Karystos! Die Richtung stimmt!
May 18 in Greece ⋅ ☀️ 21 °C
Vor knapp einem Jahr hatten wir Karystos auf Euböa auserwählt einen kräftigen Nordwind auszusitzen. Ein paar Wochen später wollten wir hier wieder her, weil wieder mal der Meltemi heftig fauchen musste. Leider waren wir damals einen Tag zu spät und der Meltemi fauchte mit knapp 90 km/h, also so heftig, dass wir es mit unserer Ostbahn nicht nach Karystos geschafft hatten. Die Story dazu findest du unter https://findpenguins.com/2modfqg4vmvsn/footprin…
Wir verließen Porto Rafti bei strahlenden Wetter, der Wind präsentierte sich angenehm und wir richteten unseren Bug für den letzten Schlag auf alten Pfaden Richtung Karystos. Dieses mal machten wir nicht den selben Fehler wie voriges Jahr und meldeten uns beim Antonios, dem Hafenkapitän brav an. Er bestätigte unseren Liegeplatz und hieß uns willkommen. Für uns ist das eine absolute Seltenheit, denn quasi nirgens in Griechenland gibt es einen Hafenkapitän, der seinen Hafen akribisch verwaltet, geschweige denn überhaupt Voranmeldungen voraussetzt!
Äolus der Windgott meinte es diesmal wirklich gut mit uns, so als wollte er sich für den schweren Ausrutscher vor einem Jahr entschuldigen und trieb uns auf wenig Welle wie mit dem Lineal gezogen Richtung Euböa. Eine rechte Freude war es mit vollen Tüchern übers Wasser zu gleiten und unser Ziel kam zügig näher.
Dort angekommen hatten wir wieder alle möglichen Kleinigkeiten von unserer Liste abgearbeitet und uns dann in einer Fischtaverne kulinarisch verwöhnen lassen.Read more
αντίο στον Σαρωνικό
May 17 in Greece ⋅ ☀️ 21 °C
αντίο στον Σαρωνικό oder Saronikos adé
Einmal noch nach Agios Marina, einerseits weil es am Weg lag, andererseits weil wir einkaufen wollten und dann wollten wir auch nochmal in der Kahlua Bar vorbei schauen und mal sehen was der Junior Chef Alex an neuen Drinks auf seiner Karte hat.
Letzteres war kein Fehler. Mit einem unglaublich fruchtigen Gin von der Insel Kreta überraschte er uns mit einem ausgesprochen liebevoll zubereiteten und dekorierten Gin/Tonic. Ein Augenschmaus und Gaumenfreude!
Mit Petra, der deutschen Mutter von Alex, unterhielten wir uns lange, und auch Alex erzählte uns dass er mit seiner Partnerin Georgia in Wien war und den Aufenthalt sehr genossen hat.
Alex drehte uns und auch den anderen Gästen den großen Fernseher auf und so konnten wir den ESC mit griechiscen Moderatoren erleben, auch recht lustig. Die Stimmung explodierte als der griechische Beitrag von Akylas mit seinem Titel Ferto, was so viel bedeutet wie "bring es", an der Reihe war.
Nach einer interessanten Alexˋschen Interpretation eines Planters Punch verzogen wir uns auf die "Ostbahn", wo wir die letzten fünf Interpreten des ESC noch ansahen und dann ins Bett gefallen sind. Das Endergebnis hat uns dann tags drauf doch sehr überrascht! Aber so ist der ESC eben!
Am nächsten Morgen sind wir nochmal zum Supermarkt und Fleischerladen um unsere Vorräte aufzufüllen und dann hieß es endlich: Leinen Los!
Der Wind war günstig, leicht von hinten, hat mit vernünftiger Stärke - nicht zu viel und nicht zu wenig - geblasen und uns mit ansehnlichen Tempo ostwärts gebracht.
Ursprünglich wollten wir nur bis Fokaia in die Nikolaios Bucht. Irgendwann kurz davor wollte Äolus der Windgott nicht mehr, obwohl der Wetterbericht viel länger guten Wind versprochen hatte. Das hat natürlich sehr geärgert, aber nach ein oder zwei Frustbier hatte Äolus ein Einsehen und machte den Windbeutel wieder auf. Und zwar sogar besser als vorher, denn bald hatten wir Fokaia hinter uns. Vor uns tauchte das berühmte Kap Sounion mit dem markanten Tempel auf der Klippe auf und der Wind drehte nicht nur auf sondern auch in unsere Richtung mit.
So war bald der Entschluss gefasst wesentlich weiter zu segeln als ursprünglich geplant.
Zu Sonnenuntergang liefen wir in die große Bucht von Porto Rafti ein, nahmen diesmal den südlichen Teil und versenkten den Anker auf sieben Meter Tiefe in perfekt haltenden Sandgrund!
Der Sundowner war wohlverdient und perfekt im Timing!Read more
Plötzlich Notruf 112...
May 11 in Greece ⋅ ⛅ 22 °C
Jedes mal wenn wir in Vathi sind schaue ich da rauf auf den Berg und sehe an der Klippe eine kleine Kapelle stehen. Und obwohl wir Beide ja Agnostiger sind zieht es uns immer wieder an die Fleckchen, an denen für den jeweiligen Herrgott ein Gotteshaus errichtet worden ist. Denn das ist meistens nach dem Motto: Lage, Lage, Lage! Also zumindest mit einer überwältigenden Aussicht.
Somit war uns klar, dort müssen wir hinauf! Der Aussicht wegen...
Nach eingehender Recherche über Onkel Google und Einschätzung des Geländes vom Hafen aus gesehen dürfte der Aufstieg keine große Herausforderung sein. Vor allem weil es so ausgesehen hat als wenn von der anderen Seite des Berges eine Straße bis kurz vor die Kapelle führen würde. Also nur leichtes Gepäck, keine unnötige Menge Wasser, leichte Wanderschuhe und die Drohne für allfällige Flüge unterwegs und oben am Ziel.
Wir sattelten Schusters Rappen und marschierten frohen Mutes los um stetig Höhe zu gewinnen.
Nach gar nicht langer Zeit bog der Weg in die griechische Pampa ab und wir fanden uns langsam im brusthohen Gras, welches den Weg überwucherte. Auch durchzogen regelmäßig Schwemmglasen von schweren Regenfällen den Pfad, welches das vorankommen mühsam gestaltete.
Na gut, noch immer kein Grund sich Gedanken zu machen. Denn ein weiterer Blick auf Google Maps zeigte, dass der Trail offenbar bald besser werden sollte. Wir stiegen höher und höher, mal im hohen Gras, dann wieder auf steinigen Grund, dann wieder war der Weg mit Macchia überwachsen. Vereinzelt lagen umgestürzte Bäume über den Pfad und einmal versperrte uns auch ein riesiges Spinnenetz den Weg. Unter dem sind wir zerstörungsfrei durchgekrochen, die Spinne hat es uns hoffentlich gedankt.
Die Sonne stieg höher und höher, kein Wind, kaum Schatten und unser Wasser ging langsam zur Neige.
Noch immer 700 Meter bis zur vermeindlichen Straße und weitere 100 Meter zur Kapelle.
An der Stelle an der die Straße einmünden sollte kam dann die große Ernüchterung: weit und breit keine Straße! Im Gegenteil! Der Trail ging so weiter wie bisher und die 100 Meter bis zur Kapelle entpuppten sich als ziemlich anstrengende Kletterpartie über ehemalige Terassen und felsiges Gelände.
Als wir an dem Punkt angekommen waren fassten wir den Entschluss nicht mehr den selben Weg runter zu gehen, da wir sehr erschöpft und durstig waren. Mittlerweile waren wir statt der erwarteten Stunde gut das Doppelte an Zeit unterwegs.
Aber erst mal rein in die angenehm kühle und schattige Kapelle. Nach einer größeren Runde um das Gotteshaus stellte ich fest, wir finden keinen anderen Weg hinunter ins Tal. Und die vermeindliche Straße zog sich weiter als überwucherter Pfad über Stock und Stein, mehr als zwei Kilometer bis zur eigentlichen Straße.
Darauf beschlossen wir Rat bei Locals zu bekommen und ich rief in einer der Tavernen am Hafen an, von denen ich am ehesten vernünftige Information erwartete. Der Wirt meinte zuerst, er schickt uns Jemanden mit Wasser herauf, was natürlich unsinnig war. Denn eigentlich wollten wir ja nur einen anderen Weg erfragen.
Seine Frau hat dann aus welchem Grund auch immer plötzlich die Rettungskette in Gang gesetzt und dann war der Teufel los!
Per Dauerfeuer wurde ich von der Feuerwehr, der lokalen Einsatzzentrale von Methana, der Notrufzentrale, der Wirtin und weiß der Geier wer noch aller helfen wollte, kontaktiert. Ich war so überfordert dass ich nicht mehr wusste welche der über zehn verschiedenen Nummern ich zuerst antworten sollte.
Wir hatten dann nach kurzer Überlegung beschlossen doch den selben Weg abzusteigen den wir gekommen sind. Währenddessen wurden wir bombardiert von Telefonanrufen, denen ich schon mittlerweile knieend versuchte zu erklären, wir sind in keiner Notsituation und wir sind nur durstig, aber am sicheren Abstieg! Ohne Erfolg! Zwischendurch war ich schon so genervt dass ich mein Handy kurzerhand auf Flugmodus gestellt hatte, um einerseits Akku zu sparen und andererseits sicheren Schrittes weitergehen zu können.
Die Feuerwehr ist mit drei Fahrzeugen ausgerückt, um uns zu retten. Die sind aber bei einer völlig anderen Kapelle rumgegeistert, wir hatten sie nie gesehen. Wieder versuchten wir zu erklären, dass wir sicher sind und keine Rettung benötigen, wir wurden einfach nicht Ernst genommen.
Wir sind dann nach etwa 90 Minuten wohlbehalten, leicht dehydriert und völlig durchgeschwitzt, komplett übersäht mit den Grannen des hiesigen "Schlirfhansel" - das sind die spitzen Widerhaken und Samen des Grases welche sich unweigerlich überall reinbohren - endlich im Hafen von Vathi angekommen, immer noch von Telefonanrufen gestresst.
Wasser brauchten wir! Und davon viel!
Kurz darauf erschien die Feuerwehr, nahmen unsere Daten auf und waren Minuten später wieder weg. So endlos sie mit mir telefonieren wollten, so kurz angebunden waren Sie dann.
In der Nachbetrachtung war es gut zu wissen, dass man nach uns gesucht hatte, leider am falschen Ort. Denn die Feuerwehr war bei einer komplett anderen Kapelle als wir. Schlimm war dass es keine übergeordnete Leitstelle gab, die alle am Einsatz beteiligten koordinierte. Und nervig war dass wir über eine Stunde nicht Ernst genommen wurden, wir keine Hilfe brauchten und sicher waren.
Für unseren nächsten Ausflug nehmen wir auf jeden Fall viel mehr Wasser mit. Besser man hat es als man hätte es!
Und als letzten Satz möchte ich die Worte des Wirten zitieren:
"Today you had an big desaster, tomorrow you have an great story for your friends!"Read more

TravelerKöstlich! Da habt Ihr das Dörfchen ja ordentlich aufgemischt, darüber reden die noch wochenlang 😀

TravelerHaben die auch ein Foto von euch gemacht, damit sie euch beim nächsten Mal erkennen und zuordnen können?🤗🥳😉

Travelerdie kennen uns noch vom vorigen jahr, aber da waren wir immer nur essen, ohne alarm... 😅😉
Letzte Runde durch den Saronischen Golf
May 10 in Greece ⋅ ☁️ 21 °C
Nachdem wir in Agios Marina kein Wasser bunkern konnten sind wir weiter nach Poros. Nicht nur des Wassers wegen, denn auf der Festlandseite in Galatas ordiniert ein Tapezierer, den wir einerseits wegen unserer Innentapezierung um Hilfe bitten wollten und auch für unser Cockpit wollten wir Pölster. Doch dazu später...
Wir segelten drauf los, eigentlich an einem Tag an dem kaum Charteryachten in Poros sein sollten. Die Überraschung war groß, denn bald war der AIS-Bildschirm voll mit an die hundert blinkenden roten Booten an der kompletten Mole von Poros. Was war da los? Alles voll! Und zwar ausschließlich von mittleren bis übergroßen Catamaranen! Kein Liegeplatz, nicht mal ein Meter war frei an der Mole.
Wir kamen blöderweise genau zur größten Multihull Yachting Show im Großraum Athen.
Also wieder kein Wasser! Zum Haare raufen!
Anyway... am nächsten Tag trafen wir uns mit Vasili, dem Tapezierer. Der erklärte uns, das gekaufte Material für die Innentapezierung können wir uns in die Haare schmieren. Falsches Material! Der Mist will einfach nicht aufhören. Braucht wer Sky 10 Meter mal 1,40? Weißes Kunstleder, ohne Rücken, günstig in Griechenland abzuholen!
Na ja, zumindest hat er dann für die Cockpitpölster Maß genommen, uns ein gutes Angebot gemacht und wir sind immer noch ohne Wasser gewesen.
Also war unser nächtes Ziel Perdika auf Ägina. Ein kleiner Hafen, der für Hafenkino immer gut ist. Dort konnten wir endlich unsere Tanks füllen, dankenswerterweise gratis weil vor uns ein Cat abgelegt hatte, der noch genug Wasser auf der Zapfsäule hatte. ENDLICH Wasser!
Das Hafenkino am nächsten Tag hat wieder alle Stücke gespielt. Anker über Kreuz, unkontrolliert treibende Boote, Gestocher mit Bootshaken, Gebrüll und Stress. Wir sind dem Ganzen ganz gut entkommen, obwohl auch unser Anker zugeparkt war hab ich ihn trotzdem easy unter dem Motorboot rausbekommen.
Von dort sind wir nach Vathi, dem kleinen idyllischen Hafen auf der Halbinsel Methana. Zum Muttertag sind wir von dort zu einer Wanderung zum Vulkan aufgebrochen. Schöner mehrstündiger Marsch an der Küste entlang, durch den Wald und dann den Berg hinauf. Ganz hinauf auf das Lavafeld sind wir dann nicht, das war doch zu schwieriges Terrain.
Am nächsten Tag sind wir dann vom Hafen den Berg zur Kapelle hinauf und hatten mit einer telefonischen Frage nach einem anderen Abstiegspfad gleich den Notruf ausgelöst. Die haarsträubende Geschichte findest du natürlich hier unter "Plötzlich Notruf 112..."
Über Epidauros wo wir nur zum Einkaufen angelegt hatten ging es nach Korfos. Dort hatten wir uns mit Uli und Micha vom Catamaran Barbarossa verabredet. Dort verbrachten wir einen gelungenen Abend in einer ziemlich urigen Taverne. Der Wirt verabschiedete uns mit je einem riesigen herrlich duftenden Buschen Oregano.
Micha half mir am nächsten Tag noch meine diversen elektrischen Probleme in den Griff zu bekommen, denn die beiden Solarpaneele wollten nicht so recht Strom in die Batterien liefern. Auch die Ankersteuerung funktionierte nicht.
Zurück in Poros war erst mal die Reparatur der Ankersteuerung angesagt. Hat uns viel Zeit und Nerven gekostet, aber zu guter letzt waren alle Fehler gefunden und beseitigt. Von Kontaktfehler bis komplett erledigte Fußtaster war da alles dabei.
Danach war es an der Zeit unsere neuen Pölster abzuholen... und wir waren begeistert! Top verarbeitet, perfekt in Farbe passte das Ganze erstklassig!
Somit konnten wir uns endlich auf den Weg machen und den Saronischen Golf verlassen!
Aber am Abend davor gingen wir nochmal zur alten Platane essen: Uli und Micha, Martin - den wir in Perdika kennengelernt hatten, und wir Beide! Und Georgiou, der Wirt wollte natürlich auch mit aufs Foto...Read more
Schock in Agios Marina, Ägina
May 5 in Greece ⋅ ☀️ 23 °C
Wasser! Wasser! Wasser!
Also nicht nur unter unserem Kiel, auch in unseren Tanks brauchen wir dringend das kühle Nass!
Ein Tank war leer und der zweite Tank beherbergte vielleicht noch 50 Liter. In Almyra wurde uns eindringlich abgeraten das dort verfügbare Wasser zu bunkern. Also war unser erstes Ziel ein Hafen von dem wir wissen, dass das Wasser dort gute Qualität hat und uns unsere Tanks nicht verseucht.
Der Wind aus West war zum Einkranen zwar ziemlich ungut, aber er brachte uns im Sauseschritt voran.
Und weil Richtung und Stärke perfekt war um Agios Marina auf Ägina zu erreichen, einer unserer absoluten Lieblingsspots im saronischen Golf, war die Entscheidung gefallen. Auf nach Agios Marina!
Dort angekommen war der Schock groß. Schon aus Distanz sahen wir, da stimmt was nicht!
Fehlende und verbogene Laternmasten, teilweise fehlten die Kandelaber, zertrümmerte Mistkübel, ein Teil der Molenfender hingen runter oder fehlten komplett und überall ragten Kabelreste und Wasserrohre aus dem Beton. Nach dem Anlegen wurde uns erst bewusst dass hier dramatisches passiert sein muss, denn sämtliche Zapfsäulen für Strom und Wasser waren weg. Die dazugehörigen Bolzen teilweise verbogen und abgebrochen, Löcher klafften in der Betonmole, Risse so weit das Auge reichte und alles sah so aus als ob ein Riese gewütet hatte.
Bald darauf fuhr Pavel - der schon mehrmals erwähnte Besitzer der Compass Bar und Hans Dampf in Agios Marina - mit seinem Roller vor und die Freude war beiderseits groß!
Er erzählte auf unsere Frage was da los ist, dass im Winter mehrere schwere Stürme gewütet hatten, mit Wellen von bis zu 4 Metern die Mole und die darauf befindliche Infrastruktur zertrümmert hatte. Für die Gemeinde und die Gewerbetreibenden dort ein schwerer Schlag! Es wurde zwar mittlerweile mit der Reperatur begonnen, aber so schnell ist dieser immense Schaden nicht zu beseitigen...
Für uns bedeutete das: kein Wasser! Und die Vorräte wurden immer weniger...Read more
Endlich ging es ins Wasser!
May 5 in Greece ⋅ ☀️ 18 °C
Irgendwann war es dann so weit!
Die Jungs von Almyra Shipyard standen vor der "Ostbahn" und wollten loslegen!
Bei uns stieg natürlich der Adrenalinspiegel ins Unermessliche. Nach vielen Monaten am Trockenen sehnten sich die "Ostbahn" und wir uns danach, endlich wieder Wasser, Wind und Wellen zu spüren.
Ruck-Zuck war der Lagerbock abgebaut, das Boot am Transporttraveller und langsam am Weg Richtung Portalkran. Wir natürlich mit dem Antifowling hinterher um die letzten Fleckerl des Unterwasserschiffes mit dem roten Gatsch zu bestreichen.
Eigentlich war fast zu viel Wind zum Einkranen, denn das Windex zeigte gute 20 Knoten von der Seite.
In der Kranbox stand einiges an Welle und bei der ersten Wasserberührung hüpfte unser Booterl gleich ganz ordentlich! Vielleicht auch vor Freude 😉
Wir gingen an Bord und in dem Moment tauchten unsere "Groupies" auf! Ulli und Micha, und kurz drauf düste auch Ralph auf seinem E-Scooter herbei um uns zu verabschieden. Hat uns Beiden eine kleine Träne ins Knopfloch gedrückt, so ergreifend war die Szene.
Der Motor brummte, aber es sprudelte kein Kühlwasser aus dem Auspuff! Nicht gut, gar nicht gut! Das Boot hüpfte in der Welle, noch an den Gurten des Kranes, und einer der Arbeiter rief mir zu ich soll Wasser in die Wasserpumpe kippen, damit die endlich zur Kühlung Wasser zieht. Irgendwann hab ich endlich verstanden was er meint und hab das Kühlwassersieb geöffnet und Wasser reingekippt. Beim Zusammenbauen ist mir die lange Schraube fast in den Tiefen des Motorraums gefallen. Zum Glück hab ich sie grade noch erwischt und endlich sprudelte auch Kühlwasser.
Mit Vollgas und unter mächtigen Geschrei und Gestikulieren der Arbeiter, viel Winken unserer Freunde und halbwegs Übersicht donnerten wir endlich aus der Kranbox Richtung Meer! Wir schwimmen!
Danke an Micha, der unser Ablegemanöver mit ruhiger Hand gefilmt hat.Read more
Noch immer viel zu tun!
April 23 in Greece ⋅ ☁️ 14 °C
Endlich im Flieger nach Griechenland! Unsere "Ostbahn" wartet...
Unser Mietauto, ein faktisch nagelneuer Opel Corsa mit etwa 1.400km am Tacho war schnell übernommen, dann gleich mal zur Segelmacherin, unsere Segel holen. Nachdem es nicht weit war und der Hunger groß ging es erstmal ins Restaurant Edem neben der Alimos Marina zum Abendessen.
Am nächsten Tag wieder nach Athen, etliches von der Einkaufsliste besorgen und dann zum Optiker. Wir hatten den Tipp bekommen, dass in Griechenland die Brillen um gut 30% billiger sind als in Österreich, bei gleicher Qualität. Moni hat sich zwei Gleitsichtbrillen machen lassen, ich mir in zwei Sonnenbrillen die Gläser tauschen lassen. Wir haben es nicht bereut!
Aber wie ein riesiger Stein im Magen lag uns, dass zwei große Pakete, vollgefüllt mit Material, Bekleidung, Werkzeug und vieles mehr, die wir nach Griechenland geschickt hatten, noch immer nicht angekommen sind.
Unser guter Engel Christos wusste aber Rat: Er gab uns eine Adresse in Korinth, wo die Dinger sein könnten. Dort wurden sie zumindest mal im System gefunden und wir wurden mit den Paketnummern nach Louthraki geschickt.
Am Weg dort hin querten wir den Kanal von Korinth zwei mal mit dem Auto am Landweg, drei Jahre davor mit der "Ostbahn" am Seeweg.
In dem winzigen Shop in Louthraki hätten die beiden Pakete nichteinmal Platz gehabt. Aber die Dame am Schalter war trotz kaum des Englischen mächtig sehr bemüht. Nach einigen Telefonaten war klar dass wir nach Isthmus ins dortige lokale Auslieferungslager fahren müssen. Dort angekommen standen die beiden Packerl schon auf einer Palette bereit. Rein ins Auto und dann zum Boot!
Die nächsten Tage waren geprägt von umräumen, Material, Getränke, Lebensmittel einkaufen, diverse Finalisierungen von Verkabelungen, Unterwasserschiff streichen, Segel anschlagen, neue Leinen einscheren, Bimini und Sprayhood montieren, putzen, schrubben, Wäsche waschen und noch viel mehr!
Ja und natürlich haben wir dort wieder liebe Leute getroffen: Micha und Ulli von der Barbarossa, sowie Ralph von der Alien.
Den einen oder anderen Abend haben dann gemeinsam verbracht.Read more



































































































