bewegung. Nach nur wenigen hundert Metern kommen wir dort an. Ja das ist schon sehr schön und beeindruckend. Wir machen von allen Seiten Fotos und beschließen auch noch einmal Fotos von unten zu machen. Dafür nehmen wir dann allerdings das Auto. Das Navi hat dabei wieder einmal etwas Probleme und so irren wir im Kreis herum. Am Ende schaffen wir es doch und der Blick von unten ist wirklich noch einmal ganz besonders.
    Von hieraus gehts für uns wieder zurück, es liegt ja noch etwas Weg vor uns.
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  • Oct24

    Alhambra

    October 24 in Spain ⋅ ☁️ 26 °C

    Wenn man schon in der Nähe von Granada ist, ist die Alhambra ja eigentlich ein Pflichtprogramm. Linda und ich ergattern gestern in letzter Minute die letzten Tickets die uns nicht nur Eintritt in die Alhambra gewähren, sondern auch Zutritt zu dem Nasridenpalast gewährt, das eigentliche Highlight dort. Wir fahren zeitig los, ganz ohne übertriebene Hast und nach einer Stunde Fahrt landen wir auf einen Parkplatz direkt an der Alhambra. Gleich am Eingang werden wir von Guides abgefangen, die uns eine exklusive Führung für 100 Euro verkaufen wollen. Die Geschichte man müsse über eine Stunde vor dem Nasaridenpalast anstehen und ein Einlass wäre gar nicht garantiert, sollen uns in einer Kaufentscheidung bestärken, aber wir sagen dankend ab und entscheiden uns für die Audioguides in deutsch, welche letztlich viel günstiger und für uns vollkommen ausreichend sind.
    Ich bin über die Weitläufigkeit der Alhambra überrascht. Die Alhambra ist nicht nur eine Burg, sondern vielmehr eine Anlage aus Gebäuden aus verschieden Epochen und viel Garten. In einigen Bereichen blüht es tatsächlich noch, andere sind einfach nur grün. Im Frühjahr muss es hier noch viel bunter sein. Uns fallen die vielen akkurat geschnittenen Bäume und Hecken auf.
    Den ein oder anderen Turm gilt es dann zu ersteigen von wir einen tollen Blick auf die Stadt Granada und auf die Anlage selbst haben.
    Gegen 17 Uhr dürfen wir den Nasridenpalast besichtigen und wir mussten tatsächlich nur 15 Minuten anstehen. Danach endet der Tag für uns in der Alhambra. Ziemlich kaputt, die Kinder haben wirklich tapfer durchgehalten, gehen wir erschöpft zum Auto und als wir in Almuñécar angekommen ist es bereits dunkel.
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  • Oct23

    Ferien in Almuñécar

    October 23 in Spain ⋅ ☁️ 23 °C

    Gestern sind Linda und ihre Kinder angereist. Ich freue mich riesig über ihren Besuch. Damit es nach ihrer Ankunft in Málaga alles flott geht, habe ich den Mietwagen bereits abgeholt und fange sie direkt am Gepäckband ab.
    Zusammen beziehen wir dann den sehr spartanisch ausgestatteten Bungalow in Almuñécar. Mein Wohnmobil stelle ich auf dem Campingplatz etwas entfernt ab. Nach und nach füllen wir die Ausstattung des Bungalows mit Dingen aus dem Wohnmobil auf (hoffentlich vergesse ich von all diesem Zeug nichts bei der Abreise). Am nächsten Tag ist für alle erst einmal Entspannung angesagt. Wir erkunden die Stadt und gehen an den Strand genießen die Sonne und gehen Baden. Das Wasser ist hier wirklich glasklar, etwas kalt aber richtig schön. Der Hunger lässt uns dann aufbrechen, nach einiger Zeit finden für ein Restaurant mit dem alle einverstanden sind und essen dort leckeres spanisches Essen. Ein schöner, gelungener erster Urlaubstag und morgen geht’s in die Alhambra ..
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  • Oct20

    Gibraltar

    October 20 in Gibraltar ⋅ ☁️ 21 °C

    Knapp siebzehn Kilometer sind’s am Ende geworden. Das Wohnmobil habe ich in Spanien stehen lassen und starte hier zu meiner Wanderung auf den Gibraltar Rock. Dafür muss ich über die Grenze, meine Ausweis zücken und schwups bin ich in Gibraltar. Noch wenige Meter und dann passiere ich die Start -/ und Landebahn des Gibraltar Airports. Im Fall das hier ein Flugzeug startet oder landet, gehen hier die Schranken runter und der Verkehr auf oder von der Halbinsel steht. Neben Autos sind hier Mopeds das Hauptfortbewegungsmittel, in der ganzen Stadt knattern die Motoren. Der ganze Ort scheint auf den Beinen zu sein. Puh, das habe ich nicht erwartet. Ich marschiere einen Teil durch die Einkaufsmeile und biege dann bald links ab. Ab hier geht es jetzt nur noch bergauf. Was im Grunde etwas positives ist, bringt mich ziemlich ins schwitzen. Dann erreiche ich den Eingang am Moorish Castle zum Gibraltar Rock. Ich zahle 16 £ und weiter geht‘s zum ersten Aussichtspunkt. Von dort habe ich einen fantastischen Blick auf den Airport und habe dazu noch Glück, gerade startet eine Maschine nach London.
    An der Michals Cave mache ich eine Pause und schaue mir die Tropfsteinhöhle, in der eine Lasershow installiert ist, an. Das ist richtig schön!
    Auf dem Weg zum Skywalk begegnen mir jetzt auch die ersten Berberaffen. Entgegen all meiner Befürchtungen sind diese vollkommen entspannt, aber ich halte trotzdem etwas Abstand. Vom Skywalk habe ich dann einen tollen Blick übers Meer. Am Fuße des Felsens liegt ein gesunkenes Schiff im Wasser. Den Abstieg mache ich dann über die Maggelan Stairs, ein steiler Abstieg der mich an der Südseite des Felsens vorbeiführt. Von hier kann ich in der Ferne die Küste Afrikas sehen. Der Abstieg ist beschwerlich und am Ende tun mir die Knie weh, aber das habe ich eigentlich auch schon vorher gewusst. Die letzten Kilometer führen mich wieder durch die Innenstadt, wieder über die Landebahn und über die Grenze zurück nach Spanien. Im Yachthafen, gleich hinter der Grenze steht mein WoMo. Vollkommen geschafft aber glücklich komme ich dort an, trinke eine leckeren, kalten Cider und genieße dabei den Sonnenuntergang. Richtig schön war das!
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  • Oct19

    Cádiz

    October 19 in Spain ⋅ ☁️ 22 °C

    Zwei Tage Cádiz liegen nun hinter mir, nachdem ich einen Tag mit sehr wechselhaftem Wetter am Strand von San Fernando verbracht habe.
    Bevor ich nach Cádiz fahre, suche ich mir wieder einen Stellplatz direkt an der Hafeneinfahrt. Als ich dort ankomme muss ich allerdings feststellen, dass dort gar kein Platz ist, so dass ich erst einmal rechts ranfahre um einen anderen Stellplatz zu finden. Es dauert nur wenige Minuten als plötzlich das örtliche Ordungsamt bei mir ist, und mein Wohnmobil fotografiert und mich darin sitzend gleich mit. Ich steige aus und frage ihn was denn dass Problem wäre? „You need a ticket“. Meinem Versuch ihm zu erklären, dass ich hier lediglich kurz halte um einen anderes Parkplatz zu zu finden, entgegnet er mit einem erneuten „you need a ticket“. Ich versuche es erneut, ich bekomme aber die gleiche Antwort. Es ist sinnlos, denke ich als er sich umdreht und mit einem „okay, okay“ einfach davonzieht. Das lässt mich etwas ratlos und richtig verärgert zurück. Naja mal sehen was kommt.
    Nur einige 100 Meter weiter finde ich anschließend einen Platz auf einen riesigen Parkplatz an einem Container Terminal. Hier stehen bereits andere Wohnmobile, also stelle ich mich einfach dazu.
    Von hier aus ist es gar nicht weit zur Altstadt von Cádiz, die älteste Stadt Europas, die einst auf einer Insel gebaut wurde. Ein Teil der Stadtmauer ist direkt auf das Ufer gebaut. Römer, Maueren, Engländer, Westgoten waren hier und haben die Stadt als ihre beansprucht und bei den Eroberungen mehrfach zerstört und wieder ausgebaut. Sogar die Wikinger waren hier, aber die haben nur kaputt gemacht. Trotz allem ist Cádiz eine sehr schöne Stadt. Ich komme an einen botanischen Garten vorbei mit riesigen fünfhundert Jahre alten Ficus Bäumen. Die dicken Stämme oder Wurzeln, so richtig unterscheiden kann ich das nicht, sind richtig beeindruckend. Dann laufe ich weiter durch die vielen Gassen und lande letztlich an der Kathedrale und von hieraus zurück zum WoMo.
    Die Diskothek direkt neben dem Parkplatz verwandelt dann, sicherlich nicht nur für mich, die Nacht zum Tag. Da mir der ein oder andere Titel ganz gut gefällt, aktualisiere ich meine Playlist, so hat diese durchgebrachte Nacht am Ende noch etwas nützliches. Morgens um halb sechs ist dann tatsächlich Ruhe. Statt zu schlafen trinke ich jetzt einen Kaffee und dann noch einen. Gegen sieben mache ich mich auf den Weg zur Mole um dort die Einfahrt der Mein Schiff 3 zu beobachten, mit dem ein Kollege mit seiner Familie heute Cádiz besucht. Ich treffe mich mit ihnen in der Stadt. Sie bringen mir „deutsche Brötchen“ und eine Ration Nutella mit. Eine sehr nette Geste 😀. Zu fünft drehen wir eine schnelle Runde durch die Altstadt und reden über das bisher erlebte. Leider ist die Zeit viel zu kurz, gegen Mittag verabschieden wir uns. Für mich gehts es heute noch weiter nach Gibraltar.
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  • Oct17

    Jerez de la Frontera

    October 17 in Spain ⋅ ⛅ 29 °C

    Um heute nach Jerez de La Frontera zu kommen muss ich einen riesigen Bogen um den Doñana Nationalpark fahren, statt fünfzig Kilometer sind letztlich einhundertsiebzig Kilometer. Der Weg führt mich an Sevilla vorbei. Ich halte hier nicht, denn ich habe beschlossen mir Sevilla für eine andere Reise aufzuheben. Nach etwa zwei Stunden Fahrt erreiche ich meinen Stellplatz, mitten in einem riesigen Einkaufs -/ Outletpark. Mir gefällt er nicht besonders, es riecht etwas unangenehm. Ich nehme das aber so hin, schließlich hat der Platz alle anderen Vorzüge wie Dusche, Toilette und Entsorgung. Für eine Nacht wird’s gehen. Von hier aus sind es drei Kilometer bis zur Innenstadt von Jerez. Ich komme durch viele enge Gassen, erreiche das Zentrum und stehe vor dem Alcázar de Jerez, ein Palast eines maurischen Königs. Leider kann dieser nicht besichtigt werden, also bleibt mir nur die Außenansicht.
    Fast gegenüber befindet sich die Kathedrale, welche auf den Mauern einer Moschee errichtet wurde. Zur Abwechslung besichtige ich die Kirche und habe die Gelegenheit die 93 Stufen im Gockenturm nach oben zu steigen. Von dort habe ich einen herrlichen Blick über die Stadt, die einst ein Kalifat war.
    Nach einem Bier und Tapas und einem kleinen Einkauf kehre ich zurück und bin dabei komplett durchgeschwitzt. Es sind wieder 32°C auf dem Thermometer abzulesen. Ich glaube es ist wieder Zeit für Strand und Wasser.
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  • Oct16

    Am Strand von Matalascañas

    October 16 in Spain ⋅ ☁️ 21 °C

    Drei schöne Tage in Matalascañas sind vorbei. Hier habe ich eigentlich gar nichts besonderes unternommen. Ich parke direkt am Strand, die Sonne scheint, der Strand ist unendlich lang und das Wasser hat eine tolle Badetemperatur. Am Samstag nutzen einige Gleitschirmflieger den auflandigen Wind um mit ihren Schirmen immer entlang der Steilküste zu fliegen. Eine der Start und Landflächen befindet sich direkt vor meinem Wohnmobil, so dass ich den Treiben ganz gemütlich zusehen kann. Manchmal halte ich den Atem an, weil es so dermaßen eng bei manchen Begegnungen in der Luft wird. Aber alles ist gut und die Piloten beweisen ein super Augenmaß.
    Im Laufe der Tage laufe ich auch mal in die Stadt Matalascañas, eine echte Retortenstadt mit wenig schönen Ecken, einzig der Strand ist großartig.
    Am Sonntag, bei einem Spaziergang am Strand, entdecke ich Delphine im Wasser, gar nicht soweit weg vom Ufer. Wie toll ist das denn? Aber lange währt der Besuch noch und sie ziehen wieder von dannen, aber für ein Foto hat es gereicht.
    Am Sonntagabend zieht es dann tatsächlich etwas zu und es beginnt zu regnen, gar nicht schlecht, denn es war richtig warm die letzten Tag. Am Ende waren es doch wieder nur ein paar Tropfen, aber immerhin. Morgen geht es für mich wieder weiter, nach Jerez de la Frontera.
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