• Staub, Steine, stille Lava

    30. november 2025, Kenya ⋅ ☁️ 32 °C

    Der Abschied vom Lake Naivasha ist recht abrupt, aber alle wollen weiter. Bei uns geht es ins ungewisse Neuland geradewegs nach Süden. Kaum am feinstaubigen Mount Longonot vorbei und von der Nairobi-Hauptstraße runter, da wird es auch schon ganz schön leer.

    Wir wollen östlich am riesigen Mount Suswa vorbei. Was erwartet uns dort? Nix, außer noch mehr Staub und eine der wohl elendigsten Steinbuckelpisten. Spätere Blicke auf das Luftbildmaterial werden offenbaren, dass wir einfach mal nen riesigen Lava-Flow kreuzen, der ein südöstlicher Ausfluss aus dem ehemaligen Suswa-Vulkan ist. Die Dimensionen kann man sich kaum vorstellen. Hier muss mal ordentlich die Post abgegangen sein! Die Zwischenräume der rundlichen Steinbrocken sind mit sonderbar penetrantem Aschestaub gefüllt, der durch jede Ritze einzudringen versucht. Aber nicht in meinen Toyo! Eine endlose, eher monotone 60-km-Klopperei bei schätzungsweise nur 15-20 km/h. Zeitplan? 🤷‍♂️

    Dann bei Oltepesi endlich der Durchbruch auf eine gänzlich unbefahrene Asphaltpiste als finale Etappe zum Lake Magadi. Wir schlängeln uns zwischen einem Fluss und einer Verwerfungskante bei sinkender Sonne südwärts. Nur noch diese Kante rauf und dann erhaschen wir auch schon den ersten Blick durch die diesige Luft auf den vermeintlich bunten See! Alles sehr trocken hier. Die lokalen Bewohnis warten mit Kanistern und Tonnen am Straßenrand auf wahrscheinlich eine Wasserlieferung per LKW? Herrjeh. Skurrile Landschaft, und vor allem der totale Kontrast zu den saftigen Aberdare Mountains unweit von hier.
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