Rolf Zimmermann

bin bisher so viel durch die Welt gereist (z.B. 3 x um die Welt; 50-100 x in USA und dort auf 8 Reisen von je > 10.000 km alle schönen cross country hwy's abgefahren. Von Küste zu Küste oder von Grenze zu Grenze. Mir fehlt noch: Kapstadt China Irland
Living in: Sinsheim, Deutschland
  • Day12

    Vom Katamaran in den Heli ...

    1 hour ago in South Africa ⋅ 🌙 18 °C

    Große Dinge werfen ihre Schatten voraus – deshalb fing‘ der Tag schon super an. Seit 05:xx h saß ich am Rechner – Büroarbeit und dann blog – und ab 06:xx h trudelten die Jungs alle so langsam ein. Frühes Frühstück hieß früher Start. Gestern Abend haben wir noch vereinbart, dass wir noch mal zum Cape of Good Hope fahren. Es fehlen uns noch pics vom Schild mit ‚Cape of Good Hope‘.
    Von unserem Quartier aus ist das nicht weit – kaum 20 Min. Und nachdem wir gestern ca 1 h im Stau standen, war heute überhaupt nichts los. Rein gar nichts. Weil wir richtig früh sind.
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  • Day11

    Tafelberg - Cape Point - Cape de Cuba

    Yesterday in South Africa ⋅ 🌬 20 °C

    Wir wollten mal ohne Wecker ins Bett – doch jeder hat sich selber doch von seinem handy wecken lassen. Noch vor 07:00 h hört man Getrappel und Geplapper. Und um 07:30 h sitzen wir alle zum Frühstück um den Tisch. Gemütlich – ohne Stress. Der Tagesplan ist heute einfach:
    1. Versuch auf den Tafelberg zu kommen. Hört sich blöd an – ist aber so. Der Tafelberg ist das Wahrzeichen von Kapstadt und Pflichtprogramm aller Touristen. Und häufiger nicht erreichbar als umgekehrt. Nebel – Regen – Sturm – Wind. Diese Elemente sorgen dafür, dass die (einzige) Gondel sehr oft nicht betrieben werden darf. Und zu Fuß machen sich nur extrem wenige auf den Weg – bei o.g. Wetter lohnt es sich ja auch nicht. Wir sind bereits gegen ca 09:30 h am Ticketschalter. Die Sonne strahlt, es klar wie ein mit Pril gespültes Glas und kein (Nebel-)Wölkchen am Himmel. Aber ein arg starker Wind geht. Wir sehen die Gondel ziemlich schaukeln. In der Bergstation. Und tatsächlich: keine Fahrten mehr. Heute den ganzen Tag. OK – heute war der 1. Versuch. Wir haben noch morgen und übermorgen – also noch 2 Versuche und die Wettervorhersage läßt beides zu: es geht – es geht nicht!
    2. Fahren wir also ans Kap der Guten Hoffnung. Eine extrem schöne genussreiche Strecke über den Chapman Peak. Genuss pur. Fotostopps und staunen. Jürgen hat die Geschichte parat, dass betrunkene Fuhrleute von Pferdedroschken früher diese Strecke nicht befahren durften. Sie war zu steil und ein Unfallschwerpunkt. Jürgen fährt aber weder eine Pferdedroschke noch ist er betrunken. Also chauffiert er uns gut und sicher, linksverkehrig den Chapman Peak entlang.
    Als wir eine mall passieren sehen wir, dass diese trotz des Feiertages auf hat und wollen rein. Zu vodacom um festzustellen, wieviel Restvolumen wir noch auf der Datenprepaidkarte haben. Und wollen ausserdem das Auto waschen, da Olaf gewaltig nervt, weil der Hillux mehr schlammig als weiss aussieht. Das kann er nicht ab…. Eine Carwash finden wir nicht – aber von Vodacom bekommen wir gute Nachricht. Wir haben ‚erst‘ 6,8 GigaByte Daten ‚verbraucht‘. D.h. wahrscheinlich wird die 20 GB-karte noch bis zum Urlaubsende reichen. Wenn der Durchschnittsverbrauch nicht größer wird, als er bisher war. Dann fällt uns ein, dass wir noch einkaufen sollten – und beim einkaufen, dass wir noch was essen sollten…
    So wird es nach 16:00 h bis wir zum Cape Point kommen. Nicht zuletzt auch deswesen, weil wir ca 45 Min im Stau stehen – vor den Kassenhäuschen zum ‚Point‘ die von jedem Erwachsenen ca 20 € haben wollen, der den ‚Cape Point‘ aus der Nähe erleben will. Und wer will das nicht, der zum ersten Mal in Kapstadt ist. Es lohnt sich aber. Schon allein des klaren Wetters wegen – auch wenn der Wind nervt. Mit der Seilbahn nach ganz oben und ein paar schöne Bilder mit dem Schild ‚Cape Point‘ gemacht. Dann wird es Zeit.
    Auch Zeit dem Hillux noch mal ne Pulle Diesel zu geben. Im Berg stehend beschleicht Olaf nämlich ein komisches Gefühl, als er auf die Tankanzeige schaut. Nach dem Berg beruhigt es sich dann aber – und die Tanke erreichen wir ohne besondere Vorfälle.
    Von meinem südafrikanischen Kollegen Quinton habe ich den Tipp für eine Salsa-Bar hier in der Nähe bekommen. Eine Bar für Aussteiger… Direkt daneben bekommen wir einen Parkplatz und beim Aussteigen hören wir schon die live-Musik. Das Publikum macht wirklich den Eindruck als seien es lauter potenzielle Aussteiger. Individualisten, Musikliebhaber, Künstler – live-Musik gibt es aber nur sonntags. Und heute ist ja Sonntag. Wie versprochen bekommen die Jungs einen guten Cocktail: Caipi; Mojito; Cuba libre – und ein Bier zum runterspülen, damit es nicht so trocken ist… ;-)))
    Ein Gast verwickelt mich in ein Gespräch, versucht mich abzulenken – als ich merke, dass er sich an meiner Bauchtasche (die ich über die Schulter trage) zu schaffen macht (es ist viel Geld; Reisepass; Ticket usw drin) bekommt er deutlich zu spüren, dass ich das Gespräch nicht weiter fortsetzen will. Ich checke das nichts fehlt und wir fahren heim.
    Nach dem Abendbrot gibt es noch Bier, Blog, Buchführung und die Jungs versuchen Bilder und Videos hochzuladen.
    Morgen ist wieder Kapstadt-Tag mit Start am Tafelberg.
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  • Day10

    ... man kann auch schon mal Pech haben.

    April 20 in South Africa ⋅ ☀️ 19 °C

    Beim Abschied und Aufbruch kommt ‚Rolf von Rüdiger‘ noch dazu. Wir haben das Gefühl, er will uns gar nicht fahren lassen. So zeigt er uns jeden Winkel dieses schönen Hauses und Anwesens. Es ist wirklich toll und er zu Recht stolz darauf.
    Wir müssen aber los, da wir um 09:00 h eine Quad-Tour machen wollen. Ungebucht wollen wir es probieren – und haben Pech. Alle Quads sind für den ganzen Tag ausgebucht – und 24 h verschenken können wir nicht. Also fahren wir weiter und werden unterwegs nach weiteren Möglichkeiten zum Quad fahren Ausschau halten.
    Also geht es jetzt nach Cape Agulhas, dem südlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents. Nachdem wir vergangenes Jahr am Southernmost Point der USA – in key west; florida – waren, ist es ein tolles Gefühl, dieses Jahr am Southernmost Point des afrikanischen Kontinents zu sein. Und das ist nicht das Kap der Guten oder Cape Point oder Kapstadt – sondern Cape Agulhas. Ca 150-200 km östlich von Kapstadt. Die Sonne scheint strahlend vom Himmel, es ist nicht wirklich kalt – auch nicht warm – aber es bläst ein sehr kräftige Wind. Herr und Fahrer für die besonderen Stellen ist natürlich Olaf. Doch ist die Gravel Road (Feldweg) nicht wirklich anspruchsvoll. Es geht einigermaßen – vor allem mit den großen Rädern und dem Allrad des ‚Baustellenautos‘. Mehr als ein Fotomotiv wird hier aber nicht geboten – von dem ca 20 m langen Relief des afrikanischen Kontinents vielleicht abgesehen. Ein symbolischer Strich kennzeichnet hier, dass dies die Stelle ist, an der der warme Indische Ocean auf den kalten Atlantik trifft. Was zu meist sehr wildem Wasser – Wellengang – führt und stets für Wind. Von selten mässig bis meistens stark. Wind und Wetter sind schon 148 Schiffe zum Opfer gefallen, die nun seit z.T. Jahrhunderten auf dem Grund der Meere liegen.
    Nach diesem Fotostopp checken wir das heutige Restprogramm. Es steht noch der Ort aus – Van Dyksbaai – in dem an jeder Ecke Bootsausflüge angeboten werden, mit denen man im Käfig nach den großen weissen Haien tauchen kann. Olaf und Fritz sind beide Taucher und möchten das gerne unbedingt machen. Jürgen und ich würden dann gemütlich (und warm sitzend) auf die Rückkehr der mutigen Taucher warten. Als wir ankommen stehen aber bereits fast alle Boote am Strand und das letzte läuft gerade ein. Mit arg unglücklich und vollkommen verfrorenen ‚Weissen-Hai-Tauchern‘ an Bord. Der Motivationsanfeuerungsschrei des Veranstalters, der aus Marketing-Gründen ein Foto mit begeisterten Tauchern haben möchte wird lustlos und mit ‚sekundär‘-Geschrei (= ohne jegliche innere Anteilnahme) als Pflichtübung erfüllt. Bei einem solchen Motivationslevel kann ich mir kaum vorstellen, dass es zu spektakulären Begegnungen mit einem ‚Großen Weissen Hai‘ gekommen ist. Die Leute haben nicht eiligeres zu tun, als vom Boot zu kommen, in warme Klamotten zu kommen und wahrscheinlich schnellstens ne warme Dusche oder Bad mit Schnaps und Bier zu bekommen. Natürlich sind unsere beiden Taucher unfroh darüber, dass es heute nicht klappt – aber die Enttäuschung hält sich bei diesen Parametern ziemlich in Grenzen. Olaf ist eh kein Mensch, der sich für so was krämt und Fritz siniert, dass es ihm wahrscheinlich sowieso zu kalt gewesen wäre, um heute mitzumachen…. Na dann ist es ja nicht wirklich schlimm ;-)))
    Es ist an der Zeit nach Quartier zu suchen. Wie immer aus dem Auto im Internet – während der Fahrt. Ziel für heute ist Franschoek – dem Zentrum des Winery Valleys und Start der ‚Wine Tram‘ mit der man an 1 Tag etliche der besten Weingüter Südafrikas besuchen und kennenlernen kann. Einschließlich deren hochwertiger Weine. Es ist Ostern; wir sind zu viert; haben den Anspruch nicht nur auf 2 sondern auf 4 Betten. Das stellt sich sehr viel schwieriger dar, als erwartet. 1 einzige Unterkunft erfüllt die Ansprüche – nicht mehr zu den günstigen Bedingungen der Vergangenheit. Ich buche, um nicht Gefahr zu laufen, dass es mir ein anderer noch vor der Nase wegschnappt. Und als ich Enter gedrückt habe beschleicht mich ein unerfreulicher Verdacht, der sich bestätigt. Die Unterkunft liegt nicht wie gewünscht in Franschoek, sondern im Luftlinie ca 100 km entfernten Kapstadt. Das zählt noch zum Suchradius. Und ist mir nicht aufgefallen. Die Unterkunft wird bestätigt und ich versuche noch tel zu erfragen, ob es ok wäre, wenn wir um ein paar Tage verschieben. Ab Dienstag sind neue Gäste da und sie selber könne nicht machen, sondern ich müsse das mit dem Portal klären. Dort geht natürlich nichts mehr, wenn ich am Miettag erst um 18:00 h noch was ändern will – und sowieso erst vor wenigen Minuten gebucht habe. In anderen Portalen sieht es in Franschoek aber auch nicht besser aus – also fahren wir früher als geplant nach Kapstadt und werden ein wenig umplanen. Unterm Strich ist das nicht wirklich ein Problem . Gegen 19:15 h kommen wir an. Wieder ein Haus für uns mit einem eigenen Bett für jeden; in 3 Schlafzimmern mit 2 Bädern. Mit großem Wohn- Esszimmer und Car-Port. Alles ist wieder total vergittert und elektronisch gesichert – wie auch jedes Haus der Nachbarschaft. Mit großen Schildern an den Wänden, dass die Fa XYZ hier wacht…. Uns gibt so was nicht wirklich das Gefühl von Sicherheit – eher gegenteilig. Weil damit ja bestätigt ist, dass so was hier erforderlich ist…
    Wir lassen uns von der Vermieterin noch bestätigen, dass der Italiener von der Ecke ganz ok ist und wir fahren zu einer Pizza oder Pasta noch dorthin. Am Ende wissen wir, dass die Bestätigung zu Recht war und sind zudem einig, wie umgeplant wird und dass wir nachfragen, ob wir nicht nur 1 sondern 3 Nächte bleiben können.
    Objektiv könnte man sagen, dass es ein Pechtag war: kein Quad, kein Weisser Hai; kein Quartier in Franschoek – subjektiv haben wir alle das Gefühl einen guten Tag erlebt zu haben. Mit noch besserer Perspektive für die Folgetage. Schau’n mer moal… (wie Kaiser Franz Beckenbauer einst meinte)
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  • Day9

    erst Hasen suchen - dann Ronnis sex shop

    April 19 in South Africa ⋅ ☁️ 27 °C

    Erst Osterhasen suchen – dann Ronnie’s sex shop
    Gestern habe ich lange am Blog geschrieben, so dass am Ende nur noch Olaf und ich auf waren. Da ist uns die Idee gekommen, die kleinen Osterhäschen, die wir morgens im Supermarkt gekauft hatten zu vestecken und ostermässig morgen früh suchen zu lassen. Da Olaf Auto-freak durch und durch ist, verstecke ich seinen Hasen in einem Holz-Jeep im Regal und er versteckt die anderen 3.
    Bei Fritz fiel das zwar nicht gleich auf Gegenliebe – weil was für kleine Kinder – aber in jedem Manne steckt ja bekanntlich noch ein Kind. Also macht er auch mit. Es ist ein lustiges suchen – das Haus, das wir gemietet haben ist wirklich riesengroß mit 2 bewohnbaren Flügeln. Obwohl jeder von uns nicht nur sein eigenes Bett, sondern sogar sein eigenes Zimmer hat, bewohnen wir nur 1 Flügel des Hauses. Jürgen ist begeistert von dem Haus – Olaf und meine Meinung: nett; schön im Urlaub mal so zu übernachten, wohnen wollten wir nicht so. Es ist alles geschmackvoll und passend historisch alt aber nicht in so wünschenswertem Zustand, sondern max ‚funktionierend aber nicht schlecht‘. Das Grundstück ist auch riesig und in einer Ecke findet Olaf einen Behälter mit sehr großen Geweihen von mehren wilden Tieren (Wasserbüffel; Riesenantilope etc) Eine tolle Trophäe für Großwildjäger – wäre der deutsche Zoll nicht.
    Jedenfalls haben wir unseren Spaß beim Hasen-suchen und jeder findet seinen auch. An der großen Tafel haben wir noch ein gemütliches Frühstück aus dem cooler für das Olaf den Tisch gedeckt hat. Hier besonders ewähnenswert, weil er meint, dass er so was noch nie gemacht hat und seine Freundin das kaum glauben wird… so ändert die Tour die Menschen ;-))) Gegen 08:xx h sind wir wieder auf der Straße. Allen hatte gestern der naturbelassene Swartberg-Pass gefallen – laut google einer der spektakolärsten Pässe des afrikan. Kontinents - und weil es am Ende schon dunkel war, holen wir die letzten km heute morgen noch mal nach. Herrliche Schluchtbilder werden von Fritz noch gemacht – er freut sich schon sehr auf das Video, das er von dieser Reise machen wird. Er ist semiprofessioneller Video-Ersteller mit Profi-Equipment. Das er auch bedienen kann. Mit seinen vielen Erzählungen über das was er schon alles an Videos gemacht hat, was er alles kann und welches Equipment er hat und einsetzt legt er die Erwartungshaltung von uns allen ganz schön hoch. Wir freuen uns schon alle darauf – auch wenn wir darauf noch ne lange Weile warten müssen.
    Nach dem Schlucht-highlight heißt es back to track und zur Mittagszeit erreichen wir ‚Ronnie’s sex shop‘. (@Dietmar: danke für den Tipp) Anders als der Name vermuten läßt ist es kein sex shop oder ähnliches. Es ist eine total urige Kneipe von einem Aus-/Einsiedler (Ronnie) in the ‚middle of nowhere‘. Ronnie hatte vor Jahrzehnten die Nase voll vom Stadtleben und hat hier eine kleine 1-Raum-Kneipe aufgemacht. Zu der niemand kam und an der niemand anhielt. An der großen weissen Aussenwand stand nur untereinander Ronnie’s shop. Als er bei seinen Freunden laut darüber nachdachte den shop wieder schliessen zu müssen, hat einer von denen neben ‚Ronnie‘ und über ‚shop‘ noch mit roten lettern ‚SEX‘ und machte damit ‚Ronnies SEX shop‘ aus der darniederliegenden Kneipe. Und fortan brummte das Geschäft. Und Ronnie gab seiner Kneipe einen ‚USP‘ – Alleinstellungsmerkmal – er bat alle Frauen ihren BH zur Dekoration da zu lassen. Und man kann sehen, dass Hunderte oder evtl sogar Tausende seiner Bitte nachkamen. Die Doppelhügel hängen überall – an den Wänden, an der Decke… Männer hinterließen teilweise ihre t-shirts oder ein-, zwei- bis mehrdeutige Texte an jedem cm2 Wand- oder Türfläche der ganzen Kneipe. Aus der Einraumkneipe von kaum 30 m2 ist nun noch eine sehr große Terasse, ein Mini-Souvenir-Laden und ein kleines Burger-Restaurant hinzu gekommen. Und als wir ankommen war alles voll. Harley-Gruppen; Familien mit Kindern und Tour-Jungs wie wir. Jürgen hat noch die Idee des Tages: wir lassen eins unserer exclusiv für die Tour gemachten t-shirts hier – nachdem es jeder von uns großformatig unterschrieben hat. Mit dem Bild von uns vieren drauf, mit der Tour-Verlauf und dem Spruch: gestartet als Fremde – gefahren als Freunde! Uns wurde versprochen, dass es aufgehängt wird! Ronnie selber ist mittleiweile ein 70-80-jähriger ‚Eremit‘ mit bauchlangem blond-grauen Zopf und Bart. Gerne und bereitswillig stellt er sich mit uns für ein Foto auf. (das alles erinnert mich an Angel del Gadillo – Barbier der Route 66 dem Vater für die Wiedergeburt dieser berühmt gewordenen Straße.
    Weiter geht es nach Barrydale, einem kleinen romantischen Städtchen; über den tradowpass nach Surbreak, wo man glaubt, dass hier die Zeit vor 100 Jahren stehen geblieben ist; zum ‚Groente Mark (großer Markt) nach Swellendam an dem wir wegen des Feiertages Karfreitag die für dort empfohlene Gebäckprobe nicht machen konnten – die Geschäfte waren zu; in Montagu fahren wir an 14 sehr gut erhaltenen und bewohnte historischen und schönen Häusern aus Kolonialzeit entlang und anschließend am Ortsausgang zu 40° heissen Quellen, mit Schwimmbad und von uns befahrbarem Hotel-Resort.
    Der letzte Wegpunkt des heutigen Tages ist ein trauriger, den ich mit Wehmut betrachte: Die Klipdrift Destille. Hier hat Dietmar und die ‚Pälzer Fründe‘ vor Jahren unseren Lieblingsbrandy kredenzt bekommen – und im Griff behalten. Wir haben keinen Aufwand gescheut, Nachschub für den hier exklusiv produzierten ‚Black Gold‘ zu bekommen. Anfangs nur einzelne Flaschen – weil die Destille nicht nach Deutschland versandte und es diesen Brandy in Europa nicht gab – wenn Freunde oder Kollegen (oder deren Familien) nach Südafrika flogen und uns auf unsere Bitte ein oder 2 Flaschen aus dem duty free mitbrachten. Das highlight war dann mein Tourkollege vom Oregon Trail, der mit Hilfe seines Whisky-Importeurs 100 Flaschen besorgen konnte. Seit Monaten ist die Quelle aber versiegt – nun weiß ich definitiv warum: Klipdrift hat Insolvenz angemeldet. Der Schriftzug ist weg, das Grundstück wirkt verlassen. Ein trauriger Besuch hier vor verschlossenen Toren zu stehen er Schriftzug ist weg, das Grundstück wirkt verlassen. Ein trauriger Besuch hier vor verschlossenen Toren zu stehen ;-((( ;-(((
    1 h später erreichen wir unser Quartier für die Nacht. Bei Airbnb war nichts zu finden, was passte – aber wieder bei booking. Ein ****-Guest house in Rawsonville. Ein extrem prächtiges Anwesen auf einem 6.000 m2 Grundstück. Herr darüber ist ‚Rolf von Rüdiger‘ ein 80-jähriger Deutsche, der vor 40 Jahren als Testfahrer von Porsche nach Afrika entsandt wurde und hier hängen blieb. Ein prachtvoller Park mit sehr altem Baumbestand, die z.T. 300 m2 mit ihren Blättern überdecken. Das Haus ist auch historisch alt, wie das gestrige – aber es liegen Welten in der Qualität dazwischen. Über 1 Jahr wurde es saniert und renoviert. Alles ist alt, alt aber echt original und alles tip top und in bestem Zustand. Möbel sind original aus der Zeit Ende des 19. Jahrhunderts. Ein wirkliches Kleinod, das jedem gefällt.
    Rolf empfiehlt uns noch ein Restaurant in der Nähe – sofort mit dem Hinweis: in Südafrica geht kein Weisser abends im dunkeln zu Fuß auf die Straße!!! Daran halten wir uns. Das Restaurant ist eins der gehobenen Kategorie. Sowohl Craft Beer Brewery als auch Weingut. Es sieht toll aus, wir fühlen uns wohl. Es gibt live music weil eine kleine Gruppe junger Leute Geburtstag feiert. Auf unserem Tisch stehen 2 lackernde echte Petroleum-Lampen. Hier ist es richtig schön und romantisch – und die Kellner sind sehr aufmerksam. Nach der guten Erfahrung mit dem letzten beer-sampler bestellen wieder so einen. Bier-Testing mit jeweils 4 verschiedenen Bieren. Ich bin heute Abend der Fahrer – und bekomme den sampler mit den Starkbieren. ;-((( Ich probiere jedes Bier nur zur Hälfte (die Hälfte von ca 0,15 l…) und steige dann auf sehr leckeren Tee um. Meine Restbiere trinken die 3 anderen – und bleiben anschließend dabei. Essen ist auch schnell bestellt: wieder eine Family Platter und 4 verschiedene Tapas. Es kommen 3 große Platten und – warum auch immer – glauben wir, es ist nur die Vorspeise: die Tapas. Und sorgen uns, wohin wir den Rest noch ‚tun‘ sollen. Auch ohne Hauptgang würden hiervon noch 2 weitere satt. Wir halten uns also zurück, lassen noch fast volle Platten wieder abräumen und warten auf den Hauptgang. Und warten… und warten… Um festzustellen und zu erfahren, dass der Hauptgang bereits bei den 3 Platten dabei war. Auch gut – keiner hat noch Hunger, für die Nacht sind wir satt. Alles weitere wäre ohnehin zu viel gewesen. Also: gut so!!! Denn die Bierchen, die die Wartezeit verkürzt haben, waren auch lecker. Und man kennt das ja: 3 Bier sind eine Mahlzeit – da hat man noch nichts getrunken….
    Und als Absacker wird bei uns im Zimmer weiter getrunken. Von Olaf und Fritz Jack Daniels bis die Flasche fast leer ist, von Jürgen 1-2 Sherry, die wir von ‚Rolf von Rüdiger‘ kostenlos angeboten bekommen haben - und ich trinke noch ½ h Radler (ungewollt – eigentlich wollte ich noch ein Bier).
    Um 23:00 h bitte ich zur Nachtruhe, weil wir wieder früh aufbrechen wollen.
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  • Day8

    Swartbergpass - Traum der Natur

    April 18 in South Africa ⋅ 🌙 16 °C

    Info für die Unzufriedenen und Nörgler: man kann pro footprint max 6 Bilder hochladen. Deshalb haben Olaf und Jürgen dem Wunsch nach mehr Bildern dahingehend Rechnung getragen, indem die beiden noch Bilder und Videos an voran gegangenen Tagen bis hin zum 1. Eintrag hochgeladen haben.

    Auch heute sind wir wieder früh unterwegs. Martin, der Vermieter verabschiedet uns freundlich. Seit gestern – Port Elizabeth – sind wir auf der Garden Route. Von hier aus haben wir bis Cape Town die höchste Wegpunktdichte. Doch bevor wir den ersten passieren, ist wieder Spar-Markt angesagt. Lebensmittel und die üblichen Flüssigkeiten. Dieses Mal noch mit einer Flasche Jacky Daniels. Und nicht nur der Kofferraum wird voll, sondern auch der Diesel-Tank.
    Wir haben wieder einen schönen Tag. Einerseits viel Fahrerei – 420 km – andererseits einige Wegpunkte, die Spaß machen. Nature Valley – ein Geheimtipp. Hier ist noch Strandwetter (so dass wir ein ausgedehntes picnic machen) und die Häuser ohne die obligatorischen Schutzmauern und –gittern. Nette Städtchen und wir können bei adrenalinförderden Aktivitäten zuschauen: den höchsten Brücken-Jumbee-Sprung der Welt: Face Adrenalin.
    Wir durchfahren die Straußengegend Südafricas, von der einst die ganze Welt mit Straussenfedern versorgt wurde. Und kommen zu spät zur Tropfsteinhöhle – die wurde gerade geschlossen, als wir ankommen.
    Das Tageshighlight ist aber die Fahrt über den Swartbergpass. Gravelroad – dahinter verbirgt sich eine ‚naturbelassene‘ asphaltfreie Straße, die dem Auto und dem Fahrer alles abverlangt. Olaf fährt – sicher wie ein Profi-Trucker. Immerhin hat er geländefahren auch einst gelernt – bei der Nationalen Volksarmee. In den Nachrichten von SWR1 BW (Internetradio) hören wir von 29 Toten auf Madeira, da ein Bus eine Bergböschung runter gestürzt ist. Und hier sind keine ungesicherten Böschungen, sondern ungesicherte Steilhänge oder senkrechte Bergwände. Wegen dem Linksverkehr sind wir auf der Abhangseite bei der Auffahrt und bei (gottseidank seltenem) Gegenverkehr beschleicht einen ein mulmiges Gefühl. Aber alles geht gut. Jeder ist zufrieden, erstaunt, Olaf richtig glücklich. Die Aussichten sind gigantisch und einmalig. Immer wieder halten wir wegen Fotostopps an. Eine tolle Fahrt – die um kurz nach 18:00 h zu Ende weil es dunkel ist und der Vollmond nicht den Tageslichtausgleich schafft. Aber ebenfalls einen tiefen Eindruck hinterläßt. Nach der Passfahrt folgt noch eine Schluchtfahrt, die wir wegen der Dunkelheit aber nicht mehr geniessen können. Das werden wir morgen noch mal nachholen…
    Letzte Überraschung des Tages war das Airbnb-Quartier heute. Wieder ein riesiges Haus auf riesigem Grundstück. Wieder hat jeder sein eigenes Zimmer. Das Haus ist historisch alt, schön restauriert mit wertvollen Möbeln im Kolonialstil möbliert. Jeder ist mehr als angenehm überrascht und begeistert. An dem Riesentisch vespern wir noch und klönen bei Bier und Whisky, bis wir müde sind. Denn morgen geht’s weiter…
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  • Day7

    Frühduscher sind keine Warmduscher

    April 17 in South Africa ⋅ 🌙 16 °C

    … wir haben doch gar nicht so viel in dem Restaurant getrunken – oder? Jedenfalls nicht so viel, dass es nachvollziehbar ist, dass Olaf um 03:30 h ins Bad geht und seine Morgentoilette erledigt. Mit Zähne putzen; duschen etc Ich wundere mich über diesen Frühduscher, den ich höre, weil ich am Rechner sitze und blogge. Dann ist wieder Ruhe und ich höre Olaf wieder schnarchen.
    Die Erklärung kommt morgens beim Frühstück. Um 07:30 h – Fritz‘ Wunsch. Das Frühstück für 3,20 €/Pers ist weder beklagens- noch lobenswert. Preisgemäß bis gut. Olaf erklärt sein Mißgeschick damit, dass er nicht auf die Uhr gucken konnte, weil Jürgen ihm die Brille ‚versteckt‘ und mich am Rechner tippen gehört hat. Dachte, es ist gleich so weit und könne ja schon mal als erster duschen gehen. Wundert sich hinterher, dass es doch noch so dunkel ist und aus meinem Zimmer keine Geräusche mehr kommen – weil ich wieder schlafe. Also legt er sich für die 2. Runde wieder hin. Die beiden Herren im ‚Master-Bed-Room‘ bekommen das alles gar nicht mit.
    Wir sind wieder früh auf der Troll und kommen bei schönem, sonnigen Wetter auf guter Straße gut voran. Kurzer stopp zur Wiederherstellung eines entspannten Wohlbefindens und Auffrischung der Flüssigvorräte. Dann sind wir im Addo Elefant National Park. Mit erhöhter Erwartungshaltung an die Tiervielfalt fahren wir in den Addo ein. Aber hier ist nicht nur die Tierdichte höher, sondern vor allem die Baumdichte. Und dies fast flächendeckend der gesamten Strecke durch den Addo entlang. Fast 4 h. Und was sehen wir? Pillendreher (schwarze Käfer, die aus Elefantendung große Pillen drehen, in denen sie ihre Larve ablegen und km-weit rollen); Zebras; Affen; Antilopen; Warzenschweine mit Jungen; Wasserbüffel, Elefanten, Giraffen – aber keinen Löwen. Ausser dem von Olaf… Aber wo die Walddichte größer – ist die Tiersichtbarkeit kleiner. Insofern wurde die Erwartungshaltung leider nicht erfüllt.
    Vom Addo fahren wir nach Port Elizabeth – einer Hafenstadt, mit etlichen ‚großen Pötten‘ in Sichtweite. Olaf kutschiert uns fachmännisch sicher durch die enge Altstadt, weil wir noch die ‚old library‘ mit der Statue von Queen Victoria sehen wollen. Und das Denkmal vom ‚treuen Pferd‘ als Wegbegleiter vor der Autozeit.
    Dann wird es Zeit nach Quartier zu suchen. Nach dem wenig erfreulichen Debüt vergangenes Jahr haben wir es niemals wieder versucht. Heute probieren wir es mal wieder mit Airbnb. Um 17:00 h schicke ich meine Buchung ab – in der Erwartung, in den nächsten Sek/Min Bestätigung zu bekommen. Mein Irrtum. Die Meldung nach meinem Buchungsversand lautet: ich bekomme Antwort in den nächsten 24 h. Mmmmh – das nutzt uns ja nicht, weil wir Unterkunft in der nächsten h wollen/brauchen. Es geht aber gut – binnen weniger Min bekomme ich die Buchungsbestätigung und kurze Zeit später einen Anruf der Vermieterin. Leider kann ich sie nicht gut verstehen. Ich kann ihr aber klar machen, dass wir gegen 19:00 h dort sein wären.
    Die wenig gute Erfahrung vom ersten und bisher letzten Mal sorgt für mehr Hoffnung als Erwartungshaltung. Das Quartier ist aber etwas, was man – glaube ich – nie erwarten würde. Ein einziger Traum. Wir sind uns einig, dass die gemietete Wohnung mehr als 150 m2 groß ist. 4 Schlafzimmer; 8 Betten und 4 Badezimmer. Riesenterasse mit Luxus-Grill; Pool und Whirlpool, den wir hätten nutzen können – es war uns aber zu kalt. Ein Wohn-/Esszimmer das geschätzt 70-80 m2 hatte. Eine Küche, die keine Wünsche übrig ließ. Keine! Waschmaschine, Trockner; Spülmaschine; Tiefkühler; Kühlschrank und und und. Große Doppelgarage und hohe elektronische Sicherheit im ganzen Haus. Und das ganze für 114,30 für alle zusammen für die Nacht. Nicht zu glauben. Hier könnte man leben und nicht nur 1 x übernachten. Und dann auch noch tolle Vermieter, die uns den Tipp fürs Dinner geben: eine Craft-Bier-Brauerei im Ort.
    Und auch dieser Tipp war spitze. Wir nehmen 3 (Jürgen fährt – trinkt nicht) Bier-Sampler (Bierprobe mit 4 verschiedenen Bier) und eine Familienplatte für uns 4 Jungs. Olaf und Fritz krönen ihren Abend dann noch mit einem ‚Jacky-Whisky‘. Und dann fährt uns Jürgen zurück in ‚unser Schloß für die Nacht‘.
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  • Day7

    Afrika

    April 17 in South Africa ⋅ ☀️ 20 °C

    Heute fahren wir Rekord. Mehr als 600 km. Und haben keinen sightseeing Punkt. Aber eine tolle Strecke, sehr gute Straße, sehr schönes Wetter, gute Laune und einen interessanten, bunten Stopp an einem Dorfmarkt mit viel Gewusel und Palawer – ohne Tourismus, weil in the middle of nowhere. Jürgen und Olaf gehen auf die Pirsch durch dieses Gewirr von Stimmen, Gerüchen und Geräuchen. Und kommen stolz mit preiswert gekauften Trophäen zurück: bunten Tragetaschen f d Schmutzwäsche und einer 2€-Sonnenbrille. Ausgerechnet unser Esthet und Qualitätsanspruchsteller. Aber schön, stabil und gut ist die Brille wirklich. …und jetzt will Fritz auch so eine!
    Der Tag vergeht angenehm mit fahren und wir finden uns kurz vorm dunkel werden auf einem Balkon mit Meerblick wieder. Unserem heutigen Quartier: Reef Apartments in East London. Die Empfehlung für d Dinner Restaurant ist max passend für uns. Und gefrühstückt wird wieder aus dem cooler bevor die Tour weiter geht Richtung Addo Elephant National Park. Einem Park mit einer höheren Tierdichte als der Kruger.
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