• Tourimassen

    January 29 in Costa Rica ⋅ ☀️ 26 °C

    Direkt nach dem Aufstehen fahren wir los, die Kinder verschlafen sogar noch einen Teil der Fahrt. Unser Ziel: möglichst früh am Manuel Antonio NP anzukommen und der liegt in 1.5 h Entfernung. Die letzten Kilometer sehen wir schon einen Reisebus nach dem nächsten und auch wenn wir um 8.15 Uhr am Eingang stehen, ist da schon jede Menge los.
    Wir betreten den Park, der der berühmteste Costa Ricas ist. Doch was uns eigentlich schon vorher klar war, bestätigt sich hier: wenn man so lange wie wir unterwegs ist und bereits so viele nahe Tierbegegnungen hatte, kann man ihn sich komplett sparen. Wir machen eine Challenge draus: wer findet zuerst raus, welche Menschentraube gerade was beobachtet?! Das Spiel hat teilweise in der Serengeti schon gut funktioniert. Aber hier stehen sie wirklich fast nur bei kleinen Eidechsen, Krebsen oder Faultieren, die in 30 m über uns mit Fernglas sichtbar sind.
    Die Jungs sind schnell gelangweilt, wir ehrlich gesagt auch. So baden wir einmal an dem zugegebenermassen wunderschönen Strand und dann verabschieden wir uns auch schon wieder von diesem „Highlight“.
    Nach einer kleinen Mittagspause in einem Café geht’s weiter zu unserer nächsten Unterkunft. Unterwegs finden wir eine Autowäscherei mit zwei netten Mitarbeitern, die unsere Dreckskarre kurz dazwischen schieben. Wir kaufen noch etwas ein und arbeiten uns danach den Berg hoch zu unserer relativ teuren Villa, die wir uns die letzten Tage am Meer gönnen möchten. Doch dort angekommen, trauen wir unseren Ohren nicht.
    Vor lauter Zikadenlärm können wir uns nicht einmal unterhalten, geschweige denn draussen sitzen. Einen solchen Lärm, der in den Ohren schmerzt, haben wir noch nie von den Viechern erlebt. So sitzen wir auf der Terrasse mit Kopfhörern oder drinnen bei verschlossenen Türen. So haben wir uns das nicht vorgestellt. Freundlicherweise dürfen wir unseren Aufenthalt verkürzen und morgen weiterreisen, denn das ist wirklich kein Zustand hier.
    Zum Sonnenuntergang regeln die Viecher ihre Lautstärke immerhin auf 55 dB runter, sodass wir diesen aus dieser Traumlage bestaunen können.
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