Nisyros
September 26 in Greece
☁️ 22 °C
Trotz recht dicken Kopf hat sich Franz des Vormittags (wie gesagt: alle Vier Langschläfer) auf den Weg zum Bäcker gemacht. Und vormittags gibt es beim Bäcker nicht mehr viel. Deswegen war die Beute auch mickrig und überschaubar. Ein großes gefülltes Croissant und ein zwergenhaftes Babycroissant fand seinen Weg auf unseren Frühstückstisch!
Wie schon so oft verließen wir erst gegen Mittag den Hafen, doch davor verabschiedeten wir uns noch von Ute und Frank. Deren Plan ist auf Kreta zu überwintern, unser Plan ist wieder in der Almira Shipyard für die kältesten Wochen auf den Lagerbock zu gehen und heimzureisen.
Unser Ziel war Pali auf Nisyros.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nisyros
Außerdem war unsere griechische Gastlandflagge so zerzaust, dass wir höflich wie wir sind, eine Neue gesetzt hatten. Sissi durfte diese Zeremonie durchführen.
Die ersten Meilen musste unser Karpfenhäcksler ran, aber bald öffnete Äolus seinen Windbeutel und bescherte uns eine schöne Brise die uns mit Vollzeug direkt nach Nisyros brachte.
Sissi wollte auch mal steuern und übernahm das große Lenkrad. Nach anfänglichen Koordinationsschwierigkeiten steuerte sie doch kurze Zeit halbwegs in die richtige Richtung. Nachdem Franz noch ein bisschen unpässlich war und ein Schläfchen machte übernahm für den Rest der Strecke dann James, unser Autopilot.
In Pali angekommen schwante uns bei den dutzenden Masten im Hafen, dass wir diesmal glücklos sein werden.
Eine langgezogene Runde durch den Hafen bestätigte den Eindruck, aber nicht mit uns!
Denn da gab es eine kleine Lücke zwischen einem großen Motorboot und einem Segelboot, die sollten wir eigentlich mit ein bisschen Ellbogentechnik passend machen können! Also unsere Fender rauf und mit Gefühl rein in die Lücke!
Wir pressten die Boote sachte auseinander, der Italiener von der Motoryacht war kooperativ, half mit seinen Fendern, der Bayer auf der anderen Seite machte etwas Stress. Es war ihm auch nicht zu blöd nachdem wir festgemacht hatten, uns einen Kratzer an seinem Rumpf unterjubeln zu wollen. Ich habe ihm aber sachlich und trotzdem bestimmt erklärt, dass es unmöglich ist an dieser Stelle mit unserem Boot einen Schaden zu verursachen. Er hat es dann zerknirscht eingesehen und um Entschuldigung gebeten.
Wieder mal den letzten Platz bekommen, langsam wird es unglaubwürdig!
Im Gegenzug für seinen Fauxpas hat er uns dann einen Restauranttipp gegeben, der sich als absolute Top Taverne präsentierte. Geführt von einem Damenquartett - Oma, Tochter, Enkeltochter und Cousine - speisten wir dort wie die Götter am Olymp, Foto mit Enkeltochter inklusive!
https://maps.app.goo.gl/Y5d8mwY9L2gErfqh6
Später erzählte er uns noch, dass die halbe Insel wegen eines Magen-Darm-Virus schwer kontaminiert ist. Am übernächsten Boot waren Teile der Crew deswegen sogar im Krankenhaus. Die Hälfte der im Hafen liegenden Boote und auch er war ziemlich angeschlagen. Wir versorgten ihn mit ein paar Bretzel und Cola, man ist ja Menschenfreund.
Eigentlich wollten wir am nächsten Vormittag zum Stefanos Krater - Nisyros ist ja ein aktiver Vulkan - doch Anbetracht des gesundheitlichen Aspektes und der Tatsache, dass wir in Kardamena einen Liegeplatz im Hafen brauchen, hatten wir davon Abstand genommen.Read more






























Traveler
Wunderschön 🤩