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Gemma's wieda an!

Alte Pfade, neue Ziele!
Die "Ostbahn" ist ihrem Element übergeben worden, wird einige bekannte Destinationen im sarronischen Golf anlaufen und dann den Bug nach Norden richten...
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    🇬🇷 Δημοτική Ενότητα Θεσαλονίκης, Grieche…

    Mamma Mia... the winner takes it all!

    June 15 in Greece ⋅ ⛅ 26 °C

    ...und dann war es so weit!
    Auto typisch griechisch übernommen (bitteschön, ihr Auto! Sprit same/same... fertig!) und dann waren wir am Weg über die Insel. Erster Stopp: die Mamma Mia Kapelle Agios Joannis, hoch oben am Felsen!
    Die Fahrt wählten wir nicht über die einzige Hauptstraße, sondern über schmale Straßen durchs Hinterland der Insel. Und diese schlängelten sich durch Schluchten und Täler, über Bergrücken und üppiger Vegetation, vorbei an abgelegenen Häuser und Pässe mit Aussicht aufs Meer!
    Kaum zu glauben... Luftlinie von Skopelos Stadt zum Felsen von Agios Joannis so etwa 9 Kilometer, gefahren sind wir etwa 35 Kilometer und brauchten dafür knapp eine Stunde! Es war auf jeden Fall die Reise wert!
    Abenteuerlich waren die letzten sieben Kilometer zum Felsen mit der Kapelle. Die Straße grade mal so breit wie ein Auto, wenige Ausweichmöglichkeiten, ging es durch Kastanienwälder, Olivenhaine, immer wieder etliche Bienenbeuten in den Wiesen, Ziegenverschläge und urwaldähnliche Passagen. Dann öffnete sich die Landschaft und gab den ersten Blick auf unser Ziel frei! Atemberaubend...
    Runter ging es die letzten Kehren und dann waren wir endlich am ersten Ziel.
    Erstmal gönnten wir uns einen Frappé, den typischen Nescafe auf Eis in der kleinen Bar mit Blick auf den Felsen, und dann machten wir uns auf den Weg zum Aufstieg. Etwa 200 teilweise extrem steile Steinstufen führen hinauf auf den Felsbrocken zu der kleinen Kapelle. Für mich mit meiner eklatanten Höhenangst eine echte Herausforderung, für Moni mit ihrer neuen Hüfte auch nicht ohne!
    Irgendwann waren wir dann doch oben, verschwitzt und glücklich, leider mit mindestens drei Dutzend weiteren Touristen.
    Wenn ich denke dass die wunderbare Maryl Streep für eine Szene des Films zumindest den ersten Teil der Treppen wahrscheinlich mehrmals hinauf gelaufen ist muss ich echt den Hut ziehen! Wir hatten schon nach den ersten zwanzig Stufen im Schritttempo geschnauft!
    Das Runter war dann für uns Beide mehr Herausforderung als das Hinauf! Doch alleine das war für uns schon den Ausflug wert!
    Danach sind wir wieder verschlungene Waldwege weiter gefahren, zum Paralia Chondrogiorgi. Wieder Stiegen! Und weil wir noch nicht genug davon hatten!
    Den verschlungenen Waldstraßen blieben wir treu, zumindest bis Glossa, denn dort mündete unsere Waldstraße in die Hauptstraße der Insel. Wir wollten noch zum Kastani Beach am anderen Ende der Insel, wo "Lay all your love on me" gedreht wurde. Total enttäuschend! Denn mittlerweile ist das ein geschniegelter Strand, mit geschniegelte Strandliegen und geschniegelter Strandbar, sowie geschniegeltem Rasen. Eigentlich schade...
    Von dort sind wir dann durch all die kleinen Dörfer auf der Südostseite der Insel zurück nach Skopelos Stadt. Und weil wir ein Mietauto hatten nutzten wir das wie immer um einen größeren Einkauf in den außerhalb liegenden Supermärkten zu machen.
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  • Skopelos

    June 14 in Greece ⋅ ☀️ 24 °C

    Anker auf! Endlich wieder auf See!
    Nicht lange, auch nicht weit, auch nicht wirklich windreich, wir wollten einfach zur nächsten Insel, nach Skopelos.
    Nachdem wir 2024 in Mörbisch auf der Seebühne das Muscal "Mamma Mia" gesehen hatten war damals schon klar, wir müssen mit der "Ostbahn" dringend zu den Originalschauplätzen des Filmes, eben nach Skopelos.
    Bei Windlosigkeit tuckerten wir an der Nordküste entlang, bis vor uns der markante Felsen auftauchte, auf dem die berühmte Kapelle Agios Jioannis aus dem Film steht. Beim näherkommen hörten wir von diversen Booten dort schon eine Kakophonie aus verschiedenen Songs von ABBA.
    Nachdem der Ankerplatz ziemlich voll war drehten wir erstmal nur eine Runde unter der Kapelle, denn wir wollten tags drauf die Insel mit dem Auto erkunden.
    Gut eine Stunde später liefen wir in den großen Hafen der unendlich pittoresken Hauptstadt Skopelos ein. Wir konnten uns an den vielen weißen Häusern mit den bunten hölzernen Balkonen gar nicht satt sehen! Die Sonne tat ihr übriges um das Ensemble richtig zum Strahlen zu bringen!
    Wir streiften durch die engen und verwinkelten Gassen und entdeckten ständig neue architektonische Wunderwerke.
    Am Abend waren wir dann in einem etwas abseits gelegenen Restaurant. Gemütliches typisch griechisches Ambiente, freundliche Bedienung, absolut erstklassiges Essen und unaufdringliche Bouzuki Musik rundeten den Vatertag ab.
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  • Gewitterfront über Skiathos

    June 11 in Greece ⋅ ☀️ 26 °C

    Seit mehreren Tagen versprach uns der Wetterbericht einen markante Wettersturz mit Sturm, Gewitter und stundenlangen Starkregen.
    Doch die Nacht davor verbrachten wir einsam und alleine in einer Bucht vor Loutraki auf Skopelos, mit einem traumhaften Sonnenuntergang.
    Am nächsten Tag zurück nach Skiathos und so war es dann: wir erlebten einen Wettersturz der wirklichen Sonderklasse!
    Unzählige Blitze, der nächste war so an die 300 Meter entfernt, Sturmböen an die 60 Knoten (etwa 110 km/h), unglaubliche Regenmengen sodass unser Dinghi bis zur Hälfte gefüllt wurde, Sturzfluten von den Bergen herab, Tonnen an Sedimenten und Unrat wurde ins Meer gespült.
    Wir waren recht gut vorbereitet. Die Bucht gut gewählt, unser 30 kg Anker top im Sand platziert, 45 Meter Kette auf 6 Meter Wassertiefe hat die Extremböen perfekt verarbeitet und sich keinen Millimeter bewegt.
    Einmal hat bei einer extremen Bö unser Dinghi mitsamt dem Motor aus dem Wasser abgehoben. Da bekommt man große Augen!
    Micha hat wegen dem Gewitter seine Windaufzeichnung nicht ständig mitlaufen lassen, aber hat doch Böen gut über 50kn aufgezeichnet.
    Die Nacht war relativ entspannt. Zwar immer wieder Starkregen begleitet von heftigen Böen, aber kein Gewitter mehr. Am nächsten Mittag war alles vorbei, Sonne und Leichtwind, als ob nie was gewesen war...
    Wir nutzten den Abend um für unbestimmte Zeit mit Ulli und Micha ein letztes mal Abendzuessen, denn unser Bug wird noch ein Stück weiter nach Norden zeigen, Barbarossa's Bug nach Osten und bald Richtung Süden!
    Auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen!
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  • Skiathos, Lalaria Strand und Trypia Petra

    June 10 in Greece ⋅ ⛅ 25 °C

    Der Strand Lalaria auf Skiathos ist berühmt für seine schneeweißen Kieselsteine, das kristallklare, türkisblaue Wasser und den markanten natürlichen Felsenbogen Trypia Petra. Da er von steilen Klippen umgeben ist, ist dieser paradiesische Strand ausschließlich mit dem Boot erreichbar.
    Schon 1989 hatte ich die Möglichkeit Lalaria und Trypia Petra zum Sonnenaufgang zu besuchen und zu fotografieren. Genialerweise geht im Sommer die Sonne exakt im Bogen auf.
    Für uns war natürlich klar dass wir um all meine Reminiszenzen komplett zu bekommen dort unbedingt hin müssen!
    Das Wetter war ruhig, kaum Wind, trotzdem hatten wir nicht geankert dort, denn die Bucht ist übersät mit riesigen Felsblöcken. Wir wollten jeden Stress mit eventuell verhedderter Kette von vorherein verhindern!
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  • Skiathos Plane Spotting

    June 10 in Greece ⋅ ⛅ 25 °C

    Wie Saint Maarten in der Karibik ist auch Skiathos für seine extrem niedrigen Landungen bekannt. Es ist ein besonderes Erlebnis wenn Flugzeuge nur wenige Meter über deinem Kopf landen. Der Flughafen von Skiathos liegt direkt am Strand und verfügt über eine nur knapp 1.600 Meter lange Landebahn, die beidseitig von Uferpromenaden gesäumt ist und an einer kleinen, eingezäunten Straße endet. Hier versammeln sich die Menschen, um die startenden und landenden Flugzeuge zu beobachten. Dieser Ort zählt zu den beliebtesten Touristenattraktionen der Insel Skiathos. Es ist ein aufregendes Erlebnis, einem landenden Flugzeug so nahe zu sein – für manche vielleicht sogar etwas zu nah. Beim Start ist der Triebwerksstrahl so stark, dass er dir den Hut vom Kopf wehen kann oder man im hohern Bogen ins Meer geweht wird. An der Ecke der kleinen Straße befindet sich ein Café mit Snackbar, das Erfrischungen und Schatten bietet, sowie ein großer Fernseher, der auf den Flightradar24-Sender eingestellt ist und die geplanten Ankünfte anzeigt.
    Wir wollten uns das natürlich nicht entgehen lassen und besuchten den Spot zur verkehrsreichsten Zeit gegen Mittag und wurden nicht enttäuscht. Es ist schon gewaltig was da bei Start und Landung abgeht, ein Erlebnis der Sonderklasse!
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  • Skiathos II

    June 9 in Greece ⋅ ☀️ 24 °C

    Unser Mietauto war ein lustiger kleiner Skoda Citigo mit knapp 200.000km am Tacho. Wahrscheinlich ist dieses Auto nie von der Insel runter gekommen, somit ist der 4. und 5. Gang quasi werksneu!
    Nach der typisch griechischen Übernahme (keine Kaution, schnelles Video rundherum, Sprit same/same) holten wir Ulli & Micha ab, die uns begleiteten.
    Wir wollten zuerst zur Ruinenstadt Kastro.
    https://www.kastra.eu/castleen.php?kastro=skiathos
    Unser kleines Auto war leider nicht in der Lage den zumindest in Teilen Offroad Weg nach Kastro zu fahren, somit blieb uns nichts anderes übrig als auf Schusters Rappen Richtung der Ruinen zu wandern.
    Zuerst ging es über einen ausgewaschenen Hohlweg und durch einen ziemlich dichten Urwald zu einer kleinen orthodoxen Kirche. Die Gebäude gut erhalten und gepflegt. Eine mit Naturstein gepflasterte Straße mit kaum Ausweichmöglichkeiten führte weiter durch den Wald und dann später durch einen Olivenhain immer wieder steil bergauf und bergab bis man endlich von der Ferne die Felskuppen von Kastro sah.
    Kаstrο liegt аuf einer fеlsigen Hаlbinsel an dеr Νordküste von Skiаthοs. Die Аussicht auf dаs Μeеr ist atemberaubend.
    Die Siеdlung Κastrо wurde im 14. Jahrhundеrt vοn den Еinwοhnern vоn Skiathоs gegründet. Die ständigеn Ρiratеnangriffe zwangen die Bewohner dοrthin zu ziehеn. Im 19. Jahrhundеrt zοgen diе Βewоhner von Кastro dann wieder zurüсk in die Stadt Skiathos und hоlten allе Μatеrialien аus ihren Häusеrn. Aus diеsem Grund sind heutе nur nοch Ruinеn und Мauern zu sеhen. Mittlerweile finden dort ständig Ausgrabungen statt. Auch wurden schon einige Kirchen renoviert und auch das Stadttor wurde wieder aufgebaut. Noch kann man das alte Dorf ohne Eintritt besuchen. Man erreicht es entweder per Auto (SUV oder Offroader) oder Motorroller, per Wanderung wie wir oder mit dem Ausflugsschiff, welches am Strand unterhalb der Festung anlegt.
    Etwa 500 Meter von der Festung entfernt ist Ourania's Place, ein kleiner Getränkekiosk. Vor 37 Jahren war das ein kleiner Verschlag aus Ästen wo Ourania aus Kühlboxen Getränke verkaufte. Leider war geschlossen, ich hätte gerne mit ihr ein paar Worte gewechselt.
    Nachdem wir völlig erledigt zurück beim Auto waren sind wir hungrig und durstig zurück zur Küste und in eine typisch griechische Strandtaverne eingefallen... Essen, Trinken, Seele baumeln lassen!
    Weiter ging es dann nach Megalos Aselinos. In dieser weitläufigen Bucht mit etwa einen Kilometer Sandstrand war mal der Campingplatz auf dem wir vor 37 Jahren unser Zelt aufgeschlagen hatten. Ich hab doch einige Zeit gebraucht bis ich den Platz wiedererkannt hatte. Den Campingplatz gibt es längst nicht mehr, aber offenbar wird der Strand mit einem Restaurant wiederbelebt. Erinnerungen keimten langsam auf und ich habe mir natürlich die Fotos von damals durchgesehen. Eine interessante Reise in die Vergangenheit...
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  • Skiathos I

    June 7 in Greece ⋅ ☀️ 25 °C

    Skiathos... vor 37 Jahren war ich als junger Vater mit meiner Familie hier. Ja, da hab ich noch geraucht!
    Wir hatten damals beschlossen endlich einen Auslandsurlaub zu machen. Jugoslawien und Italien interessierte uns nicht, also wurde es Griechenland, und dann gleich Sehnsuchtsort Insel! Vollbepackt mit Campingausrüstung ging es mit dem Auto los.
    Immer wieder habe ich mir vorgenommen wiederzukommen, hat nie geklappt.
    Und jetzt liegt 37 Jahre später diese wunderschöne unendlich grüne Insel vor unserem Bug! Endlich...
    Als ersten Stopp hatte ich Koukounaries, den berühmten Sandstrand wo die Pinien bis fast ans Ufer wachsen, auserkoren.
    Lag ja sozusagen auf unserer Route. Anker runter, Dinghi runter, diesmal nur mit Paddel und los ging es zum Strand! Dort erwartete uns der vielgepriesene mehligfeine gelbliche Sandstrand, die schattenspendenden Pinien und einige Strandbars. Dort genehmigten wir uns mal einen Frappé und ein kleines Bier (große gibt's nicht) aus dem gehobeneren Preissegment. Nach einem kurzen Spaziergang über den herrlichen Sandstrand sind wir zurück aufs Boot, Moni schwimmend und ich mit dem Dinghi rudernd nebenher.
    Am Ankerplatz vor der Hauptstadt trafen wir wieder unsere lieben Freunde Ulli und Micha von der Barbarossa.
    Tags drauf verlegten wir in den Stadthafen denn wir mussten einerseits größer einkaufen, und andererseits wollte ich unbedingt mit einem Mietauto die Orte besuchen, die ich noch ganz dunkel in Erinnerung hatte.
    Doch davor spazierten wir durch die pittoresken Gassen von Skiathos, besuchten Bourtzi Island, den Uhrturm, staunten über die Anlegemanöver der Autofähren und Moni bekam von mir einen schönen Hut!
    Den Abend verbrachten wir wieder mit Ulli & Micha bei ausgezeichneten Zitronenlamm im Restaurant "Alte Mühle" am Hafen. Dort feierte ein Mädel ihren 11. Geburtstag und verteilte unter den anderen Gästen Papphütchen...
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  • Von Chalkida nach Oreio

    June 5 in Greece ⋅ ☀️ 25 °C

    Die Nacht nach der Bückenpassage war kurz, gegen 0230 Anker vergraben, 0300 endlich in der Koje und gegen 0900 des Morgens wollte ein Schwimmer wissen ob wir zuhause sind und hat am Heck lautstark herumgebrüllt. Als ich aus dem Bett war und schnell in eine Hose gefahren bin war der Typ schon wieder prustend und spuckend weitergeschwommen. Es gibt echt nichts was es nicht gibt!
    Na ja, frühstücken und dann zurück zur Brücke, denn ich wollte beim Ship Chandler ein paar Sachen kaufen. Der hatte nämlich tags davor Ruhetag. War für nix denn der hatte nichts von den Teilen, die wir brauchten.
    Sind dann weiter nach Nea Artaki. Dort habe ich dann den kompletten Steuerstand zerlegt, weil wir vor der Brücke wieder Probleme mit der Ankersteuerung hatten. Stunden später war etliches neu verkabelt und mittlerweile funktioniert alles seit zwei Wochen klaglos! Endlich!
    Weißt eh... wer noch nie ein Boot besaß der weiß an Schas!
    In Limni, einem kleinen Städchen an Euböas Westküste sind wir dann drei Tage picken geblieben. Schon im Navily steht beschrieben: man muss aufpassen dass man nicht vergisst weiterzusegeln, so angenehm ist es dort!
    Der Hafen ist dort so klein und schuckelig, dass nur ein halbes Dutzend Boote dort Platz finden. Es war zwar alles voll, aber ein freundlicher Engländer nahm uns längsseits.
    Madison, eine Australierin die der Liebe wegen in Limni picken geblieben ist, betreibt dort mit ihrem griechischen Mann ein paar Appartements und bietet für die durchkommenden Segler Wäschereiservice an. Wir nutzten das und waren hell begeistert. Keine Wäscherei bis jetzt lieferte unsere Wäsche in dem perfekten Zustand wie Madison. In der Zwischenzeit konnte das neue Hängekörbchen fertig gestellt werden und wurde auch gleich zweckentfremdet... 😜🤣
    Nach vier Tagen lösten wir doch endlich unsere Leinen dort und segelten und tuckerten windschwach weiter. Loutra mit den heißen Quellen ließen wir steuerbord liegen, denn wer braucht in der Hitze des Sommers schon heiße Quellen, in dessen Schlamm sich Dutzende Andere suhlen? Wir nicht...
    Am westlichen Kap von Euböa machten wir einen Badestopp und waren über die Strömung dort echt verwundert! Kurz ins Wasser und wirklich gut an der Badeleiter festhalten, sonst bist du weg!
    Dann hat endlich wieder mal segelbarer Wind eingesetzt, leider auf die Nase! Und das mag kein Segelboot so recht, denn dann muss man kreuzen...
    Also ging es Zicke Zacke - der Wind dazu war perfekt für Vollzeug und wir genossen es - durch den Kanal Richtung Glyfa, wo Ulli und Micha auf deren Catamaran "Barbarossa" schon auf uns warteten. Wieder mal gemütlicher Abend mit den Beiden inbegriffen!
    Gemeinsam verholten wir tags drauf nach Oreio. Das gemeinsame Abendessen dort war nicht so der Burner, dafür gab es dann am nächsten Abend einen heftigen Wetterumschwung mit Sturm und Gewitter. Und in den ärgsten Böen mit 32 Knoten (etwa 60 km/h) versuchte ein recht betagtes Pärchen aus Neuseeland mt deren nicht minder betagten kleinen Segelbötchen auf dem technisch auch vieles im Argen war im Hafen Schutz zu finden. Mit vereinten Kräften brachten wir die Beiden an die Mole, wo sie sich dann immer noch zitternd für die Hilfe bedankten.
    Dort trafen wir die "Nirvana" mit Helen und Markus wieder die wir in Limni kennen gelernt hatten, der mir nachdem ich von meinen Solarproblemen erzählte, er hat zwei überzählige passende Victron Regler. Gekauft und gleich eingebaut! Langsam lösen sich die elektrischen Probleme auch endlich in Wohlgefallen auf! Eh schon Zeit!
    Zu guter Letzt war dann auch noch Christian mit seiner Frau Christa aus Guntramsdorf. Die Beiden verbrachten schon etliche Tage in Oreio, da sie auf einige Arbeiten des Segelmachers warten mussten.
    Irgendwie dürfte Christian langweilig gewesen sein, denn bei einem oder drei Bierchen bei uns an Bord begann er unseren Cockpittisch zu putzen und schrubben. Sowas sollte man tunlichst nicht unterbinden, zur Freude beider Seiten. Dem nicht genug hat er uns noch komplett uneigennützig geholfen unsere Angelruten soweit hinzubekommen, dass die Chance auf einen Fang ins unermessliche gestiegen ist! Das werden wir natürlich bei nächster Gelegenheit ausprobieren und euch alle am Ergebnis teilhaben lassen! Versprochen!
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  • Die alte Euripos Brücke Chalkida

    May 27 in Greece ⋅ ☀️ 29 °C

    Wenn man so wie wir Euböa auf der Westseite entlang segelt kommt man früher oder später in die Verlegenheit bei Chalkida die Brücke über den Euripos zu passieren.
    Und genau dort hin machten wir uns auf den Weg.
    Der Euripos ist ein natürlicher Meereskanal zwischen dem Festland auf der Westseite und der Insel Euböa auf der Ostseite.
    Es ist die schmalste schiffbare Meerenge der Welt, teilt die Inselhauptstadt Chalkida in zwei Hälften und ist bei der Brücke nur 40 Meter breit.
    Über den Euripos führte bereits seit 411 v. Chr. eine Brücke, die Chalkis mit dem Festland verband.
    Schon die Anfahrt ist spannend. Vorbei an einem riesigen aufgegebenen Zementwerk, unter der neuen Autobahnbrücke durch und dann steht man endlich vor der 1962 erbauten Brücke.
    Die Gezeitenströmungen sind für Mittelmeerverhältnisse enorm, kann bis zu 9 Knoten erreichen (könnten wir mit der "Ostbahn" nicht bewältigen) und ändert regelmäßig etwa alle 6 Stunden und 12 Minuten die Richtung. Bei Voll- und Neumond kann der Wechsel bis zu 14 mal täglich stattfinden. Die sogenannte "freaky Tide".
    Die Durchfahrt durch diese Engstelle mit der Brückenpassage gehört meiner Meinung in das Portfolio jedes Seglers.
    Die Brücke öffnet nur Montag, Mittwoch und Freitag des Nächtens für etwa eine Stunde. Die Öffnungszeiten richten sich nach Ebbe und Flut.
    Wir hatten am späten Nachmittag am Warteplatz vor der Brücke den Anker versenkt. Dann die Entscheidung: wie ein Lulli über die Brücke zum Büro der Brückenbehörde oder wie ein Verrückter rein ins Dinghy, dem 2,5PS Karpfenhäcksler vertrauen und durch die Strömung und mit Hurra drüben anlegen.
    Ich hab das Hurra gewählt, wurde hin und zurück jeweils kräftig von der Strömung herumgeschubst und habe brav die Passage bezahlt.
    Knappe 37€ ist nicht geschenkt, aber man gönnt sich ja sonst nichts!
    Dann beginnt ab 21:30 Uhr das Warten.
    Ich hab ein bisserl geschlafen, Moni hat ein neues Aufbewahrungskörbchen gehäkelt.
    Irgendwann gegen 0:30 hatten die ungeduldigen Skipper per Funk angefragt wann es endlich los geht. Lakonische Antwort: "Keep Standby, you will be informed!" Wir mussten schmunzeln...
    Gegen 1:45 war es dann so weit! Stillwasser - die Zeit wenn Ebbe und Flut keine Strömung produziert - setzte ein. Die Boote wurden einzeln aufgerufen: "Ostbahn, this is Bridge Authority, prepare your boat, wait in front the bridge, don't in the middle of the channel, at first an Cargo Ship, then you will be called again".
    Die Ungeduldigen nervten wieder rum, dann teilte sich die Brücke, die beiden Teile schoben sich nach Links und Rechts weg und das Frachtschiff passierte als Erstes. Ein Boot nach dem anderen wurde wieder namentlich auf die Reise geschickt! Wir reihten uns ein und steuerten auf die hell beleuchtete Engstelle zu.
    Nach wenigen Minuten war der 37€ Spuk vorbei und wir mit 15 weiteren Booten auf der anderen Seite! Etwa 20 Minuten später hatten wir unseren angepeilten Ankerplatz für die restliche Nacht erreicht. Rechtschaffen müde fielen wir in unsere Kojen und waren glücklich über das Erlebnis und dass die Nacht windstill war.
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  • Eretria: Lost Place Dream Island

    May 26 in Greece ⋅ ☁️ 28 °C

    Nicht nur antike Ruinen gibt es in Eretria zu bewundern. Auf einer kleinen vorgelagerten bewaldeten Insel die mit einer Brücke verbunden ist, hatte ein nach USA ausgewanderter Grieche die Idee, ein schnuckeliges Resort mit ein paar Bungalows und einige Zimmer zu bauen.
    Seit 2008 ist der Komplex dem Verfall preisgegeben. Nicht ganz, denn etliche Graffitty Künstler hatten die Mauern für sich entdeckt und mit bunten Kunstwerken verschönert!

    Hier die lange Geschichte von Dream Island auf englisch: https://www.ekathimerini.com/society/162316/isl…
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  • Das antike Eretria

    May 24 in Greece ⋅ ⛅ 26 °C

    Wir wollten natürlich auch das antike Eretria erkunden. Dutzende Ausgrabungen, teils zugänglich, teils nur über den Zaun zu besichtigen, sind in und um die Stadt verteilt. Vom Akropolis Hügel bis zu Thempelanlagen, Amphietheater, Hausreste mit Mosaikböden und vieles mehr ist zu sehen.
    Die wertvollen Artefakte der diversen Grabungen sind in einem kleinen Museum zusammengetragen und zu besichtigen. Leider ist dort alles nur auf griechisch und französisch beschriftet, aber nicht auf englisch. Zum Glück ist es mit Google Lens schnell übersetzt.
    Besondere Anziehung hatte für uns natürlich der Akropiolis Hügel. Und wie sollte es anders sein, wieder war es nur ein Ziegenpfad der auf die Anhöhe führte. Nach einiger Kletterei und wieder durch Schlirfhansel (Mäusegerste) der sich lästigerweise wieder in die Socken bohrte standen wir endlich am Gipfel.
    Ein bisserl hat es uns an die Geschichte mit dem Notruf in Vathi erinnert und wir witzelten herum wen wir diesmal anrufen sollten, um neuerlich einen Notruf auszulösen. Siehe hier:
    https://findpenguins.com/2modfqg4vmvsn/footprin…

    Das Gipfelkreuz hatte auch schon bessere Zeiten erlebt und hing windschief über der Klippe. Lange wird es sich voraussichtlich dort nicht mehr halten und bald mal abstürzen.
    Wir machten uns an der Infotafel schlau, bewunderten die alten Steine rundherum und genossen die herrliche Aussicht. Irgendwann kraxelten wir wieder runter vom Berg und verzogen uns in das angenehm klimatisierte Museum, um die dort zur Schau gestellten Fundstücke zu bewundern.
    Von riesigen Keramiktöpfen über Steinsarkopharge, Werkzeuge aus Bronze, hauchfeine Goldarbeiten, Glasperlen, sogar Stoffteile, Marmorstatuen und vieles mehr wie zum Beispiel Besiedelungsrouten gibt es dort zu sehen.
    Zuletzt waren wir noch im Haus der Mosaike. Das war nicht ganz so prickelnd, denn die Räume mit den Mosaikböden selber waren verschlossen und die Glasscheiben haben leider gespiegelt. So war wenig zu erkennen.
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  • Eretria... eine nette Leut Show!

    May 23 in Greece ⋅ ⛅ 23 °C

    Nachdem wir Karavos den Rücken gekehrt hatten waren wir schon auf unser nächstes Ziel gespannt. Alles was wir im Vorfeld gelesen hatten versprach einen geschützten Hafen, Restaurants in Hülle und Fülle, jede Menge Ausgrabungen und das Ganze fußläufig in einem überschaubaren Rahmen.
    Dort angekommen lag Alois und Steffi mit der Orca vor Anker, als einziges Boot außerhalb des Hafens. Ja warum auch nicht? Wir gesellten uns dazu und nachdem die Beiden vom Abendessen zurück kamen stand einem gemeinsamen gemütlichen Abend auf unseren neuen Cockpitpölster nichts im Wege. Uns Segler geht einfach nie der Gespächsstoff aus!
    Am nächsten Tag verlegten wir in den weitläufigen Hafen. Alle etwa 30 Minuten kommt dort die Autoähre vom Festland. Die stört aber so gut wie garnicht, weder laut noch mit Wellenschlag.
    Bei unserer Fahrt zur Strandpromenade wurden wir vom Nachbarschiff angesprochen. Den Beiden - Beate aus Mödling/AT, Markus aus Schweinfurt/DE - ist unser Schiffsname aufgefallen. Die Beiden leben aber seit über 30 Jahre in Österreich. Kurzer Klönschnack und recht schnell war ausgemacht dass wir am Abend gemeinsam essen gehen wollen.
    Und zu unserer großen Überraschung umkreisten auch recht bald Ulli und Micha zur Begrüßung unser Boot!
    Die Beiden hatten große Probleme mit deren nichtmal ein Jahr alten Wassermacher. Nach etlichen hin und her sandte der Hersteller ein Paket mit Ersatzteilen nach Karavos. Dort sind sie nach dem Abholen des Packerls schnurstracks weiter nach Eretria. Alles eingebaut und siehe da, der Wassermacher machte wieder Wasser!
    Also waren wir dann zu Sechst beim Abendessen. Schade dass die "Orca" schon weitergezogen war...
    Beim Abendessen stellte sich heraus dass Markus vor längerer Zeit mit Werner, einem Skipperkollegen von mir der auch vor zwei Jahren eine Woche auf der "Ostbahn" war, zusammen gearbeitet hatte. Die Welt ist so klein!
    So hatten wir dann die nächsten Abende mit wechselnden Besuchen bei und mit netten Leuten verbracht!
    Natürlich hatten wir die Tage auch für diverse Ausflüge genutzt, das erzähle ich euch selbstverständlich separat...
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  • Von Karystos nach Eretria

    May 22 in Greece ⋅ ☁️ 23 °C

    Neue Ziele waren angesagt, denn bis Karystos sind wir ja letztes Jahr schon gekommen.
    Also verließen wir diesen malerischen und gastfreundlichen Ort nachdem wir einkaufen waren. Nordwärts, langsam aber sicher Richtung Chalkida, wo wir irgendwann mal die Brücke zwischen Festland und Euböa passieren wollen, eine vierzig Meter breite Meerenge.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Euripos
    In der Kühlbox warteten die Fische aus Karystos auf die Pfanne und wir dieselten aus dem Hafen. Eigentlich sollte ein netter Südwind blasen, aber der wollte einfach nicht. Am Kap Pachimadhi sahen wir ganz schemenhaft in der Ferne die "Orca" von Alois und Steffi. Die Beiden hatten wir ja letztes Jahr in Methoni kennen gelernt und mehrmals getroffen. Sie sind wie wir Richtung Sporaden und Thessaloniki unterwegs.
    Der Wind blieb bei Null und so vergruben wir unseren Anker nach ein paar Seemeilen im Sand einer schütter bewohnten Bucht.
    Dort hüpften dann endlich die beiden rosa Doraden in die Pfanne, dazu ein paar Erdäpfel gewürzt mit den Kräutern die wir bei diversen Landausflügen gepflückt hatten, einfach köstlich!
    In der Nacht hielt uns Starkwind und ein kleines Gewitter einige Zeit vom Schlafen ab, aber so ist das Seemannsleben eben...
    Tags drauf war erstklassiger Segelwind angesagt, zwar leider aus der Richtung wo wir hin wollten, aber manchmal muss man auch kreuzen!
    Unser Ziel war eine tief einschneidende Bucht mit dem Ort Agios Dimitrious, kaum Menschen, kaum andere Boote, einfach nur Ruhe und Frieden!
    Dort blieben wir zwei Nächte absolut gechillte Tage. Nicht ganz, denn wieder mal wollte unser Boot auch ein bisschen Zuwendung.
    Auch die "Orca" holte uns dort ein und wir hatten wieder mal einen netten Abend mit den Beiden.
    Unser nächstes Ziel war gerade mal ums Eck: Karavos, denn dort gibt es in fußläufig erreichbarer Distanz einen Lidl Markt. Und den brauchten wir dringend. Unsere Käsevorräte waren zu Ende, und Käse sowie Wurstwaren ist nicht der Griechen Kernkompetenz.
    An einer scheußlichen Zementfabrik und einer scheußlichen Ruine eines Kohlekraftwerks vorbei ging es in einen eher scheußlichen Hafen.
    Im Lidl füllten wir unseren Bollerwagen mit all den Lebensmittel an, die es in griechischen Märkten nicht gibt, wurden dann noch abends im Restaurant eher enttäuscht und wollten eigentlich nur noch weg.
    Zum Glück wurde im Hafen keine Liegegebühr kassiert und auch das Wasser war gratis.
    Karavos, das hässliche Entlein von Euböa... wir freuten uns auf Eretria! Zu Recht, wie sich bald herausstellte!
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  • Karystos! Die Richtung stimmt!

    May 18 in Greece ⋅ ☀️ 21 °C

    Vor knapp einem Jahr hatten wir Karystos auf Euböa auserwählt einen kräftigen Nordwind auszusitzen. Ein paar Wochen später wollten wir hier wieder her, weil wieder mal der Meltemi heftig fauchen musste. Leider waren wir damals einen Tag zu spät und der Meltemi fauchte mit knapp 90 km/h, also so heftig, dass wir es mit unserer Ostbahn nicht nach Karystos geschafft hatten. Die Story dazu findest du unter https://findpenguins.com/2modfqg4vmvsn/footprin…
    Wir verließen Porto Rafti bei strahlenden Wetter, der Wind präsentierte sich angenehm und wir richteten unseren Bug für den letzten Schlag auf alten Pfaden Richtung Karystos. Dieses mal machten wir nicht den selben Fehler wie voriges Jahr und meldeten uns beim Antonios, dem Hafenkapitän brav an. Er bestätigte unseren Liegeplatz und hieß uns willkommen. Für uns ist das eine absolute Seltenheit, denn quasi nirgens in Griechenland gibt es einen Hafenkapitän, der seinen Hafen akribisch verwaltet, geschweige denn überhaupt Voranmeldungen voraussetzt!
    Äolus der Windgott meinte es diesmal wirklich gut mit uns, so als wollte er sich für den schweren Ausrutscher vor einem Jahr entschuldigen und trieb uns auf wenig Welle wie mit dem Lineal gezogen Richtung Euböa. Eine rechte Freude war es mit vollen Tüchern übers Wasser zu gleiten und unser Ziel kam zügig näher.
    Dort angekommen hatten wir wieder alle möglichen Kleinigkeiten von unserer Liste abgearbeitet und uns dann in einer Fischtaverne kulinarisch verwöhnen lassen.
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  • αντίο στον Σαρωνικό

    May 17 in Greece ⋅ ☀️ 21 °C

    αντίο στον Σαρωνικό oder Saronikos adé

    Einmal noch nach Agios Marina, einerseits weil es am Weg lag, andererseits weil wir einkaufen wollten und dann wollten wir auch nochmal in der Kahlua Bar vorbei schauen und mal sehen was der Junior Chef Alex an neuen Drinks auf seiner Karte hat.
    Letzteres war kein Fehler. Mit einem unglaublich fruchtigen Gin von der Insel Kreta überraschte er uns mit einem ausgesprochen liebevoll zubereiteten und dekorierten Gin/Tonic. Ein Augenschmaus und Gaumenfreude!
    Mit Petra, der deutschen Mutter von Alex, unterhielten wir uns lange, und auch Alex erzählte uns dass er mit seiner Partnerin Georgia in Wien war und den Aufenthalt sehr genossen hat.
    Alex drehte uns und auch den anderen Gästen den großen Fernseher auf und so konnten wir den ESC mit griechiscen Moderatoren erleben, auch recht lustig. Die Stimmung explodierte als der griechische Beitrag von Akylas mit seinem Titel Ferto, was so viel bedeutet wie "bring es", an der Reihe war.
    Nach einer interessanten Alexˋschen Interpretation eines Planters Punch verzogen wir uns auf die "Ostbahn", wo wir die letzten fünf Interpreten des ESC noch ansahen und dann ins Bett gefallen sind. Das Endergebnis hat uns dann tags drauf doch sehr überrascht! Aber so ist der ESC eben!
    Am nächsten Morgen sind wir nochmal zum Supermarkt und Fleischerladen um unsere Vorräte aufzufüllen und dann hieß es endlich: Leinen Los!
    Der Wind war günstig, leicht von hinten, hat mit vernünftiger Stärke - nicht zu viel und nicht zu wenig - geblasen und uns mit ansehnlichen Tempo ostwärts gebracht.
    Ursprünglich wollten wir nur bis Fokaia in die Nikolaios Bucht. Irgendwann kurz davor wollte Äolus der Windgott nicht mehr, obwohl der Wetterbericht viel länger guten Wind versprochen hatte. Das hat natürlich sehr geärgert, aber nach ein oder zwei Frustbier hatte Äolus ein Einsehen und machte den Windbeutel wieder auf. Und zwar sogar besser als vorher, denn bald hatten wir Fokaia hinter uns. Vor uns tauchte das berühmte Kap Sounion mit dem markanten Tempel auf der Klippe auf und der Wind drehte nicht nur auf sondern auch in unsere Richtung mit.
    So war bald der Entschluss gefasst wesentlich weiter zu segeln als ursprünglich geplant.
    Zu Sonnenuntergang liefen wir in die große Bucht von Porto Rafti ein, nahmen diesmal den südlichen Teil und versenkten den Anker auf sieben Meter Tiefe in perfekt haltenden Sandgrund!
    Der Sundowner war wohlverdient und perfekt im Timing!
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  • Plötzlich Notruf 112...

    May 11 in Greece ⋅ ⛅ 22 °C

    Jedes mal wenn wir in Vathi sind schaue ich da rauf auf den Berg und sehe an der Klippe eine kleine Kapelle stehen. Und obwohl wir Beide ja Agnostiger sind zieht es uns immer wieder an die Fleckchen, an denen für den jeweiligen Herrgott ein Gotteshaus errichtet worden ist. Denn das ist meistens nach dem Motto: Lage, Lage, Lage! Also zumindest mit einer überwältigenden Aussicht.
    Somit war uns klar, dort müssen wir hinauf! Der Aussicht wegen...
    Nach eingehender Recherche über Onkel Google und Einschätzung des Geländes vom Hafen aus gesehen dürfte der Aufstieg keine große Herausforderung sein. Vor allem weil es so ausgesehen hat als wenn von der anderen Seite des Berges eine Straße bis kurz vor die Kapelle führen würde. Also nur leichtes Gepäck, keine unnötige Menge Wasser, leichte Wanderschuhe und die Drohne für allfällige Flüge unterwegs und oben am Ziel.
    Wir sattelten Schusters Rappen und marschierten frohen Mutes los um stetig Höhe zu gewinnen.
    Nach gar nicht langer Zeit bog der Weg in die griechische Pampa ab und wir fanden uns langsam im brusthohen Gras, welches den Weg überwucherte. Auch durchzogen regelmäßig Schwemmglasen von schweren Regenfällen den Pfad, welches das vorankommen mühsam gestaltete.
    Na gut, noch immer kein Grund sich Gedanken zu machen. Denn ein weiterer Blick auf Google Maps zeigte, dass der Trail offenbar bald besser werden sollte. Wir stiegen höher und höher, mal im hohen Gras, dann wieder auf steinigen Grund, dann wieder war der Weg mit Macchia überwachsen. Vereinzelt lagen umgestürzte Bäume über den Pfad und einmal versperrte uns auch ein riesiges Spinnenetz den Weg. Unter dem sind wir zerstörungsfrei durchgekrochen, die Spinne hat es uns hoffentlich gedankt.
    Die Sonne stieg höher und höher, kein Wind, kaum Schatten und unser Wasser ging langsam zur Neige.
    Noch immer 700 Meter bis zur vermeindlichen Straße und weitere 100 Meter zur Kapelle.
    An der Stelle an der die Straße einmünden sollte kam dann die große Ernüchterung: weit und breit keine Straße! Im Gegenteil! Der Trail ging so weiter wie bisher und die 100 Meter bis zur Kapelle entpuppten sich als ziemlich anstrengende Kletterpartie über ehemalige Terassen und felsiges Gelände.
    Als wir an dem Punkt angekommen waren fassten wir den Entschluss nicht mehr den selben Weg runter zu gehen, da wir sehr erschöpft und durstig waren. Mittlerweile waren wir statt der erwarteten Stunde gut das Doppelte an Zeit unterwegs.
    Aber erst mal rein in die angenehm kühle und schattige Kapelle. Nach einer größeren Runde um das Gotteshaus stellte ich fest, wir finden keinen anderen Weg hinunter ins Tal. Und die vermeindliche Straße zog sich weiter als überwucherter Pfad über Stock und Stein, mehr als zwei Kilometer bis zur eigentlichen Straße.
    Darauf beschlossen wir Rat bei Locals zu bekommen und ich rief in einer der Tavernen am Hafen an, von denen ich am ehesten vernünftige Information erwartete. Der Wirt meinte zuerst, er schickt uns Jemanden mit Wasser herauf, was natürlich unsinnig war. Denn eigentlich wollten wir ja nur einen anderen Weg erfragen.
    Seine Frau hat dann aus welchem Grund auch immer plötzlich die Rettungskette in Gang gesetzt und dann war der Teufel los!
    Per Dauerfeuer wurde ich von der Feuerwehr, der lokalen Einsatzzentrale von Methana, der Notrufzentrale, der Wirtin und weiß der Geier wer noch aller helfen wollte, kontaktiert. Ich war so überfordert dass ich nicht mehr wusste welche der über zehn verschiedenen Nummern ich zuerst antworten sollte.
    Wir hatten dann nach kurzer Überlegung beschlossen doch den selben Weg abzusteigen den wir gekommen sind. Währenddessen wurden wir bombardiert von Telefonanrufen, denen ich schon mittlerweile knieend versuchte zu erklären, wir sind in keiner Notsituation und wir sind nur durstig, aber am sicheren Abstieg! Ohne Erfolg! Zwischendurch war ich schon so genervt dass ich mein Handy kurzerhand auf Flugmodus gestellt hatte, um einerseits Akku zu sparen und andererseits sicheren Schrittes weitergehen zu können.
    Die Feuerwehr ist mit drei Fahrzeugen ausgerückt, um uns zu retten. Die sind aber bei einer völlig anderen Kapelle rumgegeistert, wir hatten sie nie gesehen. Wieder versuchten wir zu erklären, dass wir sicher sind und keine Rettung benötigen, wir wurden einfach nicht Ernst genommen.
    Wir sind dann nach etwa 90 Minuten wohlbehalten, leicht dehydriert und völlig durchgeschwitzt, komplett übersäht mit den Grannen des hiesigen "Schlirfhansel" - das sind die spitzen Widerhaken und Samen des Grases welche sich unweigerlich überall reinbohren - endlich im Hafen von Vathi angekommen, immer noch von Telefonanrufen gestresst.
    Wasser brauchten wir! Und davon viel!
    Kurz darauf erschien die Feuerwehr, nahmen unsere Daten auf und waren Minuten später wieder weg. So endlos sie mit mir telefonieren wollten, so kurz angebunden waren Sie dann.
    In der Nachbetrachtung war es gut zu wissen, dass man nach uns gesucht hatte, leider am falschen Ort. Denn die Feuerwehr war bei einer komplett anderen Kapelle als wir. Schlimm war dass es keine übergeordnete Leitstelle gab, die alle am Einsatz beteiligten koordinierte. Und nervig war dass wir über eine Stunde nicht Ernst genommen wurden, wir keine Hilfe brauchten und sicher waren.
    Für unseren nächsten Ausflug nehmen wir auf jeden Fall viel mehr Wasser mit. Besser man hat es als man hätte es!
    Und als letzten Satz möchte ich die Worte des Wirten zitieren:
    "Today you had an big desaster, tomorrow you have an great story for your friends!"
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  • Letzte Runde durch den Saronischen Golf

    May 10 in Greece ⋅ ☁️ 21 °C

    Nachdem wir in Agios Marina kein Wasser bunkern konnten sind wir weiter nach Poros. Nicht nur des Wassers wegen, denn auf der Festlandseite in Galatas ordiniert ein Tapezierer, den wir einerseits wegen unserer Innentapezierung um Hilfe bitten wollten und auch für unser Cockpit wollten wir Pölster. Doch dazu später...
    Wir segelten drauf los, eigentlich an einem Tag an dem kaum Charteryachten in Poros sein sollten. Die Überraschung war groß, denn bald war der AIS-Bildschirm voll mit an die hundert blinkenden roten Booten an der kompletten Mole von Poros. Was war da los? Alles voll! Und zwar ausschließlich von mittleren bis übergroßen Catamaranen! Kein Liegeplatz, nicht mal ein Meter war frei an der Mole.
    Wir kamen blöderweise genau zur größten Multihull Yachting Show im Großraum Athen.
    Also wieder kein Wasser! Zum Haare raufen!
    Anyway... am nächsten Tag trafen wir uns mit Vasili, dem Tapezierer. Der erklärte uns, das gekaufte Material für die Innentapezierung können wir uns in die Haare schmieren. Falsches Material! Der Mist will einfach nicht aufhören. Braucht wer Sky 10 Meter mal 1,40? Weißes Kunstleder, ohne Rücken, günstig in Griechenland abzuholen!
    Na ja, zumindest hat er dann für die Cockpitpölster Maß genommen, uns ein gutes Angebot gemacht und wir sind immer noch ohne Wasser gewesen.
    Also war unser nächtes Ziel Perdika auf Ägina. Ein kleiner Hafen, der für Hafenkino immer gut ist. Dort konnten wir endlich unsere Tanks füllen, dankenswerterweise gratis weil vor uns ein Cat abgelegt hatte, der noch genug Wasser auf der Zapfsäule hatte. ENDLICH Wasser!
    Das Hafenkino am nächsten Tag hat wieder alle Stücke gespielt. Anker über Kreuz, unkontrolliert treibende Boote, Gestocher mit Bootshaken, Gebrüll und Stress. Wir sind dem Ganzen ganz gut entkommen, obwohl auch unser Anker zugeparkt war hab ich ihn trotzdem easy unter dem Motorboot rausbekommen.
    Von dort sind wir nach Vathi, dem kleinen idyllischen Hafen auf der Halbinsel Methana. Zum Muttertag sind wir von dort zu einer Wanderung zum Vulkan aufgebrochen. Schöner mehrstündiger Marsch an der Küste entlang, durch den Wald und dann den Berg hinauf. Ganz hinauf auf das Lavafeld sind wir dann nicht, das war doch zu schwieriges Terrain.
    Am nächsten Tag sind wir dann vom Hafen den Berg zur Kapelle hinauf und hatten mit einer telefonischen Frage nach einem anderen Abstiegspfad gleich den Notruf ausgelöst. Die haarsträubende Geschichte findest du natürlich hier unter "Plötzlich Notruf 112..."
    Über Epidauros wo wir nur zum Einkaufen angelegt hatten ging es nach Korfos. Dort hatten wir uns mit Uli und Micha vom Catamaran Barbarossa verabredet. Dort verbrachten wir einen gelungenen Abend in einer ziemlich urigen Taverne. Der Wirt verabschiedete uns mit je einem riesigen herrlich duftenden Buschen Oregano.
    Micha half mir am nächsten Tag noch meine diversen elektrischen Probleme in den Griff zu bekommen, denn die beiden Solarpaneele wollten nicht so recht Strom in die Batterien liefern. Auch die Ankersteuerung funktionierte nicht.
    Zurück in Poros war erst mal die Reparatur der Ankersteuerung angesagt. Hat uns viel Zeit und Nerven gekostet, aber zu guter letzt waren alle Fehler gefunden und beseitigt. Von Kontaktfehler bis komplett erledigte Fußtaster war da alles dabei.
    Danach war es an der Zeit unsere neuen Pölster abzuholen... und wir waren begeistert! Top verarbeitet, perfekt in Farbe passte das Ganze erstklassig!
    Somit konnten wir uns endlich auf den Weg machen und den Saronischen Golf verlassen!
    Aber am Abend davor gingen wir nochmal zur alten Platane essen: Uli und Micha, Martin - den wir in Perdika kennengelernt hatten, und wir Beide! Und Georgiou, der Wirt wollte natürlich auch mit aufs Foto...
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  • Schock in Agios Marina, Ägina

    May 5 in Greece ⋅ ☀️ 23 °C

    Wasser! Wasser! Wasser!
    Also nicht nur unter unserem Kiel, auch in unseren Tanks brauchen wir dringend das kühle Nass!
    Ein Tank war leer und der zweite Tank beherbergte vielleicht noch 50 Liter. In Almyra wurde uns eindringlich abgeraten das dort verfügbare Wasser zu bunkern. Also war unser erstes Ziel ein Hafen von dem wir wissen, dass das Wasser dort gute Qualität hat und uns unsere Tanks nicht verseucht.
    Der Wind aus West war zum Einkranen zwar ziemlich ungut, aber er brachte uns im Sauseschritt voran.
    Und weil Richtung und Stärke perfekt war um Agios Marina auf Ägina zu erreichen, einer unserer absoluten Lieblingsspots im saronischen Golf, war die Entscheidung gefallen. Auf nach Agios Marina!
    Dort angekommen war der Schock groß. Schon aus Distanz sahen wir, da stimmt was nicht!
    Fehlende und verbogene Laternmasten, teilweise fehlten die Kandelaber, zertrümmerte Mistkübel, ein Teil der Molenfender hingen runter oder fehlten komplett und überall ragten Kabelreste und Wasserrohre aus dem Beton. Nach dem Anlegen wurde uns erst bewusst dass hier dramatisches passiert sein muss, denn sämtliche Zapfsäulen für Strom und Wasser waren weg. Die dazugehörigen Bolzen teilweise verbogen und abgebrochen, Löcher klafften in der Betonmole, Risse so weit das Auge reichte und alles sah so aus als ob ein Riese gewütet hatte.
    Bald darauf fuhr Pavel - der schon mehrmals erwähnte Besitzer der Compass Bar und Hans Dampf in Agios Marina - mit seinem Roller vor und die Freude war beiderseits groß!
    Er erzählte auf unsere Frage was da los ist, dass im Winter mehrere schwere Stürme gewütet hatten, mit Wellen von bis zu 4 Metern die Mole und die darauf befindliche Infrastruktur zertrümmert hatte. Für die Gemeinde und die Gewerbetreibenden dort ein schwerer Schlag! Es wurde zwar mittlerweile mit der Reperatur begonnen, aber so schnell ist dieser immense Schaden nicht zu beseitigen...
    Für uns bedeutete das: kein Wasser! Und die Vorräte wurden immer weniger...
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  • Endlich ging es ins Wasser!

    May 5 in Greece ⋅ ☀️ 18 °C

    Irgendwann war es dann so weit!
    Die Jungs von Almyra Shipyard standen vor der "Ostbahn" und wollten loslegen!
    Bei uns stieg natürlich der Adrenalinspiegel ins Unermessliche. Nach vielen Monaten am Trockenen sehnten sich die "Ostbahn" und wir uns danach, endlich wieder Wasser, Wind und Wellen zu spüren.
    Ruck-Zuck war der Lagerbock abgebaut, das Boot am Transporttraveller und langsam am Weg Richtung Portalkran. Wir natürlich mit dem Antifowling hinterher um die letzten Fleckerl des Unterwasserschiffes mit dem roten Gatsch zu bestreichen.
    Eigentlich war fast zu viel Wind zum Einkranen, denn das Windex zeigte gute 20 Knoten von der Seite.
    In der Kranbox stand einiges an Welle und bei der ersten Wasserberührung hüpfte unser Booterl gleich ganz ordentlich! Vielleicht auch vor Freude 😉
    Wir gingen an Bord und in dem Moment tauchten unsere "Groupies" auf! Ulli und Micha, und kurz drauf düste auch Ralph auf seinem E-Scooter herbei um uns zu verabschieden. Hat uns Beiden eine kleine Träne ins Knopfloch gedrückt, so ergreifend war die Szene.
    Der Motor brummte, aber es sprudelte kein Kühlwasser aus dem Auspuff! Nicht gut, gar nicht gut! Das Boot hüpfte in der Welle, noch an den Gurten des Kranes, und einer der Arbeiter rief mir zu ich soll Wasser in die Wasserpumpe kippen, damit die endlich zur Kühlung Wasser zieht. Irgendwann hab ich endlich verstanden was er meint und hab das Kühlwassersieb geöffnet und Wasser reingekippt. Beim Zusammenbauen ist mir die lange Schraube fast in den Tiefen des Motorraums gefallen. Zum Glück hab ich sie grade noch erwischt und endlich sprudelte auch Kühlwasser.
    Mit Vollgas und unter mächtigen Geschrei und Gestikulieren der Arbeiter, viel Winken unserer Freunde und halbwegs Übersicht donnerten wir endlich aus der Kranbox Richtung Meer! Wir schwimmen!
    Danke an Micha, der unser Ablegemanöver mit ruhiger Hand gefilmt hat.
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  • Noch immer viel zu tun!

    April 23 in Greece ⋅ ☁️ 14 °C

    Endlich im Flieger nach Griechenland! Unsere "Ostbahn" wartet...
    Unser Mietauto, ein faktisch nagelneuer Opel Corsa mit etwa 1.400km am Tacho war schnell übernommen, dann gleich mal zur Segelmacherin, unsere Segel holen. Nachdem es nicht weit war und der Hunger groß ging es erstmal ins Restaurant Edem neben der Alimos Marina zum Abendessen.
    Am nächsten Tag wieder nach Athen, etliches von der Einkaufsliste besorgen und dann zum Optiker. Wir hatten den Tipp bekommen, dass in Griechenland die Brillen um gut 30% billiger sind als in Österreich, bei gleicher Qualität. Moni hat sich zwei Gleitsichtbrillen machen lassen, ich mir in zwei Sonnenbrillen die Gläser tauschen lassen. Wir haben es nicht bereut!
    Aber wie ein riesiger Stein im Magen lag uns, dass zwei große Pakete, vollgefüllt mit Material, Bekleidung, Werkzeug und vieles mehr, die wir nach Griechenland geschickt hatten, noch immer nicht angekommen sind.
    Unser guter Engel Christos wusste aber Rat: Er gab uns eine Adresse in Korinth, wo die Dinger sein könnten. Dort wurden sie zumindest mal im System gefunden und wir wurden mit den Paketnummern nach Louthraki geschickt.
    Am Weg dort hin querten wir den Kanal von Korinth zwei mal mit dem Auto am Landweg, drei Jahre davor mit der "Ostbahn" am Seeweg.
    In dem winzigen Shop in Louthraki hätten die beiden Pakete nichteinmal Platz gehabt. Aber die Dame am Schalter war trotz kaum des Englischen mächtig sehr bemüht. Nach einigen Telefonaten war klar dass wir nach Isthmus ins dortige lokale Auslieferungslager fahren müssen. Dort angekommen standen die beiden Packerl schon auf einer Palette bereit. Rein ins Auto und dann zum Boot!
    Die nächsten Tage waren geprägt von umräumen, Material, Getränke, Lebensmittel einkaufen, diverse Finalisierungen von Verkabelungen, Unterwasserschiff streichen, Segel anschlagen, neue Leinen einscheren, Bimini und Sprayhood montieren, putzen, schrubben, Wäsche waschen und noch viel mehr!
    Ja und natürlich haben wir dort wieder liebe Leute getroffen: Micha und Ulli von der Barbarossa, sowie Ralph von der Alien.
    Den einen oder anderen Abend haben dann gemeinsam verbracht.
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    Trip start
    April 23, 2026