Von Karystos nach Eretria
22. Mai in Griechenland ⋅ ☁️ 23 °C
Neue Ziele waren angesagt, denn bis Karystos sind wir ja letztes Jahr schon gekommen.
Also verließen wir diesen malerischen und gastfreundlichen Ort nachdem wir einkaufen waren. Nordwärts, langsam aber sicher Richtung Chalkida, wo wir irgendwann mal die Brücke zwischen Festland und Euböa passieren wollen, eine vierzig Meter breite Meerenge.
http://de.wikipedia.org/wiki/Euripos
In der Kühlbox warteten die Fische aus Karystos auf die Pfanne und wir dieselten aus dem Hafen. Eigentlich sollte ein netter Südwind blasen, aber der wollte einfach nicht. Am Kap Pachimadhi sahen wir ganz schemenhaft in der Ferne die "Orca" von Alois und Steffi. Die Beiden hatten wir ja letztes Jahr in Methoni kennen gelernt und mehrmals getroffen. Sie sind wie wir Richtung Sporaden und Thessaloniki unterwegs.
Der Wind blieb bei Null und so vergruben wir unseren Anker nach ein paar Seemeilen im Sand einer schütter bewohnten Bucht.
Dort hüpften dann endlich die beiden rosa Doraden in die Pfanne, dazu ein paar Erdäpfel gewürzt mit den Kräutern die wir bei diversen Landausflügen gepflückt hatten, einfach köstlich!
In der Nacht hielt uns Starkwind und ein kleines Gewitter einige Zeit vom Schlafen ab, aber so ist das Seemannsleben eben...
Tags drauf war erstklassiger Segelwind angesagt, zwar leider aus der Richtung wo wir hin wollten, aber manchmal muss man auch kreuzen!
Unser Ziel war eine tief einschneidende Bucht mit dem Ort Agios Dimitrious, kaum Menschen, kaum andere Boote, einfach nur Ruhe und Frieden!
Dort blieben wir zwei Nächte absolut gechillte Tage. Nicht ganz, denn wieder mal wollte unser Boot auch ein bisschen Zuwendung.
Auch die "Orca" holte uns dort ein und wir hatten wieder mal einen netten Abend mit den Beiden.
Unser nächstes Ziel war gerade mal ums Eck: Karavos, denn dort gibt es in fußläufig erreichbarer Distanz einen Lidl Markt. Und den brauchten wir dringend. Unsere Käsevorräte waren zu Ende, und Käse sowie Wurstwaren ist nicht der Griechen Kernkompetenz.
An einer scheußlichen Zementfabrik und einer scheußlichen Ruine eines Kohlekraftwerks vorbei ging es in einen eher scheußlichen Hafen.
Im Lidl füllten wir unseren Bollerwagen mit all den Lebensmittel an, die es in griechischen Märkten nicht gibt, wurden dann noch abends im Restaurant eher enttäuscht und wollten eigentlich nur noch weg.
Zum Glück wurde im Hafen keine Liegegebühr kassiert und auch das Wasser war gratis.
Karavos, das hässliche Entlein von Euböa... wir freuten uns auf Eretria! Zu Recht, wie sich bald herausstellte!Weiterlesen











Ulrike DousDu kannst super schreiben! Kann da so richtig mitfühlen und kriege mehr und mehr Lust, auchmal das Wasser auszuprobieren Danke fürs mitnehmen!
Reisendervielen dank, mir macht es auch rechte freude unsere erlebnisse zu teilen. auch wenn es manchmal nur belangloses ist... 😉⛵🇬🇷
Reisender
Fesch ist sie!⛵
Reisender😘
Reisender🥰