Tag 4 - stumpfer Fahrtag
14. april, Sydafrika ⋅ ⛅ 19 °C
Die erste Nacht im Zelt war gewöhnungsbedürftig. Der Wind rüttelte immer wieder an der Plane, und ich konnte mich nicht entscheiden, ob mir eigentlich zu warm oder zu kalt war. Um 7 Uhr klingelte endlich der Wecker.
Während Isabelle ihre morgendliche Dusche genoss, machte ich Frühstück. Eigentlich wollte ich Tee kochen – blöd nur, dass zur Ausstattung des Autos kein Feuerzeug gehört, um den Gaskocher in Gang zu bringen. Also packte ich alles wieder weg und improvisierte - es gab Saft.
Gegen 9 Uhr packten wir unsere Sachen zusammen und fuhren weiter Richtung Mossel Bay. Die Strecke zog sich ziemlich: rund 350 Kilometer auf der N2, die stellenweise eher an eine Autobahn erinnerte. Am frühen Nachmittag erreichten wir Mossel Bay, den offiziellen Beginn der Garden Route.
Unser erstes Ziel dort war schnell klar: Mittagessen. Direkt am Leuchtturm hätte es zwar auch ein Restaurant gegeben, aber wir entschieden uns, ein Stück weiter zum Gannet Restaurant zu fahren. Eine gute Entscheidung. Ich hatte einen in Butter pochierten Kabeljau für etwa 12 €. Der Fisch war zart, die Beilagen hervorragend, und der Service aufmerksam, ohne aufdringlich zu sein. Für den Preis fast schon eine Frechheit 😜
Zufrieden und mit vollem Bauch ging es weiter Richtung Campingplatz.
Von Mossel Bay nach George nahmen wir die R102. Sie verläuft immer wieder parallel zur N2, und führt durch kleine Orte. Die kurvigen Straße wechselten zwischen Meerblick und atemberaubenden landwirtschaftlichen Flächen. Im Grunde ist es die Straße, die man nimmt, wenn man Zeit hat und nicht einfach nur vorankommen möchte.
In George hielten wir an einer Tankstelle. Die Anzeige stand zwar noch auf halb, aber Isabelle fühlte sich mit einem vollen Tank wohler. Gesagt - getan. Am Ende waren es 66 Liter, deutlich mehr, als ich erwartet hätte. Da fragt man sich schon kurz, wie groß dieser Tank eigentlich ist.
Umgerechnet zahlten wir für den Liter 1,43€.
Danach ging es weiter zu unserem nächsten Campingplatz. Heute war Isabelle mit der Auswahl dran, nachdem ich gestern entschieden hatte. Sie wählte das Ebb and Flow Rest Camp im Garden Route Nationalpark, gleich hinter Wilderness. Der Eintritt in den Park lag bei etwa 12 €, die Übernachtung mit Strom bei rund 33 €.
Am Abend hatten wir eine kleine Meinungsverschiedenheit. Isabelle hat die Reise im Voraus mit Hilfe einer KI geplant, um mehr Struktur zu haben. Mir fiel dabei auf, dass die Rückfahrt nach Kapstadt recht eng getaktet war und wenig Raum für spontane Abstecher lässt – zum Beispiel ins Weinland oder vielleicht auch in etwas abgelegenere Gegenden. Das Thema führte erneut zur Diskussion.
Für den nächsten Tag stand laut Plan eine Wanderung zu einem Wasserfall an. Ich war davon ehrlich gesagt nicht sonderlich begeistert – weniger wegen der Bewegung, sondern eher, weil ich mir nicht sicher bin, wie lohnend das Ziel ist. Isabelle sah das anders und meinte, ich würde zu sehr auf das reine Weiterkommen fokussieren.
Ich sehe das etwas anders. Mir geht es darum, die Besonderheiten Südafrikas wirklich mitzunehmen und nicht nur Orte abzuhaken, die im Reiseführer eher am Rand erwähnt werden.
Ob und wie wir uns einigen, wird sich wohl erst morgen zeigen.Læs mere







Hoffe es war für dich genau so schön?eigentlich müsse auf dich mehr hören,,,denn du bist die erfahrene,,,noch viel Spass 😘 [Sylvia]